Antworten
Seite 7 von 12 ErsteErste ... 56789 ... LetzteLetzte
Ergebnis 61 bis 70 von 115
  1. Inaktiver User

    AW: Sollen Ehen befristet werden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Pragmatiker wären konsumorientierte, kinderlos bleiben wollende Materialisten, die den Ehepartner passend zur neuen Wohnzimmereinrichtung alle 7 Jahre spätestens wechseln wollen?!
    So negativ sehe ich Pragmatiker nicht. Ich sehe Pragmatiker in diesem Fall eher als Menschen, die, solang es diese "Fristenlösung" nicht gibt, dann eben ausführliche Eheverträge machen. Und zwar nicht weil es Materialisten sind, sondern weil es ihnen vernünftig erscheint, und ihnen (allgemein bekannte) Rosenkriege dafür auch vernünftige Argumente bieten.
    Sie glauben nicht an ewige Liebe, weil ihnen ihre Umgebung keinen einzigen Beleg für deren Existenz liefert. Eher eben das Gegenteil.

    Wie das mit Kindern in solchen Beziehungen aussähe, mache ich mir tatsächlich keine Gedanken, da für mich persönlich diese "Fristenlösung" eh nicht in Frage kommt.
    Aber ... Kinder leiden in Ehen mit Ewigkeitsanspruch sicher nicht weniger, als Kinder in befristeten Ehen. Denn Kinder leiden in erster Linie durch den Streit, leiden an dem was Eltern sich verbal antun.
    Die Trennung ist dann "nur"die traurige "Krönung" des ganzen, von dem die Kinder untwerschwellig hofften, der Streit ergäbe eine positive Lösung.

  2. User Info Menu

    AW: Sollen Ehen befristet werden?

    Ich gehöre wohl eher zu den Pragmatikern - auch wenn ich keine Materialistin bin und nicht darauf aus, alle 7 Jahre einen neuen Partner zu finden. Mir hat sich bisher noch nicht wirklich der Sinn einer Ehe erschlossen und vielleicht erachte ich Frau Paulys Vorschlag deshalb zumindest als berlegenswert. Sicher, mündige Menschen benötigen ein derartiges Reglement nicht und ein Jahr X indem ich mich neu entscheiden muss. Fraglich ist auch, ob ich, wenn ich bereits nach einem Jahr feststelle, dass der Bund eben nicht für's Leben ist, noch weitere 6 warten möchte. Trotzdem denke ich, dass zu viele dem romantisierten Gedanken der Ehe nachhängen und sich zu wenig Gedanken darum machen, dass sie auch Arbeit bedeutet und viel zu überhastet heiraten. Ich kenne einige "gute" Negativ-Beispiele (zu viele eigentlich), deren Ehe sich nur noch darauf gründet, dass eine Scheidung einen zu großen Aufwand (vor allem auch finanziell) bedeutet. Ich denke nicht, dass sich solche "Beziehungen" positiv auf die Kinder auswirken oder auf die Partner selbst. Oft reicht ja auch ein Blick in div. Threads hier... Es ist und bleibt eine Grundsatzdiskussion, ob sich der Staat in das Privatleben der Menschen einmischen darf, aber ich denke manche Menschen bedürfen einer derartigen Unterstützung.
    Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden.

  3. Inaktiver User

    AW: Sollen Ehen befristet werden?

    Niemand ist dazu verpflichtet, in einer schlechten Ehe zu verharren und seine Kinder leiden zu lassen.

    Wir haben die Scheidung, wir haben auch Eheverträge sowie präzise Lösungen zum Rentenausgleich und zum Unterhalt.
    Die Scheidung als solche würde durch Fr. Paulis Vorschlag nicht weniger aufwendig - wie denn auch? Der Aufwand und die Kosten blieben doch dieselben! Oder glaubt ihr etwa, es gäbe dann eine Scheidungsform, bei der die Unterhaltsregelung und der Rentenausgleich nicht geklärt würden? Wie beknackt wäre DAS denn?

    Das einzig Sinnvolle ist die Möglichkeit, eine Mediation in Anspruch zu nehmen, gut ist auch das gemeinsame Sorgerecht für beide Eltern als Selbstverständlichkeit. Das alles gibt es bereits.

    Und ihr meint allen Ernstes, durch Fr. Paulis Vorschlag gäbe es dann keine Rosenkriege mehr??? Fr. Pauli als Retterin im Fall emotionaler Verstrickungen der frisch gebackenen Ex-Partner? Wie das??? Ist Euch schon einmal aufgefallen, daß es bei den dramatischen BirCom-Trennungsgeschichten um die Gefühle zweier (oder mehr) Menschen geht, nicht aber um die juristischen Feinheiten des deutschen Scheidungsrechts?

    Zum Thema Kinder: Wir haben heute (und sicher auch weiterhin) ein Ehemodell, das theoretisch auf Dauerhaftigkeit ausgelegt ist. Es bietet die beste Möglichkeit, Kindern ein stabiles und sicheres Umfeld zum Aufwachsen zu ermöglichen. Klappt es nicht, läßt man sich scheiden. Ob es einen Rosenkrieg gibt oder nicht, liegt in der Hand der Ehepartner (wie im wirklichen Leben ).

    Hätten wir Frau Paulis Modell, müßten Kinder permanent darum fürchten, daß ihre Eltern es sich ruck-zuck anders überlegen, denn sie bekämen ja in ihrem Umfeld und natürlich über die Medien mit, daß Ehe nicht auf Dauerhaftigkeit ausgelegt ist. Eine echte Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Kinderpsychologen...

    Übrigens war meine Pragmatiker / Romatiker - Beschreibung eine Art Karikatur. Ich habe natürlich nichts gegen Kinderlose mit Ehevertrag. Mir gings mehr ums Augen-Öffnen...


    Amarena

  4. Inaktiver User

    AW: Sollen Ehen befristet werden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Zum Thema Kinder: Wir haben heute (und sicher auch weiterhin) ein Ehemodell, das theoretisch auf Dauerhaftigkeit ausgelegt ist. Es bietet die beste Möglichkeit, Kindern ein stabiles und sicheres Umfeld zum Aufwachsen zu ermöglichen. Klappt es nicht, läßt man sich scheiden. Ob es einen Rosenkrieg gibt oder nicht, liegt in der Hand der Ehepartner (wie im wirklichen Leben ).

    Hätten wir Frau Paulis Modell, müßten Kinder permanent darum fürchten, daß ihre Eltern es sich ruck-zuck anders überlegen, denn sie bekämen ja in ihrem Umfeld und natürlich über die Medien mit, daß Ehe nicht auf Dauerhaftigkeit ausgelegt ist. Eine echte Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Kinderpsychologen...
    Da stimme ich dir völlig zu und das habe ich in einem anderen Thread zu diesem Thema auch genauso geschrieben.

  5. Inaktiver User

    AW: Sollen Ehen befristet werden?

    eine super idee.. endlich mal jemand der mit der realistisch denkt und hoffentlich auch handelt.. lebensabschnittsgefährte ist doch wohl eher zutreffend als bis der tod euch scheidet.. das war gestern..

  6. User Info Menu

    AW: Sollen Ehen befristet werden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    eine super idee.. endlich mal jemand der mit der realistisch denkt und hoffentlich auch handelt.. lebensabschnittsgefährte ist doch wohl eher zutreffend als bis der tod euch scheidet.. das war gestern..
    Wenn Dir das reicht, um zufrieden und glücklich zu werden, ist ja gut.

    Es soll aber andere geben, denen das nicht reicht, sie möchten vielleicht mit dem/der Partner/in alt werden und ihren Kindern zumindest versuchen, eine stabile Familie zu geben.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  7. Inaktiver User

    AW: Sollen Ehen befristet werden?

    Zitat Zitat von Opelius
    Wenn Dir das reicht, um zufrieden und glücklich zu werden, ist ja gut.

    Es soll aber andere geben, denen das nicht reicht, sie möchten vielleicht mit dem/der Partner/in alt werden und ihren Kindern zumindest versuchen, eine stabile Familie zu geben.


    Och, ich hab' eher das Gefühl, daß sich hier mal wieder jemand profilieren wollte und ein Thema suchte, daß der Volksseele so richtig runtergeht. Denn was tut man nicht alles, um im Gespräch zu bleiben: macht auf erotisch/verrucht, verscheucht medienwirksam den amtierenden Platzhirsch und wenn alles nichts mehr hilft, dann nimmt man ein Tabu aufs Korn, daß eigentlich gar keins mehr ist. Denn jeder kann sich heute scheiden lassen, so oft er lustig ist, sich wiederverheiraten, so oft wie's Spaß macht und ist in keiner Weise eingeschränkt. Wir können so leben, wie wir möchten, mit oder ohne Ehering, gleichgeschlechtlich oder auch nicht - und das ist gut so.
    Wir haben doch alle Freiheiten - Frau Pauli reitet ein totes Pferd, verlangt nach Freiheiten, die wir im Prinzip längst haben.
    -----------
    Was ich von Ehe auf Zeit halte?
    Nichts. Jeder soll doch selbst entscheiden, wie lange er mit seinem Lebensabschnittpartner zusammen bleiben möchte - und das können wir jetzt schon. Dazu brauchen wir keine Frau Pauli...ich wünschte mir, sie würde sich lieber um Steuersenkungen oder andere wirklich wichtige Dinge kümmern, statt sich egal wie Aufmerksamkeit zu erhaschen, und sei's mit den Ideen eines Komikers. Mal gespannt, was sie als nächstes ausbrütet...es ist in jedem Fall spannend zu beobachten und gibt der nüchternen trockenen Politik einen schillernden Aspekt ;-)

  8. Inaktiver User

    AW: Sollen Ehen befristet werden?

    @Ruby

    Ich unterschreibe jeden Satz von dir!

  9. User Info Menu

    AW: Sollen Ehen befristet werden?

    Ich finde die Idee super, zumindest als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Anwälte - bevor, während und bei "Abwicklung" der Ehe. Deswegen wündert mich die Aussage/Witz von Fr. Pauli - sie ist doch keine Juristin! War dies etwa eine selbstlose Aktion, um die Zukünft der Jurastudentin von heute abzusichern?

    Ob alle juristischen Feinheiten des aktuellen deutschen Scheidungsrechts wirklich so durchsichtig sind, na ja. Ein Kolleg wurde neulich von seinem Notar bezuglich seines Ehevertrags erklärt, "Sie können doch nicht von mir verlangen, dass ich mich da einarbeite!"
    MollyB

  10. Inaktiver User

    AW: Sollen Ehen befristet werden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Mal gespannt, was sie als nächstes ausbrütet...es ist in jedem Fall spannend zu beobachten und gibt der nüchternen trockenen Politik einen schillernden Aspekt ;-)
    Und die Bildzeitung freut sich, denn es springt jemand in die Lücke, die "Stars" wie Dieter Bohlen oder (verflixt,wie hieß er noch, der mit dem Gurkenlaster?!) hinterlassen haben.

    Ich bin gerade echt froh, daß noch andere so denken wie ich, ehrlich!


    Amarena

Antworten
Seite 7 von 12 ErsteErste ... 56789 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •