Zitat von corvus
Ja, echt. Ärzte sollten doch gefälligst grundsätzlich non-profit-Organisationen sein!
(Leider würde dann wohl Niemand mehr Medizin studieren wollen, was zu langen Wartezeiten bei Terminen führen würde, aber wen interessiert das schon...)
LG vom Gespenst
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03.04.2008, 08:48
AW: Studie belegt: Privatpatienten werden beim Arzt bevorzugt
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03.04.2008, 10:44Inaktiver User
AW: Studie belegt: Privatpatienten werden beim Arzt bevorzugt
Ich würde eher behaupten, daß das den meisten menschen, die pkv sind, egal ist - solange sie nicht selber betroffen sind. Und alle anderen sind handlungsunfähig. Die pkv sind deswegen so günstig im preis/leistungsverhältnis, weil sie sich ihre risiken aussuchen können und das auch konsequent verfolgen.zitat von wilde_hummel: Ich weiß, dass Privatkassen natürlich noch gewinnorientierter arbeiten als die gesetzlichen....aber seht mal an, ich war mal um eine Magersucht in den Griff zu bekommen längere Zeit in einer psychosomatischen Klinik....wußtet Ihr, dass Menschen, die bereits psychologisch behandelt wurden mit Klinikaufenthalt nichtmal die Chance haben sich privat zu versichern?
Da könnte ich zum Beispiel die Prioritäten setzen, wo ich wollte....mich würden sie nicht nehmen....
Keine Angst, das soll kein gejammer sein, nur ist mir inzwischen aufgefallen, dass das die wenigsten Menschen wissen und wollte es einfach nur mit in den Raum werfen...
Ich hoffe, es kommt mal die günstige basisversicherung für alle + individuelle zusatzversicherung. Dann gäbe es auch bei den terminen weniger probleme....
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03.04.2008, 11:24
AW: Studie belegt: Privatpatienten werden beim Arzt bevorzugt
Stimmt so nicht ganz, die PKV sind anfangs deswegen so günstig, weil sie sich ihre Risiken heraussuchen können. Das Erwachen über horrend steigende Beiträge im Alter kommt später.
Zitat von Inaktiver User
Man sollte das stets im Auge behalten, denn sonst rutscht man gerade dann, wenn man die KV am nötigsten braucht, im Alter nämlich, in den Basistarif und hat identische Leistungen wie in der GKV. Das wäre dann eindeutig ein Fall von falsch gepokert."Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
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03.04.2008, 11:59Inaktiver User
AW: Studie belegt: Privatpatienten werden beim Arzt bevorzugt
Das kannst du bei diversen managermagazinen auf der titelseite nachlesen, wie man im alter am besten dem system ein schnippchen schlägt und mithilfe diverser tricks unter das dann günstigere dach der gemeinschaftskassen (zurück-)schlüpft. Je nach qualität des tricks, müssen dich die gesetzlichen leider aufnehmen. Die pkv's legen dir da, je nach sachlage, auch keine steine in den weg... toller deal: in der gesunden jugend wenig zahlen, im alter günstig bei den gesetzlichen. Das selbe gilt für abhängig beschäftigte ehefrauen von privatversicherten männern, da gibts tolle konstruktionen!
Ich möchte ich mir dann halt nicht auch noch anhören müssen, daß teure geräte nur mit hilfe der pkvs erworben werden können etc. Am ende zahlt es doch wieder die gemeinschaft, profitieren können nur wenige auf kosten aller.
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03.04.2008, 12:42
AW: Studie belegt: Privatpatienten werden beim Arzt bevorzugt
Ah cool, danke. Ich werde mir das mal geistig notieren für den Fall der Fälle, man weiß ja nie.
Zitat von Inaktiver User
Allerdings ist mein persönliches Bestreben auch im Alter noch privat versichert zu sein, denn alles was mir bisher so an Krankheiten passiert ist, hätte ich mit der gesetzlichen plus Sparbuch locker wuppen können, wäre günstiger gekommen."Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
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03.04.2008, 13:08
AW: Studie belegt: Privatpatienten werden beim Arzt bevorzugt
Und soooo easy going ist das auch nicht... Nocturna, notier es erst mal nicht, schau Dir zu gegebener Zeit die Rechtslage an...
Zitat von Nocturna
Und wer glaubt, dass die Privaten einfach Alles zahlen, sei gewarnt - auch das stimmt nicht. Vieles geht leichter, aber Vieles geht schlichtweg gar nicht.
Nordic Walking, Kochkurs, Ernährungskurs, Autogenes Training, Streßbewältigung, Raucherentwöhnung....
Alles gut und schön und sicher wichtig, aber eben nicht medizinisch notwendig, von Einzelfällen mal abgesehen. Und von daher zahlen es die Privaten nicht oder eben nur in umfangreich und zeitaufwändig begründeten Ausnahmefällen.
Und was die Finanzierung der Aztpraxen und Arztfamilien angeht, dann ist das einfach so, dass ein Privatpatient mehr Kohle in die Praxis bringt. Ein HWS-CT rechnet die GKV mit etwa 250 € ab, beim Privatpatienten bringt die gleiche Untersuchung 700 €. Da ist es völlig klar, was Ärzte im Normalfall tun.
Übringens gilt das auch durchaus im Krankenhaus, dem bringt ein Privatpatient im Bett auch schlicht mehr Geld...
Wenn sie dies auch im Notfall tun, ist das nicht in Ordnung und da sind wir uns doch alle einig, hoffe ich?
Gruß
SchlumbineEigensinn macht Spaß
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03.04.2008, 13:13
AW: Studie belegt: Privatpatienten werden beim Arzt bevorzugt
Ehe ich weiterlese möchte ich genau bei dem einhaken was Didi50 geschrieben hat und zwar insbesondere bei einem Punkt, den ich blau markiere (wobei die beiden anderen genannten Aspekte für mich ebenso beachtenswert sind und ich daher auch ihnen zustimme).
Auch ich bin privat versichert. Ja, ich bekomme (sehr) schnell einen Arzttermin, wenn ich einen will (und ich weiß, wie lange Kassenpatienten, die ich kenne ggf. darauf warten müssen). Das hat zweifellos Vorteile für den Privatpatienten. Gerecht ist es nicht.
Zitat von Didi50
Aber: Ich habe es satt von Ärzten hoffiert zu werden, dank ihres Wissens, dass ich Anspruch auf höhere Leistungen habe und die Rechnung selbst und direkt an den Arzt bezahle.
Das hat zur Folge, dass sie einen mehrfach (oft eben unnötigerweise) in die Praxis bestellen (wollen) und einem ständig irgend etwas aufzudrängen versuchen, was tatsächlich keiner ernsthaften Notwendigkeit oder zumindest nicht in dem vorgenommenen Ausmaß bedarf.
Eine persönliche Erfahrung: Ich hatte vorübergehend Probleme mit einem leicht(!) erhöhtem Blutdruck. Er war auch nicht dauerhaft erhöht, eben nur an manchen Tagen, wenn auch manchmal an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen. Der Internist "hängte mich" an die Langzeitblutdruckmessung (die an diesem Tag zu hohe Werte ergab) und verordnete mir blutdrucksenkende Tabletten (die ich aber nur kurzfristig einnahm und auf eigene Faust wieder abbrach, weil ich sie nicht vertragen habe) und er forderte mich auf, in sechs Wochen wieder vorbei zu schauen, um die Langzeitblutdruckmessung zu wiederholen. Kurze Zeit später wurde vom Orthopäden eine Entzündung im Oberschenkel diagnostiziert (ich hatte Schmerzen und suchte den O. deshalb auf) und mit der Behandlung dieser Entzündung, die auch ausgeheilt werden konnte, normalisierte sich mein Blutdruck. Insofern erachtete ich es nicht für nötig, den Internisten ein weiteres Mal aufzusuchen, um mir erneut die Langzeitblutdruckmessung aufdrängen zu lassen. Was passierte? Ich bekam einen Anruf von der Arztpraxis, ich solle vorbeikommen zu dieser Langzeitblutdruckmessung. Ich war total perplex, denn dergleichen ist mir niemals vorher passiert. Ärzte scheinen also geradezu um Privatpatienten zu "buhlen". Ich erklärte, weshalb ich nicht kommen wollte (ich ging auch nicht hin), aber dennoch versuchte mich die Arzthelferin zu "überreden", dass ich doch "vorsorglich" diese Untersuchung machen sollte.
Ich möchte SELBST Entscheidungen treffen und möchte dann, wenn ich das Gefühl habe, einen Arzt zu brauchen, auch einem Arzt gegenüber sitzen, der MICH mit meinen (möglichen) Beschwerden ernst nimmt und nicht vorrangig überlegt, was "er alles machen könnte" um mit mir Geld zu verdienen. Natürlich soll er "Geld mit mir verdienen", nämlich dann, wenn die Behandlungen, die er vornimmt auch wirklich nötig oder wenigstens sinnvoll sind, aber allein der Gedanke ein "mögliches Melkopfer" zu sein, ist nicht sonderlich angenehm und schafft vor allem keine Vertrauensbasis zu dem Arzt, die ich eigentlich als Voraussetzung für eine Behandlung erwarte.
Ich finde es zwar verständlich, dass Ärzte so reagieren, finde verständlich, dass sie Privatpatienten bevorzugen, denn schließlich wollen sie - wie jeder andere Mensch auch - Geld für ihre Leistungen sehen. Die gesetzlichen Krankenkassen erschweren den Ärzten die Ausübung ihres Berufes derart, dass sie sich (zumindest habe ich den Eindruck) geradezu auf Privatpatienten stürzen.
Das kann nicht Sinn der Sache sein. Nicht für die Kassenpatienten, aber in vielen Fällen auch nicht für die Privatpatienten.
AnitraGeändert von Anitra (03.04.2008 um 13:23 Uhr)
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03.04.2008, 13:31
AW: Studie belegt: Privatpatienten werden beim Arzt bevorzugt
Anitra, entschuldige bitte, das klingt aber jetzt eher wie Jammern auf hohem Niveau. Oder anders gesagt, es gibt viele Kassenpatienten, die dir gerne dein Los abnehmen würden, Hauptsache man bekommt die bestmögliche und schnellste Behandlung.
Klar kann es im Einzelfall durch Übertreibung kontraproduktiv sein, jedem Behandlungsvorschlag der Ärzte nachzugeben. Aber ganz ehrlich, beim heutigen Informationsstand der Ärzte, kommt man doch eh nicht umhin, selber Nachforschungen zu seinen Problemen im Internet zu machen.
Die besten Ideen, die ich gesundheitsmäßig hatte, kamen ausschließlich von mir, nicht von Ärzten, frei nach dem Motto „das könnten wir doch so und so machen“. Nur der Status als Privatpatient hat es mir ermöglicht Medikamentation und Behandlung nach meinen Willen durchsetzen, da winkt der Arzt beim Kassenpatient höchstens genervt ab."Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
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03.04.2008, 13:38
AW: Studie belegt: Privatpatienten werden beim Arzt bevorzugt
Ich habe weiter gelesen und komme erneut auf ein posting von Didi50 zurück.
Ich habe einen Frauenarzt, einen Zahnarzt und einen Kardiologen (bin diesbezüglich erblich vorbelastet), denen ich zu hundert Prozent vertraue und bei denen ich nicht das Gefühl habe, dass man mich "bei der Stange halten" will, weil ich Privatpatient bin. Dann HATTE ich eine Internistin, die als Hausärztin fungierte, auf die das ebenso zutraf. Doch diese Frau hat aus Altersgründen ihre Praxis aufgegeben. Sie "klagte mir ihr Leid". Sie hätte gerne weitergemacht, hätte aber dann auf "ihre Kassenpatienten" (die ihr ebenso am Herz lagen, wie die Privatpatienten und niemals habe ich erfahren, dass sie einen Unterschied gemacht hätte - auch nicht bei den Wartezeiten) verzichten müssen und das wollte sie nicht. Seit Schließung dieser Praxis (das ist bald zwei Jahre her) bin ich auf den Suche nach einem neuen Hausarzt oder einer neuen Hausärztin. Dabei habe ich mich bei Allgemeinmedizinern ebenso wie bei "hausärztlichen Internisten" umgesehen. Darunter war auch der Internist (der mir im Sinne von Patientenclientel quasi "nachlief") von dem ich in meinem vorangegangenem posting sprach. Ich habe die "Schnauze so was von voll" als "mögliche Melkkuh" und nicht als Patient mit (möglichen) Beschwerden gesehen zu werden.
Zitat von Didi50
Übrigens würde auch mich keine gesetzliche Krankenkasse nehmen und genau genommen würde ich auch nicht wechseln wollen. Kritik sei dennoch erlaubt.
AnitraMein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.
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03.04.2008, 13:49
AW: Studie belegt: Privatpatienten werden beim Arzt bevorzugt
Deine Kritik ist sicher irgendwie berechtigt.
Zitat von Nocturna
Ich habe mir einfach erlaubt, das von der Seele zu schreiben, was MICH PERSÖNLICH bewegt (darf man tun, oder?
) und auch wenn es "Jammern auf einem hohen Niveau" ist, sehe ich nicht wirklich, weshalb man nicht auch "auf hohem Niveau" Kritik anbringen dürfte. Ich verkenne doch deshalb die Probleme der Kassenpatienten nicht und ich bin DEFINITIV auch gegen das System in der aktuellen Form. Ich finde es geradezu unmöglich, dass einem kranken Menschen, das Medikament, das ihm hilft (auch wenn die persönliche Psyche dabei eine Rolle spielen mag) aus Kostengründen verweigert wird.
Es gibt auch heute noch (alte oder ältere) Menschen, die keinen Internetzugang haben und die selbst wenn sie sich (mit oder ohne Internet) entsprechende Informationen selbst besorgen, nicht ernsthaft damit etwas anfangen können.Klar kann es im Einzelfall durch Übertreibung kontraproduktiv sein, jedem Behandlungsvorschlag der Ärzte nachzugeben. Aber ganz ehrlich, beim heutigen Informationsstand der Ärzte, kommt man doch eh nicht umhin, selber Nachforschungen zu seinen Problemen im Internet zu machen.
Richtig! Dem würde ich nicht widersprechen und ich glaube auch nicht, dass man aus meinem posting zwingend etwas anderes herauslesen muss.Die besten Ideen, die ich gesundheitsmäßig hatte, kamen ausschließlich von mir, nicht von Ärzten, frei nach dem Motto „das könnten wir doch so und so machen“. Nur der Status als Privatpatient hat es mir ermöglicht Medikamentation und Behandlung nach meinen Willen durchsetzen, da winkt der Arzt beim Kassenpatient höchstens genervt ab.
Liebe Grüße
AnitraMein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.


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