Umfrage: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

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  1. Inaktiver User

    AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    Vor lauter wer hier welche Meinung und warum wie vertreten darf, finde ich den Beitrag nicht mehr, den ich zitieren wollte.

    Sinngemäß lautete er: Wenn ich nicht abtreibe, zwinge ich dem Kind das Leben auf.

    Ja, so sehe ich das. Ich finde durchaus, dass Eltern die Verantwortung darüber tragen, was für ein Leben sie ihrem Kind zumuten. Es ist nicht jedes Leben lebenswert (für den Lebenden selbst, meine ich).

    Ich habe absolute Hochachtung vor den Eltern, die sich dann eben gegen dieses Leben entscheiden. Denn das ist mit Sicherheit nicht leicht.

    Übrigens ist mir hier tlw. zuviel von Müttern die Rede ... Väter müssen genauso mitentscheiden.

    (Außerdem finde ich den Treadtitel immer noch manipulativ!)

  2. Inaktiver User

    AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    Charlsy, nach der Logik wird auch jedem gesunden Kind das Leben aufgezwungen.

  3. Inaktiver User

    AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nicht? Damit soll den Müttern suggeriert werden, wie egoistisch ihre Entscheidung ist.
    Kannst du bitte aufhören so abwertend zu sein?

    Dir fehlt leider jeglicher Respekt davor, dass es Menschen gibt die das nunmal anders empfinden.

    Ich greife doch hier auch nicht permanent Leute an die für den Test sind und unterstelle denen niederste Motive.

  4. Inaktiver User

    AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Charlsy, nach der Logik wird auch jedem gesunden Kind das Leben aufgezwungen.
    Manchmal schon, ja.

    Wenn ich vorher schon weiß, dass es sehr schwierig werden wird, ein erfülltes Leben daraus zu machen ...

  5. Inaktiver User

    AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    Die Argumentation macht einen entscheidenden Unterschied, je nach dem, an wen sie sich richtet.

    Wenn jemand schreibt: Ich will diesen Test nicht. Im Falle einer Risikoschwangerschaft lehne ich bewusst pränatale Diagnostik ab, weil ich das Kind in jedem Fall haben will. Ob gesund oder krank oder behindert, ich werde damit zurecht kommen, meine Familie auch.

    Diese fiktive Aussage/Meinung sagt nur etwas über die eigene Einstellung aus.

    Die Entscheidungen Dritter werden dadurch gar nicht tangiert.


    Die Einstellung, diese Tests generell abzulehnen - wobei in all der Empörung übersehen wird, dass das ja bereits schon lange so läuft, incl. KK-Übernahme, nur mittels anderen Verfahrens - hat Auswirkungen auf Dritte.

    Ab dem Moment, wo eine Forderung, eine Anspruchshaltung über die individuelle Grenze hinaus geht, weil sie generell gestellt wird, kommt es zur Diskussion.
    Denn dann stehen eben andere, besagte Dritte, mit einer anderen Meinung da und äußern Gegenargumente, weil sie sich gegen generalisierende Ansprüche verwehren.

    Wer für sich persönlich entscheidet, fordert dadurch nichts von anderen.
    Wer globale Entscheide postuliert, generiert genau dadurch eine Vielzahl an gegensätzlichen Auffassungen.

  6. Inaktiver User

    AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich kenne das eben anders - also ich kenne das schon so dass es inzwischen (!) sehr gute Hilfen gibt.
    Kannst du nachvollziehen, dass Hilfen von außen, ob monetär oder in konkreten Hilfeformen, nur einen Teil der Probleme und Ambivalenzen abdecken, die in der Situation entstehen oder auch erst aufkommen, wenn ein behindertes Kind geboren und großgezogen wird? Bei diesen Hilfestellungen war ich als Sozialarbeiterin ja immer vorneweg, diese mit zu beantragen und zu installieren. Das, was schwer ist, ist das Aushalten der eigenen ambivalenten Gefühlswelt, der Liebe zu dem Kind bei gleichzeitigen Vorwürfen, dass es all diese Schwierigkeiten ausgelöst hat. Der eigenen Überforderung, selbst wenn es Hilfen gibt. Der Erschöpfung. Und noch vieles mehr, die Bandbreite ist riesig.

    Es ist nicht ausschließlich damit getan, Hilfestellungen zur Verfügung zu stellen und einfacher zugänglich zu machen. Es bleiben die inneren Themen. Und ich rede - ja, das ist OT - hier bei weitem nicht nur von Schwangeren. Sondern auch von Frauen/Eltern/Familien, die sich möglicherweise sogar bewusst für das behinderte Kind entschieden haben, sich der Verantwortung stellen - und trotzdem innerlich zerrissen sind und die Tragweite mancher Probleme schlicht und ergreifend im Vorfeld nicht ersehen konnten. Auch weil man nie weiß, was die Behinderung eines Kindes im Einzelfall bedeutet.

    Natürlich darf man zu Handlungen anderer eine Meinung haben. Ich habe im Laufe meines Berufslebens aber zunehmend die Erfahrung gemacht, dass diese wenig relevant ist. Auch für mich. Denn wenn ich die Geschichten gehört habe, blieb mir nichts anderes als die Schlußfolgerung, dass meine Pauschalmeinung nicht das abdeckte, was in den einzelnen Schicksalen eine Rolle spielte. Im Gegenteil, eine festgelegte Meinung hätte verhindert, mich auf den Einzelnen einzulassen. Ich bin daher bescheiden(er) geworden.
    Und damit spreche ich nur für mich.

  7. Inaktiver User

    AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    Und deswegen darf man global jetzt keine Wünsche mehr haben die der Realität zuwider laufen bzw. diese bloß nicht mehr äußern?

    Diktatur lässt grüßen.

  8. Inaktiver User

    AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kannst du nachvollziehen, dass Hilfen von außen, ob monetär oder in konkreten Hilfeformen, nur einen Teil der Probleme und Ambivalenzen abdecken, die in der Situation entstehen oder auch erst aufkommen, wenn ein behindertes Kind geboren und großgezogen wird?

    Besser als Du vermutlich glaubst.
    Bei diesen Hilfestellungen war ich als Sozialarbeiterin ja immer vorneweg, diese mit zu beantragen und zu installieren. Das, was schwer ist, ist das Aushalten der eigenen ambivalenten Gefühlswelt, der Liebe zu dem Kind bei gleichzeitigen Vorwürfen, dass es all diese Schwierigkeiten ausgelöst hat. Der eigenen Überforderung, selbst wenn es Hilfen gibt. Der Erschöpfung. Und noch vieles mehr, die Bandbreite ist riesig.

    Ja ist sie. Nicht nur bei Kindern.


    Es ist nicht ausschließlich damit getan, Hilfestellungen zur Verfügung zu stellen und einfacher zugänglich zu machen. Es bleiben die inneren Themen. Und ich rede - ja, das ist OT - hier bei weitem nicht nur von Schwangeren. Sondern auch von Frauen/Eltern/Familien, die sich möglicherweise sogar bewusst für das behinderte Kind entschieden haben, sich der Verantwortung stellen - und trotzdem innerlich zerrissen sind und die Tragweite mancher Probleme schlicht und ergreifend im Vorfeld nicht ersehen konnten. Auch weil man nie weiß, was die Behinderung eines Kindes im Einzelfall bedeutet.
    Wenn Du aus der Sozialarbeit kommst wirst Du das wissen - das ist nicht nur dann so, wenn die Entscheidung eine Schwangerschaft betrifft .


    Natürlich darf man zu Handlungen anderer eine Meinung haben. Ich habe im Laufe meines Berufslebens aber zunehmend die Erfahrung gemacht, dass diese wenig relevant ist. Auch für mich. Denn wenn ich die Geschichten gehört habe, blieb mir nichts anderes als die Schlußfolgerung, dass meine Pauschalmeinung nicht das abdeckte, was in den einzelnen Schicksalen eine Rolle spielte. Im Gegenteil, eine festgelegte Meinung hätte verhindert, mich auf den Einzelnen einzulassen. Ich bin daher bescheiden(er) geworden.
    Und damit spreche ich nur für mich.

    Mit der festgelegten Pauschalmeinung, welche auch immer, an ein Einzelschicksal heranzugehen ist ja auch offensichtlicher Unsinn. Dafür sind Einzelschicksale viel zu komplex.

    Nur: Man muss in Diskussionen eben verallgemeinern, man kann ja gar nicht jedes Einzelschicksal bis ins kleinste aufdröseln.

  9. Inaktiver User

    AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Argumentation macht einen entscheidenden Unterschied, je nach dem, an wen sie sich richtet.
    Ich denke, es hat auch Auswirkungen auf den einzelnen, wenn man die Tests befürwortet.

    Wurde ja schon xmal angeführt: nur dann muss sich jemand vorwerfen lassen, dass "das" (ein behinderter Mensch) ja nicht hätte sein müssen.

    Wenn es solche Tests gibt beeinträchtigt das auch die Entscheidung für Nichtwissen, weil man dadurch durchaus unter einen belastenden Rechtfertigungsdruck gerät. Das ist eine persönliche Erfahrung von mir.

    Insofern ist "Pro Test" genauso eine globale Entscheidung mit auch negativen Auswirkungen auf andere und nicht rein individuell.

  10. Inaktiver User

    AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und deswegen darf man global jetzt keine Wünsche mehr haben die der Realität zuwider laufen bzw. diese bloß nicht mehr äußern?

    Diktatur lässt grüßen.
    Doch sicher kann jeder globale Wünsch haben. Er muss nur damit leben können, dass sich dann eben viele Menschen zu Wort melden, die deine globalen Wünsche für so gar nicht wünschenswert erachten.

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