Zitat von Inaktiver User
Der Satz ist natürlich vollkommener Blödsinn und ich denke das weißt du auch.
Selbstverständlich hat man das Recht sich über Manager aufzuregen, das nennt man Meinungsfreiheit. Schon mal davon gehört ?
Ernsthaft.
Ich bin natürlich auch der Meinung, daß gerade der Porsche Chef der falsche ist um sich darauf einzuschießen. Ob 54 Mio. Eur. angemessen für ihn sind ? Unwichtig. Tatsache ist, daß Porsche extrem erfolgreich ist, zum einen durch eine gute Führung und zum anderen durch gute hochmotivierte Mitarbeiter.
Tatsache ist auch, daß bei Porsche keine Arbeitsplätze abgebaut werden und jeder Mitarbeiter durch hohe Boni am Erfolg beteiligt wird.
Aber, wo ich das kotzen bekomme, ist wenn Vorstände von nicht so erfolgreichen Unternehmen sich ihre Bezüge um bis zu 40 % erhöhen, gleichzeitig aber die hohen Personalkosten anprangern und Stellen streichen. Das ist asozial und verantwortungslos.
Noch schlimmer sind so Figuren wie Pischetsrieder oder Schrempp.
Pischetsrieder hat mit seinem Rover Experiment BMW fast in die Pleite gesteuert. Anschließend durfte er das gleiche nochmal bei VW probieren.
Schrempp hat Daimler-Benz mit seinem Traum vom Weltkonzern und der Chrysler Dummheit extremst geschädigt. Niemand hat soviel Geld verbrannt wie er.
Jeder normale Arbeitnehmer der seinem Unternehmen schadet wird ganz selbstverständlich entlassen.
Diese Herrschaften auch, aber mit einem goldenen Handschlag. Abfindungen in Millionenhöhe und Fortzahlung ihrer Gehälter bis zum regulären Vertragsende.
Sorry, aber das hat nichts mehr mit Neid zu tun. Das ist einfach eine Riesensauerei.
Nein, Managergehälter müssen und sollten nicht gesetzlich geregelt werden, aber Manager die solch einen Schaden anrichten sollten auch dafür gerade stehen müssen und nicht auch noch belohnt werden für ihre Unfähigkeit. Wobei ich den Verdacht habe, daß diese Leute nicht mal unfähig sind, sondern eiskalt berechnend.
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21.12.2007, 22:18Inaktiver User
AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?
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22.12.2007, 07:46Inaktiver User
AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?
Sicher darf man sich darüber aufregen.
Zitat von Inaktiver User
Mein Satz ist sicher kein Blödsinn, abgesehen davon fällt auch mein Satz unter die Meinungsfreiheit. Und deine Aussage, dass der Satz Blödsinn ist, zeigt nicht gerade deine Fähigkeit zur Toleranz.
Hier wird allgemein über "Manager" geredet, als ob alle Führungskräfte gleich wären. Dem ist ganz sicher nicht so.
Ob diejenigen die dauernd rum maulen auch die tollsten Arbeitnehmer sind, müsste mal geprüft werden.
Eins darf man aber nicht vergessen. Wenn es z.B. um eine AG geht, dann gibt es einen Aufsichtsrat, der könnte ganz schnell die Erhöhung des Gehaltes des Vorstandes bremsen. Noch mehr Bremswirkung haben die Anteilseigner. Wenn beide Parteien ihre Aufgabe nicht richtig war nehmen, dann müssen auch diese Personen mit an den Pranger. Komischerweise geschieht das aber nicht. Das wiederum gibt mir zu denken, ob die Nörgler überhaupt wissen wie eine Firma, im speziellen eine AG, funktioniert.
Sollte es also wirklich so weit kommen, dass jemand aus der Führungsriege dem Unternehmen Schaden zufügt, dann haben alle Kontrollinstanzen versagt - und die Hauptschuld liegt dann schon fast bei den Kontrollinstanzen, denn sie gibt es ausschließlich um Schaden von der Firma abzuwenden.
Und zu meinem Satz es besser zu machen: Der ist so zu verstehen, dass man erstmal an seinem eigenen Arbeitsplatz es besser machen soll und zwar besser als die Führungsriege - halt in seinem eigenen Bereich. Da würde mich mal interessieren wie viele von den Nörglern zum Mitarbeiter des Monats würden.
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22.12.2007, 08:29
AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?
Wenn ich Dich lese
Zitat von Inaktiver User
muß ich an einen aus meiner Familie denken. Neureich, Geschäftsleitung, weiß alles, kann alles, alle anderen sind "selber Schuld" daß sie nicht so eine Position haben wie er usw. usf.
Man nennt das intern "Selbstgerechtigkeit".
Extern nicht, weil mit diesem Menschen niemand mehr redet aus der Familie. Auch andere Geschäftsführer-Menschen nicht.
Wir leisten uns den LUXUS, nach vielen vergeblichen Gesprächen, asoziales Gedankengut nicht zu dulden in unserer Mitte.
Ich finde es ist ein Grundrecht, daß man nicht laufend diskriminiert und beschulmeistert wird, wenn man sich WAGT, einen reichen Dummschwätzer zu kritisieren. Das sind die Herren natürlich aus dem Alltag nicht gewohnt, weil sie sich mit Ar***kriechern umgeben.
Fröhliche Weihnachten,
und bei Dir stelle ich mir vor, wie du - die Bibel auf dem Schoß - Josef, Maria und Gott erklärst, was sie alles falsch gemacht haben
Köstlich...
Danke für diesen lustigen Start in den Morgen!
LG KarlaThe original Karla
est. 2006











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22.12.2007, 08:44Inaktiver User
AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?
@Karla
Du scheinst zu den Menschen gehören die nicht verstehen wollen oder können, was ich mit meinem Text ausdrücke. Eins muss ich dir lassen, eine ungeheure Kreativität in deiner Interpretation meiner Texte, vor allem wenn es darum geht etwas hinzuinterpretieren, was gar nicht da ist.
Beispiel:
"Ich werde unserer Stadt vorschlagen, dich als Berater zu engagieren. So einen brauchen wir hier dringend, weil niemand es schafft, solche Wohnungen zu finden."
Habe ich gesagt, dass ich mich auf eine bestimmte Stadt beziehe? Nein. Du darfst dich jetzt setzen, 6-
Und der Rest deiner Kommentare ist ähnlich zu Bewerten. Aus dem Kontext gerissen.
"Ich finde es ist ein Grundrecht, daß man nicht laufend diskriminiert und beschulmeistert wird, wenn man sich WAGT, einen reichen Dummschwätzer zu kritisieren. Das sind die Herren natürlich aus dem Alltag nicht gewohnt, weil sie sich mit Ar***kriechern umgeben."
Schön das du das findest, aber ob das wirklich jemanden interessiert? Wenn hier wenigstens jemand richtig Kritisiert werden würde, dann würde ich sicher nichts sagen - aber hier wird nur dumm rumgelabert ohne konkretes vorzubringen. Du machst da keine Ausnahme. Du projezierst nämlich deine Erfahrung mit Menschen die vielleicht ähnliches von sich gegeben haben, auf mich - dabei kannst du ja gar nichts von mir Wissen. Das nenne ich mal wirkliche Intelligenz. Jeder disqualifziert sich selbst so gut er kann.Geändert von Inaktiver User (22.12.2007 um 10:39 Uhr)
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22.12.2007, 09:03Inaktiver User
AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?
Wie schön, dass die Neiddebatte nun auch hier angelangt ist. Abgesehen davon, dass so eine Obergrenze rechtlich in unserem schönen Land genauso wenig einzuführen wäre wie die Todesstrafe, frage ich mich, ob schon jemand eine Obergrenze für andere Gehälter, die zum Teil deutlich höher als Managergehälter sind, gefordert hat:
Was ist mit den Gehältern von Jauch, Gottschalk und Co, die ja auch noch von meinen Rundfunk- und Fernsehgebühren bezahlt werden und jedenfalls für meinen Geschmack eher Volksverdummung betreiben?
Was ist mit den Gehältern der Fussballspieler? Erinnert sich noch jemand an die Fussballweltmeisterschaft, als im Vorfeld über Monate verwöhnte dumme Millionärsbubis angelangweilt über das Fussballfeld getrabt sind?
Da frage ich doch mal Fussballfans, die ihre Wochenende auf dem Fussballplatz oder vor Premiere Sport verbringen: Wie fändet ihr das, wenn Eure Stars ins Ausland gehen, weil hier für sie zu wenig zu verdienen ist? Würdet Ihr da auch schreien: Raus mit den Fussballern? Warum sollen die so viel Geld verdienen?
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22.12.2007, 15:04Inaktiver User
AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?
Nochmal, jeder kann und soll soviel verdienen wie er kann und ihm jemand zahlt.
Zitat von Inaktiver User
Dennoch hat es einen üblen Beigeschmack, wenn Managergehälter um bis zu 40 % steigen und gleichzeitig über zu hohe Personalkosten gejammert wird und Arbeitsplätze massiv abgebaut werden. Wo bleibt da das soziale Gewissen ? Ich finde auch dafür muß Platz in unsrer Gesellschaft sein.
@Allessandro. Du schreibst die Kontrollinstanzen haben bei den von mir als Beispiel beschriebenen Fällen versagt. Da hast du recht. Aber wundert dich das ? Es ist doch an der Regel, daß die ehemaligen Vorstände einer AG fast immer in den Aufsichtsrat wechseln. Die werden ihre eigenen Zöglinge kaum kontrollieren wollen.
Frain, ich denke nicht daß man unsre Sportler mit den von mir beschriebenen Managern vergleichen kann. Diese Sportler sind in der Regel erfolgreich.
Im übrigen sind in internationalen Unternehmen nicht wirklich viele deutsche Topmanager vertreten. Obwohl es dort mehr Geld gibt.
Ich glaube nicht, daß das Argument sie müssen hier mehr verdienen damit sie nicht ins Ausland gehen wirklich zieht. Die haben dort ihre eigenen Topleute.
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22.12.2007, 16:26Inaktiver User
AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?
Ich meinte ehrlich gesagt, dass die Unternehmen ins Ausland gehen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Überregulierte Märkte, und dazu gehört für mich, wenn der Staat plötzlich bei der Gehaltsfindung mitbestimmen soll, waren noch nie erfolgreich.
Zitat von Inaktiver User
Über den Erfolg der millionenschweren Sportler kann man m. E. streiten. Wenn Mannschaften zu Null verlieren, Radfahrer ihre Millionen durch Doping sammeln, usw. finde ich das nicht erfolgreich. Abgesehen davon, dass mir persönlich der Zugang fehlt, warum 22 Menschen, die sich einen Ball für 90 Minuten teilen, Millionen verdienen sollen. Da finde ich es schon schwieriger ein Unternehmen, Konzern zu leiten. Denn auch wenn der Manager da noch so unerfolgreich war, hat er doch für eine ganze Weile Arbeitsplätze finanziert.
Ein Gottschalk, der seit meiner Kindheit unveränderte Sendungen moderiert, ist in meinen Augen auch nicht erfolgreich. Jedes Unternehmen, das über so einen langen Zeit statisch exisitieren wollte, wäre längst vom Markt gefegt worden.
Ich gebe ehrlich zu, dass mir kein Manager bekannt ist, dessen Gehalt um 40% gestiegen ist. IdR steigt das Gehalt nämlich so gut wie überhaupt nicht, sondern die erfolgsabhängigen Komponenten sind es die atmen. Und da kann es sein, dass in guten Jahren auch über 40%ige Steigerungen möglich sind. Allerdings sind dann in diesem Vergütungsbestandteil auch Reduzierungen um 100% an der Tagesordnung, wenn es schlecht läuft.
Zitat von Inaktiver User
Das Problem an dieser Diskussion besteht m. E. darin, dass viel zu viel polemisiert wird, zu viele diskutieren, die weder von Vergütungssystemen noch von dem Arbeitstag eines Managers Ahnung haben und zu viele auf "Bildzeitungsniveau" mit Pauschal- und K.O.-Argumenten daher kommen. Ich behaupte sogar, die Meisten wissen gar nicht, was sie mit dem Begriff Manager eigentlich meinen.
Und das soziale Gewissen zu diskutieren, halte ich für extrem schwierig. Wenn ich 1.000 Arbeitsplätze abbaue, dafür aber 5.000 erhalte, ist das sozial?
Ach so - in dem Zusammenhang: Hat schon mal jemand gefragt und diskutiert, über welche Vergütungen wir bei den Gewerkschaftsbossen diskutieren? Oder weiß jemand, welches Gehalt nebst Erfolgsbeteiligung die Betriebsräte der großen Unternehmen erhalten? Der unbedarfte Unwissende kommt ins Staunen, wenn er die Zahlen sieht.
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22.12.2007, 16:43Inaktiver User
AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?
Ein Vorstand hat im Aufsichtsrat nichts zu suchen und umgekehrt genau so wenig. Es ist nämlich immer ein Interessenskonflikt - und Kontrollinstanzen die nicht unabhängig sind, sind keine Kontrollinstanzen sondern Witzinstanzen.
Zitat von Inaktiver User
Sollte wirklich jemand vom Vorstand in den Aufsichtsrat oder umgekehrt wechseln sind die Eigentümer am Zug. Sie müssten umgehend eingreifen. Leider wird das oft nicht gemacht, da wieder eigene Interessen im Spiel sind. Aber letztendlich ändert sich eins nicht: Nur eine Person macht hier keinen Reibach. Es ist immer eine große, wenn nicht sehr große Gruppe von Menschen die sich selbst stark bereichern.
Dementsprechend sollte der Aufschrei alle diejenigen treffen, die in der Führungsriege sich unlauter bereichern. Und das wiederum dürften nicht wenige sein.
Den Text von frain finde ich übrigens sehr zutreffend. Anscheinend jemand der entsprechende Erfahrung hat.
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22.12.2007, 18:34Inaktiver User
AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?
Zitat von Inaktiver User
Der Meinung das ehemalige Vorstände nicht in die Aufsichtsräte gehören bin ich auch, leider passiert es immer wieder.
Nur 2 Beispiele: Lufthansa, Weber vom Vorstandsvorsitzenden zum Aufsichtsratvorsitzenden. VW, Piech, dito.
Die Eigentümer sind in der Regel Kleinaktionäre die die Zusammenhänge eh oft nicht verstehen oder die institutionellen Anleger wie z.B. Banken. Und da verquicken sich die Interessen auch gern. Beispiel, Hilmar Kopper ehemals Deutsche Bank Vorsitzender später DaimlerChrysler Aufsichtsratsvorsitzender.
Du hast recht, es bereichert sich nicht nur einer. Und mein Unverständnis trifft alle.
Es sollte auch die Führenden ärgern, die ihre Arbeit ernst nehmen und sich für ihr Unternehmen einsetzen. Die Schlagzeilen haben aber nunmal die schwarzen Schafe.
Ich erwähnte in einem anderen post Schrempp, keiner kann doch ernsthaft behaupten, daß er sein Geld wert war.
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22.12.2007, 18:50Inaktiver User
AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?
Der Meinung bin doch auch.
Zitat von Inaktiver User
Immerhin bringen diese Veranstaltungen den Veranstaltern und Sponsoren ordentlich Geld in die Kasse. Das ist der Erfolg.
Zitat von Inaktiver User
Das ist eine gewagte Aussage. Richtiger finde ich hier, obwohl er so erfolglos war sind zum Glück noch ein paar Arbeitsplätze übriggeblieben.
Zitat von Inaktiver User
Das stimmt allerdings
Zitat von Inaktiver User
Mehdorn ist der entsprechende. So vom Manager Magazin veröffentlicht. Ohne die Erfolgsprämien.
Zitat von Inaktiver User
Ich kenne die Vergütungssysteme sehr gut. Auch der Arbeitstag eines Managers ist nichts unbekanntes für mich. Du bist nicht die einzige mit Wirtschaftshintergrund Bildzeitung gehört nicht zu meiner Literatur.
Vielleicht bin ich Sozialromantiker, aber ich finde das soziale Gewissen sollte schon seinen Platz haben. Natürlich bin ich nicht so weltfremd zu glauben man kann ohne Stellenabbau leben, aber es gibt Fälle in denen die Schieflage des Unternehmens nur durch Führungsfehler entstand. Wie z.B. DaimlerChrysler.
Zitat von Inaktiver User
Wenn die Bezüge der Gewerkschaftsbosse bekannt würden, gäbe es wahrscheinlich sehr viele Austritte. Das Gewerkschaftsbosse und Betriebsräte sich auch gerne bereichern ist wohl klar. VW ist das beste Beispiel.


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