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    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Deshalb habe ich eine Vision, die zwar utopisch und nicht zu realisieren ist, aber die Steuern/Abgaben sollten abgeschafft werden, jeder finanziert sich und sein Leben dann selbst und gut ist. Aber leider nur ein Traum.
    Lach, das war der klassische Schuss ins Knie.
    Wenn jeder sich selber finanzieren müsste, dann gäbe es nur noch die Privilegierten und die nicht Privilegierten in diesem Land. Denn nur die wirklich Gutsituierten könnten sich dann eine gute Krankenversorgung, gute Schulausbildung fürs Kind, komplett eigenfinanziertes Studium an der Uni, usw leisten.

    Ich bin mir relativ sicher, dass du das gerade nicht möchtest, es sei denn du gehörst zu der 5% Einkommensleistungsklasse in Deutschland. Die hätten dann allerdings gravierende Vorteile, wenn die lästige Steuer für die Kleinverdiener entfällt, die es nicht schafft ihr Leben eigenständig (ohne Krippe, Schulgebühr, Lernmittelfreiheit, bla bla) zu finanzieren.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  2. Inaktiver User

    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Aus welchem Grund sollte der Alleinverdiener weniger Steuern zahlen, als das Doppelverdiener-Ehepaar.
    Weil er auch weniger verdient. So viel ich weiß, berechnet unser Steuersystem die Abgaben nach der Höhe des Einkommens. Oder möchtest du eine Einheitssteuer für alle?

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    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    Zitat Zitat von Nocturna
    Lach, das war der klassische Schuss ins Knie.
    Wenn jeder sich selber finanzieren müsste, dann gäbe es nur noch die Privilegierten und die nicht Privilegierten in diesem Land. Denn nur die wirklich Gutsituierten könnten sich dann eine gute Krankenversorgung, gute Schulausbildung fürs Kind, komplett eigenfinanziertes Studium an der Uni, usw leisten.

    Ich bin mir relativ sicher, dass du das gerade nicht möchtest, es sei denn du gehörst zu der 5% Einkommensleistungsklasse in Deutschland. Die hätten dann allerdings gravierende Vorteile, wenn die lästige Steuer für die Kleinverdiener entfällt, die es nicht schafft ihr Leben eigenständig (ohne Krippe, Schulgebühr, Lernmittelfreiheit, bla bla) zu finanzieren.

    wenn wir schon von Utopien sprechen, dann werde ich mal meine bringen: mir gefällt das Skandianvische Prinzip: jeder zahlt 40-50% Steuern, egal wieviel er verdient. Dafür stehen gute Grundversorgung für alle zur Verfügung. Rest wird einkommensabhängig abgerechnet. Das wäre wirkliche soziale Gerechtigkeit. Und dafür wäre ich auch bereit, viel zu zahlen, sogar wenn ich irgendwann mal (wieder utopischer weise) zu den 5% Spitzeverdienern gehören würde.


    PS @ pelzpfote: Von Neid auf Hausfrauen würde ich niemals sprechen... die Entscheidung zu arbeiten oder nicht, steht ja den meisten frei und ich würde freiwillig niemals Hausfrau werden wollen, einfach weil ich die berufliche Herausforderung dafür zu sehr liebe. Würde ich die Hausfrau um ihre freie Zeit beneiden, würd ich jetzt aufhören ein Doppelstudium zu führen, mein erstes Kind in die Welt setzen und meine "freie Zeit" genießen.


    Übrigens waren meine Eltern beide berufstätig, und das mit mehr als 12 Stunden pro Tag und trotzdem gab es mittags immer was zu essen, meistens wurde abends eben mehr gekocht und ich hab es mir nach der Schule warm gemacht, wobei das schwierig ist mir Kindern im Krippenalter *g*
    Übrigens gibt es auch genügend Hausfrauen, die ihre Kinder aus der TK ernähren, die kochen dann weder mittags noch abends.

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    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    übrigens,ein kleines beispiel aus einem Doppelverdiener-Haushalt:


    würde mein Vater, der selbstständig ist, jedoch aber weniger verdient als meine Mutter, aufhören zu arbeiten, würde meine Familie pro Monat ca. 300Euro Gewinn machen. Er hätte keine Betriebskosten mehr, die Steuerklasse würde sinken, er wäre bei meiner Mutter mitversichert etc pp.
    Mit anderen Worten, wir zahlen sogar dafür, dass mein Vater arbeitet. Schon skurril, oder?

    Das ist natürlich schon ein extrem Beispiel, aber eben ein reales.


    viele grüße
    kaktus

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    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    Ich finde wirklich, dass dieser Erziehungsbonus oder wie man das auch immer nennen will besser in die Bildung von Kindern jeden Alters investiert und nicht ausgezahlt wird.
    Erziehungsarbeit kann man auch ueber Rente und andere Sachen anerkennen, was ich persoenlich viel gerechter faende.

    Wenn hier schon ueber Wahfreiheit gesprochen wird. Es gibt ja noch nicht mal genuegend Betreuungsangebote fuer Kinder, wo die Eltern arbeiten gehen wollen bzw. muessen. Wenn es irgendwann genuegend und qualifizierte Betreuungsplaetze fuer Kinder jeden Alters gibt, dann kann man noch mal ueber eine Aufwertung der haeuslichen Erziehungsarbeit, die von allen Eltern geleistet wird, nachdenken.
    Man sollte sich nicht ueber Dinge aergern,
    denn das ist ihnen voellig egal.
    Euripides


    Man soll nicht das Leben veraendern, man soll nicht die Welt veraendern. Man muss das Leben vielgestaltiger machen, ... Man muss die Unterschiede wuerdigen. Unterschiede staerken die Identitaet.
    Carlos Fuentes "Die Jahre mit Laura Diaz"

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    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    Zitat Zitat von Pischti_H
    (...) ... dann kann man noch mal ueber eine Aufwertung der haeuslichen Erziehungsarbeit, die von allen Eltern geleistet wird, nachdenken.
    Ob es eine Aufwertung geben kann, sollte im Einzelfall entschieden werden.

    Eine Bewertung sollte es aber geben.

    Warum sollten Eltern generell belohnt werden, wenn ihr Kind später Drogensüchtig, Kriminell, beides, ohne Schulabschluss, ein Crashkid und/oder ein Sozialhilfeempfänger wird?



    Es fehlt immer noch die Qualitätskontrolle und Produkthaftung!

    Wenn 50% der Einschulungskinder nicht auf einem Beim Hüpfen können, nur mit Fasfood vor dem Fernseher geparkt wurden, dann brauchen sie wohl noch eine Weile bis sie Fahrrad fahren können. Wahrscheinlich können sie dann mit dem Fahrrad zur Schule fahren, wenn andere dann schon mit dem Auto zur Uni fahren....


    Klingt jetzt sehr provokant, aber dieser Mutterkreuzmythos gilt nur für die Produktion von Kanonfutter im Krieg. Jetzt sind Kinder mit Qualifikationen gefragt, die mit Uni-Studium noch jahrelang als unbezahlte Pratikanten arbeiten....

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    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    Mal kurze Anmerkung hier:

    Kindergeld als solches ist nicht dafür gedacht, dass Mama sich noch eine Extra Jeans im MOnat kaufen kann, sondern, dass Eltern sich vernünftiges Essen, Kleidung, Sport etc für die Kinder besser leisten können. Mir ist klar, dass 150 (?) Euro dafür lange nicht ausreichen, aber es ist halt ein Schmankerl genau für diesen Zweck.

    Dagegen ist dieser Erziehungsbonus, der zum Glück heute wirklich vom Tisch gefegt zu sein scheint, quasi ein Lockmittel, wie ich sehe. Leider, wie bereits erwähnt, nur zu kurz gedacht.

    Wenn es so weiter geht, kann man nur noch "Gute Nacht, Deutschland" sagen.


    Xaverius, ich stimme dir zu. Und generell bin ich eh für die EInführung eines Elternführerscheins. Wenn ich mir so manche Menschen angucke, dann rollen sich mir meine Zehennägel hoch. Das fängt beim Rauchen in der Schwangerschaft an und geht bis zu Geschreie im Supermarkt, wenn das Kind auf die Nase fällt. Um kleinere Dinge des Alltags zu nennen... auf den Rest brauch ich mich ja nicht zu beziehen, so Sachen wie Jessica und co.

  8. Inaktiver User

    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    Seltsame Menschen kennen manche Menschen.

    Oder liegt es am Fokus?

  9. gesperrt

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    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    Zitat Zitat von Kaktus


    Mit einer Kinderbetreuung mit Rechtsanspruch, würde dem Staat kein Geld verloren gehen, weil Eltern, die arbeiten Steuern an den Staat zahlen, die oftmals sehr viel höher sind als nur 150 Euro.
    Ganz so einfach kann das nicht gesehen werden und ich weiß nicht, wie du auf diesen Betrag von 150 Euro kommst. Wenn man schon so argumentiert, dann muss man auch alle anderen Sachverhalte mit einbeziehen. Es ist ja nicht so, dass ein Beruftätiger nur Steuern abgibt, sondern er holt sie sich ja auch wieder. Er braucht zum Beispiel bestimmte Voraussetzungen, um zu seiner Arbeit zu gelangen und diese Infrastruktur wird ebenfalls mit Steuern bezahlt, auch mit denen der Alleinverdienenden. Das musst du dann schon irgendwie auch mit verrechnen.

    Eine Frau, die daheim ihr Kind versorgt braucht beispielsweise 1. keinen teuren Krippenplatz, der zunächst ja auch erst mal baulich geschaffen werden und dann unterhalten werden muss und an dieser Stelle schon enorme Kosten verursacht. 2. Sie benutzt, im Unterschied zur berufstätigen Mutter, nicht ständig die von Steuergeldern errichteten und unterhaltenen Straßen, Autobahnen und öffentlichen Verkehrsmittel, um zu ihrer Arbeitsstelle zu kommen und "spart" somit den Staat Gelder.

    Was mich ärgert an Diskussionen wie dieser, ist die Ungründlichkeit, mit der komplexe gesellschaftliche Gegebenheiten heruntergehudelt werden. Und das Schlimme ist, die Politik hat eine ähnlich ungründliche Herangehensweise.

    Warum ist es eigentlich nicht möglich, mal genau auszurechnen, wie hoch eine nicht berufstätige Mutter nun wirklich die Allgemeinheit belastet und ob sie das überhaupt tut?

  10. Inaktiver User

    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    Zitat Zitat von Kaktus
    Und generell bin ich eh für die EInführung eines Elternführerscheins. Wenn ich mir so manche Menschen angucke, dann rollen sich mir meine Zehennägel hoch. Das fängt beim Rauchen in der Schwangerschaft an und geht bis zu Geschreie im Supermarkt, wenn das Kind auf die Nase fällt. Um kleinere Dinge des Alltags zu nennen... auf den Rest brauch ich mich ja nicht zu beziehen, so Sachen wie Jessica und co.
    Und wie arbeitet die "Behörde zur Kontrolle der Elternarbeit"?

    Wird eine Schwangerschaft festgestellt, kommt es zur Dauerbewachung in Freizeit und Beruf? Regelmässiges Drogenscreening, Alkohol und Nikotin inklusive? Weitergabe der Bänder aus Supermärkten an die Behörde, die dann mit Hilfe der biometrischen Elterndaten, die Identität der Schreier im Supermarkt ausmacht und einschreitet?

    Und einmal im Jahr Vorführung der Kinder mit intensiver Befragung von Eltern und Kindern plus Überprüfung der gemachten Angaben per Polygraph?

    Ich bin gespannt, welch grossartige ABM-Maßnahme es da unter Zusammenarbeit mit dem Innenministerium, dem BKA und anderen Behörden bei gleichzeitigen Auseinandersetzungen mit unseren Datenschutzbeauftragten und dem Bundesverfassungsgericht uns da erwartet.

    Erinnert mich etwas an ein Buch von Margaret Atwood.

    vita

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