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  1. Inaktiver User

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ...vielleicht sind´s gar nicht soviele...
    Es sind die Meisten, denn was durch die Presse geht, sind die BenQs und Co - die sind ja auch massenwirksam. Der Mittelständler ist für Bildzeitung und Co nicht interessant, wenn also regionale Betriebe gerettet werden, interessiert sich kein Schwein dafür - obwohl da in der Summe deutlich mehr Arbeitsplätze zusammen kommen als bei den großen Namen.

  2. Inaktiver User

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Es sind die Meisten, denn was durch die Presse geht, sind die BenQs und Co - die sind ja auch massenwirksam. Der Mittelständler ist für Bildzeitung und Co nicht interessant, wenn also regionale Betriebe gerettet werden, interessiert sich kein Schwein dafür - obwohl da in der Summe deutlich mehr Arbeitsplätze zusammen kommen als bei den großen Namen.


    >schweißvonderstirnwisch<

    ...jetzt kann ich beruhigt einschlafen...

  3. Inaktiver User

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    >schweißvonderstirnwisch<

    ...jetzt kann ich beruhigt einschlafen...
    Soll ich Dir ein Gute Nacht Lied singen

  4. Inaktiver User

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Soll ich Dir ein Gute Nacht Lied singen

    ...soll ich amnesty international anrufen???????

  5. Inaktiver User

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ...soll ich amnesty international anrufen???????
    ... da hätte ich bessere Telefonnummern .......

  6. Inaktiver User

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ... da hätte ich bessere Telefonnummern .......

    ...und ich bessere links...

  7. Inaktiver User

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Zitat Zitat von Xaverius
    Es gibt aber keine solche Firma!

    Kinderbetreuung braucht man nicht, weil da keine Frau mit Kindern arbeitet.

    Die Mitarbeiter verzichten auf eine Lohnerhöhung um die Arbeitsplätze zu retten und machen unbezahlte Überstunden.
    Trotzdem wird die Firma an eine Investmentgruppe verkauft.

    Nach der Übernahme wird die Firma aufgeteilt, die gewinnbringenden Anteile werden weiterverkauft zum höheren Preis, der Rest wird zwangsverschuldet, das geliehene Geld geht ins Ausland und zurück bleibt ein verschuldeter Trümmerhaufen und eine Menge Arbeitslose.

    Es gab eine solche Firma und bis auf das Thema Kinderbetreuung
    könnte exakt diese Firma gemeint sein.
    Die Kinderbetreuung war das Projekt, welches als nächstes in Angriff genommen werden sollte ...


    In meinem Heimatort war eine grosser Omnibushersteller, in zweiter Generation in Familienbesitz.
    Von der Hinterhofgarage zum Imperium mit Niederlassungen in Amerika, China, Afrika, ja sogar im bayrischen Wald *g*.

    Weltweit ausgezeichnete Busse, die Produktion musste stetig erhöht werden, was jede Menge Arbeitsplätze bedeutete. Der halbe Ort arbeitete für diese Firma.

    Die Firmenleitung, bestehend aus dem Senior, dem Firmengründer und seinen beiden Söhnen, sowie einer Tochter - alle im Betrieb tätig.
    Ein Traumarbeitgeber !
    Sehr sozial eingestellt, immer ein offenes Wort für seine Mitarbeiter die er alle mit Namen kannte und das bei mehreren hundert Mitarbeitern hier vor Ort.

    Es starb der Senior Anfang der 90-iger Jahre, die Nachkommen führten die Firma in seinem Sinne weiter, sehr erfolgreich und mit steigenden Umsatzzahlen.
    Die Bezahlung der Firmenleitung war klar geregelt. Maximal das 20 igfache eines Angestellten. Stiegen die Löhne der Mitarbeiter
    erhöhte sich das Einkommen der Firmenleitung.
    Es würde jetzt zu weit führen hier ins Detail zu gehen.
    Nur eines noch: Bezahlung für alle immer weit über Tarif.

    Der jüngere Sohn leitete eine Niederlassung und der ältere
    Nachkomme das Werk an meinem Wohnort.
    Er wurde sehr krank, die Firmenleitung wurde kommisarisch von
    langjährigen Mitarbeitern in höheren Positionen übernommen.
    Die Nachkommen des Chefs - alle in der Firma tätig - waren noch zu jung die Leitung zu übernehmen.
    Der Chef verstarb, das einberufene Management übernahme die Firmenleitung.

    Erste Entlassungen, angeblich wegen rückläufiger Umsätze.
    Alles worüber bisher offen gesprochen wurde, wurde zur Geheimsache.

    Weitere Entlassungen mit Riesenabfindungen.

    Die Firma wurde an einen kleineren, weitaus weniger erfolgreichen Bushersteller verkauft.

    Entlassungen und Auslagerungen mancher Produktionsstrassen.
    Werkstatt wurde geschlossen, Löhne heruntergeschraubt.

    Kurzum, die in Bussektor wenig erfolgreiche Firma hat die grosse erfolgreiche Firma *gefressen*.

    Die Firma wurde die letzten beiden Jahre heruntergefahren, geschlossen und wird die Tage abgerissen.
    Hunderte von Arbeitsplätzen vernichtet !

    Und das von hochbezahlten *Managern* die ihr Schäfchen nun im Trockenen haben.

    Ich war seit meiner frühesten Kindheit mit dieser Familie und ihrer Firma eng verbunden, habe einige Jahre mit einer Fremdfirma auch dort gearbeitet und wenn ich heute an dem zur Hälfte abgerissenen Werk vorbeifahre, kommen mir die Tränen.

    Erstaunlich und beängstigend wie ein erfolgreiches Lebenswerk
    innerhalb von ca. 6-7 Jahren dermassen bewusst heruntergewirtschaftet wurde.

    Ich habe fast das Gleiche miti einer Firma erlebt für die ich lange gearbeitet habe und ich habe mit sehr vielen Firmenleitungen tagtäglich zu tun wo ich ähnliches beobachtet.

    Es wird erfolgreich und bewusst kaputt fusioniert, aber immer zum Vorteil des Managements.

    Schöne Weihnachten !
    Muffi
    eng verbunden



  8. Inaktiver User

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Das ist leider sehr traurig. Aber es ist oft so: Es gibt einen sehr großen Unterschied zwischen Eigentümer geführten und nicht Eigentümer geführten Unternehmen.
    Schlimm wird es wenn der Unternehmer der da Unternehmen aufgebaut hat, an die nächste Generation gibt. Da geht es auch oft schief, weil z.B. der Junior einfach keine Ahnung vom Geschäft hat - aber das ist ein anderes Thema.
    Eine Unternehmensführung die nicht mit dem Unternehmen verbunden ist und nur auf Gewinne abziehlt ist meist Gift für das Unternehmen. Hier kommen wir zu dem Unternehmerischen Denken in Führungspositionen. Leider ist genau dieser Gedanke nicht besonders weit verbreitet. Das hat aber nichts mit dem Gehalt zu tun. Wenn es darum geht, wie viele Nullnummern in der Führungsetage sitzen, dann ist die Antwort einfach: Verdammt viele und oft mehr als das Unternehmen vertragen kann.

  9. Inaktiver User

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Wir sollten keinesfalls Obergrenzen für die Gehälter der Firmenleitungen einführen - genauso wenig wie wir unrealistische Mindestlöhne brauchen.

    Allerdings sollten alle Gehälter und sonstigen Leistungen (auch Abfindungen) oberhalb einer gewissen Summe, die sich z.B. an der mittleren Gehaltssumme des Unternehmens mal einem zu definierenden Multiplikator (sagen wir mal 10) orientiert, vom Aufsichtsrat (also einschließlich der Gewerkschaftsvertreter!) den Aktionären zur Zustimmung vorgeschlagen werden. Dies würde in den meisten Fällen automatisch auch zur Veröffentlichung dieser hohen Einkünfte führen und zu einer öffentlichen Debatte ob Herr X oder Frau Y dieses Geld durch ihre Leistungen verdient haben.

    Wir sollten im Übrigen nicht vergessen, dass in praktisch allen Fällen besonders hoher Gehälter oder Abfindungen bei Aktiengesellschaften die Gewerkschaftsvertreter diesen Zahlungen im Aufsichtsrat zugestimmt haben: Ich habe eigentlich nie Zeitungsmeldungen gesehen, dass sich die Vertreter der Arbeitnehmer in den Aufsichtsräten gegen solch hohe Gehälter und Abfindungen ausgesprochen hätten - das heucheln die Gewerkschaftsfunktionäre nur gegenüber ihren Mitgliedern.

  10. Inaktiver User

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wir sollten keinesfalls Obergrenzen für die Gehälter der Firmenleitungen einführen - genauso wenig wie wir unrealistische Mindestlöhne brauchen.
    Also nach oben hin unbegrenzt viel und nach unten unbegrenzt wenig?
    Bei diesem Vorschlag habe ich gemischte Gefühle.


    Allerdings sollten alle Gehälter und sonstigen Leistungen (auch Abfindungen) oberhalb einer gewissen Summe, die sich z.B. an der mittleren Gehaltssumme des Unternehmens mal einem zu definierenden Multiplikator (sagen wir mal 10) orientiert, vom Aufsichtsrat (also einschließlich der Gewerkschaftsvertreter!) den Aktionären zur Zustimmung vorgeschlagen werden. Dies würde in den meisten Fällen automatisch auch zur Veröffentlichung dieser hohen Einkünfte führen und zu einer öffentlichen Debatte ob Herr X oder Frau Y dieses Geld durch ihre Leistungen verdient haben.
    Ein häufig geäußerter Vorschlag, dessen Erfolg zweifelhaft erscheint, es sei denn, man geht zweigleisig vor:

    Wie wäre es, wenn man nicht nur die Gagen der Topmanager offenlegen würde, sondern zugleich die jeweils untersten Löhne, die das Unternehmen sich nicht schämt für seine Mitarbeiter zu bezahlen?
    Die Veröffentlichung der jeweiligen oberen und unteren Schamgrenzen könnte bei den Stakeholdern der betreffenden Unternehmen einen wohltuend regulierenden Einfluss ausüben.
    .
    Geändert von Inaktiver User (02.01.2008 um 15:05 Uhr)

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