Antworten
Ergebnis 321 bis 330 von 367
-
27.09.2019, 15:18
AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?
-
27.09.2019, 15:31Inaktiver User
AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?
Das Ergebnis, schwarz auf weiß, ist schockierend - weil dann die Sorge/Befürchtung Realität geworden ist.
Allerdings macht nun wirklich keine Frau diesen Test, v.a. wenn die KK-Übernahme indiziert ist, ohne zu wissen, worum es geht.
Das Bild, eine Frau gehe blauäugig, naiv und unreflektiert hin, besonders in Risikofällen (z.B. Alter der Frau), ist ziemlich unrealistisch.
-
27.09.2019, 15:46Inaktiver User
AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?
Beim Test sehe ich das Problem der Blauäugigkeit nicht so sehr. Da wissen die meisten schon, was sie da tun. Dass es einem bei schlechtem Ergebnis trotzdem die Füße weghaut ist klar, alle hoffen ja auf ein gutes Ergebnis.
Die Blauäugigkeit sehe ich eher beim 3D-Ultraschall/Feinultraschall: schicke Praxis, halbe Familie dabei um das Baby live sehen zu können und ein Filmchen auf CD gebrannt zu bekommen und dann findet der Arzt etwas Ungewöhnliches
. Ich habe das auch machen lassen, aber außer meinem Mann hätte ich niemanden dabei haben wollen und ich hatte immer gehörigen Bammel davor.
-
27.09.2019, 15:47Inaktiver User
AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?
-
27.09.2019, 15:49Inaktiver User
AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?
und umgekehrt erleichtert es denen, die ein gutes Ergebnis bekommen den Rest der Schwangerschaft. Ich hatte schlechte Ergebnisse im Ersttrimesterscreening und hätte die ganze Schwangerschaft unter der Ungewissheit gelitten, es aber nicht über mich gebracht (wegen der Abortgefahr) eine Fruchtwasseruntersuchung machen zu lassen. Da war der Test genau richtig.
-
27.09.2019, 16:16Inaktiver User
AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?
Seit ich mich intensiv mit Reinkarnation befasst habe, sehe ich das Thema Abtreibung gelassener:
[Mein Verständnis:]
Eine Seele bestimmt zu einem guten Teil mit, wo sie inkarniert, nämlich da, wo gerade passende Lernerfahrungen gemacht werden können. Treiben die Eltern den schon beseelten Fötus ab, war die Inkarnationsentscheidung für die Seele nicht wirklich passend, und sie inkarniert dann eben eine Zeit später woanders. Womöglich war die Abtreibung auch eine Lernerfahrung für diese Seele (sofern das 1. Mal geschehen), mindestens für die Eltern.
Das ist jetzt meine ganz persönliche Sicht - ich erwarte nicht, dass die nachvollzogen werden kann. Im Rahmen meines Denk-Konstrukts ist sie logisch.
Allgemein möchte ich zur Strangfrage sagen, dass bei Ethik-Diskussionen m.E. vor allem zwei Dinge wichtig sind:
1. Empathie (gegenüber allen Beteiligten)
2. Logik in der Argumentation
Mir sind ein paar "Logikfehler" im Strang aufgefallen:
- Argument, dass manche Behinderte ihr Leben gar nicht lebenswert finden:
Richtig ist, dass das bei manchen Behinderten (wie auch Nichtbehinderten) so ist. Als Argument in dieser Diskussion sehe ich dies aber nicht, weil ja keiner die Sicht des Fötusses hierzu voraussehen kann, selbst wenn der Behinderungsgrad vor der Geburt genau feststehen sollte. Es geht ja nicht nach Tabelle "ab dieser oder jener Beeinträchtigung ist das Leben nicht mehr lebenswert", sondern diese Grenze definiert jeder für sich.
Gleiches Argument könnte man für Senioren/Unfallopfer ohne Patientenverfügung geltend machen, die ihre Meinung nicht mehr äußern können. Sollte dann per se Sterbehilfe geleistet werden? - Argument, eine Mutter müsse per se jedes Kind akzeptieren, und wenn sie sich nicht dazu in der Lage sähe, solle sie sich per se gegen Mutterschaft (Empfängnis) entscheiden: Hier wünsche ich mir von den Befürworeterinnen eine Antwort darauf, was bei ungewollten Schwangerschaften (Vergewaltigungen, aber auch "Unfälle") geschehen solle, wenn sich die werdende Mutter nicht imstande fühlt für die Elternrolle (unabhängig von möglicher Behinderung). Dieses Argument wird m.E. erst dann glaubwürdig, wenn auch auf diese Frage eine Antwort gegeben wird.
- Argument, dass manche Behinderte ihr Leben gar nicht lebenswert finden:
-
27.09.2019, 16:21Inaktiver User
AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?
Zu 2.: Es gibt doch die Möglichkeit der Adoption und sehr viel mehr adoptionswillige Paare als Kinder.
-
27.09.2019, 16:29
AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?
Ich kenne bereits zwei Fälle aus meinem persönlichen Umfeld, bei denen sich nach einem auffälligen Ersttrimesterscreening und anschließender Entwarnung durch den Bluttest später ein anderer Gendefekt herausstellte. Einmal in Woche 30, einmal nach der Geburt.
Ich habe versucht, Informationen dazu zu finden, ob es da einen Zusammenhang geben könnte, finde aber nichts.A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer
-
27.09.2019, 16:35Inaktiver User
AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?
In der Theorie erscheint mir das die logische Konsequenz dieses Standpunkts.
ABER: Wie wahrscheinlich ist es, dass eine Frau, die sich nicht vorstellen kann, dass sie die Kraft hat, ein gesundes Kind großzuziehen, dem sozialen Druck standhalten kann, den Eltern, Verwandte, Umgebung, vielleicht Neffen und Nichten,... die alle den dicken Bauch sehen, ausüben, das Kind zu behalten?
Dass eine gesunde Mutter ihr Kind weggibt, ist in Deutschland zwar legal möglich, aber gesellschaftlich so wenig akzeptiert, dass man dazu ein gewisses Standing braucht, das längst nicht jede Frau haben dürfte.
-
27.09.2019, 16:40Inaktiver User
AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?
Meine Haltung dazu, ob ich ein behindertes Kind bekommen würde, hat sich im Laufe meines Lebens mehrfach geändert. Aber diese Meinung bezieht und bezog sich immer nur auf mich selbst. Ich bin überzeugt, dass man diese Entscheidung nicht für andere treffen kann und darf.
Das Argument "die armen Kinder, die nicht Leben dürfen!" finde ich schwer erträglich. Wir reden bei diesen frühen Tests von einem Fötus in einer Phase, in der die Natur selbst bedenkenlos aussortiert. Ich habe vier solcher Föten verloren, niemand weiß, ob sie hätten leben können. Diese "armen Kinder" durften auch nicht leben und wurden nicht gefragt. Das ist in dieser Phase einfach der Lauf der Dinge.



Zitieren
