Antworten
Seite 10 von 11 ErsteErste ... 891011 LetzteLetzte
Ergebnis 91 bis 100 von 106
  1. Inaktiver User

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Ein Problem mit allgemein verbindlichen Mindestlöhnen, die ich bisher durchaus für bedenkenswert hielt, ist mir gerade in den letzten Tagen bewusst geworden: Jobs für Behinderte!

    In vielen Fällen wäre jeder Arbeitgeber gezwungen, behinderte Mitarbeiter - besonders geistig behinderte - zu feuern, weil sie nicht in die Nähe normaler Produktivität kommen können.

    Alternative wäre ein Zuschuss des Staates, aber dann wären wir bei Kombilöhnen und könnten ganz allgemein dabei bleiben.


    Ich habe auch nichts dagegen, dass bei dem von mir zitierten Modell für Managergehälter auch die unteren Einkommen aufgeführt werden, hochgerechnet auf Vollzeit!

  2. User Info Menu

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Behinderte Arbeitnehmer stehen auch jetzt schon unter einem besonderen Kündigungsschutz. Und der Staat zahlt auch jetzt schon drauf, das wäre keine erforderliche Neuregelung durch Mindestlöhne. Außerdem arbeiten die meisten geistig behinderten Menschen an extra für sie eingerichteten Arbeitsplätzen wie z. B. der Herzogsägmühle (größte Einrichtung dieser Art in Bayern, Diakonie, eigene Dorfgemeinschaft) da sie an normalen Arbeitsplätzen überhaupt nicht zurecht kämen, das gilt auch für viele Menschen mit psychischer Behinderung.

  3. Inaktiver User

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    In vielen Fällen wäre jeder Arbeitgeber gezwungen, behinderte Mitarbeiter - besonders geistig behinderte - zu feuern, weil sie nicht in die Nähe normaler Produktivität kommen können.

  4. Inaktiver User

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Der Fall, den ich im Sinn habe, ist eine geistig behinderte junge Frau, die immer mal als Aushilfe für einfache Tätigkeiten arbeitet (ohne "richtigen" Job), aber keinesfalls auch nur in die Nähe der Leistung kommt, die eine "normale" Arbeitskraft bringen würde.

    Aber ich denke, Mindestlöhne sollten in einem anderen Strang in allem notwendigen Detail diskutiert werden, und nicht hier als Nebenkriegsschauplatz dienen. Dazu ist auch das Thema zu wichtig.

    Zu den Managergehältern:

    Ich halte weiterhin den von mir zitierten Ansatz für sinnvoll, da er einerseits die Möglichkeit bietet, die besten Leute ausreichend zu motivieren, und gleichzeitig die relevante Öffentlichkeit, nämlich die Mitarbeiter und insbesondere die Aktionäre involviert und damit Mauscheleien reduziert.

    Obergrenzen können aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht festgeschrieben werden. Ein praktisches Problem ist aber auch die Bezahlung der Top-Manager in Familienunternehmen, bei denen der Eigentümer bestimmt, was ihm der Mitarbeiter wert ist. Und dort muss ich sagen - wen geht es dann etwas an??

    Übrigens halte ich das ganze Thema für reine Polemik der Gewerkschaften, die bei allen großen Unternehmen (und nur dort werden die hohen Gehälter gezahlt!) diese Gehälter im Aufsichtsrat mit genehmigen - und sich ja auch selbst nicht völlig vergessen, siehe Mannesmann!.

    Aber das merkt ja keiner ....

    Es sind ja nur die Geldsäcke, die es miteinander auskungeln ....

  5. User Info Menu

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Der Fall, den ich im Sinn habe, ist eine geistig behinderte junge Frau, die immer mal als Aushilfe für einfache Tätigkeiten arbeitet (ohne "richtigen" Job), aber keinesfalls auch nur in die Nähe der Leistung kommt, die eine "normale" Arbeitskraft bringen würde.

    Aber ich denke, Mindestlöhne sollten in einem anderen Strang in allem notwendigen Detail diskutiert werden, und nicht hier als Nebenkriegsschauplatz dienen. Dazu ist auch das Thema zu wichtig.

    Zu den Managergehältern:

    Ich halte weiterhin den von mir zitierten Ansatz für sinnvoll, da er einerseits die Möglichkeit bietet, die besten Leute ausreichend zu motivieren, und gleichzeitig die relevante Öffentlichkeit, nämlich die Mitarbeiter und insbesondere die Aktionäre involviert und damit Mauscheleien reduziert.

    Obergrenzen können aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht festgeschrieben werden. Ein praktisches Problem ist aber auch die Bezahlung der Top-Manager in Familienunternehmen, bei denen der Eigentümer bestimmt, was ihm der Mitarbeiter wert ist. Und dort muss ich sagen - wen geht es dann etwas an??

    Übrigens halte ich das ganze Thema für reine Polemik der Gewerkschaften, die bei allen großen Unternehmen (und nur dort werden die hohen Gehälter gezahlt!) diese Gehälter im Aufsichtsrat mit genehmigen - und sich ja auch selbst nicht völlig vergessen, siehe Mannesmann!.

    Aber das merkt ja keiner ....

    Es sind ja nur die Geldsäcke, die es miteinander auskungeln ....
    ich finde es nicht falsch, wenn über die managergehälter geredet wird, auch die niedriglöhne in betracht zu ziehen. denn nur im verhältnis sind die einen (zu) hoch und die anderen (zu) niedrig. es ist also keineswegs ein "nebenkriegsschauplatz" sondern die andere seite der gleichen medaille.

    insbesondere dann, wenn die manager auf die niedriegen lohnkosten in den entwicklungsländern verweisen - um die löhne hier in deutschland aus "wettbewerbsgründen" zu drücken - und ihre eigenen gehälter mit denenen von amerikanischen managern vergleichen, die oftmals sehr viel höher sind als die der deutschen.

    im übrigen ist es mir egal, wieviel jemand verdient. in meinen augen gibt es einige der vielverdiener, die leiden an einer "behinderung": an einer "sozialen" behinderung. diese form der behinderung scheint zuzuzunehmen: sie grassiert nicht nur in managerkreisen sondern auch bei den ganz armen, die ihre kinder verhungern lassen um ihre eigenen bedürfnisse zu befriedigen.

    und dann glaube ich nicht, dass man arbeitleistung "messen" kann. nach welcher "einheit" denn?

    wenn die menschen von geburt an in diesem glauben erzogen werden, dass man "leistung" an der "höhe des einkommens" ablesen kann, wenn vermittelt wird, dass eines der wichtigsten lebensziele eines menschen ein hohes einkommen, besser noch ein hohes vermögen ist - so lange wird sich auch nichts ändern.

    eine gesetzliche begrenzung der managergehälter hingegen halte ich in einer globalisierten welt allerdings für quatsch. es sei denn, es fänden sich genügend menschen, die diese aufgaben übernehmen wollen - nicht des geldes wegen, sondern weil es ihnen spaß macht... ich fange gerade an zu träumen
    ************************
    Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere recht haben könnte. Jürgen Habermas
    ************************

  6. Inaktiver User

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Zitat Zitat von Alinaluna
    ich finde es nicht falsch, wenn über die managergehälter geredet wird, auch die niedriglöhne in betracht zu ziehen. denn nur im verhältnis sind die einen (zu) hoch und die anderen (zu) niedrig. es ist also keineswegs ein "nebenkriegsschauplatz" sondern die andere seite der gleichen medaille.
    Das ist genau das, was ich meine.
    Deshalb: gerne offenlegen. Beides, die Spitzeneinkommen und die untersten Lohnkategorien.

    Dann bleibt die Festlegung frei und gesetzlich unreguliert, aber jeder stakeholder kann sich überlegen, was für Konsequenzen er daraus zieht.
    Geändert von Inaktiver User (03.01.2008 um 14:29 Uhr)

  7. User Info Menu

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Zitat Zitat von Alinaluna
    ...wenn die menschen von geburt an in diesem glauben erzogen werden, dass man "leistung" an der "höhe des einkommens" ablesen kann, wenn vermittelt wird, dass eines der wichtigsten lebensziele eines menschen ein hohes einkommen, besser noch ein hohes vermögen ist - so lange wird sich auch nichts ändern.
    Genau genau genau !
    The original Karla
    est. 2006


  8. User Info Menu

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich halte weiterhin den von mir zitierten Ansatz für sinnvoll, da er einerseits die Möglichkeit bietet, die besten Leute ausreichend zu motivieren, und gleichzeitig die relevante Öffentlichkeit, nämlich die Mitarbeiter und insbesondere die Aktionäre involviert und damit Mauscheleien reduziert.....
    Aber man sieht ja auch, das das immer noch nicht ausreicht, um die "Besten" zu holen. Siehe Mannesmann, Deutsche Bank, Telekom, VW, Mercedes...was wurde da Geld an die Wand gefahren...und Arbeitsplätze. Darum geht es doch auch: Wenn schon so viel Geld, dann bitte auch für Erfolge. Firmen sanieren, indem man unten wegrationalisiert, dann den Kahn verläßt oder zerschlägt...also entschuldigung aber das kann doch jeder Idiot. Das ist doch kein zukunftsweisendes Konzept, sowas.
    The original Karla
    est. 2006


  9. Inaktiver User

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Deswegen ja die Öffentlichkeit und die formelle Zustimmung durch die Aktionärsversammlung!

    Und dass auch Nieten hohe Gehälter und Abfindungen bekommen, ist unbestritten, würde aber duch eine solche Öffentlichkeit erschwert. Und auch die Gewerkschaftsvertreter im Aufsichtsrat könnten sich bei solchen Entscheidungen nicht mehr in der Anonymität verstecken - heute stimmen sie zu (und hoffen auf ihren Teil der Beute) und polemisieren gleichzeitig in der Öffentlichkeit gegen dieselben Exzesse, die sie erst ermöglichen!

    Gewerkschafter sind Heuchler!

  10. Inaktiver User

    AW: Obergrenze für Manager-Gehälter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ...Und auch die Gewerkschaftsvertreter im Aufsichtsrat könnten sich bei solchen Entscheidungen nicht mehr in der Anonymität verstecken - heute stimmen sie zu (und hoffen auf ihren Teil der Beute) und polemisieren gleichzeitig in der Öffentlichkeit gegen dieselben Exzesse, die sie erst ermöglichen!

    Gewerkschafter sind Heuchler!
    So simpel scheint man das nicht verkürzen zu können.
    Seehofer hat in einer TV-Talkrunde einmal gesagt, dass dieses Thema Sache von Untergremien des Aufsichtsrates ist und dem Gesamtaufsichtsrat anschließend nur vorgelegt wird.
    Er, der ebenfalls in diversen Aufsichtsratsgremien sitzt, konnte nicht konkreter werden und berief sich auf seine Schweigepflicht, meinte jedoch, dass er im Grunde mit der Höhe der auch von ihm mitunterzeichneten Gagen nichts zu tun habe.
    Der Gewerkschafter neben ihm nickte.

Antworten
Seite 10 von 11 ErsteErste ... 891011 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •