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  1. Inaktiver User

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Der Meinung das ehemalige Vorstände nicht in die Aufsichtsräte gehören bin ich auch, leider passiert es immer wieder.
    Nur 2 Beispiele: Lufthansa, Weber vom Vorstandsvorsitzenden zum Aufsichtsratvorsitzenden. VW, Piech, dito.
    Die Eigentümer sind in der Regel Kleinaktionäre die die Zusammenhänge eh oft nicht verstehen oder die institutionellen Anleger wie z.B. Banken. Und da verquicken sich die Interessen auch gern. Beispiel, Hilmar Kopper ehemals Deutsche Bank Vorsitzender später DaimlerChrysler Aufsichtsratsvorsitzender.
    Danke für die Vorlage, Norman. Ich ergänze mein letztes Posting:
    Gerne wird bei der Diskussion auch vergessen, dass
    Aufsichtsratsgremien in der Regel paritätisch besetzt sind, dass heißt die Hälfte minus 1 sind Arbeitnehmervertreter, also Betriebsräte und Gewekschaftler. Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende wird von den Arbeitnehmervertretern gestellt.

    Das bedeutet für die Diskussion hier, dass die Gehälter und die Unternehmenspolitik und -strategie nicht nur von "großkapitalistischen Vorstandsvorsitzenden", sondern genauso auch von den Betriebsrats- und Gewerkschaftsvertretern mitgetragen wird. Die Bezüge der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat können ja auch durchaus 100.000.- Euro und mehr betragen. Und diese Damen und Herren fliegen dann ebenso BusinessClass, werden ebenso vom Fahrer am Flughafen abgeholt, residieren ebenso in 5*Hotels.
    Dafür sollten sie vielleicht auch Verantwortung übernehmen, und zwar gegenüber der Öffentlichkeit, und sich nicht nur Nettigkeiten wie bei VW abgreifen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich erwähnte in einem anderen post Schrempp, keiner kann doch ernsthaft behaupten, daß er sein Geld wert war.
    Kannst Du das mal vorrechnen? Du scheinst ja die Kennzahlen vorliegen zu haben, aus denen hervorgeht, welchen Wert die Arbeit Schrempps, bzw. die dahinterliegende Vergütung - fix und variabel - im Verhältnis zum Unternehmenswert hat.

  2. Inaktiver User

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Immerhin bringen diese Veranstaltungen den Veranstaltern und Sponsoren ordentlich Geld in die Kasse. Das ist der Erfolg.
    Und wenn Veranstalter und Sponsoren Geld in die Kasse bekommen ist das sozialverträglicher/gerechter/volksnaher als wenn Dr. Ackermann und Co, Deutsche Bank und Hedgefonds Geld in die Kasse bekommen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Mehdorn ist der entsprechende. So vom Manager Magazin veröffentlicht. Ohne die Erfolgsprämien.
    Manager Magazin - die Bildzeitung der Vorstände
    (Aber ich lese auch gerne drin - allerdings nur online. Geld würde ich nicht dafür ausgeben.)

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich kenne die Vergütungssysteme sehr gut. Auch der Arbeitstag eines Managers ist nichts unbekanntes für mich. Du bist nicht die einzige mit Wirtschaftshintergrund Bildzeitung gehört nicht zu meiner Literatur.
    Das wäre ja bitter, wenn ich die Einzige wäre - dann wären wohl schon alle Unternehmen pleite.

    Sind wir Kollegen?????

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Vielleicht bin ich Sozialromantiker, aber ich finde das soziale Gewissen sollte schon seinen Platz haben.
    Das sehe ich genauso - allerdings ist das m. E. mit so einer neidunterlegten Diskussion nicht zu erreichen. Denn weder hier noch in der Öffenlichkeit wird ja darüber diskutiert, was sich Otto Normalverbraucher denn vorstellt, was mit den dann ersparten Bezügen erfolgt. Denn eine Umverteilung innerhalb der Unternehmen, an diejenigen die Arbeit und Gehalt/Lohn haben, kann ja bei mehreren Millionen Arbeitslosen nicht wirklich unter sozialverträglich verstanden wären. Aber ohne das geprüft zu haben oder belegen zu können, wird das wohl der Gedanke der Meisten sein: die da oben weniger, damit ich mehr habe .

  3. User Info Menu

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Hallo tini70,

    die Frage ist, was eine Menschenwürdige Wohnung ist. Ich bin mir sicher, dass man eine 60 - 70 qm Wohnung inkl. Nebenkosten für 400 EUR organisieren kann. Dann sind noch 500 EUR übrig. Warum Kindergartenplatz? Wenn die Frau nicht arbeitet, kann sie sich um die Kinder kümmern - oder Arbeiten, dann steht mehr Geld zur Verfügung. Ein Bahnticket ist sicher billiger als ein Auto. Aber vielleicht könnte man auch mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Ist halt eine Frage der Entfernung.

    Im Leben gibt es ein Recht auf gar nichts. Alleine die Einstellung, dass man auf irgendetwas ein Anrecht hätte ist sehr bedenklich.

    Es ist dann Luxus sich eine Familie zu wünschen, wenn man diese nicht finanzieren kann. Du scheinst es ja nicht verstehen zu wollen: Nicht jeder kann alles machen oder haben was er gerne hätte.

    Und was würden niedrige Managergehälter ändern? Glaubst du wirklich dass dadurch irgendjemand auf der Welt nicht verhungern würde, der sonst verhungern würde? Ganz sicher nicht. Gemessen am zur Verfügung stehenden Geld, haben die Managergehälter überhaupt keine Relevanz.

    Du möchstest was dagegen tun? Dann werde doch einfach Manager mit einem der niedrigsten Gehälter die die Welt je gesehen hat. Das wäre ein gutes Beispiel für alle anderen und würde sicher ein Zeichen setzen.

    Nebenbei: Alleine schon das Wort Manager zu benutzen ist vollkommen daneben. Das Wort hat nämlich keine wirkliche Bedeutung. Korrekterweise würde man von der Unternehmensführung sprechen.
    Deine Ausführungen sind ziemlich anmaßend, finde ich. Es ist eine Milchmädchenrechnung, die Du hier aufstellst. Neben Wohnung und Lebenshaltungskosten fallen auch noch Nebenkosten an, Versicherungen, die dringend erforderlich sind, um einigermaßen auf der sicheren Seite zu sein und Gesundheitskosten, denn man zahlt ja schon vieles selbst. Kinder sind die Grundlage für unser ganzes soziales System, sonst könnte der Generationenvertrag sicher nicht mehr lange erfüllt werden. Die Familie ist eine wichtige Grundlage in unserer Gesellschaft und darum sollte sich auch jeder Kinder leisten können,egal, wie viel Geld er verdient. Von 900,00 Euro mit einer Familie zu leben ist sehr schwer. Fahr Du mal mit dem Fahrrad im Winter 20 - 30 km zur Arbeit, ich weiß nicht, ob Du dazu bereit wärst. Außerdem leben nicht alle in der Stadt, sondern müssen weite Wege zum Arbeitsplatz zurücklegen und da fahren die viel gepriesenen öffentlichen Verkehrsmittel auch nicht so, wie man es gerade braucht.
    Was die Managergehälter betrifft, bin ich auch nicht neidisch, ich gönne jedem sein Geld, besonders, wenn er es sich redlich verdient hat.

  4. Inaktiver User

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Und wenn Veranstalter und Sponsoren Geld in die Kasse bekommen ist das sozialverträglicher/gerechter/volksnaher als wenn Dr. Ackermann und Co, Deutsche Bank und Hedgefonds Geld in die Kasse bekommen?

    Auf gar keinen Fall.


    Manager Magazin - die Bildzeitung der Vorstände
    (Aber ich lese auch gerne drin - allerdings nur online. Geld würde ich nicht dafür ausgeben.)

    Ich doch noch.


    Das wäre ja bitter, wenn ich die Einzige wäre - dann wären wohl schon alle Unternehmen pleite.

    Sind wir Kollegen?????

    Kann sein. Sollten wir aber dann per PN erörtern.



    Das sehe ich genauso - allerdings ist das m. E. mit so einer neidunterlegten Diskussion nicht zu erreichen. Denn weder hier noch in der Öffenlichkeit wird ja darüber diskutiert, was sich Otto Normalverbraucher denn vorstellt, was mit den dann ersparten Bezügen erfolgt. Denn eine Umverteilung innerhalb der Unternehmen, an diejenigen die Arbeit und Gehalt/Lohn haben, kann ja bei mehreren Millionen Arbeitslosen nicht wirklich unter sozialverträglich verstanden wären. Aber ohne das geprüft zu haben oder belegen zu können, wird das wohl der Gedanke der Meisten sein: die da oben weniger, damit ich mehr habe .
    Gar keine Frage, da bin ich bei dir. Ich habe auch kein grundsätzliches Problem mit den Gehältern.

  5. Inaktiver User

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Danke für die Vorlage, Norman. Ich ergänze mein letztes Posting:
    Gerne wird bei der Diskussion auch vergessen, dass
    Aufsichtsratsgremien in der Regel paritätisch besetzt sind, dass heißt die Hälfte minus 1 sind Arbeitnehmervertreter, also Betriebsräte und Gewekschaftler. Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende wird von den Arbeitnehmervertretern gestellt.

    Das bedeutet für die Diskussion hier, dass die Gehälter und die Unternehmenspolitik und -strategie nicht nur von "großkapitalistischen Vorstandsvorsitzenden", sondern genauso auch von den Betriebsrats- und Gewerkschaftsvertretern mitgetragen wird. Die Bezüge der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat können ja auch durchaus 100.000.- Euro und mehr betragen. Und diese Damen und Herren fliegen dann ebenso BusinessClass, werden ebenso vom Fahrer am Flughafen abgeholt, residieren ebenso in 5*Hotels.
    Dafür sollten sie vielleicht auch Verantwortung übernehmen, und zwar gegenüber der Öffentlichkeit, und sich nicht nur Nettigkeiten wie bei VW abgreifen.

    Absolut. Das sehe ich auch so.


    Kannst Du das mal vorrechnen? Du scheinst ja die Kennzahlen vorliegen zu haben, aus denen hervorgeht, welchen Wert die Arbeit Schrempps, bzw. die dahinterliegende Vergütung - fix und variabel - im Verhältnis zum Unternehmenswert hat.
    Klar, ich kann dir im neuen Jahr gerne die Zahlen zur Verfügung stellen.

  6. Inaktiver User

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Klar, ich kann dir im neuen Jahr gerne die Zahlen zur Verfügung stellen.
    Da bin ich mal gespannt. Besonders, weil jemand wie Herr Schrempp ja eher auf der Seite der "geringverdienenden" Vorstandsvorsitzenden dieser Welt zu finden ist. Der Goldman Sachs Chef bekam ja grad über 65 Mio US Dollar Bonus.

    Du scheinst ja Profi zu sein, aber das Verhältnis variabler Vergütung zu Unternehmenswert, bzw. Umsatzrendite schätzen die Meisten falsch ein.

  7. Inaktiver User

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Da bin ich mal gespannt. Besonders, weil jemand wie Herr Schrempp ja eher auf der Seite der "geringverdienenden" Vorstandsvorsitzenden dieser Welt zu finden ist. Der Goldman Sachs Chef bekam ja grad über 65 Mio US Dollar Bonus.

    Das stimmt schon. Im Vergleich zu anderen war er Geringverdiener. Fest steht wohl laut einem Gutachten, daß der Unternehmenswert durch seine Unternehmenspolitik und die ihn deckenden Aufsichtsräte um bis zu 20 % gesunken sein soll. Wie gesagt, die genauen Zahlen kann ich dir im neuen Jahr geben. Richtig abgeräumt hat er dann wahrscheinlich auch noch durch Insiderwissen beim Verkauf der Mitsubishi Anteile. Reingewinn 50 Mio. EUR. Die Ermittlungen laufen noch. Also ist er natürlich noch unschuldig.

    Du scheinst ja Profi zu sein, aber das Verhältnis variabler Vergütung zu Unternehmenswert, bzw. Umsatzrendite schätzen die Meisten falsch ein.
    Da gebe ich dir recht, deshalb haben Allessandro und du auch recht, daß eine Neiddebatte Blödsinn ist.
    Nur, verstehen kann ich die Wut oder den Ärger der Menschen schon ein bisschen. Aber leider ist Neid ein besserer Auflagenbringer für Bild und Konsorten als echte Information.
    Und für den Wahlkampf allemal.

  8. Inaktiver User

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Da gebe ich dir recht, deshalb haben Allessandro und du auch recht, daß eine Neiddebatte Blödsinn ist.
    Nur, verstehen kann ich die Wut oder den Ärger der Menschen schon ein bisschen. Aber leider ist Neid ein besserer Auflagenbringer für Bild und Konsorten als echte Information.
    Und für den Wahlkampf allemal.
    Natürlich ist die Wut menschlich - Klassenkampf gab es schon immer, und die Macht des Volkes/der Masse (das meine ich nicht abwertend), haben im zurückliegenden Jahrhundert schon einige Generationen und Regierungen unterschätzt.

    Recht gebe ich Dir, dass es ein gutes Wahlkampthema ist. Allerdings - fragt mal jemand den Kontostand, die Altersbezüge der Politiker nach. Ich bin mir sicher, dass manch mittelständischer CEO/Vorstandsvorsitzender gerne die Bezüge unserer Minister und Parteiführer hätte.

  9. Inaktiver User

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Natürlich ist die Wut menschlich - Klassenkampf gab es schon immer, und die Macht des Volkes/der Masse (das meine ich nicht abwertend), haben im zurückliegenden Jahrhundert schon einige Generationen und Regierungen unterschätzt.
    Leider scheint das Volk aber gerade letzteres einfach nicht zu verstehen. Die Macht liegt beim Volk, beim Kunden. Nur leider wird diese Macht nicht wahrgenommen. Es wird lieber rumgeheult.
    Fängt im kleinen an (verarsche im Supermarkt) und hört im großen auf (verarsche der Politik). Eine Umbenennung in Deutschland Der Heulbojen wäre angebracht.
    Was ich auch noch bemerkenswert finde: Es wird sehr viel Energie in die Erklärungsversuche gesteckt warum etwas nicht geht - wie wäre es die Energie dafür zu verwenden, zu untersuchen was denn getan werden müsste um etwas möglich zu machen. Und dann dieses umzusetzen.

  10. User Info Menu

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Schön wär's! Ein sozialistischer Traum.

    Wichtig ist erstmal das Machbare und das sind Mindestlöhne - für Arbeiter und Angestellte wie in den meisten europäischen Ländern inzw. Standard.

    In "unseren", inzwischen globalen Unternehmen, werden Obergrenzen für Managersaläre von Deutschend aus nicht durchsetzbar sein!

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