Umfrage: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

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  1. Avatar von Blila1
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    AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    doch, natürlich geht es darum, dass behinderte Kinder abgetrieben werden sollen, wenn ein Test eine Trisomie anzeigt. alles andere ist Schönrednerei.
    Natürlich geht es darum, deshalb macht macht man ihn ja.

    Eine Frau mit Kinderwunsch ist endlich schwanger, vielleicht nach mehreren Fehlgeburten. Muss sie sich, muss man sie dem Risiko einer Fehlgeburt oder Schädigung des Foetus durch Amniocentese aussetzen, wenn es ein risikoloses Verfahren gibt? Mit welcher Begründung?

  2. Avatar von Blila1
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    AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    Zitat Zitat von _vorbei Beitrag anzeigen
    Wie gesagt, ich frage mich, wie diejenigen die sich außerstande sehen mit einem Trisomiekind zu leben verantworten können, überhaupt ein Kind in die Welt zu setzen - weil dieser Test eben keine Garantie auf das gesunde Wunschkind ist, das ist eine Illusion.

    Die weitaus meisten Behinderungen entstehen anders, und was dann?

    Ich empfinde das als Augenwischerei, weil damit suggeriert wird, man könne damit ein behindertes Kind verhindern, wird ja auch hier ständig so formuliert, und dem ist eben nicht so.
    Man kann immerhin EIN Risiko verhindern. Viele Leben brauchen nicht mehr und nicht weniger. Die Mütter in meinem Umfeld, die nach AC die Schwangerschaft abgebrochen haben, sind durchwegs Mehrfach-Mütter, die später gesunde Kinder bekamen. Ohne Garantie auf andere Schädigungen oder die Zukunft. Aber diese eine "Laune der Natur", dieser eine Zufall, war eben nicht mehr schicksalhaft. Sie mussten diese Kinder nicht kriegen, damit unbekannte Trisomie-Kinder und ihre Eltern sich besser fühlen. Sie konnten ihr Leben selbstbestimmt leben und im Ernstfall für Lebende da sein, die sie wirklich brauchten: zweimal pflegebedürftige Eltern

  3. Avatar von Blila1
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    AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    Zitat Zitat von _vorbei Beitrag anzeigen
    Die weitaus meisten Behinderungen entstehen anders, und was dann?

    Ich empfinde das als Augenwischerei, weil damit suggeriert wird, man könne damit ein behindertes Kind verhindern, .
    Fatalismus? Du kannst deinem Schicksal nicht entgehen? Wenn nicht Trisomie, dann halt was Anderes?
    Als ob wir nicht wüssten, dass es keine Garantie auf Kinder nach unseren Vorstellungen gibt, nie geben wird.

    Nach deiner Argumentation muss ich auch nicht zur Darmkrebs-Vorsorge, die meisten Menschen sterben an was Anderem.


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    AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    Wer sich 500 € nicht leisten kann, kann sich ein (einigermaßen gutes) Leben mit einem behinderten Kind erst recht nicht leisten. Man darf nicht so tun, als würde den Eltern mit behindertem Kind ein finanziell sorgengreies Leben beschert. Durch wen denn? Arbeiten gehen funktioniert dann häufig nicht mehr. Irgendwer muss ja mit dem Kind zu den Therapieangeboten, zum Arzt, zur Förderung... gehen. Wo soll den da das Einkommen herkommen?
    Also.....das kenne ich jetzt aus dem Bekanntenkreis (Familie mit mehreren Kindern, eins mit Trisomie 21, Mutter berufstätig Vater auch) aber ganz anders......


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    AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    Zitat Zitat von _vorbei Beitrag anzeigen
    Wie gesagt, ich frage mich, wie diejenigen die sich außerstande sehen mit einem Trisomiekind zu leben verantworten können, überhaupt ein Kind in die Welt zu setzen - weil dieser Test eben keine Garantie auf das gesunde Wunschkind ist, das ist eine Illusion.

    Die weitaus meisten Behinderungen entstehen anders, und was dann?
    Das ist übrigens der Grund, warum ich die "Die Mutter würde psychisch zu sehr belastet darum darf sie abtreiben"-Indikation bei behinderten Kindern für so verlogen halte:

    Wenn das wirklich so wäre, dass die Mutter durch ein behindertes Kind unzumutbar belastet würde und man daher schon als Schutz für die Mutter Abtreibung mit der Begründung erlauben muss, dann würden ja reihenweise Mütter, bei denen die Behinderung des Kindes unvorhergesehen war, unter der Belastung zerbrechen oder ihre Kinder weggeben.


    Das war halt so eine Hilfskonstruktion im Gesetz weil man nicht einfach schreiben konnte "Behinderte abtreiben ist ok" weil das so nach "unwertes Leben" klingt aber eigentlich meint diese Indikation genau das.


  6. Registriert seit
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    AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    Wer sich 500 € nicht leisten kann, kann sich ein (einigermaßen gutes) Leben mit einem behinderten Kind erst recht nicht leisten. Man darf nicht so tun, als würde den Eltern mit behindertem Kind ein finanziell sorgengreies Leben beschert. Durch wen denn? Arbeiten gehen funktioniert dann häufig nicht mehr. Irgendwer muss ja mit dem Kind zu den Therapieangeboten, zum Arzt, zur Förderung... gehen. Wo soll den da das Einkommen herkommen?
    Ich sehe das genauso. Es ist doch schon oft mit gesunden Kinder schwer, alles auf die Reihe zu bringen. Und heute ist das doch noch viel schwieriger als frueher. Wo reicht denn noch ein Einkommen fuer ein gutes Leben? Es ist eine Doppelmoral, die seinesgleichen sucht. Natuerlich ist das nicht gerade gut, aber wer moechte so ein beschwerliches Leben haben.? Wir duerfen niemanden dafuer verurteilen, der das nicht Leben moechte. Also den Test fuer alle. Wer sich dann trotzdem fuer das Kind entscheidet, das ist auch okay. Aber er hat Zeit drueber nachzudenken, ob er das will. Die Fruchtwasserspieglung kann gefährlich werden und eine evtl.Abtreibung ist dann eigentlich viel zu spaet, um das nervlich gut zu verkraften. Bitte werft nicht mit Steinen. Wirklich mitreden, koennen wohl bloss die Eltern, die ihr krankes Kind immer betreuen und wissen, wie schwer es ist, dass mit dem Alltag zu verbinden.

  7. Inaktiver User

    AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    An die Bri:
    Ich möchte nicht zitiert werden.

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    @vorbei
    Das ist ja nix neues
    Den Test gibt es, er wird gemacht, ungeborene werden daraufhin abgetrieben.
    Das ist schon bisher so.
    Nein, in dieser Verallgemeinerung stimmt das nicht.
    Manche Frauen machen das, manche nicht.
    Manche Frauen machen diesen Test bewusst nicht.

    Den Vergleich mit den PKV finde ich seltsam. Kann man doch auch blöd finden, wenn die das machen.
    Und das Wort Auslese ist für eine Leistung die eine private Krankenkasse anbietet und eine gesetzliche nicht, mehr als unpassend.

    Natürlich sollten Frauen die das machen lieber eine risikoärmere Untersuchung machen.
    Aber es wäre zumindest überdenkenswert das Geld den Frauen zu geben die sich für ein behindertes Kind entscheiden.

    Letztlich finde ich es keine Katastrophe wenn die KK das bezahlt, die Tests gibt es ja eh.

    Aber es erstaunt mich doch wie leicht alle das nehmen, so dachte ich, in einer Gesellschaft die sich vielleicht eben doch nur nach aussen behinderten-freundlich gibt...


  8. Registriert seit
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    AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    Zitat Zitat von Blila1 Beitrag anzeigen
    Eine Frau mit Kinderwunsch ist endlich schwanger, vielleicht nach mehreren Fehlgeburten. Muss sie sich, muss man sie dem Risiko einer Fehlgeburt oder Schädigung des Foetus durch Amniocentese aussetzen, wenn es ein risikoloses Verfahren gibt? Mit welcher Begründung?
    nach "mehreren Fehlgeburten" würde ich mich generell fragen, ob es eine gute Idee sei, überhaupt ein Kind zu bekommen. da die Natur ja mehrfach findet, nö, lieber nicht.

    wenn ich so dringend ein Kind wollte, dass ich es auch nach mehreren Fehlgeburten immer noch weiter versuchte - würde ich es nehmen, wie immer es kommt. gesund, behindert, wie auch immer. Hauptsache, es lebt. und natürlich im Bewusstsein, dass es vielleicht krank oder eingeschränkt ist, wenn ich als Mutter körperlich schon sosolala bin und nicht so gesund und kräftig, dass eine Schwangerschaft leicht und schnell kommt.

    es immer weiter zu versuchen, bis es klappt - und perfekt klappt oder gar nicht - klingt mir schon etwas nach einem Kontroll- und Machbarkeitswahn, der mir nicht gefällt.

    man muss nicht alles tun, nur weil es möglich ist. nicht Kinder kriegen; nicht pränatale Diagnostik.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


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    AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    Meine Mutter war 40, als sie mit mir schwanger war und lies die Fruchtwasseruntersuchung machen.
    Sie sagte immer ganz offen, wäre der Befund Trisomie gewesen, hätte sie abgetrieben und das verstehe ich gut.
    Sie wusste ganz klar, was sie stemmen kann und was nicht.

    Jetzt gibt es einen Bluttest, natürlich sollte dieser übernommen werden. Günstiger und schonender als die Amnio , das hilft allen.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.
    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie das Posting oder fressen Sie die Verfasserin.

  10. Avatar von Uni-Corn
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    AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    Wer sich 500 € nicht leisten kann, kann sich ein (einigermaßen gutes) Leben mit einem behinderten Kind erst recht nicht leisten. Man darf nicht so tun, als würde den Eltern mit behindertem Kind ein finanziell sorgengreies Leben beschert. Durch wen denn? Arbeiten gehen funktioniert dann häufig nicht mehr. Irgendwer muss ja mit dem Kind zu den Therapieangeboten, zum Arzt, zur Förderung... gehen. Wo soll den da das Einkommen herkommen?
    Ganz genau und oft scheitern Beziehungen an so einer Belastung und das Kind wird von der Mutter groß gepflegt. Ich habe so eine Beratung aus zweiter Hand am Rande miterlebt. Die Tochter einer engen Freundin hatte akute Toxoplasmose in der Frühschwangerschaft, sie arbeitet in der Pflege und weiß, was Behinderungen bedeuten. Ihr Frauenarzt meinte lax, das mit der Behinderung wäre nicht sicher, sie war dann auf eigenen Wunsch bei einem Spezialisten für Infektionen, der ihr ganz klar sagte, zu 90% blind zu 85% taub plus diverser anderer Dinge. Daraufhin Gang zu Pro Familia, dort fiel der Satz , dass man auch mit einem behinderten Kind ein TOLLES (O Ton) Leben führen könnte....Das die junge Frau abgetrieben hat, konnte ich definitiv verstehen...
    Einfach machen...wird gut

    Ich hol mir mein Spiel zurück!!!!!

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