Es behauptet ja niemand, dass bei der Fremdbetreuung von Kindern etwas schief laufen muss. Sie kann für das jeweilige Kind gut oder schlecht sein. Aber bei Kindern, die ausschließlich zu Hause betreut werden, ist das nicht anders. Es kann gut und natürlich auch weniger gut für diese Kinder sein, denn in jedem Fall müssen die Gesamtumstände berücksichtigt werden.Zitat von Bonita33
Es geht um eine Diskriminierung derer, die ihre Kinder zuhause erziehen möchten.
Es geht um die unsinninige Darstellung mancher, dass Kinder NUR bei Fremdbetreuung entsprechend gefördert werden könnten.
Es geht um die - in meinen Augen - himmelschreiende Aussage mancher, dass eine Erzieherin die Kinder besser erziehen könne als die eigene Mutter oder der eigene Vater, weil diese Person ein
"Studium" (was man alles als Studium bezeichnet!) hat, das man selbst nicht vorweisen kann. In einem solchen Fall würde ich den entsprechenden Personen dringend empfehlen keine Kinder in die Welt zu setzen. Wenn jemand glaubt, dass er selbst zur Kindererziehung nicht fähig ist, dann frage ich mich, warum er/sie welche will. Ich würde ja bereits Menschen, die nicht mit Hunden umgehen können dringend davon abraten, sich einen solchen zuzulegen. Aber ERNSTHAFT Kinder zu wollen, obwohl man sich selbst nicht in der Lage sieht, diese zu erziehen, ist für mich widersinning. Da wird ein Kind, ein Menschenleben zur Sache deklariert. Ich sehe das so.
Es geht um die "Angst" vor einem "alten Rollenmodell". Die Menschen, die Angst davor haben, müssen dieses ja nicht bedienen. Sie haben doch die Freiheit ganz anders zu handeln. Aber warum nur will man denen, die dafür einen vollkommen anderen Blickwinkel haben das Wasser abgraben? Und warum wird ständig mit allen Mitteln versucht diese Personengruppe herabzuwürdigen?
DAS verstehe ich nicht. Und wenn jetzt wieder mal die leidige Steuerdiskussion kommt, dann kann ich nicht anders als an Neid zu denken. Dabei kann ich den Neidgedanken (mir selbst ist und war dergleichen von jeher fremd) noch nachvollziehen bei Menschen, die am Existenzminimum leben müssen. Aber wenn Menschen, die mit dem was sie haben GUT leben können, anderen neiden, dass sie Steuervorteile genießen, das kann und will ich nicht verstehen. Und wenn man dem entsprechenden Personenkreis diese Vorteile neidet, warum hat man sich selbst dann etwas anderes ausgesucht???? Aber nein, die Entscheidung, die man selbst getroffen hat soll möglichst für alle verbindlich sein. Ich habe es schon einmal geschrieben. Das ist Diktatur pur.
Mein Mann und ich sind übrigens überzeugte Pazifisten. Warum dürfen unsere Steuern für Rüstung und Kriegsführung ausgegeben werden? Ich finde das höchst empörend - und das meine ich ernst. Es gibt viele andere Beispiele. Wenn jeder, das, was er durch seine Steuern nicht finanzieren will geändert haben will, bricht das Chaos aus.
Anitra
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26.05.2007, 12:32
AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause
Mein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.
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26.05.2007, 13:08
AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause
@Anitra
Ich verstehe schon was du meinst und auch die anderen Beiträge. Es war auch eher provokant gemeint. Ich finde Hardcoreeinstellungen egal von welcher Seite nur unsinnig. Egal welches Modell man wählt, es kann gut oder schlecht sein. Im Endeffekt muss jeder für sich selber entscheiden, wie er sein Leben mit Kindern einrichtet.
Die Warnungen vor dem "Mißbrauch" vom Erziehungsbonus sehe ich auch zwiegespalten. Eigentlich finde ich so eine Leistung gut, andererseits kann das Geld halt "zweckentfremdet" werden, aber das bezieht sich dann auch auf alle möglichen anderen Leistungen..
Ich habe keine Kinder, aber ich hätte gern welche. Nur das werde ich nicht von staatlichen Leistungen abhängig machen, sondern von unseren persönlichen Verhältnissen. Wenn ich es mir leisten kann zu Hause zu bleiben, würde ich das wohl die erste Zeit machen und wenn nicht gehe ich arbeiten. Ich sehe es, das es meine/unsere Verantwortung ist, wenn wir Kinder in die Welt setzen, egal was der Staat nun dazu gibt oder eben auch nicht...
Ich finde es einfach nur schade das so gut wie jede Diskussion um Kinderthemen über kurz oder lang ins Trudeln gerät, weil die Hausfrauen- gegen die Berufstätigenfront antritt.
LG Bonita
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26.05.2007, 13:41
AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause
Was man dazu sagen soll?
Zitat von Inaktiver User
Schaue mal über den Horizont des eigenen Umfeldes hinaus, es ging nicht um Dich sondern um die Zahl der Schulabbrecher, Ausbildungsunfähigen und sozial inkompatiblen Jugendlichen.
So etwas kennst Du nicht?
Fahre mal mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) erlebe mal wie sie in Gruppen auftreten, die anderen Passagiere terrosieren und sich nur in der Gruppe stark fühlen. Sie liebene solch Orte, weil sie im Auftreten in der Gruppe und in der Anonymität ihre Selbstbestätigung suchen. Über Leistung schaffen sie es nun mal nicht.
Mit zweien von denen hatte ich persönlich schon mal das "Vergnügen" in einer Strassenbahn. Die Diskussion musste ich leider abbrechen, weil ich gegen die Zwei nicht ankam, noch konnte ich weglaufen- mit einer durch eine Schlagkette aufgeplatzen Kopfhaut.
Einen sah ich dann auf der Polizeiwache wieder, später vor Gericht, wo er aber zuerst nicht erschienen ist....
Durch die anderen Zeugen erfuhr ich, er ist 17 Jahre alt, wohl komplett Alkohol- und Drogenabhängig und hat bei der Staatsanwaltschaft einen Aktenberg von einer Ellenbogenlänge, ein sogenanntes "Gürteltier" weil die Akten schon mit einem Gürtel zusammengehlaten werden müssen.
Sein sein damaliges "Wirken" war ensprechend seiner Herkunft.
Dafür haben sein Eltern wohl auch alle staatlichen Gelder mitgenommen, ihm vorenthalten und die Kosten darf die Gesellschaft nun tragen......
Der Typ ist ein Extrembeispiel- das weiss ich.
Aber ich weiss was der nur bei mir für Schaden angerichtet hatte, bis ich mich wieder völlig normal in meinem Alltag bewegen konnte.
Bei seinem Aktenberg werde ich aber nicht der einzige Geschädigte gewesen sein- vermute ich mal.
Und der war als Baby wahrscheinlich auch mal ein süsser kleiner Fratz.... Gutschi.. Gutschi...
Es wird eben nicht jedes Baby mit staatlichen Geldern ein brauchbares Mitgleid der Gesellschaft.
Der Typ war nicht im Neutralbereich, nein er richtete aktiv Schaden an!
Und für die Aufzucht von ihm gab es staatliche Gelder- ohne Qualitätskontrolle.....
Vielleicht hilft es ja mal zum "Umdenken", wenn man mal im ÖPNV mal so richtig dumm angpöbelt wird und dann sich vergegenwärtigt, der Typ ist in die Welt gesetzt worden, damit die Eltern das für ihn bestimmte Geld für sich behalten konnten....
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26.05.2007, 14:10Inaktiver User
AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause
@ xaverius:
Und was soll uns das sagen??
In der SZ war vor nicht allzulanger Zeit ein Bericht über einen Mordprozess, wo ein Halbwüchsiger seine Freundin ermordet hat. Seine Mutter ist Familienrichterin.
Und einige RAF-Terroristen stammten aus Pfarrershaushalten.
Und in den Neuen Bundesländern gibt es viele Neonazis.
Ich kann da keinen direkten Zusammenhang herstellen zwischen zuhause betreuten Kindern und kriminiellen Karrieren...
Kriminalität und Gewalt gibt es immer und überall und in jeder Gesellschaft.
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26.05.2007, 14:14
AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause
Zitat von Bonita33
Ich sehe das auch so dass das jeder selbst entscheiden muss. Aber ob man überhaupt die Möglichkeit einer Entscheidung hat, hängt sehr stark von den Gegebenheiten ab.
Ich dachte auch immer, kein Problem, wenn das Geld nicht reicht gehe ich arbeiten. Und als es dann soweit war, dass sich schon während der Schwangerschaft abgezeichnet hat, dass es ohne Arbeit nicht gehen wird, da war nicht das Problem, dass ich etwa keine Arbeit hätte, sondern, dass es keine Kinderbetreuung gab.
Und warum gab es keine Betreuung? Weil das Geld, das für eine flächendeckende Betreuung nötig wäre, leider in anderen "Boni" steckt.
Ich kann nur sagen, dass alle meine Schwangerschaften immer von dieser Sorge nach Betreuung geprägt wurden. Eine Sorge, die hoffentlich meine Tochter irgendwann mal nicht mehr haben wird.
Ich hätte auch nichts dagegen wenn sie mal Hausfrau wird, sofern sie sich das leisten kann und auch eventuelle Konsequenzen selbst trägt.
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26.05.2007, 14:16
AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause
Richtig.
Zitat von Inaktiver User
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26.05.2007, 14:46
AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause
Sorry wenn ich zu kompliziert schreibe...
Zitat von Inaktiver User
Der Zusammenhang besteht in der "Vorbildfunktion" der Eltern.
Mann kann ein Kind AKTIV vernachlässigen, indem man seine Wäsche nicht Wechselt, die Ernährung vernachlässigt und das Kind nicht wäscht- dann ist es für Aussenstehende sofort zu merken.
Man kann das das Kind AKTIV schädigen indem die blauen Flecke und und die gebrochenen Knochen nicht mehr zu übersehen sind.
Man kann das Kind PASSIV misshandeln, indem man den elementaren Grundbedürfnissen nach Aufmerksamkeit, Zuwendung Liebe, geistiger Beanspruchung nicht nachkommt.
Man kann das Kind PASSIV schädigen indem man die geistige Entwicklung durch "Null-Input" hemmt- das wissen viele Eltern aber nicht, da sie selbst mit "Null-Input" aufgewachsen sind und als Erwachsene mit "Null-Output" fröhlich vor sich hinvegetieren- das ist dann der Reproduktionskreis auf derselben Ebene.
All das findet in der häuslichen Umgebung statt, in den sensibelsten Prägungsjahren des Kindes.
So etwas kann auch unter Bildungsleuten vorkommen, nur die machen es nicht mehr für jeden sichtbar, sondern die wenden dann die Methoden das passiven Vernachlässigung an.
All das ist möglich mit der "Erziehung zuhause" Geld gibt es vom Staat, die Folgekosten zahlt auch die Allgemeinheit.
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26.05.2007, 14:46
AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause
Yana, gab es nicht eher keine Betreuung, weil Du die privat nicht organisieren oder fianzieren konntest?
Zitat von Yana
Der "Staat" soll die Betreuung regeln und grösstenteils finanzieren, damit Mütter berufstätig sein können. Wer danach ruft, sollte konsequenterweise auch akzeptieren, dass es der Staat Frauen auf der anderen Seite möglich macht, die Kinder selbst zu erziehen. Oder nicht?
Umgekehrt: Wer danach ruft, dass Selbsterziehung Privatsache sein solle in finanzieller Hinsicht, der muss auch die Kinderbetreuung zur Privatsache erklären.
Alles andere wäre ungerecht.Wenn man einen Fehler gemacht hat, kommt manchmal etwas ganz Wunderbares dabei heraus.
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26.05.2007, 14:47
AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause
[quote=Xaverius]
Das alles schaffen Eltern auch ab 17.00 Uhr.
Zitat von Inaktiver User
Wenn man einen Fehler gemacht hat, kommt manchmal etwas ganz Wunderbares dabei heraus.
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26.05.2007, 15:02
AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause
Zitat von Xaverius
Und weil es das alles, was du schreibst, gibt, weil es diese "Erziehungsergebnisse" AUCH bei Kindern gibt, die zu hundert Prozent zu Hause erzogen und betreut wurden gehst du davon aus, dass häusliche Erziehung
PRINZIPIELL zu solchen Ergebnissen führt.
Also, wenn du 3, nein sagen wir 10 Beispiele findest bei denen es sich so verhält, wie du beschrieben hast, wird es automatisch bei 50 000 anderen genauso sein, meinst du. Das ist doch blanker Unsinn.
All das kann genauso gut, wie gerrimee beschrieben hat in der restlichen Zeit, die die fremdbetreuten Kinder zuhause verbringen (müssen - die Armen!All das findet in der häuslichen Umgebung statt, in den sensibelsten Prägungsjahren des Kindes.
) , stattfinden. Es kann IMMER so (gut) oder genau anders herum laufen (schlecht), vollkommen unabhängig von der Betreuungsart. Insofern kann ich nicht nachvollziehen wie man zu solchen Schlüssen wie du kommen kann.
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