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    AW: Tempolimit auf Autobahnen

    Ich muss Ilonka zustimmen, in dem Punkt dass Tempolimits zum einschlafen sind! Und das im wahrsten Sinne des Wortes!

    Ich war dieses Jahr einmal in Holland und einmal in der Schweiz unterwegs. Dieses eintönige Tempo ist wirklich nicht der Konzentration förderlich. Und wenn man dann mit 120 an jemandem der nur 100 fährt gemächlich vorbeizieht, dann muss man immernoch damit rechnen, das der 100-Fahrer rauszieht ohne zu kucken! Das ist mir in Holland während drei Stunden Fahrt ca. 12 Mal passiert! Und in der Schweiz das selbe. Da kann mir niemand erzählen das das nur Zufall gewesen sei.... Bei Tempolimit "schwimmen" aller nur so vor sich hin in dem Glauben das ihnen nichts mehr passieren kann....

    Man MUSS ja auch nicht 200 fahren, ich mag am liebsten eine Reisegeschwindigkeit von ca. 160 -180. Da habe ich meinen Wagen im Griff und trotdem das Gefühl, das ich vorwärts komme. Aber wenn ich nicht mehr als 120 fahren DARF dann empfinde ich das als Belastung.
    Geändert von Vanimperialis (02.11.2007 um 17:04 Uhr)
    Liebe Grüße!
    Sini

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    AW: Tempolimit auf Autobahnen

    Die Autoindustrie und deren Lobby haben es wohl in Deutschland geschafft, sehr viele Menschen so zu indoktrinieren (mit Psycho-Marketing-Strategien), dass es "in", "chic" oder was auch immer ist, schnell unterwegs zu sein (manche würden es hirnlos nennen) und seine Gedanken BLOSS nicht in Richtung Umwelt oder Mitmensch usw. schweifen zu lassen, sondern nur bis zum nächsten fabrizierten und absatzreifen Autotyp, der ja konsumiert werden muss.
    Zufriedene Menschen, die gemütlich fahren und sich auch mal einen Kopf machen, was überhaupt nötig uns sinnvoll ist, halten das Wirtschaftsrädchen einfach nicht genügend am laufen.
    Am schlimmsten ist in diesem Zusammenhang wohl die Äußerung, die Deutschen seien eine "Autofahrer-Nation".
    Mag sein, aber da möchte ich nicht dazugehören. Mein Leben dreht sich um andere Inhalte als um Plastik und Blech...
    SABBI
    - Lerne nur das Glück ergreifen
    denn das Glück ist immer da -

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    Beitrag AW: Tempolimit auf Autobahnen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wie wäre es mal mit ein bisschen Rechnen:

    Ein anständiges Auto kann mit ungefähr 9 m/s Verzögern. Um von 100 km/h (27,8 m/s) auf 0 km/h zu kommen benötigt es demnanch 3 Sekunden. Plus eine Sekunde Reaktionszeit, macht 4 Sekunden.

    Ein Auto das also 100 meter hinter mir ist, benötigt bei einer Differenzgeschwindigkeit von 100 km/h, 3,6 Sekunden bis es an der Stelle ist, an dem ich es im Rückspiegel gesehen habe. In der Zeit bin ich aber auch schon wieder weiter gefahren. Wenn man also in den Rückspiegel schaut und ein auto auf der Linken Spur entdeckt das mindestens 100 m von einem Weg ist und die Differenzgeschwindigkeit nicht höher als 100 km/h ist, dann kann man gefahrlos überholen, weil der ankommende Fahrer noch genügend Zeit zum reagieren hat. Ich selber würde lieber einen Abstand von mindestens 200 Metern nehmen bevor ich überhole. Dann kann man es sogar noch schaffen den Überholvorgang abzuschließen bevor der auf der Linken Spur einen eingeholt hat.

    Und wenn der Bremsweg nicht genügt: Dann weicht man aus. Und wenn man richtig gut ist, und ein gutes Auto hat, kann man sich mehr Bremsweg verschaffen indem man "Schlangenlinen" auf seiner Spur fährt. Das kann einem genau die fehlenden Meter bringen.

    Ist letztendlich alles eine Frage des Können. Ich würde auch jedem empfehlen in regelmäßigen Abständen an einem Fahrsicherheitstraining teil zu nehmen. Da lernt man sein Auto besser kennen und kann bestimmte Ausweichmanöver mal ein bisschen üben.

    Schonmal was von Einheitenrechnung gehört? Was ist denn die Einheit von Bschleunigung? Sie schreiben m/s?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Beschle...schleunigungen

    Die Energie, die in der Geschwindigkeit steckt errechnet sich so:

    E_v = v*v*m / 2

    Ein Beispiel: Beträgt die Geschwindigkeit bei 2t Autogewicht 100km/h, so stecken im System 771604 Joule. Fahre ich jetzt 130km/h erhöht sich der Energiegehalt auf 1304012 Joule, das sind 70% mehr, als bei 100km/h.

    Ok bei 180km/h enthält dieses 2t schwere Auto 2,5 Millionen Joule. Das ist das 3,24-Fache, wie bei 100km/h. Bei 250km/h sind es ca. 4,8 Millionen Joule pure Geschwindigkeitsenergie. Das ist das 6,25-Fache, wie bei 100km/h;

    Diese gespeicherte Energie muss wieder abgegeben werden. Dies geschieht durch Luft- und Reibungswiderstand, der bei höheren Geschwindigkeiten grösser ist.

    Falls ein Unfall passieren sollte, wird die Energie sofort in Verformungsarbeit umgesetzt. Je grösser die Masse (linear) oder je höher die Geschwindigkeit (quadratisch), um so mehr Verformungsarbeit an organischen und anorganischen Körpern (je nach dem, was gerade im Weg ist), wird geleistet.

    Für den Treibstoffverbrauch bedeuten erhöhte Geschwindigkeiten
    immer eine Erhöhung. Angesichts dieser Tatsachen sollte man sich das auch mal überlegen:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,515082,00.html
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...514877,00.html

    Darin steht auch, dass spätestens in 10-15 Jahren die Treibstoffpreise noch weiter ansteigen werden, da die Ölvorräte
    langsam zuende gehen, jedenfalls die leicht förderbaren.

    (SabbisFreund)
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  4. Inaktiver User

    AW: Tempolimit auf Autobahnen

    Zitat Zitat von Sabbi
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,515082,00.html
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...514877,00.html

    Darin steht auch, dass spätestens in 10-15 Jahren die Treibstoffpreise noch weiter ansteigen werden, da die Ölvorräte
    langsam zuende gehen, jedenfalls die leicht förderbaren.

    (SabbisFreund)
    und bis dahin hält die deutsche autoindustrie jegliche alternative zum bezin/dieselmotor zurück und der mehdorn dünnt das schienennetz immer weiter aus. wahrscheinlich hat der vw-aktien.
    autofahrernation bezieht sich m.e. nicht auf die liebe zur karre, sondern weil es kaum alternativen gibt, wenn ich aufm land wohne. früher gab es nicht nur 3 mal am tag einen bus und züge verkehrten halbstündlich. heute regional höchstens stündlich und überregional steige ich 4 mal um.
    ach ja und wenn ich einkaufen will, mist der große supermarkt ist in 12 km entfernung.

  5. Inaktiver User

    AW: Tempolimit auf Autobahnen

    @Sabbi
    Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Ich habe nicht einmal das Wort Beschleunigung in meinem Text benutzt. Dagegen kommt das Wort Geschwindigkeit und Differenzgeschwindigkeit vor. Die Geschwindigkeit wird in [Weg]/[Zeit] angegeben. z.B. km/h oder m/s

    Das Wort Verzögerung habe ich benutzt und da liegt auch der einzige Fehler: Anstatt 9 m/s muss es natürlich 9 m/s^2 heißen.

    Und es gibt auch die Möglichkeit freundlich auf diesen Fehler hinzuweisen. Aber es scheinen nicht jedem gute Umgangsformen gegeben sein.

  6. VIP

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    AW: Tempolimit auf Autobahnen

    Wenn man bedenkt, dass 98% des deutschen Straßennetzes sowieso durch Tempolimits beschränkt ist, finde ich das Verlangen nach einem generellen Tempolimit überflüssig.
    Und damit, finde ich, ist doch schon fast alles gesagt.

    Wir reden hier von 2 % des deutschen Autobahnnetzes. Hier mal ein paar Kilometer freie Fahrt, dort mal ein Stückchen. WENN man denn freie Fahrt hat. Gerne ist genau dort kein Tempolimit, wo tagsüber sowieso kein Mensch über 80 fahren kann. Als Bewohner eines Ballungsgebietes weiß ich, wovon ich rede.

    Und wenn dann jemand im dicken Berufsverkehr mit 100 - 120 hinter mir drängelt, nervt er mich zwar gewaltig, aber ich glaube nicht, dass er das Klima beeinträchtigt.

    Es sei denn, er fährt noch eine Uralt-Dreckschleuder. Aber die Lebenszeit dieser Autos neigt sich automatisch täglich mehr dem Ende entgegen.

    Und wieso wird z.B. zugunsten des Klimaschutzes nicht ein Bahn-Streik verboten? Wie viele Pendler sind in den letzten Wochen zwangsläufig aufs Auto umgestiegen?

    Das ist doch alles nur eine halbgare Polit-Show.
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



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    AW: Tempolimit auf Autobahnen

    Hallo Rotfuchs,
    worauf stützt sich denn dieses halbgare Zitat deinerseits?
    Ich glaube es geht hier nicht um Geschwindigkeitsbegrenzungen an Baustellen oder so...
    Sabbi
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    AW: Tempolimit auf Autobahnen

    "Auf Autobahnen in Deutschland gilt kein allgemeines Tempolimit für PKW und Motorräder, jedoch eine empfohlene Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h (entspricht in etwa 36 m/s). Diese gilt für etwa die Hälfte des deutschen Autobahnnetzes, ungefähr ein Drittel hat eine dauerhafte Geschwindigkeitsbegrenzung, der Rest ein je nach Verkehrs- und Wettersituation wechselndes Limit. Für Lastkraftwagen und Busse bestehen Tempolimits (80 bzw. 100 km/h bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen)"

    Oder beziehst du bei deiner Betrachtung auch sämtliche Trampelpfade und Feldwege mit ein, ich glaube da ist klar, dass dort nicht auf max. 130 km/h begrenzt werden muss....
    und dann wären vielleicht nur 2% nicht begrenzt.
    Aber ich denke, auch du weißt, dass wir hier nicht über Feldwege reden.

    Sabbi
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  9. Inaktiver User

    AW: Tempolimit auf Autobahnen

    Zitat Zitat von Rotfuchs
    Und wieso wird z.B. zugunsten des Klimaschutzes nicht ein Bahn-Streik verboten? Wie viele Pendler sind in den letzten Wochen zwangsläufig aufs Auto umgestiegen?
    Weil es nach Artikel 9 Absatz 3 Grundgesetz das geschützte Streikrecht gibt.

  10. Inaktiver User

    AW: Tempolimit auf Autobahnen

    die empfohlene richtgeschwindigkeit auf autobahnen für pkw und motorräder lautet 130 km/h.
    stvo § 18

    ah ja und hier der spritspartipp

    Die erste Minute nach einem Kaltstart ist jene, in der der Kraftstoffverbrauch am höchsten ist und in der die meisten Emissionen anfallen. Denn weder Motor noch Katalysator arbeiten in dieser Zeit mit ihrer idealen Betriebstemperatur. Wer also seine persönliche Verbrauchs- und Emissionsbilanz verbessern will, sollte auf kurze Fahrten - "mal schnell um die Ecke Zigaretten holen" - besser verzichten. Das heißt nicht unbedingt weniger fahren, aber weniger Kurzstrecken fahren.

    Zur Verdeutlichung der Dimensionen: Der ADAC hat errechnet, dass ein durchschnittlicher Benzinmotor in der zwar nur kurzen, wenige hundert Meter langen Startphase rund 30 Liter/100 Kilometer verbraucht. Der Großteil der HC-Emissionen wiederum fällt in den ersten 40 Sekunden an
    quelle

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