Wie wäre denn in beiden Fällen die Konsequenzen:
Keine Pendlerpauschale:
Viele Arbeitnehmer haben einen langen Arbeitsweg in Kauf zu nehmen, um nicht auf der Straße zu landen (soweit ich weiß ist eine Strecke von 1,5 Stunden zumutbar). Nun könnte dieser Arbeitgeber umziehen an den Standort seines Arbeigebers.
Doch welche Arbeitsplätze sind heute noch so sicher, dass man sich längere Zeit darauf verlassen kann? Würde dies mit jedem Arbeitgeberwechsel einen Umzug bedeuten? Umzüge sind ebenfalls teuer und jedesmal leiden die Möbel vom Ab- und Aufbau.
Ziehen alle in die Stadt hat dies natürlich Konsequenzen bezüglich der Mieten, die Anfragen in den Städten wären überdimensional hoch und es gäbe eine Situation, wie wir sie vielleicht in München kennen?
Und mal ganz ehrlich? Nur weil man in der gleichen Stadt wohnt, lässt man doch nicht automatisch das Auto stehen? Hand aufs Herz.....
Keine Pendlerpauschale:
Extremfall, den ich erlebte: Ein arbeitsloser Familenvater bekam ein Jobangebot und hatte eben ca. 1 h Anfahrt, leider mit Öffentlichen nicht erreichbar. Nun hat dieser Mensch aufgrund langer Arbeitslosigkeit und Harz IV kein Auto mehr...
Dieser Mensch musste also erstmal kucken wie er mobil wird um seinen Arbeitsplatz zu erreichen und das für einen (nach meiner Meinung) Hungerlohn und hatte kaum Mittel sich ein Auto zu besorgen.
Muss man sich Arbeit leisten können?
Ich selbst fände es schade, wenn die Infrastruktur in den ländlichen Gegenden aufgrund der allgemeinen Landflucht immer mehr zusammenbräche und sich immer mehr in einer Stadt konzentriert............der Trend geht leider dorthin und es werden die Entsteheung von Superstädten erwartet, nur ist dies wirklich, das was wir wollen?
Die Pendlerpauschale allein kann die Lösung nicht sein! Hier müssen wir glaub ich differnzierter ans Werk gehen, denn es geht um die Situation, dass kein Arbeitsplatz mehr sicher ist, die Menschen immer mobiler werden müssen.... wir andererseits durch die Versädterung immer mehr Armutsviertel aufbauen und ein soziales Umfeld auch für Familien und soziale Kontakte in Gefahr ist....
Antworten
Ergebnis 71 bis 74 von 74
-
02.04.2008, 19:28Inaktiver User
AW: Zurück zur alten Pendlerpauschale?
-
02.04.2008, 19:30
AW: Zurück zur alten Pendlerpauschale?
es gibt für Niemanden "Extra-Zahlungen", für die andere Steuerzahler aufkommen müssen! Mit der Pendler-Pauschale bekommt die arbeitende Bevölkerung etwas von ihrem hart erarbeiteten und versteuerten Einkommen zurück!
Eins, zwei, drei im Sauseschritt
eilt die Zeit - wir eilen mit.
-
12.04.2008, 17:02
AW: Zurück zur alten Pendlerpauschale?
Genau so ist es. Und wie dein Vorredner schon sagte: heutzutage ist kein Arbeitsplatz mehr sicher .. Soll dann also heißen, dass man job-entsprechend alle paar Jahre von A nach B umziehen soll? Wohl kaum... Im Gegenteil: Arbeitnehmer, die einen langen Weg zum Arbeitsplatz in Kauf nehmen, müssen gefördert werden. Sonst lohnt es sich ja fast gar nicht, einen Job außerhalb anzunehmen. Dann lieber Hartz-IV.
Zitat von puck2
-
12.04.2008, 17:06
AW: Zurück zur alten Pendlerpauschale?
Ist das so? Ich wohne am Rande des Ruhrgebietes und beobachte genau die gegenteilige Entwicklung. Städte wie Essen schrumpfen jährlich (ok, wer will schon in Essen wohnen
Zitat von Inaktiver User
). Kleinstädte im Münsterland können sich dagegen freuen: große Nachfrage nach Bauplätzen. Es ist eher so, dass Familien und sog. "Besserverdienende" aus der Stadt flüchten, und der "Rest" zurückbleibt.


Zitieren
