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  1. Inaktiver User

    AW: SPD-Politiker Clement kritisiert eigene Partei

    Heißt das dann, dass Gewerkschaftsfunktionäre auch keine Meinung in parteiinternen Diskussionen äußern dürfen?

    Immerhin sind die Gewerkschaften ebenfalls reine Lobbyorganisationen, die ausschließlich die Interessen ihrer Mitglieder vertreten. Und diese stimmen sehr oft gar nicht mit denen der Bevölkerung allgemein überein ....

    Für mich ist Lobby gleich Lobby, eine völlig legitime Form der Interessenvertretung!

  2. Inaktiver User

    AW: SPD-Politiker Clement kritisiert eigene Partei

    Zitat Zitat von Rowellan
    Nein.
    Wie gesagt - parteiinterne Diskussionen finde ich absolut in Ordnung. Sowas nennt man Demokratie.
    Was ich nicht in Ordnung fand war a) der Zeitpunkt und b) die Person samt ihrer Verstrickungen, die die Aussage nicht neutral erscheinen lassen.
    Genau.
    Maßgeblich ist dabei insbesondere a),
    wobei b) die Gründe der mangelnden Loyalität aufzeigt.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Für mich ist Lobby gleich Lobby, eine völlig legitime Form der Interessenvertretung!
    Mag sein, aber wenn ein Ex-Minister seiner Partei in einem wichtigen Moment ausdrücklich und bewusst schadet (Wahlempfehlung GEGEN seine Partei), dann sollte er sich überlegen, ob er noch in der richtigen Partei ist.
    Geändert von Inaktiver User (01.02.2008 um 13:26 Uhr)

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    AW: SPD-Politiker Clement kritisiert eigene Partei

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Heißt das dann, dass Gewerkschaftsfunktionäre auch keine Meinung in parteiinternen Diskussionen äußern dürfen?

    Immerhin sind die Gewerkschaften ebenfalls reine Lobbyorganisationen, die ausschließlich die Interessen ihrer Mitglieder vertreten. Und diese stimmen sehr oft gar nicht mit denen der Bevölkerung allgemein überein ....

    Für mich ist Lobby gleich Lobby, eine völlig legitime Form der Interessenvertretung!
    Du kapierst nicht, worauf es uns ankommt, oder?
    Über die Aussage an und für sich ("Ypsilanti nicht wählen, weil blöde Energiepolitik") kann man inhaltlich diskutieren und unterschiedlicher Meinung sein.

    Der springende Punkt ist, von wem es zu welchem Zeitpunkt kam.

    Vom - sagen wir mal - RWE-Chef sofern der nicht SPD-Mitglied ist mitten im Wahlkampf: Okay, ist sein gutes Recht.
    Von Clement - sagen wir mal - im letzten Sommer: Auch okay, wie gesagt, unterschiedliche Meinungen in einer Partei sind absolut zulässig.

    Aber: Von Clement und mitten im Wahrkampf: Geht gar nicht!

    Wenn ich als Politiker widerstreitende Loyalitäten in einem Wahlkampf entdecke, hab ich als anständiger Mensch (ich geb ja die Hoffnung nicht auf, daß es auch in der Politik solche gibt) nur zwei Möglichkeiten: Entweder, ich löse den Loyalitätskonflikt auf, indem ich einen der zwei Hüte absetze; im gegebenen Fall also entweder die SPD-Mitgliedschaft oder den Aufsichtsratsposten abgebe, oder ich halte ganz einfach meine Klappe.
    *lost in the woods*

  4. Inaktiver User

    AW: SPD-Politiker Clement kritisiert eigene Partei

    Zitat Zitat von Rowellan
    Du kapierst nicht, worauf es uns ankommt, oder?
    Über die Aussage an und für sich ("Ypsilanti nicht wählen, weil blöde Energiepolitik") kann man inhaltlich diskutieren und unterschiedlicher Meinung sein.

    Der springende Punkt ist, von wem es zu welchem Zeitpunkt kam.

    Vom - sagen wir mal - RWE-Chef sofern der nicht SPD-Mitglied ist mitten im Wahlkampf: Okay, ist sein gutes Recht.
    Von Clement - sagen wir mal - im letzten Sommer: Auch okay, wie gesagt, unterschiedliche Meinungen in einer Partei sind absolut zulässig.

    Aber: Von Clement und mitten im Wahrkampf: Geht gar nicht!

    Wenn ich als Politiker widerstreitende Loyalitäten in einem Wahlkampf entdecke, hab ich als anständiger Mensch (ich geb ja die Hoffnung nicht auf, daß es auch in der Politik solche gibt) nur zwei Möglichkeiten: Entweder, ich löse den Loyalitätskonflikt auf, indem ich einen der zwei Hüte absetze; im gegebenen Fall also entweder die SPD-Mitgliedschaft oder den Aufsichtsratsposten abgebe, oder ich halte ganz einfach meine Klappe.
    *unterschreib*
    .

  5. Inaktiver User

    AW: SPD-Politiker Clement kritisiert eigene Partei

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Kannst du nicht folgen oder willst du nicht ?

    Deine Hausaufgaben mache ich nicht, tut mir leid. Ein kleiner Hinweis für dich: Lohnnebenkosten.
    OK, das war missverständlich formuliert.

    Was ich meinte war, dass unter Brandt die Sozialkassen zur Finanzierung versicherungsfremder Leistungen geöffnet wurden (Rente = Selbständige und Hausfrauen + flexible Altersgrenze, GKV = Landwirte, Studenten + Ausweitung der Leistungen).

    Brandt hat die Lawine, die sozialen Leistungsansprüche von der finanziellen Leistungskraft abzukoppeln, losgetreten. Schiller hat das öffentlich kritisiert und vor den Folgen gewarnt.


    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Etwas für deine Hausaufgaben:
    Stichwort Kosten der Wiedervereinigung
    Wenn ich darüber nachdenke, krieg ich Zahnschmerzen.

    Steinbrück redet seit etwa zwei Jahren von "Rente und anderen Transferzahlungen" – Rente ist demnach keine Versicherungsleistung aufgrund eingezahlter Beitrage mehr sonders es gibt sie nach Kassenlage.

    Heute sind wir also bei der fortschrittlichen "Transferzahlung" angekommen und laut dem Statistischen Bundesamt sind ein Drittel aller Rentenleistungen sogenannte "versicherungsfremde Leistungen".
    Was sich so schön glatt liest, bedeutet tatsächlich, dass ein Drittel aller Leistungs-Bezieher niemals Beiträge in die Rentenkasse einzahlten – aber trotzdem daraus bedient werden. Das bedeutet aber auch, dass jeder Rentner, der regelmäßig seine Beiträge zahlte, eine Menge mehr Rente bekommen könnte.

    Und ja, zu einem nicht unerheblichen Teil, dass aus der Rente eine Transferleistung wurde, hat mutmaßlich 1990 Helmut Kohl im Einigungsvertrag beigetragen.

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