Umfrageergebnis anzeigen: Hat Krebs oft seelische Gründe?

Teilnehmer
90. Diese Umfrage ist geschlossen
  • Ja

    24 26,67%
  • Nein

    66 73,33%
Thema geschlossen
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Ergebnis 21 bis 30 von 104

  1. Registriert seit
    30.05.2010
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    AW: Hat Krebs oft seelische Gründe?

    Ich kannte lebensfrohe junge Frauen, die an Krebs verstorben sind. Junge Mütter, die so gern miterlebt hätten, wie ihre Kinder heranwachsen. Und wer hat denn keinen Stress, keine seelischen Belastungen?
    Haltet euch da raus - dieses Psychologisieren nervt.

  2. Avatar von FrauE
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    AW: Hat Krebs oft seelische Gründe?

    Zitat Zitat von Sternenfliegerin Beitrag anzeigen
    Klar, daß diese Fragestellung zu Kontroversen führen wird.

    Aber so wie ich glaube, daß unterschiedliche Resilienz sehr viel mit unterschiedlichen Persönlichkeitsstrukturen und Lebensumständen zu tun hat, so nehme ich das ähnlich auch für Eure Fragestellung an.

    Menschen mit bestimmten Persönlichkeitsstrukturen und belastenden Lebensumständen könnten meiner Vorstellung nach tatsächlich "anfälliger" sein für eine Krebs-Disposition, auch (nicht vorrangig oder alleinig natürlich) durch seelische Belastungen.

    @AweSomeOne,
    mein Mitgefühl für Deine Erfahrungen und Eure Erkrankungen-
    und genau, es geht doch in keinster Weise um Schuld, sondern (in meiner Wahrnehmung) um Belastungen.


    Die Wissenschaft ist sich einig, daß bestimmte Expositionen zu "Schadstoffen" oder Viren/Bakterien bei vielen Menschen zu einem größeren Erkrankungs-Risiko führt (Ausnahmen gibt es immer), für mich ist es naheliegend, daß eine stabile, vielleicht besser eine "glückliche" Psyche ebenfalls eine Rolle spielt und in gewissem Rahmen schützen oder zumindest beim Kampf gegen Krebs unterstützen kann.

    Körper, Geist und Seele greifen in so vielen wichtigen Bereichen so intensiv ineinander, daß für mich dieses Thema auch dazugehört.

    Nichts davon soll Erkrankten irgendeine Verantwortung zuschieben und ich wünsche jedem Einzelnen Genesung und alles Gute.
    Das ist nochmal ganz anders formuliert von Dir. Aber in der Umfrage hier ist es schon ziemlich plump dargestellt...
    Halts Maul - ich bin voll nett !

  3. Avatar von Prilblume
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    AW: Hat Krebs oft seelische Gründe?

    Zitat Zitat von Loop1976 Beitrag anzeigen
    Kinder z.b. oder Babys, was ist mit denen?
    Ich glaube, in solchen Fällen greift die Theorie der Seelenwanderung via Reinkarnation.
    Das Internet schweigt.


  4. Registriert seit
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    AW: Hat Krebs oft seelische Gründe?

    Zitat Zitat von panzernashorn Beitrag anzeigen
    Ich kannte lebensfrohe junge Frauen, die an Krebs verstorben sind. Junge Mütter, die so gern miterlebt hätten, wie ihre Kinder heranwachsen. Und wer hat denn keinen Stress, keine seelischen Belastungen?
    Haltet euch da raus - dieses Psychologisieren nervt.


  5. Registriert seit
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    AW: Hat Krebs oft seelische Gründe?

    Krebs ist viel zu komplex.
    Schon Kinder erkranken an Krebs.
    Menschen, die jahrzehntelang auf dem Zahnfleisch gehen, bleiben oft verschont (ich meine jetzt nicht Resilienz usw., sondern Menschen, die sich erledigt fühlen, am Ende ihrer seelischen Kräfte).

    Es ist nicht erwiesen.
    Auch ist es nicht widerlegt.
    Der Rest ist Glaubenssache.

    Wichtig, ja entscheidend, ist: In einem konkreten Fall ist es ausgeschlossen (Stand der Wissenschaft heute), sagen zu können, ob und welche Rolle die Seele gespielt hat.

    Man kann heute noch nicht einmal Wahrscheinlichkeiten - seriös - aufstellen.

    Trotzdem kursieren Theorien und jeder, der will, glaubt an das eine oder das andere, auch Betroffene und/oder Angehörige.
    Wenn Betroffene von sich selber sagen, ja, bei ihnen hätte irgendeine chronische, starke Belastung eine Rolle gespielt, ist das für mich absolut nichtssagend.

    Deswegen bezweifle ich den Nutzen solcher Thematisierungen.
    Glauben gegen Glauben - wozu soll das gut sein?
    Ich sehe da keinen Sinn.
    Wen soll es weiterbringen? Wem soll es nutzen?
    Die einen werden das eine behaupten, die anderen das Gegenteil - und dann?

    Und dann immer wieder die Klarstellungen/Beteuerungen, dass man es nicht mit der Schuldfrage verknüpfen will.
    Aber bei manchen Betroffenen wird dann vielleicht doch wieder eine mühsam verheilte Wunde wieder aufreißen: "Habe ich vielleicht doch ....?" "Hätte ich damals ...?"
    Unnötig zwar, aber das ist so leicht zu sagen, wenn man nicht betroffen ist. Dann kann man leicht quatschen, es tut ja einem selbst nicht weh, man ist nicht von bohrenden Fragen gequält.

    Nein. Wie jemand schon hier sagte, man soll es der Wissenschaft überlassen.
    Das sage ich als jemand, der der Wissenschaft gegenüber äußerst kritisch steht und fast nichts einfach so glaubt, nur weil es das Etikett "Wissenschaft" trägt.
    Aber was will man herumglauben, wenn heute noch kein Wissenschaftler auf diesem Planeten auch nur den Ansatz eines festen Beweises in der Hand hat?

    Und selbst wenn es eines Tages das doch gelingen würde, es wird noch einmal lange dauern, bis man in einem konkreten Fall die Rolle der seelischen Belastung wird mit Sicherheit einordnen können, was ja mehr als fraglich ist, ob es überhaupt dazu kommen sollte.

  6. Moderation Avatar von Sternenfliegerin
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    AW: Hat Krebs oft seelische Gründe?

    Zitat Zitat von Prilblume Beitrag anzeigen
    Kannst du ein Beispiel für die Persönlichkeitsstrukturen geben, die du meinst?
    Ich meine - zum Beispiel- eine positive Grundstimmung, Lebenseinstellung und auch ein starkes Resilienzvermögen.

    Was, wenn jemand sich nicht als belastet empfindet und dennoch an Krebs erkrankt?
    Hat er/sie dann eine falsche oder fehlerhafte Wahrnehmung?
    Aber nein, natürlich nicht.
    Dann würde ich (!) persönlich nur eben gar nicht in diese Richtung denken.
    Mit anderen Worten, dann wäre dieser - mögliche !- Faktor für mich bei der Ursachenforschung auszuschließen und man würde sich anderen möglichen Ursachen zuwenden.
    Wobei ich damit selbstverständlich nicht sagen will, daß man bei jeder schweren Erkrankung oder gar Krebs eine Ursache finden kann oder würde.

    Oder die falsche Strategie, mit Belastungen umzugehen?
    Das ist schon eine Wertung, die ich so gar nicht machen wollen würde.
    Jeder kann doch nur so gut mit Belastungen umgehen, wie er/sie es vermag.

    Wäre das dann Teil seiner/ihrer Persönlichkeitsstruktur?
    Ja, durchaus.
    Ich glaube, daß ein glückliches oder zufriedenes oder sorgenfreies Leben viele Menschen (nicht alle natürlich) auch gesundheitlich stabiler machen kann.

    So viele Menschen investieren heute schon so viel Zeit in Fitness, weil ihnen und uns allen der Zusammenhang zwischen einem fitten Körper und dem Gesundheitsaspekt bekannt ist.

    Aber auch heute verkennen (so glaube ich) viele Menschen den Zusammenhang zwischen resilientem Körper und gesunder/stabiler Seele.

    Wenn eine starke Raucherin an einem Bronchialkarzinom erkrankt, muss sie mit dem Gefühl klarkommen, bis zu einem gewissen Grad verantwortlich für und schuld an ihrer Krankheit zu sein. Das ist schlimm.
    Ja. Aber das sind nunmal die Fakten, wie sie uns heute bekannt sind. Das schreibe ich extra, weil es z.B. in den 70er Jahren eben noch nicht so allgemeint bekannt war.

    Wobei eben viele starke Raucher eben nicht an Krebs erkranken, auch das sind Fakten - und ich hoffe, solche Gedanken können dann auch zu einer gewissen seelischen Entlastung führen.

    Wir alle haben doch in ganz vielen Momenten und Entscheidungen unseres Lebens eine Wahl und eine Verantwortung.
    So wie ich weiß und riskiere, bei 200 km/h eine höhrere und letalere Gefahr auf der Autobahn zu haben als mit 100 km/h.

    Gleichzeitig passiert manchen bei 250km/h nichts und andere haben bei 60 leider einen Unfall.

    Aber Risiko-Maximierungen gibt es und die sollten uns bewußt sein.
    Oft nehmen wir Risiken auch bewußt in Kauf oder betreiben Vogel-Strauß-Politik.

    Wollt ihr das allen anderen Krebspatientinnen wirklich auch noch aufbürden?
    Ich fand AweSomeOnes Post in diesem Zusammenhang, gerade als leider mehrfach Betroffene, sehr aufschlußreich.

    Sie selbst schrieb, daß sie glaubt, daß ihr Körper mit einzelnen Faktoren noch irgendwie klargekommen wäre, mit der Kombination aber leider nicht mehr.

    Mit solchen Zuschreibungen wäre ich sehr vorsichtig. Ich würde sie erst dann vornehmen, wenn ich mir wirklich sicher wäre, wie die optimierte Persönlichkeit aussieht und wie man sie erlangt.
    Um Himmels Willen, es geht doch nicht um optimierte Persönlichkeiten.
    Sondern darum, daß verschiedene Menschen auf verschiedene sehr belastende Ereignisse/Faktoren verschieden reagieren können.

    Ich mache das immer wieder am Beispiel dieser Geschichte klar.

    Diese Frau hat die Kraft gefunden, an diesem Schicksalsschlag nicht zu zerbrechen- und nun, nach vielen Jahren hat sie sogar nochmal ein Kind bekommen.
    Die Tsunami-Dramen waren ähnlich - und ich habe große Achtung vor dieser Leistung.

    Ich (!) an ihrer Stelle hätte sehr wahrscheinlich keinerlei Lebenskraft mehr gehabt oder entwickeln können und ich würde auch niemanden irgendwie verurteilen, der diese Kraft und Resilienz eben nicht hat.

    Das hat - für mich- in keinster Weise mit einer Beurteilung einer Persönlichkeit zu tun.
    I don´t know where I´m going- but I´m on my way... Carl Sagan

    Vielleicht geht es auf dem Weg gar nicht darum, irgendwas zu werden.
    Vielleicht geht es darum, alles abzuwerfen, was wir nicht sind,
    so daß wir das sein können, wofür wir bestimmt sind.
    Paulo Coelho



    Moderatorin in den Foren:
    Beziehung im Alltag, Der "gebrauchte" Mann und im Tierforum
    - ansonsten normale Nutzerin
    Geändert von Sternenfliegerin (07.08.2019 um 18:00 Uhr)

  7. Avatar von Loop1976
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    AW: Hat Krebs oft seelische Gründe?

    Fehlt nur noch, dass jemand ruft: Krebs gibt es gar nicht, das ist eine Erfindung der Pharmaindustrie.

    Gut, passt nicht zum Thema, aber ich bin auch schon weg.
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Schade, dass man im Leben Menschen begegnet, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen.

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


    Schokolade stellt keine blöden Fragen - Schokolade versteht

  8. Avatar von jofi2
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    AW: Hat Krebs oft seelische Gründe?

    In diesem Punkt klaffen Forschungsergebnisse und Meinungen in der Bevölkerung weit auseinander.
    Während sich in der Forschung kein Zusammenhang nachweisen ließ glauben laut Umfragen viele Menschen an diesen Zusammenhang.
    Nachlesen kann man das auf den Seiten der Deutschen Krebsgesellschaft.

    Meine persönliche Meinung:
    Beim gegenwärtigen Wissensstand ist die Frage obsolet.
    Ich red halt auch oft nur so dahin und hoffe, dass ein Gedankengang Schritt hält. Und wenn nicht, hat er halt Pech gehabt, der Gedanke.

    (Gerhard Polt)


  9. Registriert seit
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    AW: Hat Krebs oft seelische Gründe?

    Zitat Zitat von Sternenfliegerin Beitrag anzeigen
    Ich meine - zum Beispiel- eine positive Grundstimmung, Lebenseinstellung und auch ein starkes Resilienzvermögen.
    Und das soll dann Krebskranken abgesprochen werden?

    Das ist doch dann irgendwie der naheliegende Umkehrschluß.

  10. Avatar von jofi2
    Registriert seit
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    AW: Hat Krebs oft seelische Gründe?

    Eine Freundin erzählte mir, dass wenige Tage nach der Krebs-OP die Krankenhauspsychologin zu ihr kam.
    Eine der ersten Fragen war, was nach Meinung meiner Freundin zu dieser Erkrankung geführt hätte.

    Ja geht‘s noch?
    Ich red halt auch oft nur so dahin und hoffe, dass ein Gedankengang Schritt hält. Und wenn nicht, hat er halt Pech gehabt, der Gedanke.

    (Gerhard Polt)

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