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17.12.2007, 16:38
AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?
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18.12.2007, 15:48
AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?
Ich bin wirklich erschrocken darüber, wie man so eine kaltschnäuzige, unmenschliche und realitätsferne Haltung wie alessandro_tr an den Tag legen kann. Es dürfte ja nun wahrlich kein Geheimnis sein, dass der Grundsatz "Gutes Geld für gute Arbeit" leider schon lange nicht mehr gilt. Unzählige Leute, die top qualifiziert sind, bekommen trotzdem keinen adäquaten Job und verzweifeln daran. Sich angesichts solcher Fakten hinzustellen und zu behaupten, dass diese Menschen quasi durch die Bank alle faule, unflexibele Jammenlappen sind, ist einfach nur unerträglich. Vor allen Dingen ist es widersprüchlich ohne Ende, einerseits Managern astronomische Gehälter zuzubilligen, anderen Menschen hingegen das Recht auf ein annehmbares Leben abzusprechen. Da scheint jemand nur unreflektiert nachzuplappern, was er in einem dieser schlauen Karriereführer aufgeschnappt hat...
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18.12.2007, 16:26
AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?
"Jeder kann sich nur das Leisten, was er selbst erarbeiten kann."
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Nicht wenn Abzocker beschissene Stundenlöhne zahlen.
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18.12.2007, 22:10
AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?
Was mich bei dem Thema auch noch aufregt: Es wird von manchen usern ja anscheinend davon ausgegangen, dass es sich immer nur um Faulheit handelt, wenn man nicht in vier Jahren sein Studium über die Bühne gebracht hat.
Und wenn man es zuerst vergeigt hat, dann gibt es ja den zweiten Bildungsweg, wenn man sich nur GENUG anstrengt, flexibel ist, dann schafft man wohl alles.
Haben wir dazu wirklich alle die selben Vorraussetzungen?! Sind alle gleich intelligent, gleichermaßen emotional stabil, haben die gleiche Unerstützung vom sozialen Umfeld?
Oder ist es einfach so, dass unterdurchschnittlich begabte Menschen dann eben Pech haben und sich mit Hungerlöhnen nicht mal den Wunsch nach einer Familie verwirklichen können, weil das ja dann schon Luxus sein soll?
Es gibt durchaus viele Jugendliche in diesem Land, die ehrgeizig sind, leistungsbereit, deren Leistung dann aber ein guter Hauptschulabschluß ist, den sie sich hart erarbeitet haben. Und Handwerksberufe sind meist sehr anstrengend.
Dafür sollte es doch möglich sein, auch mal einen Urlaub machen zu können, nicht jeden Cent dreimal umdrehen zu müssen.
Für viele Berufe bekommt man auch nur noch eine Ausbildungsstelle, wenn man mindestens Realschulabschluß hat, dennoch ist die Bezahlung unter aller Kanone. Ich denke da an Friseurinnen, Erzieherinnen.
Und was ist mit Krankenschwestern?! Wird da wirklich die Leistung entlohnt? Was tragen sie für eine große Verantwortung, haben anstrengenden Schichtdienst, erleben emotional zutiefst belastende Situationen.
Wenn man sich dann das Verhältnis ansieht, dass Manager ja anscheinend 500 mal so viel leisten, dann fragt man sich schon, wie diese Leistung bemessen wird.
Ja ja, ich weiß, die Wirtschaft funktioniert halt so, dass Arbeiten die nur ganz wenige machen können am besten bezahlt sind, bla bla.....
Aber wir brauchen auch Schreiner, Reinigunskräfte, Bademeister, Friseure, Schuhverkäufer.......!!!!!
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18.12.2007, 22:24
AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?
Es ist eben wie auf einer Galeere:
Die Leute die den Takt vorgeben bekommen am meisten zu essen, die sind am wichtigsten.
Die Leute die die Peitsche schwingen, bekommen auch gut zu essen, ihre Arbeit ist auch wichtig.
Die Leute die die totgeprügelten Ruderer über Bord werfen bekommen auch gut zu essen, ihre Arbeit ist auch wichtig.
Der Rest sitzt ja nur herum, ist faul und muss mit der Peitsche zur Arbeit angetrieben werden. Und wenn er nicht mehr kann, geht er über Bord, Ersatz gibt es immer.
So ist die Einstellung.
Dann muss man den Ruderern noch ein paar Aktien vom der Galeere verkaufen, dann freuen sie sich, wenn sie noch mehr geprügelt werden.
So läuft Marketing.
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19.12.2007, 07:00
AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?
Die einen rauben mit Waffen auf offener Straße.
Die anderen mit Steuern und Arbeitsverträgen.
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19.12.2007, 09:34
AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?
Verdienen heisst ja auch dienen. Nun erhebt sich die Frage: Dient der Manager der Firma oder bedient er sich an der Firma mit zum Beispiel CHF 44 Mio im Jahr - Vasella - Novartis - der sich zur Zeit gerade der Massenentlassungen bedient. Wie gemunkelt wird gehts der Firma insgesamt schlechter als je zuvor. Das hat sicher nichts mit sprunghafter angestiegener Volksmassengesundung zu tun. Irgendwie ist es an der Zeit wieder auf dem Boden und in der Realität anzukommen. Aus diesem Grund finde ich jeden Vorstoss in diese Richtung begüssenswert.
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19.12.2007, 11:12Inaktiver User
AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?
Anscheinend ist es Allessandros Art Menschen zu provozieren,
solch eine einstellung ,sorry dies scheiter an meinem gesunden Menschenverstand.
Ilonka.
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19.12.2007, 16:50Inaktiver User
AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?
Das meiste, worüber hier gestritten wird, hat mit der Frage, ob Manager z.B. mit 8 Millionen Euro im Jahr ausreichend bezahlt sind und ob 28 oder 48 Millionen nicht doch schamlos viel sind, recht wenig zu tun.
Schade, dass das Thema in Klassenkampf-Rhetorik ausgeartet ist.
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21.12.2007, 22:02
AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?
"Schade, dass das Thema in Klassenkampf-Rhetorik ausgeartet ist."
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Das ist die logische Folge, wenn unten auf Teufel komm raus gespart und oben auf Teufel komm raus verdient wird.


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