Studien sind fast immer in Auftrag gegeben mit dem Ziel das gewünschte Ergebnis zu präsentieren. Ich hab's bei anderen Themen schon geschrieben. Mein Sohn studiert Statistik im vorletzten Semester und dort lernt man unter anderem ganz gezielt, WIE man immer GENAU das Ergebnis erreichen wird, das man gerade vermarkten will. Zum Thema jeder x-beliebigen Studie können andere Studien durchgeführt werden in der gegenteilige oder zumindest stark abweichende Ergebnisse der ersten herauskommen. Das ist im Interesse der Politik und der Wirtschaft, denn so lässt sich das Volk am leichtesten manipulieren. Man muss dabei keine Zahlen oder Ergebnisse fälschen, insofern ist jede Studie richtig. Aber man kann durch die Art und Weise, wie diese Studie durchgeführt wird immer das Ergebnis erreichen, das gewünscht wird - ohne dabei zu schwindeln oder zu fälschen. (Für die wissenschaftlichen Methoden und die mathematischen Feinheiten dabei ist mein Sohn zuständig - differenziert kann ich das hier leider nicht erklären.Zitat von Rotfuchs
)
Eine Studie über die Gefährlichkeit des Rauchens kann natürlich nicht das Ergebnis haben, dass Rauchen gesund sei, aber den GRAD der Schädigung, insbesondere den GRAD der Schädigung durch PASSIVrauchen kann man sehr wohl sehr unterschiedlich darstellen. Außerdem ist immer alles relativ. Politiker wollen wieder gewählt werden und da eine Mehrheit nach dem Rauchverbot in der Gastronomie schreit, richten sie sich nach dieser, weil sie sich davon mehr Stimmen erhoffen. Deshalb werden ständig - was das Rauchen betrifft - neue und immer noch massiver dargestellte Studien über die Gefährlichkeit des Rauchens präsentiert.
So ist das und nicht anders.
Was nicht aussagt, dass Rauchen gesund sei -aber ich denke das weiß inzwischen jeder.
Anitra
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Thema: Rauchverbot in Gaststätten
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30.06.2007, 12:32
AW: Rauchverbot in Gaststätten
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30.06.2007, 12:43
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Auch Wissenschaftler sind käuflich und werden von der einen oder eben von der anderen Seite (gut) bezahlt. Und natürlich können medizinische Wissenschaftler belegen wie gefährlich das Rauchen ist. Das steht außer Zweifel. Dabei werden aber immer die schlimmsten Fälle von Folgeerkrankungen durch Rauchen herangezogen (die es zweifellos gibt). Tausende von Rauchern, die niemals an dieser Sucht erkranken und trotz dieses Lasters alt oder sogar sehr alt werden. lässt man aussen vor. Die passen nicht ins gewünschte Bild.
Zitat von chrisko46
Realität ist, dass es (tödliche) Krankheiten gibt, die infolge eines starken Tabakgenusses verstärkt wurden. Anders gesagt, hätte der eine oder andere nicht geraucht, wäre die in ihm genetisch angelegte Krankheit niemals zum Ausbruch gekommen, er wäre - möglicherweise - bis an sein lebensende "gesund" geblieben.
Realität ist aber auch, dass Menschen trotz rauchens nicht erkranken und alt bis sehr alt werden.
Die Genetik eines Menschen spielt die weitaus maßgebendere Rolle, ob es zu einer Erkrankung kommt oder nicht, als die Lebensführung. Mit letzter kann man durchaus zum positiven beitragen, aber auch die allergesündeste Lebensweise dieser Welt kann niemandem zu hundert Prozent garantieren, dass er von schwerwiegenden Krankeiten verschont bleibt.
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30.06.2007, 15:21
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Selbst wenn man davon ausgeht, dass manche Studien zur Gefährlichkeit des Rauchens und Passivrauchens übertrieben sind (was ich übrigens nicht tue), kann man eine Tatsache nicht wegdiskutieren:
Rauchen in geschlossenen Räumen, womöglich noch beim Essen, ist unangenehm - es stinkt, verursacht Kopfschmerzen und brennende Augen, dazu brauche ich keine Studien, das merke ich an mir selbst.
Ich fand den Vergleich (es war von WildeHummel, glaube ich) mit dem "auf die Zwölf geschlagen werden" gut. Wer akzeptiert es denn gerne, dass einem andere Menschen ständig Unwohlsein bereiten?
GrußGeändert von Islabonita (30.06.2007 um 15:24 Uhr)
Islabonita
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30.06.2007, 17:24
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Auch ich bestreite die (mögliche) Gefährlichkeit des rauchens nicht. Allerdings bezweifle ich die Gefährlichkeit des PASSIVrauchens in der Form, wie sie dargestellt wird. Wenn jemand TÄGLICH mehrere Stunden - und das über viele Jahre hinweg starkem Passivrauch ausgesetzt ist, ist diese gesundheitliche Belastung sicher ebenso groß wie bei einem starken Raucher und vielleicht sogar größer als bei einem leichten Raucher. Doch wer bitteschön, verbringt soviel Zeit in Gaststätten? Und wer hier jetzt mit dem Personal argumentiert, der möge sich bitte auch als dazugehörig outen. Dann würde ich allerdings die Gegenfrage stellen, weshalb er/sie dort arbeitet, wenn er/sie doch solche Bedenken hat. Es wird doch schließlich niemand zum Ausüben dieser Tätigkeit gezwungen.
Zitat von Islabonita
Absolut richtig!Rauchen in geschlossenen Räumen, womöglich noch beim Essen, ist unangenehm - es stinkt, verursacht Kopfschmerzen und brennende Augen, dazu brauche ich keine Studien, das merke ich an mir selbst.
Und deshalb muss es ja auch irgendeine Regelung geben. Aber muss diese AUSSCHLIESSLICH Nichtraucher begünstigen und Raucher quasi stigmatisieren?
Ich fand den Vergleich (es war von WildeHummel, glaube ich) mit dem "auf die Zwölf geschlagen werden" gut. Wer akzeptiert es denn gerne, dass einem andere Menschen ständig Unwohlsein bereiten?
Gruß
Ich weiß nicht, was "auf die Zwölf geschlagen werden" bedeutet. Macht aber nichts. Erneut lautet meine Frage (im Hinblick auf das STÄNDIG Unwohlsein):
Bist du 24 Stunden am Tag in einer Gaststätte?????
Das wäre dann STÄNDIG.
Jeder Mensch soll sein Essen auch in einer Gaststätte ungestört vom Tabakrauch genießen können. Aber dies wäre meinem Dafürhalten nach bereits mit getrennten Bereichen für Raucher und Nichtraucher plus einer guten Belüftungsanlage zu gewährleisten. Der Restrauch ist bei einer entsprechenden Belüftungsanlage im Nichtrauerbereich in der Regel gar nicht mehr zu spüren, oder er ist so geringfügig, dass davon kein Mensch mehr geschädigt werden kann, als wenn er auf die Straße geht und der allgemeinen Luftverschmutzung ausgesetzt ist. Das ist einfach meine Überzeugung.
Und nochmal: WIE OFT sind die vehementen Befürworter eines GENERELLEN Rauchverbots in der Gastronomie in entsprechenden Räumlichkeiten?
Etwa täglich mehrere Stunden lang???
Weshalb für das eine oder andere Mal, in der der Durchschnitt der Nichtraucher Gaststätten aufsucht, getrennte Raucherbereiche mit guter Belüftung nicht ausreichen, bleibt mir schleierhaft.
Mein nicht rauchender Sohn formulierte es kürzlich folgendermaßen: Eine Gaststätte oder Kneipe ist nun mal kein Wellnesshotel!
Was macht man dort? In der Regel essen und trinken. Im Café wird es zum Beispiel Kaffee und Kuchen (oder Sahnetorte) sein. Höchst gesund!
In einer Kneipe wird es etwas Alkoholisches sein. Höchst gesund!
(Kneipen müssten allesamt schließen, würden sich nur Wassertrinker dort aufhalten).
In Speisegaststätten wird in der Regel auch nicht nur der stets frisch zubereitete "Bio-Wellness-Teller" angebote. Die Speisen sind häufig zu fett, zu scharf (unter dem Aspekt "gesund" betrachtet) oder bereits fertig und wieder aufgewärmt (in der Mikrowelle). Auch letzteres zählt nicht unbedingt zu den "gesunden Varianten". Fazit: "Gesund" in jeder Hinsicht werden nur extrem wenig Speisen sein, die in der Gastronomie angeboten werden. Ausschließlich gesunde Nahrung bekommt nur wer sie selbst zubereitet und von gesundem Essen etwas versteht.
Also: Annähernd alle schädigen sich (ich sage NICHT, dass dies Art von Schädigung unbedingt krank machen muss) mit essen und trinken. Diese Schädigung ist erlaubt, weil man sie sich selbst zuführt. Aber auch der Hauch einer zugefügten Schädigung (die bei geringfügigen Maßnahmen nicht ernsthaft eine solche darstellen wird) von anderen, ist - oder wird - verboten! Ich kann es nicht nachvollziehen.
Ich weiß, dass ich keine Mehrheitenmeinung vertrete, das wird mich aber nicht daran hindern, meiner persönlichen Überzeugung treu zu bleiben.
AnitraGeändert von Anitra (30.06.2007 um 18:02 Uhr)
Mein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.
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30.06.2007, 18:24
AW: Rauchverbot in Gaststätten
@Anitra,
irgendwie verstehst du es nicht...
Ganz einfach: So gut wie nie!Und nochmal: WIE OFT sind die vehementen Befürworter eines GENERELLEN Rauchverbots in der Gastronomie in entsprechenden Räumlichkeiten?
Warum ... nun das erspare ich mir jetzt
Dabei ist es mir völlig egal was die Leute saufen, essen oder sonst wie ungesund leben... sie dürfen es und ich habe überhaupt keine Einwände.
... nur wenn der Qualm ungefragt zu mir rüber wabbert... vergeht mir einfach die Lust am Genuss...
So simple...
ChriskoDas Leben nehmen wie es ist
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30.06.2007, 19:01
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Ich persönlich fände es weit schlimmer und ungesünder, in einem Büro zu arbeiten wo jahrelang ein Laserdrucker benutzt wird. Der , siehe hier ist weitaus gefährlicher als ein Passivraucher je mitrauchen wird, und somit gesundheitliche Schäden davon trägt.
Es gibt keine Lüge.
Nur einen kreativen Umgang mit der Wahrheit
dobermann
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30.06.2007, 19:40
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Stimmt... ist genauso eine gesundheitliche Schädigung...
Da ist aber auch schon lange drauf reagiert worden... einfach mal nach googlen, die entsprechende Texte sind leicht zu finden.
Bleibt dennoch die Frage, warum das mit den Rauchern nicht auch schon passiert ist
ChriskoDas Leben nehmen wie es ist
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30.06.2007, 19:56
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Hach, nur noch einmal schlafen...
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30.06.2007, 19:59
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Diesen Kommentar finde ich irgendwo in der Mitte von blauäugig und zynisch.....
Zitat von Anitra
1. Warum muss ich einer bestimmten Personengruppe angehören, um etwas als Missstand anzuprangern? Reicht es vielleicht, dass meine Stieftochter in der Gastronomie arbeitet, darf ich jetzt mitreden?
2. Es können sich bestimmt nicht alle leisten, einen Job abzulehnen, weil bestimmte Rahmenbedingungen nicht gefallen. Deine Bemerkung, dass niemand gezwungen wird, finde ich wirklich zynisch.
"Auf die Zwölf schlagen" meinte WildeHummel wohl als Umschreibung dafür, dass einem jemand körperlichen Schaden antut. Da Raucher sich meist nicht vorstellen können, dass Rauchen unangenehm ist, hat sie diesen Vergleich gewählt und den fand ich passend.
Zitat von Anitra
Nein, ich bin nicht 24 Stunden am Tag in einer Gaststätte. Aber Menschen, die in meiner Gegenwart in geschlossenen Räumen rauchen, schädigen mich während dieser Zeit STÄNDIG. Ich brauche nicht 24 Stunden am Tag vollgequalmt zu werden, mir reicht eine Stunde völlig...
Anitra, die Argumente sind löchrig wie ein Netz. Essen und Trinken (nichtmal Alkohol!) sind per se NICHTungesund. Rauchen schon, Rauchen ist immer und grundsätzlich ungesund. Und für den Nichtraucher zumindest UNANGENEHM. Da ist es doch völlig unerheblich, wie lange ich mich persönlich täglich in Gaststätten oder Kneipen aufhalte, es geht um die Gesamtheit der Nichtraucher und die sind nun mal überwiegende Mehrheit. Und vergiss nicht kranken Menschen wie Asthmatiker, denen derzeit der Besuch von Restaurants fast unmöglich gemacht wird.
Zitat von Anitra
GrußIslabonita
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30.06.2007, 20:05Inaktiver User
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Ich frage mich,ob es vor dem Arbeitsamt gilt,wenn ein Kellner einen Job mit der Begründung ausschlägt,daß ihm an der angebotenen Arbeitsstätte die Rauchbelastung zu hoch ist...
Zitat von Anitra
Es redet sich immer leicht,wenn man nicht betroffen ist.Und die heutige Arbeitsplatzlage läßt für persönliche Befindlichkeiten leider nicht mehr viel Platz.Entweder man akzeptiert oder hat keinen Job.SO einfach ist das.
Und zu Stigmatisierung:ich möchte behaupten,daß man bisher eigentlich als Nichtraucher stigmatisiert war.Auch hier im Thread.Paßt es dir als Nichtraucher nicht,eingenebelt zu werden,dann bleib eben zu Hause.
Sagt man aber,wenn der Raucher rauchen will,dann soll er bitte vor die Türe oder in einen Raucherraum,dann ist das Hetze.Möchte bitte wissen,was hier passiert wenn jemand sagt:wenn der Raucher rauchen will,dann soll er eben zu Hause bleiben.So wie das bisher die Raucher zu den Nichtrauchern gesagt haben.Oho!Aber da wäre Feuer am Dach!!!
Ich brauche auch keine Wissenschaftler um festzustellen,daß ich in verrauchten Räumen Atemnot bekomme,Kratzen im Hals,rote Augen,die brennen wie Feuer daß ich nichtmal mehr gerade Schauen kann...usw....
Es wird von den Rauchern immer Toleranz eingefordert...nur leider gibts soviele militante Raucher,bei denen man mit einer Bitte nicht weit kommt,sondern nur eine blöde oder freche Antwort bekommt.
Man hat es jahrelang mit Freiwilligkeit versucht.Nur hat das leider nix gebracht.Und deswegen gibts jetzt eben Rauchverbot.
Überall funktionierts...nur hier wird ein Trara gemacht,das seinesgleichen sucht.
Eigentlich wollte ich mich inzwischen aus dem Thread raushalten...aber heut hats mich wieder gejuckt...vor allem,daß jemand ja nicht in verrauchten Räumen arbeiten muß wenn er nicht mag.Wer solche Aussagen von sich gibt,muß am Mond leben.Realitätsferner gehts bei der heutigen Arbeitsmarktsituation gar nicht mehr...
Lieben Gruß
vom Marienkäferchen


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