Ich fand nicht, dass das ein Fehler war, warum denn?Zitat von Anitra
Auch wenn man kein Steuerfachexperte ist, kann man doch zu einzelnen Themen wie "Pendlerpauschale" Stellung nehmen? Weil wir doch alle irgendwie mit Steuern zu tun haben, sei des die Einkommensteuer, die Mehrwertsteuer, die Energiesteuer, die Versicherungssteuer...
Aber natürlich hängt auch mein Lebensglück jetzt nicht von irgendwelchen Steuern ab, die ich bezahlen muss oder auch nicht...
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Liebe Grüße
Alinaluna
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30.03.2008, 18:53
AW: Zurück zur alten Pendlerpauschale?
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Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere recht haben könnte. Jürgen Habermas
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30.03.2008, 18:56Inaktiver User
AW: Zurück zur alten Pendlerpauschale?
Mein Lebensglück hängt nur insofern davon ab, dass ich hoffe, mit diesem Wissen bald Geld verdienen zu können
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30.03.2008, 21:04Inaktiver User
AW: Zurück zur alten Pendlerpauschale?
Nicht nur der DBG hält die Kürzung der Pendlerpauschale bzw. derzeitige Regelung für verfassungswidrig, sondern ebenso einige Länder-Finanzgerichte und auch der Bundesfinanzhof. Das Bundesverfassungsgericht wurde angerufen, darüber zu entscheiden.
Wie will die Bundesregierung in Karlsruhe erklären, dass es den Staat bis zum 20. Kilometer etwas angeht, wie ein Arbeitnehmer ins Büro oder in die Fabrik kommt – ab dem 21. Kilometer aber nicht? Warum soll es im ersten Fall eine Privatsache sein und im zweiten Fall eine berufliche Notwendigkeit?
Ich denke nicht, dass Karlsruhe der Auffassung, der Weg zur Arbeit sei Privatsache und daher steuerlich nicht absetzbar, seinen Segen gibt.
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30.03.2008, 23:39
AW: Zurück zur alten Pendlerpauschale?
Diese postings setzen ständig vorraus, dass die meisten Pendler auf dem Land wohnen und in die Stadt zum arbeiten fahren....Was für ein ausgemachter Blödsinn! Ich wohne in einem 15 000 Einwohner Städtchen und arbeite in einem ANDEREN 10000Einwohner Städtchen. Und habe einfach 37 KM zu fahren für einen Halbtagsjob mit 900 Euro netto. Und ich kenne viele, denen es hier genauso geht. Die nächte Großstadt ist übrigens 90 KM entfernt. Wenn man arbeiten möchte, und ich will für mich und meine Kinder selbst aufkommen, dann muß man hier pendeln, außer man hat extremes Glück. Die Jobs liegen doch heutzutage nicht auf der Straße! Kaum jemand hat das Glück, direkt neben dem Wohnort Arbeit zu finden. Und soll ich meine Kinder aus ihrem gewohnten Umfeld reißen, aus Schule und Kindergarten, weil ich mir den Sprit nicht leisten kann? Es ist nicht jeder so flexibel wie ein 25 jähriger Single!
Zitat von Alinaluna
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30.03.2008, 23:59
AW: Zurück zur alten Pendlerpauschale?
du hättest wahrscheinlich ein grösseres netto, wenn sich solche dinge wie die pendlerpauschale nicht zu einer art gewohnheitsrecht gemausert hätten. es ist ja nicht nur die pendlerpauschale, diese und viele andere subventionen ziehen dem steuerzahler gut geld aus der tasche, was er dann später durch vermeintliche steuererleichterungen wieder reinbekommt.
Zitat von susimustermann
DAS nenne ich einen ausgemachten blödsinn.Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina
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31.03.2008, 06:03
AW: Zurück zur alten Pendlerpauschale?
Ich sehe aber einfach nicht ein, dass der Staat - also die Steuerzahler - alle in Frage kommenden Lebenslagen eines Menschen absichern muss. Du fährst also jeden Tag 37 km zur Arbeit - und würdest es nicht tun, wenn es die Pendlerpauschale nicht gäbe? Was würdest Du denn dann tun?
Zitat von susimustermann
Wenn allle diese Subventionen und Steuererleichterungen abgeschafft würden, könnte vielleicht sogar die Einkommensteuer gesenkt werden - wovon dann wieder alle, die einer Erwerbsarbeit nachgehen, profitieren würden.************************
Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere recht haben könnte. Jürgen Habermas
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31.03.2008, 08:52
AW: Zurück zur alten Pendlerpauschale?
Zitat von susimustermann
Das ist eine Prinzipfrage. Wenn der Staat weniger subventionieren würde, dann könnten die Steuern, insbesondere auch die von Geringverdienern (und dazu gehörst du für mich, ausser du hast Steuerklasse 5, dann sind EUR 900 netto für eine Halbtagsarbeit schon ganz schön viel) gesenkt werden.
Bei uns ist das so: Wir zahlen Steuern, dafür erhalten wir dann (noch) die Eigenheimzulage und Kindergeld und können alles Mögliche, wenn wir brav Quittungen sammeln von der Steuer absetzen.
Ich fände es besser, wenn die Steuern gesenkt würden und es jedem Bürger überlassen würde, wofür er sein Geld ausgibt.Tapferkeit stärkt, Eigensinn macht Spaß und Geduld gibt Ruhe
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31.03.2008, 10:00
AW: Zurück zur alten Pendlerpauschale?
Ist es das? Die Aussage, dass es bei den meisten so ist, heisst ja nicht, dass es bei allen so ist. Dass Du zu den anderen gehörst, heisst deswegen überhaupt nichts. Dem Verkehrsfunk nach haben Staus eine ziemlich eindeutige Richtung und dem Augenschein nach auch.
Zitat von susimustermann
Ich bin eine "Auspendlerin", aber die Staus gibt es morgens auf der Autobahn *in* die Stadt (kann ich vom Zugfenster aus sehen), andersherum ist freie Fahrt. Auch kommen Massen am Bahnhof an, aber nur ein kleiner Teil fährt um die Uhrzeit dort weg.
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31.03.2008, 10:05
AW: Zurück zur alten Pendlerpauschale?
"dann gehört zur arbeitsfähigkeit auch, dass man eine wohnung hat"
...
Wie der berühmte Schuster. Die Streichung der Pendlerpauschale ist auch so eine Köpenickiade.
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31.03.2008, 10:30
AW: Zurück zur alten Pendlerpauschale?
Dazu möchte ich jetzt doch noch etwas sagen bzw. schreiben.
Zitat von Edelherb
Niemand hat gesagt, dass alle Pendler von einer Kleinstadt mit ca. 10 000 Einwohnern in die nächste Kleinstadt mit eben so vielen (oder eben so wenigen) Einwohnern fahren oder dass sie aus der (größeren) Stadt in der sie wohnen hinaus fahren, um zu ihrer Arbeitsstelle zu gelangen.
Ich verstand den Einwand von susimustermann aber so, dass hier mehrheitlich davon ausgegangen würde, dass Pendler prinzipiell auf dem Lande wohnen und in der (Groß)stadt arbeiten würden.
Das stimmt einfach nicht.
Auch ich wohne in einem ländlich strukturierten Gebiet, wenngleich am Stadtrand einer Stadt mit 50 000 Einwohnern. Erstens gibt es auch hier Menschen, die zwar im Stadtgebiet leben, deren Arbeitsplatz aber 20, 30, 40 km oder mehr außerhalb dieser Stadt liegt. Darüber hinaus leben Hunderttausende in den Dörfern oder Kleinstgemeinden und die müssen mehrheitlich pendeln und sehr viele davon pendeln NICHT in die Stadt sondern von einer Gemeinde in eine andere.
Was du schreibst ist zweifellos richtig, aber erstens siehst du von deinem Zugfenster aus nur die (möglichen) Pendler in einer Himmelsrichtung. Von einer (Groß)stadt aus kommt aber aber in ziemlich vielen Richtungen aus der Stadt hinaus (und natürlich auch hinein, ist schon klar) und du wirst vermutlich nicht jeden Tag in eine gänzlich andere Richtung fahren.Ich bin eine "Auspendlerin", aber die Staus gibt es morgens auf der Autobahn *in* die Stadt (kann ich vom Zugfenster aus sehen), andersherum ist freie Fahrt. Auch kommen Massen am Bahnhof an, aber nur ein kleiner Teil fährt um die Uhrzeit dort weg.
Viele, die von der Stadt aufs Land zum Arbeiten fahren können den Zug gar nicht benutzen, weil ihre Arbeitsstelle nicht unbedingt günstig zur Zughaltestelle liegt und sie dann nicht wüßten, wie sie den Weg Zughaltestelle - Arbeit zurücklegen sollen. Anders herum geht das aber gut, weil man Auto (oder auch Fahrrad) am Bahnhof abstellen kann um von dort mit dem Zug in die (Groß)stadt zu fahren. Auch das ist sicher ein Grund, weshalb viele morgens am Bahnhof der Stadt ankommen und nur wenige davon wegfahren.
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