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  1. Administrator

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    Angela Merkels Besuch beim Dalai Lama

    Liebe Userinnen, liebe User,

    unsere aktuelle Umfrage lautet:

    Kanzlerin Merkel trifft den Dalai Lama, die chinesische Regierung ist sauer. Was meinen Sie dazu?

    - Gut, dass Angela Merkel standhaft bleibt, schließlich geht es um Menschenrechte.
    - Als Politikerin muss sie diplomatischer sein, an den China-Kontakten hängen viele Arbeitsplätze.

    Eine interessante Diskussion wünscht
    Ihr Brigitte.de-Team

    P.S.: Diese Umfrage ist abgelaufen. Hier können Sie die Ergebnisse der letzten Umfragen nachlesen.
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (01.10.2007 um 15:18 Uhr)
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    Ausruf AW: Angela Merkels Besuch beim Dalai Lama

    Angela Merkels offizielles Treffen mit dem Dalai Lama ist absolut zu befürworten. Das Argument der von China abhängigen Arbeitsplätze sehr schwach. Geld ist nicht alles und für mich ist es auch nach wie vor nicht nachzuvollziehen, warum ein Land wie China die Olympischen Spiele bekommen hat. Journalisten werden an ihrer Berichterstattung gehindert, durchaus auch gewaltsam, kritisch denkende Menschen sind unerwünscht, Menschenrechte noch nicht soweit verbreitet, unzählige Mädchen dürfen nicht geboren werden, weil sie das falsche Geschlecht haben in einer Gesellschaft, in der nur ein Kind "zulässig" ist...
    China ist auch ein Land mit weiser Tradition, uraltem Wissen, es wird Zeit, dieses Land zum Nachdenken anzuregen, z.B. auch durch den Empfang des Dalai Lama.
    "Wer sein Leben in Ordnung bringen will, muss erst einmal sein Haus aufräumen" (Chinesische Weisheit)
    Alles Liebe, chocolat
    Geliebt wirst Du einzig, wo schwach Du Dich zeigen kannst, ohne Stärke zu provozieren. Adorno

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    AW: Angela Merkels Besuch beim Dalai Lama

    Frau Merkel hat das schon richtig gemacht. Und sie wird sich das sicher auch gut überlegt haben.

    Kaum ein anderes Regime auf diesem Planeten, betreibt Menschenrechtsverletzungen so systematisch und kalkuliert, wie das chinesische. Gleichzeitig gibt es aber auch kein anderes, das sich so sehr davor fürchtet, dass dieser Fakt öffentlich gemacht wird.

    Dieser Gesichtsverlust, wie es dort gesehen wird, ist das, was diese Leute am härtesten trifft. Daher auch die wenig souveräne Reaktion. Chinas Führung ist durch die Weltmeinung beeinflussbar. Merkel hat das erkannt.

    Zudem ist absehbar, dass sich auch dieses Regime nicht ewig halten wird. Und hinterher, wenn die Karten neu verteilt werden, dann wird man sich in China daran erinnern, wer vorher was gesagt und vor allem getan hat.

    Und die Geschäfte? Nun ja, nach dem gegenwärtigen Stand der Dinge kann man nicht einmal sagen, ob das auf lange Sicht nicht ohnehin Verlustgeschäfte sind. Vergiftete Spielzeuge, explodierende Akkus und Raubkopien von der Software bis zur Magnetschwebebahn lassen Zweifel aufkommen.

    Unabhängig davon sind in China die Geschäfte nicht so sehr vom politischen Strohfeuer abhängig, sondern davon, wer welche Kader schmiert. Qualität und die Fähigkeit sich auf die chinesischen Partner einzustellen zählt auch.

    Übrigens, es war nicht "Angela Merkels Besuch beim Dalai Lama", sondern umgekehrt.
    schlechte Technik > schlechte Laune


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    AW: Angela Merkels Besuch beim Dalai Lama

    Warum sollen sich die Staatschefs anderer Länder an den Forderungen Chinas orientieren wer sich mit wem treffen darf?
    China muss noch viel lernen.
    Leben allein genügt nicht, sagte der Schmetterling. Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man auch haben. (H.C. Andersen)



  5. Inaktiver User

    AW: Angela Merkels Besuch beim Dalai Lama

    Ich glaub nicht, dass sich nach dem Besuch des Dalai-Lama im Kanzleramt tatsächlich was an den Beziehungen zu China ändert. Chinesisches Theaterdonner muss aber wohl sein, um das Gesicht zu wahren.

    Merkel würdigte den Dalai-Lama als religiösen Führer und sicherte ihm "Unterstützung bei seinen Bemühungen um die Wahrung der kulturellen Identität Tibets und in seiner Politik des gewaltlosen Strebens nach religiöser und kultureller Autonomie" zu. Obwohl ich kein Fan von Merkel bin, muss ich sagen, das find ich klasse!

    Vielleicht erinnert sich noch jemand an die peinliche Szene, als der Außenminister Klaus Kinkel hieß und eine tibetanische Freundschaftsgeste verweigerte: Er hinderte vor ein paar Jahren den Dalai-Lama daran, ihm einen weißen Schal umzuhängen.

  6. Inaktiver User

    AW: Angela Merkels Besuch beim Dalai Lama

    Ich finde Angela Merkels Verhalten hier auch sehr gut.

    Was den Schal angeht: Ich meine, Klaus Kinkel konnte den Schal ablehnen, wenn er nicht persönlich befreundet mit dem Dalai-Lama war.

  7. Inaktiver User

    AW: Angela Merkels Besuch beim Dalai Lama

    Bin von Angela beeindruckt, sie hat sich von den Chinesen nicht erpressen lassen.

    Die Chinesen wollen an die wirtschafltiche Spitze der Welt und sind auf den Rest der Welt angewiesen. Möglicherweise werden sie Deutschland einige Zeit lang ignorieren, Politiker nicht mehr empfangen, damit legen sie sich selber Steine in den Weg.

  8. Inaktiver User

    AW: Angela Merkels Besuch beim Dalai Lama

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich finde Angela Merkels Verhalten hier auch sehr gut.

    Was den Schal angeht: Ich meine, Klaus Kinkel konnte den Schal ablehnen, wenn er nicht persönlich befreundet mit dem Dalai-Lama war.

    Ich denke, Kinkel musste nicht mit dem Dalai-Lama befreundet sein, um den weißen Schal als traditionelle Geste der Tibetaner annehmen zu können. Das Umlegen der Katak *click* ist eine traditionelle Geste als Zeichen der Ehrerbietung – vergleichbar mit dem Umlegen des hawaiianischen Blumenkranzes, ebenfalls eine Geste der Wertschätzung. Beides dient der Begrüßung und einer positiven Note am Beginn einer Begegnung.

    Ich fand es peinlich für Kinkel bzw. für einen Außenminister ein schwaches Bild, dass er noch nicht mal etwas darüber wusste.

  9. Inaktiver User

    AW: Angela Merkels Besuch beim Dalai Lama

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Die Chinesen wollen an die wirtschafltiche Spitze der Welt und sind auf den Rest der Welt angewiesen. Möglicherweise werden sie Deutschland einige Zeit lang ignorieren, Politiker nicht mehr empfangen, damit legen sie sich selber Steine in den Weg.

    Seh ich auch so. Peking hat über den Dalai-Lama ein Tabu verhängt – Merkel hat es aus chinesischer Sicht gebrochen.
    Deshalb betreibt Peking jetzt die Politik der Nadelstiche und sagt bilaterale Termine ab. Aber dabei bleibt's dann auch, soll heißen keine Eiszeit, kein offener Beziehungskonflikt. Denn Deutschland ist der wichtigste Handelspartner der Chinesen in Europa. Und Peking braucht die EU und damit Berlin als politisches Gegengewicht zu den USA.

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