Vielleicht erfindet ja jemand den sozialverträglichen Streik, der niemanden weh tut.
Ich finde, man macht es sich sehr einfach, denn Jeder, auch Nichtgewerkschaftsmitglieder und sogar die Rentner, profitieren am Ende von den Ergebnissen in den Tarifauseinandersetzungen.![]()
Es wird allerhöchste Zeit, dass sich endlich was bewegt.
Und wenn schon, dann auch richtig, und mit aller Konsequenz.
Das kostet in einigen Fällen sicher Nerven, aber ein Streik der niemandem weh tut, den kann man doch gleich in die Tonne kloppen.
Augen zu und durch....
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Thema: Warnstreiks in Kindergärten
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07.03.2008, 09:19
AW: Warnstreiks in Kindergärten
. Ich mag dich nicht weil du bist wer du bist, sondern dafür wer ich bin,
wenn ich mit dir zusammen bin.
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07.03.2008, 21:01
AW: Warnstreiks in Kindergärten
"Was spricht z.B. dagegen......"
...
Nichts. In vielen Einrichtungen wird das auch so gehandhabt.
Halt nicht überall.
Streiks können nun mal nicht auf jedwede Befindlichkeit Rücksicht nehmen.
Ein Streik soll und muss weh tun. Über die direkt Betroffenen an die Arbeitgeber.
Baselitz spricht von neuen Streikstrategien. Ich bin eher für die alten Strategien.
Denn mit neuen Strategien werden wir schon von den Arbeitnehmern überschwemmt.
Vorstände erhöhen ihre eigenen Bezüge, die Teuerung schlägt Purzelbäume, die Manager haben jede Moral verloren.
Es wird Zeit, mit aller Macht zurückzuschlagen.
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09.03.2008, 13:34Inaktiver User
AW: Warnstreiks in Kindergärten
Das ist ganz richtig!!!!!!! Ich sehe das genauso. Ich kenne Akademikerinnen mit gutem Gehalt, die sich eine "billige" Kinderfrau aus Osteuropa oder Asien holen. Meistens noch als Schwarzarbeiterinnen. Tagesmütter, die nach deutschem Recht bezahlt werden müssen, sind ihnen zu teuer, was in meinen Augen mangelnde Solidarität bedeutet, aber die gibt es ohnehin nicht mehr (oder gab es sie schon jemals?).
Zitat von Inaktiver User
Ich bin für Streik, schon um die Situation der Erzieherinnen zu stärken. Allerdings ist mir auch klar, dass dann eben "Erzieherinnen" aus Osteuropa eingestellt werden, die die schlechteren Bedingungen akzeptieren.
flautina
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09.03.2008, 14:24Inaktiver User
AW: Warnstreiks in Kindergärten
Wenn ich wüsste, wie dieser Rückweg (des Wehtuns) zum Arbeitgeber konkret aussehen könnte, würde ich Dir Recht geben.
Zitat von corvus
...Ich hätte zum Beispiel Sorge, dass das Einbehalten der Beiträge für die Streiktage letzten Endes die Falschen treffen könnte - ist das unbegründet? T.
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09.03.2008, 16:50
AW: Warnstreiks in Kindergärten
Ich bin zwar nicht bewandert, aber aus meiner Sicht liegst du da sicher falsch. Denn wenn die Arbeitgeber die Gehälter um die Streiktage kürzen wollen, dann tun sie das, ob du deinen Beitrag kürzt oder nicht. Darum KANN es nach meiner Auffassung nicht die Falschen treffen, sondern es wäre ein Ausdruck von Solidarität, sich die Mühe einer Rückforderung zu machen.
Zitat von Inaktiver User
Denn erst DANN tut es im Falle von Kinderbetreuung dem Arbeitgeber weh.
Im anderen Fall, (Abzug beim Arbeitgeber) sparen sie ja sogar noch. Ich mag dich nicht weil du bist wer du bist, sondern dafür wer ich bin,
wenn ich mit dir zusammen bin.
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09.03.2008, 19:51
AW: Warnstreiks in Kindergärten
Na juhu ... aber hast du Verständnis dafür, dass Erzieher(innen) fünf Jahre !!!! Ausbildung machen (mussten), die Verantwortung für unsere Zukunft - nämlich die Kinder - tragen ... 25 Kinder auf einmal betreuen müssen, wenn du Glück hast zu zweit und ein Gehalt kriegen, bei dem andere Leute nicht mal aufstehen würden, selbst wenn sie 40-Stunden-Wochen haben????
Zitat von Rowellan
Bin gerade nicht berufstätig, da im Erziehungsurlaub, aber trotzdem DAFÜR!!!
LilaMex
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09.03.2008, 21:55
AW: Warnstreiks in Kindergärten
naja, dafür hat man dann sicher eher Verständnis für 1 Euro Jobber in den Kitas.
Ich kenne persönlich zwei Leute in Berlin, einer ist 19 einer 45 Jahre, beide männlich, Beide arbeiten für 1,50 in einer Berliner Kindertagesstätte.
Nur mal so, als Denkanstoß.... abgesehen davon, dass ich das als Hohn für jede ausgebildete/n Erzieher/in empfinde, frage ich mich, welche Qualität die Kinderbetreuung in Deutschland überhaupt hat...bzw welche Standards unsere Regierung da zu Grunde legt....
Als Steigerung wäre eventuell wegsperren denkbar?
. Ich mag dich nicht weil du bist wer du bist, sondern dafür wer ich bin,
wenn ich mit dir zusammen bin.
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10.03.2008, 18:48Inaktiver User
AW: Warnstreiks in Kindergärten
""""Ich kenne persönlich zwei Leute in Berlin, einer ist 19 einer 45 Jahre, beide männlich, Beide arbeiten für 1,50 in einer Berliner Kindertagesstätte. """""""
(ich habe das mit dem Zitieren wieder nicht hingekriegt, nur so nebenbei)
Das ist in meinen Augen das Problem. Deswegen wies ich schon darauf hin, dass irgendwann einmal Menschen eingestellt werden, die unter dem heutigen Lohnniveau der Erzieherinnen bereit sind zu arbeiten.
Außerdem wird von allen Verbänden und sogar vom Familienmisiterium geworben, dass ehrenamtliche Kräfte die Arbeit mit Kindern "unterstützen" sollen.
Es gibt schon viele Programme, u. a. 50 +
Ich habe mich informiert und fiel vor Schreck fast um. Ich hätte mich verpflichten müssen 20 Stunden wöchentlich in einem Kindergarten zu arbeiten. Und nun dürft ihr raten was ich dafür im Monat bekommen hätte........ 150 € , das wären gerade mal die Benzin- oder Fahrtkosten gewesen.
Ich schrieb eine entsprechend pampige mail, dass ich (immerhin arbeitslose Musiklehrerin) keiner Erzieherin den Arbeitsplatz wegnehme. Die Antwort lautete, dass ich das auch gar nicht tun würde, sondern nur die Arbeit im Kindergarten unterstützte!!!!!!!!!!!!
Eine immer noch fassunglose
flautinaGeändert von Inaktiver User (10.03.2008 um 18:56 Uhr)
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10.03.2008, 23:52
AW: Warnstreiks in Kindergärten
Bravo, flautina, das ist doch mal was! Auch wenn es leider nix nützt, wenn das nur einzelne Leute tun. Die meisten können sich es nur halt wahrscheinlich im wahrsten Sinne des Wortes, solche Jobs abzulehnen. Und wenn sie's machen, dann wird das als Bestätigung für's System gesehen, und es wird sich gleich dreifach nix ändern.
LilaMex,
die sich selbständig machen will
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19.03.2008, 21:42
AW: Warnstreiks in Kindergärten
diese streik-geschichten nerven langsam. wie oben bereits gesagt wurde, es leiden die falschen darunter. ich kann ja verstehen, dass für lohnerhöhungen gekämpft wird.....aber so ist es auch nicht so toll. so lange die betreuung meines kindes gewährleistet ist, ist es in ordnung. ich kann es mir nicht leisten ständig zu fehlen. ich gehe wieder zur uni und darf pro semester nur zwei mal pro seminar fehlen. und mit kind passiert sowas schon mal schnell nur durch krankheit des kindes.....und wenn dann noch streiktage dazu kommen, wird es kritisch. ich bin aber durchaus der meinung, dass die erzieher einfach zu wenig geld bekommen! sie tragen große verantwortung und gerade heutzutage wo das thema bildung auch schon in der kita groß geschrieben ist, müssen die erzieher einfach auch besser entlohnt werden. zufriedenheit und motivation sind sehr wichtig und diese hängt auch vom gehalt ab.
annabe75


Vielleicht erfindet ja jemand den sozialverträglichen Streik, der niemanden weh tut.
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