Ja, das war ja auch so, dass deutsche Frauen in die Niederlande gegangen sind.
In Irland soll sich ja ändern, denn in Irland wurde über das bisherige Abtreibungsgesetz abgestimmt und nun soll es bis Ende des Jahres ein Gesetz geben, dass bis zur 12. Woche abgetrieben werden darf, danach nur noch aus medizinischen Gründen.
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27.09.2019, 09:54
AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?
Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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27.09.2019, 09:56Inaktiver User
AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?
Niemand spricht irgendwem das Lebensrecht ab.
Nur kann man das Ungeborene eben nicht nach seiner Meinung fragen. Und deshalb gilt mMn das, was für alle Kinder gilt: die Eltern müssen für es entscheiden ...
Ich kenne genügend Behinderte, die sich - einfach ausgedrückt - ihrer Existenz schämen ... weil ihre Eltern es als Makel empfinden „sowas“ in die Welt gesetzt zu haben ... das überträgt sich auf das Kind, das kann man nicht verhindern ...
Dann sollte man lieber abtreiben ... meine Meinung ...Geändert von Inaktiver User (27.09.2019 um 10:18 Uhr)
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27.09.2019, 10:20Inaktiver User
AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?
Du hast mich immer noch nicht verstanden. Ich finde weder Abtreibung gut noch schreibe ich einem behinderten Menschen das Lebensrecht ab, im Gegenteil. Ich habe nur massiv etwas dagegen, wenn Mütter verurteilt werden, die sich gegen die Geburt eines behinderten Kindes entscheiden. Wenn ich dich so lese, erscheinst du mir wenig empathisch, was die Sorgen, Nöte und Probleme von Eltern und Familien betrifft, in denen ein behindertes Kind hinein geboren wird. Egal, ob prä- oder postnatal: In meinen Augen gehören Eltern und Familien unterstützt, die vor der Entscheidung für/gegen ein behindertes Kind stehen oder die sich mit der Behinderung eines Kindes auseinander setzen müssen. Und dazu gehört: Sich mit allen Ambivalenzen und Themen auseinander setzen, die diese Situation mit sich bringt.
Hast du es schon mal erlebt, dass du einem hohen (moralischen) Anspruch nicht gewachsen warst und/oder diesem nicht genügen wolltest? Es nützt ganz sicher nichts, dann immer und immer wieder auf den Anspruch zu verweisen (das meine ich mit Moralkeule). Ich spreche aus eigener Erfahrung (zum Glück nie in Bezug auf ein ungeborenes Kind). Was mir geholfen hat, waren Menschen, die sagten: "Lass uns das mal genauer anschauen, wo stecken die Ambivalenzen? Und was können wir konkret tun?" Wertfrei. Ohne Abwertung. Weil es eben um eine individuelle Situation geht.
Und genauso erlebte ich es in vielen Gesprächen mit betroffenen Eltern/Familien. Es ist einfach sinnlos, ihnen ihre Hilflosigkeit, ihre ambivalenten Gefühle, ihre Überforderung abzusprechen nach dem Prinzip "Es kann nicht sein, was nicht sein darf". Ich spreche hier nicht von Eltern, die ein "Design-Kind" haben wollen, das super aussieht, hochintelligent ist und erfolgsversprechende Anlagen mit sich bringt. Ich spreche von Eltern, die mitten drin stecken im Strudel der Gefühle, AUCH gegenüber geliebten behinderten Kindern. Die überfordert sind, weil sie weit mehr als bei einem gesunden Kind Therapien einfordern müssen, diese begleiten, zuhause fortführen müssen, die mit den Verhaltensauffälligkeiten ihrer Kinder zu kämpfen haben, eventuell ein schlechtes Gewissen gegenüber vernachlässigten Geschwisterkindern haben und erst recht keine Kapazitäten mehr haben dafür, für sich selbst zu sorgen. Denen halte ich nicht die Moralkeule entgegen, die da lautet "Ihr müsst aber und ihr dürft nichts Negatives sehen/empfinden".
Und, @Saetien2, ich habe ja nicht nur die Eltern und Familien, sondern in einem hohen Maß ja auch die behinderten Kinder/Erwachsenen kennen gelernt. Die allermeisten davon waren tolle Menschen, ich hatte Spaß an faszinierenden Persönlichkeiten.
Ich bin genau wie du dafür, dass Menschen mit Behinderungen nicht im Geringsten ihr Wert als Mensch abgesprochen bekommen. Es ist aber ignorant zu verleugnen, dass sowohl das Elternsein bei einem Kind mit Behinderung als auch die Betroffenheit als behinderter Mensch ganz anders aussieht als das Leben der "Normalos". Und dass das nicht nur eine Belastung sein kann, sondern oft schlicht und ergreifend IST.
Das ist Quatsch. Es geht darum, dass du nicht in der Haut des einzelnen, Betroffenen steckst. Weder des behinderten Menschens, noch in der der Mutter, die ggf. aufgrund eines Testergebnisses eine Entscheidung treffen muss. Und dass du deswegen mit Pauschalvorstellungen nicht weiterkommst.
@Charlsy, danke für deine Offenheit, auch wenn sie mich betroffen macht. Ich finde es aber großartig, dass du dieses Thema offen machst.
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27.09.2019, 10:26Inaktiver User
AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?
Weißt du, ich schreibe hier von meiner Haltung, von perfekt steht da kein Wort.
So eine Reaktion kann ich mir tatsächlich nur mit einer Art Schuldgefühl erklären. Wenn du keine Zweifel an deiner Meinung hättest bräuchtest du mir das jedenfalls nicht unterstellen.
Jetzt wird es dann wirklich absurd.Du setzt dich - in dem Fall, dass du ein behindertes Kind bekommen hättest - mit dieser Entscheidung ebenso über das Ungeborene hinweg, stellst dich und deinen Willen darüber.
Weil ich es nicht abtreibe zwinge ich dem Kind meinen Willen auf? Weil es vielleicht lieber getötet worden wäre??
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27.09.2019, 10:27Inaktiver User
AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?
@Vagalonga
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27.09.2019, 10:32
AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?
Ich wünsche keine Einbettung in irgendwelche Artikel auch nicht in Auszügen.
Nicht nur die belastende(re), auch die risikoreichere.
Warum invasive Diagnostik, wenn ein - relativ preiswerter - einfacher Bluttest zumindest für die häufigsten genetischen Auffälligkeiten (T13, 18, 21) ein gleichwertig verlässliches Ergebnis bringt? Warum der ungefährlichere (auch für den Embryo/Fötus) Test nur für all jene, die ihn sich leisten können?
Noch weiter hin zur Zweiklassenmedizin? Wer es sich leisten kann, bekommt die Möglichkeit, in der Frühschwangerschaft eine wohl überlegte Entscheidung zu treffen, wer es sich nicht leisten kann, kann bis zur 20+ Woche warten und sich dann einer Spätabtreibung unterziehen? Als Strafe? Als Zwangsmaßnahme? Weil die Bindung zum Fötus dann größer ist, der Kinerwagen schon gekauft, das Bettchen schon aufgebaut? Weil man die Schwangerschaft dann schon sieht, alle informiert sind (inkl. des Arbeitgebers) und die Hemmschwelle zu einer Entscheidung gegen das Kind größer ist? Um die Stigmatisierung noch größer zu machen?
Die Frage, um die es hier geht, ist ja nicht "Pränataldiagnostik, ja oder nein", die Frage ist "nicht-invasive Pränataldiagnostik, in Ausnahmefällen von den Kassen bezahlt oder nicht". Es geht in der Ausgangsfrage auch überhaupt nicht um die Konsequenzen, die Eltern aus möglichen Ergebnissen ziehen. Es geht dabei in der Grundlage erstmal überhaupt nicht um Abtreibungen. Nur weil ein Ergebnis auffällig ist, heißt es ja nicht, dass Eltern automatisch abtreiben (das tun ja auch nicht alle nach einer auffälligen Amniozentese in der 18./19. Woche). Es wird ja auch niemand zur Abtreibung gezwungen. Das sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.Es geht doch erstmal nur um die Frage nach einer risikoarmen Diagnostik und wer dafür in welchen Fällen die Kosten trägt.
Und ja, ich bin dafür, dass nicht-invasive Pränataldiagnostik in Ausnahmefällen von der Kasse getragen wird. Wie es die invasive Pränataldiagnostik in (ähnlichen?) Ausnahmefällen ja auch würde. Und wie andere Diagnostik (Darmkrebsvorsorge o.ä.) ja auch in bestimmten Fällen oder ab einem bestimmten Alter von den Kassen übernommen wird.
Gut. Mein Mann (von Geburt an schwer körperbehindert) sagt, er würde selbst kein behindertes Kind bekommen/großziehen wollen. Zählt dessen Stimme jetzt mehr als irgendeine andere? Oder auch nicht, weil er ja nicht abgetrieben wurde und seine Behinderung lediglich während der Geburt entstand, aber nicht vorgeburtlich? Vor der Geburt kann man das Kind nunmal nicht fragen.
Wir haben übrigens trotzdem sowohl auf invasive als auch weitestgehend auf nicht-invasive Pränataldiagnostik verzichtet. Ich dackel brav zu den Vorsorgeuntersuchungen, wir haben die Nackenfaltenmessung machen lassen (aber kein komplettes Ersttrimesterscreening) und wir gehen zusätzlich zu den Untersuchungen beim Gyn für die drei großen Schalls in die Pränataldiagnostik (weil wegen "alt"), aber wir haben auf NIPT/Amniozentese/Chorionzottenbiopsie aufgrund der unauffälligen Ergebnisse verzichtet. Wären die Ergebnisse an irgendeinem Punkt auffällig gewesen, hätte sich das möglicherweise unterwegs geändert. Das kann ich nicht beurteilen. Es gibt (für mich persönlich) eine Zahl von angeborenen Behinderungen, mit denen ich gut hätte Leben können (darunter T21, aber z.B. auch SB). Bei Behinderungen, die die Lebenserwartung extrem verkürzen (T13, 18, Pottersyndrom o.ä.) oder bei denen es extrem wahrscheinlich ist, dass das Kind noch vor der Geburt stirbt, hätte das vielleicht anders ausgesehen. Wer weiß das schon so genau, wenn er nicht in der Situation steckt. Ich hätte Auffälligkeiten aber durchaus abklären lassen wollen, weil für mich auch eine Entscheidung für ein behindertes Kind überlegt sein muss. Gepaart mit dem Punkt, dass ich einem Kind mit einer angeborenen Behinderung einen möglichst guten Start ins Leben bieten wollen würde, da gehört dann im Zweifel auch zu, nicht in einem Feldwaldundwiesenkrankenhaus zu entbinden, sondern in einer Uniklinik, die auf komplexe Herzfehler oder eine offene Bauchdecke vielleicht besser vorbereitet ist, als das Kreiskrankenhaus in Pusemuckel.Ich und mein Körper wollen schlafen. Aber mein Kopf will wissen, ob Pinguine Knie haben.
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27.09.2019, 10:32Inaktiver User
AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?
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27.09.2019, 10:37Inaktiver User
AW: Trisomie-Tests sollen in Ausnahmefällen übernommen werden. Was halten Sie davon?
Interessanterweise scheinen das aber die Befürworterinnen alle ganz genau zu wissen, auch ohne behindertes Kind.
Noch dazu gibt es ja gerade bei Trisomie Betroffenen, die sich selbst dazu äußern können:
https://www.sueddeutsche.de/leben/familie-partnerschaft-wovor-habt-ihr-angst-1.4509744
Aber die haben wahrscheinlich auch keine Ahnung von ihrem eigenen Leben.
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27.09.2019, 10:43Inaktiver User
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27.09.2019, 10:46Inaktiver User



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