ich weiß gar nicht, weshalb ausgerechnet in dtl. kein konsequenter nichtraucherschutz hinzubekommen ist. in anderen ländern geht es doch auch, s. italien und die hier schon genannten.
ich persönlich möchte lediglich die wahl haben, ob ich mich dem nikotinqualm aussetze, oder eben nicht und diese wahl hab ich nicht in öffentlichen räumen, wenn dort geraucht wird. solange es um freizeitbereiche wie kneipen geht - was solls, ich gehe eben nicht in raucherkneipen oder gaststätten. von mir aus können die raucher sich täglich 100 zigarette reinziehen, sie sind deswegen noch lange keine schlechten menschen.
jedoch möchte ich keinen qualm am arbeitsplatz, im zug oder im flieger und schon gar nicht in der wohnung. und zum glück habe ich die möglichkeit das zu entscheiden. aber was ist mit kindern, die von ihren eltern in der wohnung oder im auto zugequalmt werden. das macht mir viel mehr sorgen. und bei allem bemühen um sachlichkeit halte ich das für körperverletzung und es fällt mir schwer jemanden gut zu finden, der seinen kindern, die eben nicht die wahl haben, solches antut.
vg
lissie
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Thema: Rauchverbot in Gaststätten
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21.06.2007, 18:26Inaktiver User
AW: Rauchverbot in Gaststätten
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21.06.2007, 21:43
AW: Rauchverbot in Gaststätten
[QUOTE=chrisko46] die Raucher, die trotz Rauchen noch sportliche Höchstleistungen vollbringen können sind Raucher, die die Wünsche nach sauberer Luft respektieren.
Das sind die Raucher, die zum Rauchen einfach so nach draussen gehen.
Die Raucher, die mit abstrusen argumenten hier kommen, können nicht mehr auf die Zigarette verzichten... da ist das Sucht!
Da kommen die abenteuerlichen Argumente... [QUOTE=chrisko46]
Ich rauche übrigens 5-15 Zigaretten am Tag (je nach Laune und Stimmung), seit ca. 12 Jahren und habe zwischenzeitlich mal für 2Jahre aufgehört. Ich kenne also beide Seiten und mir bleibt nur eines zu sagen:
ich kann das Problem einfach nicht verstehen
Übrigens - falls das jemand hören will
- ich mache Sport, ich keuche nicht beim Treppensteigen und meine Haut ist nicht fahl... - ähm, sieht eher nach Stimmungsmache deinerseits aus, Chrisko - sorry. Nicht jeder ist so maßlos und qualmt jede freie Minute des Tages... die MEISTEN können sich in der Tat beherrschen
Ich find meine Argumente auch nicht abenteuerlich. Wenn es Raucher- UND Nichtraucherkneipen gäbe, ist die ganze Diskutiererei doch überflüssig.. Ich weiß, ich wiederhole mich ständig: wo liegt euer Problem in so einer Lösung?
Dagegen dürfte ja selbst "Wilde Hummel" nichts haben (von wg. getrennte Räume) - es sei denn natürlich, die Kellnerinnen sind schwangere Asthmatiker.... Sorry, aber die Diskussion hier verführt geradezu zum Sarkasmus.
Und es geht hier um die Kneipen - ob und wie Eltern ihre Kinder zu Hause zuqualmen kann man nun einmal (leider) nicht kontrollieren oder verbieten. Von daher...Geändert von michilein (21.06.2007 um 21:58 Uhr)
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22.06.2007, 07:47
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Richtig... wo liegt eigentlich das Problem?Ich find meine Argumente auch nicht abenteuerlich. Wenn es Raucher- UND Nichtraucherkneipen gäbe, ist die ganze Diskutiererei doch überflüssig.. Ich weiß, ich wiederhole mich ständig: wo liegt euer Problem in so einer Lösung?
Ich verstehe es nicht... wirklich nicht. Wenn jemand daher kommt, genau wie du michilein, und behauptet er/sie kann sich beherrschen... warum ist es dann nicht möglich an einem Abend im Restaurant mal auf die Zigarette ganz zu verzichten?
Da kommen hier Argumente, man rauche sowenig und kann auch auf drauf verzichten... dann sind das genau die Leute, die hier am stärksten gegen ein Rauchverbot wettern!
Rauchen hat schlicht den Nachteil, das mit der Zigarette nicht nur die eigene Gesundheit gefährdet wird, sondern auch die Gesundheit der Menschen drumrum.
Ich habe noch keinen Raucher, selbst starken Raucher erlebt, der hier in den Büros über das Raucherverbot geschimpft hat. Alle halten sich wie selbstverständlich daran, keiner mosert und zumindest schon 2 Leute haben das Rauchen ganz aufgegeben weil sie sich gesagt haben, wenn ich schon 8 Stunden auf das Rauchen verzichten muss, na dann kann ich auch ganz aufhören!
Wo also liegt das Problem?
ChriskoDas Leben nehmen wie es ist
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22.06.2007, 08:36
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Dem werfe ich mangelnde Eigeninitiative vor, wenn ihnen der Qualm stinkt! Es steht jedem Mitarbeiter frei, mit den Kollegen und dem Chef zu diskutieren, wie man damit umgehen will. Da es genügend Raucher gibt auch beim Personal, könnten die ja zum Dienst im Raucherbereich eingeteilt werden und die anderen im Nichtraucherbereich. Jeder Chef ist verantwortlich für sein Personal und somit jetzt schon verpflichtet, Arbeitsbedingungen zu schaffen, die seinem Personal nicht schaden. Also muss im Team diskutiert werden, wie man das Probelm individuell lösen möchte - z.B. mit abgetrennten Raucherbereichen, wie ich es heute schon oft gesehen habe. Und jeder Servicekraft steht es frei, ihren Arbeitsplatz frei zu wählen: Wenn er/sie als Nichtraucherin genervt ist von der allabendlich start verrauchten Kneipe, steht es ihm/ihr ja frei einen anderen Arbeitsplatz mit weniger verrauchten Bedingungen zu suchen.
Zitat von Islabonita
Bei uns wurde z.B. auch diskutiert, ob für die Pausen ein Raucherzimmer eingerichtet werden soll oder nicht, weil ansonsten im Haus generell nicht geraucht werden darf. War eine hitzige Diskussion, aber letztendlich waren es dann die Raucher, die sich dafür entschieden, lieber beim Rauchverbot im Haus zu bleiben und ihr Zigarettenpause draußen vor der Tür zu machen, auch wenn das im Winter Kälter und Nässe für sie bedeutet.
Initiative ergreifen, sich einsetzen für rauchfreie Restaurants oder eben daheim bleiben. Es steht ja schließlich jedem Eigentümer und Veranstalter frei, in seinen Räumen ein Rauchverbot einzuführen, weil er das möchte. Dafür brauchen wir nicht extra ein Gesetzt, was dies vorschreibt.
Zitat von Islabonita
Auch dort gibt es die Möglichkeit mit den verantwortlichen Organisatoren zu reden, dass man rauchfreie Atmosphäre wünscht, was jeder Kunde akzeptieren würde, weil man sich in die Bedingungen des Gastgebers fügt. Und ich glaube nicht, dass Firmen Geschäfte durch die Lappen gehen und sie Einbußen hinnehmen müssen, nur weil beim Geschäftsessen nicht am Tisch geraucht werden darf.
Zitat von Islabonita
Gegen die habe ich ja auch nichts einzuwenden und werde sie dann auch genießen
Zitat von Islabonita
Was mich an der ganzen Diskussion nervt, ist dass die Nichtraucher wie die Raucher erwarten, dass der Staat eine Regelung für sie trifft. In unserem Land wird viel über alles mögliche gemeckert und gestöhnt und immer wird erwartet, dass die Politiker eine Lösung für die Sorgen und Nöte herbeibringen. Dabei finde ich, dass der Mensch seine Eigenverantwortung schlichtweg abgibt und statt selbst zu handeln, darauf wartet, dass andere die Dinge regeln. Und wir haben jetzt schon ein fuchtbar kompliziertes Rechtssystem mit Gesetzen und Umsetzungsvorschriften, wo der Normalbürger schon gar nicht mehr den Überblick hat. Ich finde, es ist höchste Zeit, dass jeder für sich Verantwortung übernimmt und die Menschen Dinge viel mehr untereinander regeln, durch ihr Handeln, weil sie sich für oder gegen etwas einsetzen - und das weil es ihnen wichtig ist und am Herzen liegt und nicht weil, Gesetze es vorschreiben!LG WhiteTara
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22.06.2007, 08:57Inaktiver User
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Gerade im Radio gehört, das ultimative Argument:
Wenn da jetzt drei Skat spielen, und einer muss immer zwischendurch nach draußen zum Rauchen, wie soll das gehen?
Da fehlte mir jetzt doch glatt das Problembewusstsein.
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22.06.2007, 09:01
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Lissie,
Zitat von Inaktiver User
da gebe ich dir vollkommen Recht! Ein generelles Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden, vielleicht auch noch in Gaststätten schützt nur einen begrenzten Kreis von Menschen vor dem ungewollten Mitrauchen. Gerade daheim in den Familien ist so mancher Mensch egal ob Kind oder Erwachsener viel mehr dem Rauch ausgesetzt als in der Öffentlichkeit. Und wer schützt die Kinder - wer verbietet schon den schwangeren Müttern das Rauchen, dem Partner, der neben seiner schwangeren Frau raucht, den Eltern+Verwandten+Freunden neben dem Baby und Kleinkind rauchen ????
Wenn man sich wirklich nur an die gesundheitlichen Aspekte hält, dann müsste Rauchen jeglicher Art doch gleich komplett verboten werden - es schadet ja nicht nur den ungewollten Mitrauchern, sondern auch den Rauchern selbst! Das Problem ist halt nur, man kann viele Jahre lang ganz moderat rauchen, ohne dass man negative Folgen für sich bemerkt, die stellen sich nun mal leider erst schleichend ein und daran hat unser Gesundheitssystem auch viel zu beißen.
Aber wie gesagt, ich denke mit staatlichen Verboten, ob generell oder auf manche Bereiche beschränkt, kommen wir nicht weiter. Es muss jeder für sich selbst Entscheidungen treffen und sie umsetzen, und jeder kann für sich frei entscheiden, ob er damit den Rauchern oder den Nichtrauchern auf die Füße tritt.
Das haben wir doch heute schon: Verkehrsbetriebe erteilen Rauchverbot in ihren Bussen, U-Bahnen und auch an ihren Haltestationen - weil sie das bereitsbestehende Hausrecht (oder wie auch immer das heißen mag) nutzen. Wer sich nicht dran hält bekommt den Strafzettel in die Hand. Auch die deutsche Bahn hat schon seit längerem in ihren Bordbistros das Rauchen verboten - und es geht, sogar ganz ohne gesetzliche Verpflichtung.
Und die hier so oft genannten öffentlichen Gebäude - ich überlege gerade, in welchen ich denn heute noch rauchen dürfte, wenn ich es denn wollte ??? In den Geschäften ist eh Rauchverbot, in meinem Bürgerbüro, dem Finanzamt, der Arbeitsagentur, im Gericht kenne ich auch nur die Raucherecken vor der Tür....überlegt doch mal genau, eigentlich haben wir doch schon ziemlich viele rauchfreie Bereiche - ohne Gesetzesvorgaben!
Natürlich ist dann noch die Frage, wie es in diesen Gebäuden mit den Mitarbeitern gehandhabt wird, aber ehrlich gesagt kenne ich niemanden meiner Bekannten, die jemals erwähnt hätten, dass sie direkt in ihrem Büro rauchen dürften.LG WhiteTara
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22.06.2007, 10:45
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Solange noch irgendwo in dieser USA-fremdgesteuerten Welt ein Raucher vor der Tür steht wird diese Diskussion nicht enden. Da helfen auch beste Klimaanlagen in Discos, abgetrennte Raucherbereiche und Nichtraucherrestaurants etc. nichts.Und die hier so oft genannten öffentlichen Gebäude - ich überlege gerade, in welchen ich denn heute noch rauchen dürfte, wenn ich es denn wollte ??? In den Geschäften ist eh Rauchverbot, in meinem Bürgerbüro, dem Finanzamt, der Arbeitsagentur, im Gericht kenne ich auch nur die Raucherecken vor der Tür....überlegt doch mal genau, eigentlich haben wir doch schon ziemlich viele rauchfreie Bereiche - ohne Gesetzesvorgaben!
Es wird immer Nichtraucher geben, die wegen des schöneren Sonnenuntergangs oder aus welchen Gründen auch immer sich PUNKTGENAU DA aufhalten wollen, wo Raucher (erlaubterweise) stehen oder sitzen und sich dann echauffieren.
Es wird immer Nichtraucher geben, die meinen, IHRE Sichtweise sei die einzig wahre und maßgebende und alle Welt hat sich nach ihnen zu richten. Und die haben offenbar in Deutschland ihre Europazentrale, weil hier immer alles besonders gründlich gemacht wird.
Und wenn ich schon höre "im Ausland klappt es ja auch" lache ich mich schlapp. Geht mal weg von den Städten und Touristenkneipen, z.B. in einen irischen Pub irgendwo in einem verschlafenen Dorf im Hinterland oder in eine Osteria irgendwo am Stadtrand von Rom oder Neapel, gar noch im Winter oder bei Regenwetter. Ihr würdet Euch wundern, wie "rauchfrei" die sind.
Ja ja, ich weiß, jetzt kommen x Beispiele aus dem letzten Urlaub an der Riviera...
Ich kann z.B. prima auf fette Hamburger verzichten und sehe voller Verachtung und Ekel auf die verfettete Hintern, die sich in öffentlichen Verkehrsmitteln wegen ihrer Breite mit auf meinen Platz quetschen und mich einengen. Ich finde, das sollte man auch verbieten - die ekeln mich an und stören mein Wohlbefinden ganz erheblich. Also fahre ich - wie viele andere auch - lieber Auto, verpeste damit schlimm die Umwelt und gefährde mit meinem PS-starken Mordinstrument andere Menschen...
Man muss nur die Gedanken laufen lassen - man kann aus allem eine lebensbedrohliche Gefährdung machen.
Eigentlich gehört es verboten, individuell zu leben.
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22.06.2007, 10:54
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Zitat von androgynes0815
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22.06.2007, 10:55
AW: Rauchverbot in Gaststätten
@White Tara
Hallo,
Deine Argumentation finde ich in Teilen etwas blauäugig. Die Sache mit den Arbeitsplätzen und dem "im Team lösen". In meinem Berufsleben habe ich so gut wie nie erlebt, dass Raucher freiwillig auf das Rauchen in Großraumbüros oder Besprechungsräumen verzichtet waren, wenn es nicht explizit verboten war. Der Hinweis, dass das stört und man es doch bitte unterlassen soll, war meistens für die Katz. Meinst Du wirklich, in der Gastronomie macht sich jemand die Mühe in Raucher/Nichtraucherschichten einzuteilen? Und Arbeitsplätze gibt es nun leider auch nicht wie Sand am Meer, dass man sich das immer aussuchen kann.
Thema Geschäftsessen: ich meinte nicht Gelegenheiten, bei denen man gleich ein ganzes Lokal mietet. Sondern die Gelegenheiten, wo man zu zweit oder dritt essen geht und sich vollquarzen lassen muss.
Die weitgehenden Rauchverbote am Arbeitsplatz sind auch nicht dadurch entstanden, dass die Mehrzahl der Arbeitgeber freiwillig reagiert haben, sondern dass es mittlerweile dazu auch arbeitsrechtliche Regelungen gibt.
Ein Argument noch für ein generelles Rauchverbot, ganz abgesehen davon, was mich jetzt persönlich als Nichtraucher stört oder nicht stört:
Bis jetzt war das Image des Rauchens speziell bei Jugendlichen positiv. Rauchen ist cool und normal. Dadurch, dass zukünftig wohl auch nicht mehr in Diskotheken/Kneipen etc. geraucht werden darf, sendet ein deutliches Signal aus, dass Rauchen eben nicht mehr der Normalfall, sondern die Ausnahme ist. Und eine schädliche noch dazu. Vielleicht hält das so manchen davon ab, überhaupt damit anzufangen.
GrußIslabonita
Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin
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22.06.2007, 11:06
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Das wäre in der Tat ein positiver Nebeneffekt.
Zitat von Islabonita
Aber wir wissen auch: Was verboten ist war schon immer besonders spannend und erstrebenswert.
Hat z.B: die Prohibition in USA seinerzeit wirklich Erfolg gehabt?
Zitat aus Wikipedia:
Nach 14 Jahren erfolgloser Bemühungen um ein trockenes Amerika, nach dem Börsenkrach 1929 und der anschließenden Depressionsphase und nach dem neuen Präsidenten Franklin D. Roosevelt wurde unter großer öffentlicher Beteiligung im Dezember 1933 das Alkoholverbot wieder aufgehoben.


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