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    Ausruf AW: Jugendgewalt: Welcher Politiker-Aussage stimmen Sie zu?

    Zitat Zitat von yulika
    Bitte sehen Sie sich folgenden Video-Bericht an:

    "Intensivstraftäter: Jugendheim statt U-Haft"

    http://www.spiegel.de/video/video-25778.html

    In dem vorgestellten Jugendheim für schwerkriminelle Jugendliche wird gearbeitet, statt inhaftiert. Strenge Tagesabläufe, Schule und viel, viel Arbeit auf der Anlage, die von dem Heim selbst unterhalten wird, stehen täglich auf dem Programm.
    Die Jugentlichen erfahren meist das erste Mal in ihrem Leben, dass sich Erwachsene intensiv mit Ihnen auseinandersetzen. Sie erfahren, was es heisst ein Erwachsenenleben zu führen und wieviel Kraft das kostet.

    Die Kernaussage eines Jugendlichen in dem Jugendheim war, die mich überzeugt hat war: "Wäre ich im Knast, wäre das nichts anderes als die Straße. Da herrscht auch nur Gewalt." oder "langsam, langsam habe ich es begriffen"

    Ich bin selbst erst 25, lebe und studiere in Frankfurt a.M. Ich kenne junge Menschen, die im Gefängnis waren. Auch mich packt bei Gewaltverbrechen die Wut und ich wünsche mir härtere Sanktionen. Die Realität zeigt jedoch, dass dies meist nach hinten los geht. Im Knast lernt ein junger Mensch nicht, wie er ein geregeltes, glückliches Leben ohne Gewalt führen kann.

    mit freundlichen Grüßen aus Schottland,
    yulika
    Wenn man das unter Erziehungscamp versteht, bin ich dafür. Mehr davon sollte es geben!
    Verbunden sollte das sein mit anschließender Ausbildung und nem Job.
    Bei schwereren Vergehen Erziehungscamp in diesem Stil, verbunden mit Ausbildung, psychosozialer Therapie und ebenfalls anschließender Jobvermittlung.

  2. Inaktiver User

    AW: Jugendgewalt: Welcher Politiker-Aussage stimmen Sie zu?

    Leicht erlangbare Arbeitsplätze mit Weiterentwicklungsmöglichkeiten darin fände ich auch als einen wichtigen Punkt zu dem von Blautanne erwähntem.

  3. Inaktiver User

    AW: Jugendgewalt: Welcher Politiker-Aussage stimmen Sie zu?

    Jetzt war Streuner schneller als ich und hat es auch besser ausgedrückt. Was junge Leute brauchen, sind originäre Lebenschancen, nicht nur Kompensation.

  4. Inaktiver User

    AW: Jugendgewalt: Welcher Politiker-Aussage stimmen Sie zu?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    @ Eusebia

    Wir müssen uns tatsächlich damit abfinden, dass es immer Vielfachtäter geben wird, trotz aller Vorbeugung.

    Aber es ist eine politische Entscheidung, wie wir mit ihnen umgehen:

    Lassen wir sie frei, damit sie nach jeder Ministrafe jedesmal neu Leute zusammenschlagen können, oder sperren wir sie auf Dauer weg ?


    Bei dieser Gruppe halte ich Wegsperren für die einzige für die Gesellschaft tolerierbare Lösung, zumindest in den Fällen, in denen eine Abschiebung nicht möglich ist.


    Und um es noch einmal zu unterstreichen:

    ich rede von einer kleinen Minderheit von VIELFACHTÄTERN, die sich allen Sozialisierungsbemühungen gegenüber als resistent erwiesen haben!
    Das Thema lautet JUGENDGEWALT.

    Ab welchem Alter wäre denn bei dir "Schicht im Schacht" und ein "wegsperren" für immer "angebracht" ?

  5. Inaktiver User

    AW: Jugendgewalt: Welcher Politiker-Aussage stimmen Sie zu?

    Wenn du lesen würdest, könntest du sehen, dass ich nichts von "wegsperren für immer" geschrieben habe.

    Und mein Referenzpunkt wäre keinesfalls das Alter, sondern die Zahl und "Qualität" der Verbrechen.

    Wer sich nach Anwendung der unterschiedlichen Sozialisierunsgmethoden resistent gezeigt hat, also anzunehmen ist, dass er auch beim nächsten Mal wieder straffällig wird, der sollte in der tat in den Knast. Denn bei ihm kann auch der Knast - die "Hochschule des Verbrechens" - keinen weiteren Schaden anrichten, er kann ab er während der Haftdauer davon abgehalten werden, sich weiter sozialschädlich zu verhalten: Solange er sitzt, wird er draußen keine weiteren Gewalttaten begehen.

    Noch einmal - ich spreche von Vielfachtätern, die sich resistent gegen jede Form der Sozialisierung gezwigt haben!

  6. gesperrt

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    AW: Jugendgewalt: Welcher Politiker-Aussage stimmen Sie zu?

    Ich stimme Roland Koch vollumfänglich zu.

    Dass härtere Strafen nichts bewirken, stimmt natürlich nicht.

    Fakt ist: Gewalttaten wird man nie ganz verhindern können.

    Fakt ist: Erst erst nicht, wenn sie nicht hart bestraft werden.

    Nehmen wir z.B. New York. Vor einigen Jahren hatte man dort eine Mordrate von mehr als 2500 Toten pro Jahr.
    Dank einer konsequenten Zero-Tolerance-Politik gegenüber Gewalttätern ist es gelungen, diese Mordrate auf ca. 500 pro Jahr zu drücken.

    Ist das etwa kein Erfolg? Kein Unterschied zwischen 2500 und 500 Ermordeten pro Jahr?

    Als ich davon gelesen habe, war ich sehr beeindruckt. Ich finde, das ist ein enormer Erfolg. Gewaltättern, egal welchen Alters, sollte man nicht mit Toleranz begegnen. Denkt an die Opfer. Die Opfer könnten eure Kinder sein. Oder ihr selbst.
    Warum wird in der öffentlichen Diskussion so wenig an die Opfer gedacht? Warum nehmen die Täter so viel mehr Platz ein?

    Zufällig kenne ich einige, die in jungen Jahren eingesessen haben. Natürlich gibt es ein paar, die das wenig beeindruckt hat und die, kaum aus dem Knast, wieder auf der schiefen Bahn weitergemacht haben. Etliche jedoch waren vom Knast so wenig "angetan", dass sie auf keinen Fall wieder rein wollten und ihr künftiges Leben diesem Wunsch angepasst haben. Sie sind nicht wieder rückfällig geworden.

  7. Inaktiver User

    AW: Jugendgewalt: Welcher Politiker-Aussage stimmen Sie zu?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wenn du lesen würdest, könntest du sehen, dass ich nichts von "wegsperren für immer" geschrieben habe.
    Gut, du schriebst auf Dauer.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Lassen wir sie frei, damit sie nach jeder Ministrafe jedesmal neu Leute zusammenschlagen können, oder sperren wir sie auf Dauer weg ?


    Bei dieser Gruppe halte ich Wegsperren für die einzige für die Gesellschaft tolerierbare Lösung, zumindest in den Fällen, in denen eine Abschiebung nicht möglich ist.
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Und mein Referenzpunkt wäre keinesfalls das Alter, sondern die Zahl und "Qualität" der Verbrechen.

    Wer sich nach Anwendung der unterschiedlichen Sozialisierunsgmethoden resistent gezeigt hat, also anzunehmen ist, dass er auch beim nächsten Mal wieder straffällig wird, der sollte in der tat in den Knast.
    Mit eines der Probleme ist das die gedachten "Re-Sozialisierungsmassnahmen" gar nicht mehr erfolgen, aus Kostengründen.

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    AW: Jugendgewalt: Welcher Politiker-Aussage stimmen Sie zu?

    Zitat: leona_08
    Warum wird in der öffentlichen Diskussion so wenig an die Opfer gedacht? Warum nehmen die Täter so viel mehr Platz ein?
    Auf diese Frage hätte ich auch gerne mal eine Antwort! Ich würde mich auch dafür mit wehenden Fahnen und Trompeten vor die Behörden stellen! Wir wollen uns frei bewegen können ohne Angst und auch ohne Bewaffnung.

    Aber das Video hat mir auch gut gefallen und für Jugendliche, die noch nicht "zum harten Kern" gehören könnte das vielleicht eine Chance sein. Hier müsste man unabhängig vom Alter, präventiv entscheiden. Schon bei den ersten Straftaten. Von mir aus auch wenn er 9 Jahre alt ist. Aber die Unbelehrbaren müssen von der Straße. Der Bevölkerung wegen. Wenn ich von 60, 70, 80 Straftaten höre, wird mir schwindelig. Unerträglich!



  9. Inaktiver User

    AW: Jugendgewalt: Welcher Politiker-Aussage stimmen Sie zu?

    Zitat Zitat von leona_08
    Nehmen wir z.B. New York. Vor einigen Jahren hatte man dort eine Mordrate von mehr als 2500 Toten pro Jahr.
    Dank einer konsequenten Zero-Tolerance-Politik gegenüber Gewalttätern ist es gelungen, diese Mordrate auf ca. 500 pro Jahr zu drücken.

    Ist das etwa kein Erfolg? Kein Unterschied zwischen 2500 und 500 Ermordeten pro Jahr?

    Als ich davon gelesen habe, war ich sehr beeindruckt.
    Und wieviele Morde haben wir in Deutschland?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Mord

    Die Statistik befindet sich am Ende.

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    AW: Jugendgewalt: Welcher Politiker-Aussage stimmen Sie zu?

    hallo,

    wenn wir nicht die ursachen für die jugendgewalt angehen, werden wir immer nur vorübergehenden erfolg haben.
    bis jugendliche soweit sind, dass sie gewalttätig sind, ist einiges schon schief gelaufen. und dort muss angesetzt werden.
    allerdings muss auch ein jugendlicher, der eine straftat begangen hat, dafür bestraft werden.
    unsere nachbarsfamilie hatte zwei söhne. ihre karriere begann damit, dass sie schulschwänzer waren, dann schulverweigerer. der jüngere, sozial eingestelltere kam in eine sonderschule, der ältere lehnte ein weiteres zuammen leben mit seiner familie ab und kam in ein betreutes internat mit schule, konnte dort eine ausbildung machen.
    beide jungs sind über viele jahre betreut worden von sozialarbeitern und die mutter bekam hilfe und unterstützung vom jugendamt.

    ein kind, das gewalt in der familie erlebt hat äusserst schlechte karten für seine zukunft.

    valentine

    valentine

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