Umfrage: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

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  1. Administrator Avatar von BRIGITTE Community-Team
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    Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    Liebe User*innen,

    gestern wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss von Ärzten, Kassen und Kliniken darüber entschieden, ob die Kosten für Trisomie-Tests in Ausnahmefällen von den Krankenkassen getragen werden sollen. Trotz "ethischer Bedenken" sprach sich das Gremium dafür aus, vorgeburtliche Bluttests auf Trisomie in Ausnahmefällen in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufzunehmen.

    Wie ist Ihre Meinung dazu? Was halten Sie davon, dass die Tests für Risikokoschwangere von den Kassen übernommen werden?

    Wir möchten über das Thema auf BRIGITTE.de schreiben und würden Beiträge, die hier geschrieben werden gerne in Auszügen einbetten. Sollten Sie das nicht wünschen, schreiben Sie das bitte zu Beginn Ihres Beitrages.

    Freundliche Grüße
    vom BRIGITTE Community-Team
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    Geändert von BRIGITTE Community-Team (20.09.2019 um 10:41 Uhr)


  2. Registriert seit
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    AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    Der einzige Unterschied zum Status quo ist, dass jetzt auch Frauen, die in der GKV den Vorteil der schonenderen Methode haben.

    Sonst bekommt die "reiche" die Blutanalyse und die andere nicht.

    Es geht nicht drum ob oder ob nicht bzw. ob man das darf oder nicht, sondern alleine drum, wer es zahlt.

    Und es wäre eine Wahnsinnsungerechtigkeit, wenn nur Privatversicherte die schonendere Methode bezahlt bekämen.

    Ein Moralthema hätte man schon lange draus stricken können.

  3. Avatar von marylin
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    AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    Warum sollten diese Tests nicht von der Kasse übernommen werden? Es ist eine ungefährlichere Untersuchung als die Fruchtwasseruntersuchung, schon deshalb haben sie ihre Berechtigung. Wenn ein wirksames Krebsmedikament entwickelt würde, das weniger Nebenwirkungen hätte, als ein anderes, würde sich die Frage doch auch gar nicht stellen.

    Was sind denn die ethischen Bedenken? Diese Untersuchung wird doch schon gemacht, nur in anderer Form. Hoffte man, dass sich viele Frauen den Test nicht leisten können oder wollen? Und was soll die Konsequenz sein? Ein behindertes Kind zu bekommen, weil Frau zu arm oder zu geizig war? Und dann? Wem bringt das was?

    Die Diskussion darüber ist völlig überflüssig!
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  4. AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    "in Ausnahmefällen" finde ich problematisch, denn das klingt nach Papierkrieg für die Ärzte.
    Besser wäre, dass der Test gezahlt wird, wenn die Schwangere es wünscht.


  5. Registriert seit
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    AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen

    Die Diskussion darüber ist völlig überflüssig!
    Sehe ich auch so.

    Bissl klingt auch durch, dass mehr Frauen ihn vornehmen lassen könnten (unter der Prämisse, dass er jetzt weniger invasiv und ungefährlicher sei). Also dass die Hemmschwelle sänke und man das tunlichst verhindern wolle.

    Das finde ich so verlogen. Ich könnte kotzen.

    Vorher wird immer ewig rummoralisiert und Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt und Frauen ja nicht was alleine entscheiden zu lassen.

    Nachher steht die Frau mit dem Kind, das behindert ist alleine da. Und darf über jeden einzelnen Scheiß mit den Kostenträgern einzeln verhandeln. Das finde ich so verlogen. Die ganze "Diskussion" ist verlogen. Man wünscht weltweit "Hauptsache gesund" und wenn die Menschen dann die Möglichkeiten bekommen, dafür was zu tun, wird die Moralkeule geschwungen.

    Von Leuten, die eh nie betroffen sein werden.
    Denn die Politiker sind meines Wissens nach alle privat versichert


  6. Registriert seit
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    AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    Wenn es sich nach dem Test herausstellen sollte, dass ein Kind Trisomie hat, wäre die Folge wohl: Abtreibung.

    Sprich, es geht darum, was der politische Wille ist:

    - jedes Kind so zu nehmen, wie es eben kommt?
    --> kein Grund, den Test zu finanzieren. Jene, die das wollen, können das selbst zahlen.

    - Kinder als Ressource zu betrachten, die gefälligst schadenfrei zu funktionieren haben, wertvolle Human Resources werden?
    --> Test zahlen, und entsprechend Propaganda dafür machen, dass viele Frauen ihn machen.

    ich neige eher zur ersten Variante.

    Man kann ja ein Kind mit Trisomie auch dann nicht gesund machen, wenn man sehr früh merkt, dass es diese Behinderung hat.

    Frauen dürfen selbstverständlich entscheiden, was sie wollen ( woraus noch längst kein Anspruch ableitbar ist, dass das gratis zu sein hat!) - aber auch Staaten dürfen entscheiden, was sie (fördern oder erschweren) wollen.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  7. Avatar von marylin
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    AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Wenn es sich nach dem Test herausstellen sollte, dass ein Kind Trisomie hat, wäre die Folge wohl: Abtreibung.

    Sprich, es geht darum, was der politische Wille ist:

    - jedes Kind so zu nehmen, wie es eben kommt?
    --> kein Grund, den Test zu finanzieren. Jene, die das wollen, können das selbst zahlen.
    Jene, die das wollen, haben vielleicht nicht das Geld dazu. Also kann nicht jede, die das will, den Test durchführen.

    Mal ganz abgesehen davon, dass medizinische Behandlung für die meisten NIE kostenfrei ist, die meisten bezahlen nämlich kräftig in die Krankenkasse ein. Das heiß für mich, dass Versicherte SELBSTVERSTÄNDLICH ein RECHT auf die bessere Methode (hier der Bluttest vs. Fruchtwasseruntersuchung) haben.
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  8. Avatar von elli07
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    AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    Wenn bei sog. "Risikoschwangerschaften" der Bluttest statt einer Fruchtwasseruntersuchung bezahlt wird ist das nur richtig: der Bluttest ist risikoärmer und ich denke mal kostengünstiger, von demher hat ja auch der Kostenträger etwas davon.

    Das grundsätzliche Problem pränataler Diagnostik bleibt allerdings nach wie vor: was macht eine Frau/ein Elternpaar, wenn ein Defekt festgestellt wird ? Dann beginnen doch erst die eigentlichen Probleme !

    Die Erwartung der Gesellschaft steigt möglicherweise(!), dass nur noch Menschen ohne Gendefekt geboren werden sollen: Leute mit Behinderung kosten Geld, ein Test ist easy und vergleichsweise billig.

    Ich war Mitte dreissig bei meiner Schwangerschaft, ich habe im sehr frühen Stadium eine Untersuchung der Plazenta machen lassen, die nur schwerwiegende Defekt feststellen konnte. Es war alles in Ordnung, später habe ich nichts mehr machen lassen, auch keine Fruchtwasseruntersuchung. Ich hätte wahrscheinlich abgetrieben, wenn ein Defekt festgestellt worden wäre.

    So werden es wohl auch die meisten anderen machen, sonst könnte man sich den Test ja von vornherein sparen. Und damit ist das Ganze mit der "Abtreibungsdebatte" verbunden, nach wie vor ein sehr heisses Eisen. Meiner Meinung nach liegt genau hier das Hauptproblem bei den ganzen Diskussionen.

    Gruß Elli
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)

  9. Avatar von marylin
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    AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    Ja, mag sein, dass dann mehr abgetrieben wird. und Nein - ist eigentlich kein Problem. Für wen denn auch? Diejenigen, die schreien, dass auch behinderte Kinder ein Recht auf Leben haben, kümmern sich am Ende einen Scheiß drum. Es ist IMMER die Entscheidung der Familie.
    Natürlich sollen behinderte Menschen Anteil am Leben haben, in der MITTE der Gesellschaft sein und genug finanzielle Untestützung erhalten, sich ein schönes Leben zu machen. das gönne ich jedem Menschen, der irgendwie gesundheitlich eingeschränkt ist aus vollen Herzen!

    Nur frage ich mich, wem bringt es was, wenn weiter Kinder mit Trisomie oder (anderen) Erbkrankheiten geboren werden? Warum muss man die Mütter drängen, die Kinder auszutragen, wohlgemerkt in dem Wisssen, dass am Ende keine ausreichende Unterstützung da ist! Warum?

    Ich muss da Rockeby Recht geben... Heuchelei - zum Kotzen!
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  10. Avatar von TrishaTT
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    AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    Was ich bei diesem Bluttest nicht verstanden habe - geht es dabei nur um Trisomie 21, oder auch um andere Gendefekte/Krankheiten?
    Ich frage deshalb, weil es doch wichtig wäre zu wissen, ob das Kind bei der Geburt lebensfähig sein wird, was bei anderen Gendefekten vielleicht nicht der Fall ist. Das wäre am ehesten das, was mich interessiert.
    Wenn wir Narben haben, heißt es, dass die Wunden verheilt sind

    (Thomas D.)

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