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    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Zuhause bleiben muss man sich aber leisten können, das ist doch der Punkt. Wahlfreiheit heißt für mich nicht nur, berufstätig sein zu können sondern eben auch, mich für eine gewisse Zeit zuhause entscheiden zu können. Und das kann ich nicht, wenn das Geld hinten und vorn nicht reicht. Oder????
    Wenn ich richtig informiert bin, dann soll die Herdprämie 150 Eur (?) betragen.
    Ich bezweifle doch sehr, dass mit diesen 150 Eur das Geld plötzlich reicht, um zu hause zu bleiben.
    Es wird für Eltern reichen, die ohnehin auf Hartz IV-Niveau leben und für Eltern, bei denen ein Elternteil so gut verdient, dass man locker auf das Zweiteinkommen verzichten kann. Aber es wird nicht reichen um den Wegfall eines kompletten Gehaltes, das zur Finanzierung der Familie erforderlich ist, zu kompensieren. Insofern ist da die Wahlfreiheit in Frage zu stellen.

    Dann mag es ja für die jeweilige Mutter ganz schön sein "alle 5 gerade sein lassen zu können", aber die Frage ist doch auch, was geht das die Allgemeinheit an? Warum soll der Steuerzahler dafür bezahlen? Vor allem, was haben Allgemeinheit und Steuerzahler davon, dass Mama gerne alle 5 gerade sein lässt?: Nichts (abgesehen davon gibt es ja schon Ehegattensplitting).

    Was haben Allgemeinheit und Steuerzahler davon, wenn in Betreuung und Bildung investiert wird?: Jede Menge: 1. mehr Steuereinnahmen, weil dann mehr Frauen arbeiten können, 2. besser gebildetet Kinder, usw.

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    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    Zitat Zitat von Yana
    Dann mag es ja für die jeweilige Mutter ganz schön sein "alle 5 gerade sein lassen zu können", aber die Frage ist doch auch, was geht das die Allgemeinheit an? Warum soll der Steuerzahler dafür bezahlen? Vor allem, was haben Allgemeinheit und Steuerzahler davon, dass Mama gerne alle 5 gerade sein lässt?: Nichts (abgesehen davon gibt es ja schon Ehegattensplitting).
    Yana, es liegt in der Natur der Dinge, dass eine Hausfrau mehr Zeit für sich und natürlich auch die Kinder hat, als berufstätige Frauen. Vorausgesetzt, man hat nicht gerade 3 oder mehr Kinder, denn dann ist es schon wieder besser in die Arbeit zu gehen. Ja und? Dafür hat die berufstätige Frau schließlich jeden Monat ihr, mehr oder weniger dickes, Gehalt auf dem Konto. Freizeit und Selbstbestimmung versus Geld, das ist doch gerecht oder? In den seltensten Familien tritt Freizeit, Selbstbestimmung UND Geld gemeinsam auf, warum also immer dieser Neid?

    Das Ehegattensplittung ist eine ganz andere Baustelle unserer Regierung. So aufregend sind die Einnahmen darüber jedoch auch nicht, wie du dir das vorstellst. Lieschen und Karlchen Müller, Verkäuferin und Maurer, werden sich am Ehegattensplitting keine goldene Nase verdienen, das zeigt der Blick in die Lohnsteuertabelle. Lieschen Müller ist höchstwahrscheinlich durchaus über diese 150 Euro erfreut, wenn sie ihr Kind die ersten drei Jahre zuhause erzieht.

    Zitat Zitat von Yana
    Was haben Allgemeinheit und Steuerzahler davon, wenn in Betreuung und Bildung investiert wird?: Jede Menge: 1. mehr Steuereinnahmen, weil dann mehr Frauen arbeiten können, 2. besser gebildetet Kinder, usw.
    Unsere Regierung hat Steuereinnahmen im Überfluss (siehe den derzeitigen Überschuss), sie hat nur das Wirtschaften nicht gelernt. Wir müssen jetzt wirklich nicht die noch verbleibenden Hausfrauen in Lohn und Brot nehmen, damit noch mehr Geld in sinnbefreite Projekte gesteckt werden.

    Besser gebildete Kinder? Ja, sehr gut! Da braucht es aber Konzepte, die jenseits der Erziehungboni oder Krippenplätze liegen. Wenn ich mir eine Familie aus meinem Umfeld ansehe, dann ging das die ersten Jahre noch relativ problemlos mit den Kids. Aber kaum war Schule angesagt, ging die „geistige“ Verwahrlosung los. Da ist das kritische Stadium, das einer Generalsanierung bedarf. Immerhin beginnt Bayern jetzt mit der Reformierung der Hauptschulen, allerhöchste Zeit finde ich.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    Zitat Zitat von Nocturna
    In den seltensten Familien tritt Freizeit, Selbstbestimmung UND Geld gemeinsam auf, warum also immer dieser Neid?
    Nocturna,

    das hat überhaupt nichts mit Neid zu tun, sondern damit, dass
    man die Herdprämie lieber in sinnvolle Projekte für Betreuung und Bildung stecken sollte.
    Ich bin nicht der Hausfrau um ihr von Steuern bezahltes Geld neidisch, sondern ich bedauere, dass Kinder anderer darunter leiden müssen, weil das Geld nicht für ihre Betreuung und Bildung ausgegeben wird, sondern dafür dass jemand "alle 5 gerade sein lassen" will.

    Ich habe nichts gegen die Freizeit der Hausfrauen, wenn darunter nicht die finanzielle Förderung von Kinderbetreuung und Bildung leidet. Geld kann aber nun mal nur einmal ausgegeben werden: entweder für Hausfrauen oder für Kinder. Und ich bin nun mal dafür, dass man es für Kinder ausgibt.


    Zitat Zitat von Nocturna
    Unsere Regierung hat Steuereinnahmen im Überfluss (siehe den derzeitigen Überschuss), sie hat nur das Wirtschaften nicht gelernt.
    Na in erster Linie haben wir doch wohl Staatsschulden. Solange diese Schulden in einer solchen Grössenordnung vorhanden sind, kann man kaum von Überschuss sprechen.

    Zitat Zitat von Nocturna
    Wir müssen jetzt wirklich nicht die noch verbleibenden Hausfrauen in Lohn und Brot nehmen, damit noch mehr Geld in sinnbefreite Projekte gesteckt werden.
    Gute Kinderbetreuung und Bildung sind für mich alles andere als sinnbefreite Projekte.


    Zitat Zitat von Nocturna
    Besser gebildete Kinder? Ja, sehr gut! Da braucht es aber Konzepte, die jenseits der Erziehungboni oder Krippenplätze liegen.
    Nein, das liegt eben nicht jenseits von Erziehungsboni. Denn dieses Geld, das man dafür ausgeben will, könnte man sehr wohl sinnvoller für die Qualitätsverbesserung der Betreuung und Bildung verwenden.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wenn ich mir eine Familie aus meinem Umfeld ansehe, dann ging das die ersten Jahre noch relativ problemlos mit den Kids.
    Wenn es die ersten drei Jahre so problemlos ging, dann frage ich mich wozu diese Familien dann überhaupt die Herdprämie bauchen?

  4. Inaktiver User

    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    Ich weiß nicht, wieso die zugegebenermaßen vorhandenen Problemfamilien nun auf einmal zum Maß aller Dinge gemacht werden??? Das ist doch eine absolute Minderheit!

    Ich vermisse einfach die Gleichbehandlung und Wahlfreiheit für Eltern, die ihr Kind nicht sofort fremdbetreuen lassen wollen. Nicht mehr und nicht weniger. Denen alle jetzt niedrige Motive zu unterstellen, find ich schon ein starkes Stück. Auch sozial schwache Eltern können liebevolle Eltern sein, genauso wie ein Kind in einem karriereorientierten Akademikerhaushalt emotional völlig verarmt aufwachsen kann. Selbst bei Familien, die seit Generationen von Sozialhilfe leben, unterstelle ich nicht automatisch, dass sie 10 Kinder bekommen, um davon fett zu leben. Das hat meiner Ansicht andere, auch psychische Ursachen, ähnlich wie bei Teenie-Schwangerschaften. Dass jemand gezielt viele Kinder in die Welt setzt, um abzukassieren, halte ich für eine absolute Ausnahme.

  5. Inaktiver User

    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich weiß nicht, wieso die zugegebenermaßen vorhandenen Problemfamilien nun auf einmal zum Maß aller Dinge gemacht werden??? Das ist doch eine absolute Minderheit!
    Ich stimme Dir zu im ersten Teil - aber eine Minderheit sind sie nicht, sondern es werden immer mehr, bedingt durch den sozialen Abstieg wg. Arbeitslosigkeit usw.

    LG
    Maleka

  6. Inaktiver User

    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich stimme Dir zu im ersten Teil - aber eine Minderheit sind sie nicht, sondern es werden immer mehr, bedingt durch den sozialen Abstieg wg. Arbeitslosigkeit usw.

    LG
    Maleka
    Es ist mit Sicherheit kein Problem, das mit Arbeitslosigkeit zusammenhängt, denn Erziehungsunfähigkeit gibt es auch in Familien, die sämtlichen anderen Schichten angehören und sich nicht in der Lage sehen, ihren Kindern 24 Stunden gerecht zu werden.

  7. Inaktiver User

    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    Hallo Vita,

    magst Du mal auf meine Fragen eingehen oder reicht es Dir, andere anzumachen und dann zu schweigen?????

  8. Inaktiver User

    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Hallo Vita,

    magst Du mal auf meine Fragen eingehen oder reicht es Dir, andere anzumachen und dann zu schweigen?????
    Meinst Du auf diese:

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    @ Vita:

    Ich bin bösartig und Nocturna ist geschmacklos. Vielleicht erläuterst Du das mal näher? Ich kapier Dich nicht. Unter Diskussion verstehe ich zumindest, dass man antwortet. Ich habe mich bemüht, Deine Fragen zu beantworten. Willst Du oder kannst Du das nicht sehen????

  9. Inaktiver User

    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    [QUOTE=xanidae]es gibt menschen, für die der erziehungsbonus bares geld sein wird. die werden dann auch mehr kinder bekommen. ich verweise auf den artikel im aktuellen spiegel, den ich online nicht finde.
    [SIZE=2][COLOR=#313131

    Ja und was ist daran schlimm, dass es dadurch hoffentlich auch nicht so gut verdienenden Berufsgruppen im Gegensatz zu heute ermöglicht wird, ein oder mehrere Kinder zu bekommen?????

  10. Inaktiver User

    AW: Erziehungsbonus für Kinderbetreuung zu Hause

    Ja. Zu einen interessiert mich wirklich, was Du als bösartig empfunden hast, zum anderen meine ich, ich hätte Dir auf Deine Fragen zur Bindung etc schon meine Ansichten mitgeteilt.

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