Umfrage: Urteil des Europäischen Gerichtshofs: Arbeitszeiterfassung

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  1. Administrator Avatar von BRIGITTE Community-Team
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    Urteil des Europäischen Gerichtshofs: Arbeitszeiterfassung

    Liebe Userinnen, liebe User,

    gestern (14.5.2019) entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg, dass Arbeitgeber in der Europäischen Union zukünftig verpfichtet sind, die Arbeitszeiten ihrer Arbeitnehmer systematisch zu erfassen.
    Das dient dem Schutz der Arbeitnehmer. So lasse sich präzise prüfen, ob zulässige Arbeitszeiten überschritten würden bzw. Überstunden anfielen. Und nur das garantiere zugesicherten Arbeitnehmerrechte.

    Was denken Sie darüber? Kennen Sie das schon aus Ihrem Unternehmen? Sehen Sie darin Probleme?
    Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (15.05.2019 um 11:47 Uhr)

  2. VIP Avatar von xanidae
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    AW: Urteil des Europäischen Gerichtshofs: Arbeitszeiterfassung

    Grundsätzlich finde ich es wichtig, dass dies sichtbar gemacht wird. Allerdings glaube ich auch, dass es Bereiche gibt, in denen die Erfassung kompliziert ist. Ich arbeite im Außendienst und dokumentiere meine Arbeitszeit selbst. Wie soll das systematisch erfasst werden?

    „Eternal peace is probably overrated“ Klaus - The Umbrella Academy


  3. Registriert seit
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    AW: Urteil des Europäischen Gerichtshofs: Arbeitszeiterfassung

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich finde ich es wichtig, dass dies sichtbar gemacht wird. Allerdings glaube ich auch, dass es Bereiche gibt, in denen die Erfassung kompliziert ist. Ich arbeite im Außendienst und dokumentiere meine Arbeitszeit selbst. Wie soll das systematisch erfasst werden?
    Die Eigendokumentation ist in diesem Sinne etwas, was der AG mangels anderer Möglichkeiten dem AN aufgeben kann. Sinnvoll wäre allerdings schon ein (zusätzliches) zentrales, elektronisches System, in welches diese Daten dann übertragen werden (können).

  4. Moderation Avatar von Marie-Madeleine
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    AW: Urteil des Europäischen Gerichtshofs: Arbeitszeiterfassung

    Vielleicht bin ich ja naiv ... aber ich dachte eigentlich, dass zumindest große Firmen sowieso schon minutengenaue Zeiterfassungssysteme haben, in denen auch Dienstreise- oder Homeofficezeiten nacherfasst werden. So kenne ich das zumindest.

    Für Kleinbetriebe bedeutet das Urteil schätzungsweise jede Menge zusätzlichen Verwaltungsaufwand. Ich weiß nicht, ob man da nicht mal wieder übers Ziel hinausschießt.
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  5. Registriert seit
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    AW: Urteil des Europäischen Gerichtshofs: Arbeitszeiterfassung

    Zitat Zitat von Marie-Madeleine Beitrag anzeigen
    Vielleicht bin ich ja naiv ... aber ich dachte eigentlich, dass zumindest große Firmen sowieso schon minutengenaue Zeiterfassungssysteme haben, in denen auch Dienstreise- oder Homeofficezeiten nacherfasst werden. So kenne ich das zumindest...
    So wird das bei den meisten größeren Unternehmen auch sein. Ich habe aber schon gehört, dass etliche Einrichtungen (unter anderem im med. Bereich) so etwas irgendwann wieder abgeschaltet haben, weil ihnen die angefallenen und 1:1 nachgewiesenen Überstunden buchstäblich über den Kopf gewachsen sind. Andererseits weiß ich aber auch von Einrichtungen, bei denen die Mitarbeiter nach Einführung solcher Systeme am Wochen- bzw. Monatsende plötzlich mit massiven Fehlstunden dastanden, wo sonst doch bis dahin Überstunden "geschrieben" wurden - und dass, ohne sie ihr Kommen-Gehen-Pausen-Verhalten geändert hätten.


  6. Registriert seit
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    AW: Urteil des Europäischen Gerichtshofs: Arbeitszeiterfassung

    Gerade in Kleinbetrieben sind Arbeitszeiten aber nach meiner Erfahrung sehr flexibel ausgelegt und dokumentiert. Auch da würde eine Stechuhr Sinn machen.

    Grade wenn zwischen den Schichten zu kurze Ruhezeiten liegen oder der Kundenauftrag durchgeprügelt werden muss, werden die Gesetze oft missachtet. Manchmal zwar verständlich, aber trotzdem nicht im Sinne der Arbeitnehmer.

    Also ja, ich halte das schon für eine gute Idee.


  7. Registriert seit
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    AW: Urteil des Europäischen Gerichtshofs: Arbeitszeiterfassung

    Zitat Zitat von MannMann Beitrag anzeigen
    Ich habe aber schon gehört, dass etliche Einrichtungen (unter anderem im med. Bereich) so etwas irgendwann wieder abgeschaltet haben, weil ihnen die angefallenen und 1:1 nachgewiesenen Überstunden buchstäblich über den Kopf gewachsen sind.
    So ist es. Und genau deswegen hatten ja Gewerkschaften geklagt, weil wohl doch sehr vielen Menschen die Vergütung ihrer Überstunden durch so etwas vorenthalten wurde.
    Es ist eigentlich wie immer, wenn man auf Selbstverpflichtungen setzt, bei denen es den "Großen" ans Geld geht ....

  8. Avatar von brighid
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    AW: Urteil des Europäischen Gerichtshofs: Arbeitszeiterfassung

    alle reden nur über die vielen überstunden im öffentlichen dienst, vorallem im medizinischen bereich.

    so wird es transparent!

    hat schon seine gründe warum die gewerkschaften nach brüssel gegangen sind und nicht die arbeitnehmer-verbände!


    die technische umsetzung, dem betrieb und den mitarbeitern angepasst sollte in diesen zeiten von wlan bis ........................ wohl das kleinste problem sein.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern


  9. Registriert seit
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    AW: Urteil des Europäischen Gerichtshofs: Arbeitszeiterfassung

    Eine dumme Frage: Kann man dann überhaupt noch Verträge abschließen in denen Überstunden durch das Gehalt abgegolten sind?

    Das soll doch sehr häufig sein?

  10. Avatar von VelvetRose
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    AW: Urteil des Europäischen Gerichtshofs: Arbeitszeiterfassung

    Ich finde das keine schlechte Idee, gerade wegen der Überstundenbezahlung zum Beispiel oder den überschrittenen Arbeitszeiten. Da haben es Arbeitnehmer dann leichter gegen das Unternehmen vorzugehen, wenn es zu Problemen kommen sollte, da sie auch Nachweise haben.

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