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  1. gesperrt

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    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    Mein Vorschlag: Man sollte den Müttern, denen es gelungen ist, Kraft ihres ganztägigen Einsatzes ihre Kinder zu aufrechten und glücklichen Menschen zu machen, im Nachhinein eine kräftige Prämie zahlen für die Zeit, in der andere ihre Kinder in die Obhut fremder Betreuungspersonen gaben. - Da könnte dann endlich auch mal mit der Behauptung aufgeräumt werden, dass die meisten rauchen, ihre Kinder vor die Glotze setzen, das Geld immer nur zweckentfremdet mit vollen Händen ausgeben und was da noch immer alles so kommt an Vorurteilen.

  2. Inaktiver User

    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    Zitat Zitat von Agave
    Mein Vorschlag: Man sollte den Müttern, denen es gelungen ist, Kraft ihres ganztägigen Einsatzes ihre Kinder zu aufrechten und glücklichen Menschen zu machen, im Nachhinein eine kräftige Prämie zahlen für die Zeit, in der andere ihre Kinder in die Obhut fremder Betreuungspersonen gaben. - Da könnte dann endlich auch mal mit der Behauptung aufgeräumt werden, dass die meisten rauchen, ihre Kinder vor die Glotze setzen, das Geld immer nur zweckentfremdet mit vollen Händen ausgeben und was da noch immer alles so kommt an Vorurteilen.
    Und was zahlen die, deren Töchter in Kliniken wegen Magersucht behandelt werden oder deren Kinder übergewichtig sind oder an Bewegungsmangel oder psychischen Auffälligkeiten leiden oder deren Kinder an Schule und Ausbildung scheitern oder stehlen, sozial auffällig sind oder oder oder trotz dass sie den ganzen Tag zu Hause waren? In welcher Form werden die regresspflichtig gemacht, wenn ihre Arbeit nicht erfolgreich war?

  3. gesperrt

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    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    Kleine Richtigstellung : es geht nicht um die, welche versagten, sondern um die, die erfolgreich mit ihrer Erziehungsarbeit waren. Insofern passen deine Fragen nicht zu meinem Vorschlag.

  4. Inaktiver User

    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    Zitat Zitat von Agave
    Kleine Richtigstellung : es geht nicht um die, welche versagten, sondern um die, die erfolgreich mit ihrer Erziehungsarbeit waren. Insofern passen deine Fragen nicht zu meinem Vorschlag.
    Wenn der Erfolg des Engagements, eine Sebstverständlichkeit den eigenen Kindern gegenüber, honoriert wird, müsste der Misserfolg ebenfalls sanktioniert werden.

  5. Inaktiver User

    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    Und was ist mit Eltern der Kinder, die trotz Missachtung und negativer häuslicher Einflüsse, zu erfolgreichen Menschen heranwachsen? Wer weist nach, was er/sie geleistet hat? Und wie soll dieser Nachweis erfolgen?

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    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Dafür wird es aber wohl eine Änderung im Steuersystem geben, die den Alleinverdiener schlechter und die Zuverdiener besser stellt.
    Du meinst die Reformierung der Steuerklasse V?
    Das ist noch ziemlich unausgegoren, wenn ich die heutigen Berichte so lese. Für die Frau mit Steuerklasse V ist es aber auf alle Fälle moralisch befriedigender, wenn sie für ihre Arbeit netto mehr Geld auf ihrem Gehaltszettel hätte statt lauter Abzüge zu sehen. Die Gesamtsteuerlast bleibt allerdings davon unbeeinflusst.

    Es wählen übrigens nur 4 Mio Ehepaare die Kombination III/V.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  7. gesperrt

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    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wenn der Erfolg des Engagements, eine Sebstverständlichkeit den eigenen Kindern gegenüber, honoriert wird, müsste der Misserfolg ebenfalls sanktioniert werden.
    Warum? Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Das sind zwei unterschiedliche Baustellen.

    Und wer sagt dir, dass die Entscheidung, sein Kind in die Krippe zu geben, immer was mit Engagement ihm gegenüber zu tun haben muss? Es kann doch auch das Gegenteil der Fall sein.

    Gerade vor wenigen Tagen lief im MDR ein Betrag zur Krippenbetreuung in Zeiten der DDR. Da wurden dann auch die Schattenseiten der Fremdbetreuung dargestellt wie Gleichschaltung und Indokrinierung von Kindern, Unterdrückung der individuellen Unterschiede in der Entwicklung der einzelnen Kinder bei gleichzeitigem hohem Normendruck usw.

    Jeder kennt die Bilder der Kleinen, die in Reih und Glied das "Erlebnis" des gemeinschaftlichen Verrichtens der Notdurft absolvierten, weil "Tante Gabi" den ihr von oben vorgeschriebenen genauen Zeitplan einzuhalten hatte. - Man stelle sich nur mal vor, man verlangte von Erwachsenen, dass sie alle zur gleichen Zeit auf Klo zu gehen haben, dann merkt man, wie absurd das Ganze ist. (Jeder kennt aber auch die Nazi-Lebensborn-Anstalten, in denen kleinste Babys eins am anderen im Schnellverfahren von Betreuerinnen gewickelt wurden, ein schreckliches Bild) .

    Besonders interessant aber war folgendes: die DDR-Regierung hatte eine zeitlang die Krippenbetreuung von Anfang an zur Regel erhoben, diese aber wieder rückgängig machen müssen. Man stellte nämlich fest, dass zu früh von der Mutter getrennte Kinder häufig an massiven Verhaltensauffälligkeiten litten und ruderte ganz schnell zurück.

    Das scheint selbst den nicht gerade als besonders einfühlsam zu bezeichnenden Parteifunktionären gewaltig an die Nieren gegangen zu sein. Unsere Politiker und auch so manche Mütter und Väter aber scheinen seltsamerweise überhaupt keine Probleme damit zu haben.

  8. Inaktiver User

    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    Zitat Zitat von Agave
    Warum? Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Das sind zwei unterschiedliche Baustellen.

    Und wer sagt dir, dass die Entscheidung, sein Kind in die Krippe zu geben, immer was mit Engagement ihm gegenüber zu tun haben muss? Es kann doch auch das Gegenteil der Fall sein.

    Gerade vor wenigen Tagen lief im MDR ein Betrag zur Krippenbetreuung in Zeiten der DDR. Da wurden dann auch die Schattenseiten der Fremdbetreuung dargestellt wie Gleichschaltung und Indokrinierung von Kindern, Unterdrückung der individuellen Unterschiede in der Entwicklung der einzelnen Kinder bei gleichzeitigem hohem Normendruck usw.

    Jeder kennt die Bilder der Kleinen, die in Reih und Glied das "Erlebnis" des gemeinschaftlichen Verrichtens der Notdurft absolvierten, weil "Tante Gabi" den ihr von oben vorgeschriebenen genauen Zeitplan einzuhalten hatte. - Man stelle sich nur mal vor, man verlangte von Erwachsenen, dass sie alle zur gleichen Zeit auf Klo zu gehen haben, dann merkt man, wie absurd das Ganze ist. (Jeder kennt aber auch die Nazi-Lebensborn-Anstalten, in denen kleinste Babys eins am anderen im Schnellverfahren von Betreuerinnen gewickelt wurden, ein schreckliches Bild) .

    Besonders interessant aber war folgendes: die DDR-Regierung hatte eine zeitlang die Krippenbetreuung von Anfang an zur Regel erhoben, diese aber wieder rückgängig machen müssen. Man stellte nämlich fest, dass zu früh von der Mutter getrennte Kinder häufig an massiven Verhaltensauffälligkeiten litten und ruderte ganz schnell zurück.

    Das scheint selbst den nicht gerade als besonders einfühlsam zu bezeichnenden Parteifunktionären gewaltig an die Nieren gegangen zu sein. Unsere Politiker und auch so manche Mütter und Väter aber scheinen seltsamerweise überhaupt keine Probleme damit zu haben.
    Du möchtest die DDR-Vergangenheit aufarbeiten? Das ist eine Form des Umgangs mit einer Diktatur, die ich nicht erlebte, aber gut verstehen kann, wenn man sie für sich abarbeiten möchte.

    Mit Krippen in demokratischen Staaten hat das nichts zu tun. Weder ist das Konzept vergleichbar noch die Intention oder der staatliche Eingriff.

    Was also hat das hier zu suchen? Genauso gut könnte man über häusliche Erziehungskonzepte von DDR-Bürgern sprechen, die von denen der Menschen in demokratischen Staaten auch in vielem abwichen.

    Ist bestimmt interessant, leider aber nach 18 Jahren deutscher Einheit kaum eine Frage mit aktuellem Bezug.

    Wäre schön, wenn wir am Thema bleiben könnten, denn da waren doch noch einige Fragen offen, wenn ich zurücklese.

    Gruss

    vita

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    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    Zitat Zitat von Agave
    Mein Vorschlag: Man sollte den Müttern, denen es gelungen ist, Kraft ihres ganztägigen Einsatzes ihre Kinder zu aufrechten und glücklichen Menschen zu machen, im Nachhinein eine kräftige Prämie zahlen für die Zeit, in der andere ihre Kinder in die Obhut fremder Betreuungspersonen gaben. - .
    Sehr gute Idee. Und was macht man mit Müttern, die gearbeitet und trotzdem jede freie Minute mit dem Kind verbracht haben? Deren Kinder sich trotz Berufstätigkeit beider Eltern glücklich, geliebt und verstanden fühlen? Deren Kinder niemals das Gefühl hatten Nachteile zu haben, nur weil die Eltern arbeiten waren?
    In deiner Welt scheint sowas ja offenbar nicht existent.

    Zitat Zitat von Agave
    Da könnte dann endlich auch mal mit der Behauptung aufgeräumt werden, dass die meisten rauchen, ihre Kinder vor die Glotze setzen, das Geld immer nur zweckentfremdet mit vollen Händen ausgeben und was da noch immer alles so kommt an Vorurteilen
    Meiner Meinung nach trifft das eh auf einen (zu) großen Teil der Bevölkerung zu, arbeitend, Hausfrau oder arbeitslos. Darum geht's bei der Elternbonus-Debatte ja auch gar nicht... Also, zurück zum Thema.

  10. gesperrt

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    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Du möchtest die DDR-Vergangenheit aufarbeiten? Das ist eine Form des Umgangs mit einer Diktatur, die ich nicht erlebte, aber gut verstehen kann, wenn man sie für sich abarbeiten möchte.
    Nein, abarbeiten will ich sie nicht. Da ich aber immer wieder zu hören bekomme, wie vorbildhaft die Betreuung in der DDR war, weise ich darauf hin, das dem nicht so war.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Mit Krippen in demokratischen Staaten hat das nichts zu tun. Weder ist das Konzept vergleichbar noch die Intention oder der staatliche Eingriff.
    Im Moment vielleicht noch nicht. Aber was nicht ist, wird noch werden. Wir befinden uns in einem weltweiten Umbruch, dessen üble Auswirkungen allmählich dramisch werden. Ich jedenfalls möchte keinerlei Hinrederei in meine Erziehungsprinzipien und meine Privatshäre, weder von einer Diktatur à la DDR noch von den Machern der neoliberalen Neuzeit, die ja keine Probleme damit haben, über Leichen zu gehen. Auf diesem Hintergrund sehe ich auch die immer wieder erwähnten Betriebskindergärten als sehr, sehr problematisch an.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Was also hat das hier zu suchen?
    Sehr viel hat das hier zu suchen. Es zeigt auf, dass Krippenerziehung nicht so unproblematisch ist, wie gern getan wird und es macht ferner deutlich, dass Kinder besonders manipulierbar sind. Da ist es egal, wer die Gemeinschaftsmanipulation vornimmt, es geht immer zu Lasten der Kinder.


    Zitat Zitat von Inaktiver User

    Wäre schön, wenn wir am Thema bleiben könnten, denn da waren doch noch einige Fragen offen, wenn ich zurücklese.
    Bleiben wir doch auch. Aber ein Thema muss man mehrschichtig und nicht einseitig diskutieren, wie ich bereits sagte. Das heißt nicht, dass die offenen Fragen nicht bearbeitet werden.

    Welche waren es denn gleich?

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