@ Luci: Ja, ich gestehe, ich bin süchtig! Krieg ich jetzt auf mal Antworten auf die vielen Fragen, die ich in meinem obigen Post gestellt habe? Die wurden wohl absichtlich überlesen, gell?![]()
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Thema: Rauchverbot in Gaststätten
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13.04.2007, 22:07
AW: Rauchverbot in Gaststätten
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13.04.2007, 23:03
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Hach was hab ich es gut. Ich rauche nicht, gehe nicht zum Frisör, habe kein Auto dafür aber ein Fahrrad und ich gehe nicht in Kneipen, weil ich eben keine Lust habe hinterher meine Klamotten waschen zu müssen.
Raucher dürfen gerne rauchen aber nicht in meiner Wohnung. Dafür gibt es einen schönen großen Platz vor der Haustür. Bisher hat sich noch nie einer beschwert. Dafür koch ich wohl zu gut...

Schön war auch der Artikel im Spiegel (07/2007) zu diesem Thema. Leider ist der im Internet kostenpflichtig. Hierzulande rauchen halt zuviele Politiker die natürlich keinerlei Interesse daran haben dass das Rauchen verboten wird. Und Kohle bringt es ihnen ja auch.Why is it that every time I think I know the answers, someone goes and changes the questions?
Fox Mulder
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Es ist was es ist, sagt die Liebe
Erich Fried
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15.04.2007, 09:35Inaktiver User
AW: Rauchverbot in Gaststätten
hallo sehnsuchtsvolle,
Zitat von Sehnsuchtsvolle
ich hatte auf dein anderes posting nicht geantwortet, weil ich mich überhaupt nicht angesprochen fühlte. du wirst mich auch kaum speziell gemeint haben, oder? von "absichtlich überlesen" kann hier also keine rede sein. auf einige deiner fragen habe ich eh keine antwort und so manche meiner meinung zum thema wird dich als raucher vermutlich sowieso nicht wirklich interessieren. ich versuche es aber trotzdem gleich mal
dein "ja, ich gestehe, ich bin süchtig" ist übrigens nicht das, was ich in meinem letzten posting gemeint habe. zumindest wirkt es nicht so. es gibt verschiedene arten eines "suchtgeständnisses". wenn man nun mal die beiden folgenden miteinander vergleicht:
1. "ja, ich bin süchtig. na und? dafür trinke ich kaum alkohol und fahre nur mit dem rad. jeder mensch braucht halt ein laster. also belästige mich nicht. was geht's dich an?"
2. "ja, ich bin süchtig. an einigen tagen wünsche ich mir wirklich, aufhören zu können. an anderen widerum verdränge ich das thema, weil es mich einfach zu sehr belastet. ich schaffe es zwar, auch mal 2 stunden nicht zu rauchen, merke aber schon, dass es mich total hibbelig macht und ich dann am liebsten sofort nach hause gehen möchte, weil ich eigentlich nur noch da rauchen kann, ohne dass mich ein kleinkarierter nichtraucher schief anschaut."
sind beides nur beispiele, okay. aber: beides war ich, als raucher. und ähnliche reaktionen erlebe ich bei rauchern oft. die hibbeligkeit merke ich vll nur, weil ich selbst mal raucher war. schwer zu beurteilen.
wenn ich mitbekomme, wie leichtfertig so mancher raucher mit dem wort sucht umgeht, gruselt es mich. würden wir hier über alkohol, tabletten oder kokain reden, würde keiner so offen seine abhängigkeit zugeben. bei zigaretten hat man aber offenbar keine scham, von sucht zu sprechen. ich persönlich finde es aber so oder so schlimm, von einem bestimmten stoff abhängig zu sein. eigentlich ganz egal, um welchen stoff es sich dabei handelt. das ist doch kein zustand, den man mit einem "ja, ich bin eben süchtig. na und?" einfach so hinnehmen sollte.
und wer von einem bestimmten stoff abhängig ist UND dies auch wirklich als eine SUCHT begreift, kann sich doch eigentlich nicht hinstellen und diese sucht auch noch verteidigen, oder?
mal ganz ehrlich, das ergibt doch nun gar keinen sinn.
so, nun zu deinem post, sehnsuchtsvolle:
dazu kann ich nun nicht viel sagen. mich irritiert, dass hier fast jeder, speziell zu der lage in spanien, etwas anderes sagt. auch im internet habe ich widersprüchliche angaben gefunden. die einen sagen, es gäbe dort generelles rauchverbot. andere sagen, dass in einzelnen lädchen noch geraucht werden darf. ich blick da nicht durch. ich war zuletzt (im dezember) auf lanzarote. dort war ich einmal in einem von schweizern geführten restaurant, in dem an der bar geraucht werden durfte und an den tischen hingegen nicht (der laden war leider trotzdem recht verraucht). hingegen in allen anderen spanischen restaurants, die wir besucht haben. dort herrschte nämlich rauchverbot. ich bin also recht irritiert, was spanien angeht.
Zitat von Sehnsuchtsvolle
was irland angeht, so habe ich diesbezüglich keine eigenen erfahrungen. würde ich aber noch rauchen, müsste in meinem heimatland dafür vor die tür gehen, würde ich das angeödet so hinnehmen. wenn ich dann ins ausland reisen täte und in einer bar rauchen dürfte, so würde ich es auch tun und mich freuen. das ist doch logisch. ich sehe da jetzt keinen widerspruch! und als proletin sehe ich mich auch nicht
, das hat damit doch gar nichts zu tun. das rauchverbot gibt es doch, um nichtraucher zu schützen und nicht, um rauchern das leben zur hölle zu machen. auch wenn raucher das oft anders empfinden mögen
zu den umsatzeinbußen kann ich auch nicht viel sagen, da ich keine kneipe oder ähnliches betreibe. ich glaube aber, dass sich dieses problem quasi von selbst erledigt, wenn das rauchen in jedem restaurant, jeder kneipe, jeder bar und jeder disco verboten wäre. wenn jeder gastwirt machen kann, wie er will, und es dadurch entsprechend auswahl gibt, wird es den raucher immer eher in eine lokalität ziehen, in der er rauchen darf. ist ja ganz logisch. gibt es jedoch diese auswahl nicht, wird er sich irgendwann damit abfinden und auch nr-läden betreten.
das einzige, was ich gern glaube, ist die tatsache, dass raucher auch beim alkohol für mehr umsatz sorgen dürften, als nichtraucher das für gewöhnlich tun. als kleinen ausgleich: dafür werden bestimmt wieder mehr nichtraucher in die läden gehen und inbesondere essen gehen.
eine offizielle und verlässliche quelle kann ich dir auch nicht nennen. ein bekannter von mir lebt bei edinburgh. dort ist in den pubs durchaus was los. wenn die raucher rauchen wollen bzw müssen, gehen sie eben vor die tür.Mich würden mal Statistiken bezüglich der Neuregelungen in einigen Ländern interessieren. Hätte vielleicht jemand mal eine halbwegs verlässliche Quelle parat? Die Nichtraucher sagen, nichts habe sich geändert, Kneipen im Ausland sind trotz Rauchverbots so voll wie früher und der Euro rollt. Die Raucher und auch einige Nichtraucher wie in meinem Beispiel sagen, nö, stimmt nicht. Was jetzt?
aber, und das ist mir wirklich wichtig mal zu sagen: können wir auf dem thema umsatzeinbußen und arbeitsplätze wirklich argumente zum thema nichtraucherschutz aufbauen? wir legalisieren doch nun auch nicht andere drogen, nur um arbeitsplätze zu schaffen
. die (nichtrauchende) allgemeinheit versucht wohl eher, bei der nikotinsucht eine umkehr der wertigkeit zu erreichen. es IST eine droge und es ist ein völliges unding, dass diese droge so legal ist und, schlimmer noch, jahrzehnte/jahrhunderte so toleriert/hingenommen wurde. es macht die menschen kaputt.
das ist genau das, was ich weiter oben meinte. so lange raucher noch die wahl haben, werden sie sich immer einen platz aussuchen, an dem sie raucher dürfen. hätte/habe ich früher auch so gemacht. wenn diese wahl denn endlich mal wegfallen würde, wäre es für alle beteiligten leichter. dieser glaube ist übrigens der hauptgrund für mich zu denken, dass der staat diesbzüglich für den gastwirt entscheiden soll. ich weiß, dass sich viele darüber aufregen, wenn man dem gestwirt die freiheit, selbst entscheiden zu können, nimmt. ich bin aber wirklich davon überzeugt, dass es in die hose geht, wenn da jeder machen kann, was er will und es keine einigkeit gibt.In unserem Hotel (mit kompletten Rauchverbot) sagte der Barmann, der schon seit vielen Jahren dort arbeitet, dass die Umsätze ebenfalls zurückgegangen seien, denn die Raucher gingen in andere Lokale, um ein Bier zu trinken. Bei gutem Wetter und bei geöffneter Terrasse mache es keinen Unterschied, aber bei schlechtem Wetter (und wir hatten leider schlechtes Wetter) merke man den Unterschied zu früher deutlich.
Kein Nichtraucher muss sich in Restaurants und Kneipen vollqualmen lassen, keine Frage! Das Personal in Raucherkneipen hat auch das Recht auf Unversehrtheit und damit das Recht, Schutzmasken zu tragen, warum eigentlich nicht?
das war doch jetzt hoffentlich ein witz, oder? hilfe, wo bleibt ein smiley? es kann doch nicht dein ernst sein, dass das personal in der gastronomie schutzmasken tragen soll
soviele kosten und umstände, nur damit menschen einer schweren sucht nachgehen können? das würde ich wirklich als falsch empfinden. für drogenahängige gibt es vom staat finanzierte entzugsprogramme, aber den nikotinsüchtigen bauen wir, damit sie weiterhin rauchen können, die kneipen entsprechend um??? richtig finde ich das nicht.Mittlerweile gibt es auch fantastische Klimaanlagen, die die Belästigung auf ein Mindestmaß beschränken, warum fordert man nicht einfach den Einbau in Raucherkneipen? Auf dem Flughafen in Malaga gab es einen Raucherraum, in dem viele Menschen standen, aber der war keineswegs verqualmt, denn die Abgase zogen sofort weg, das ist sehr wohl möglich!
letzten sonntag war ich in einer kneipe. ich war auf rauch vorbeireitet und beklage mich deshalb an dieser stelle nun auch nicht darüber. aber eine interessante erfahrung habe ich dennoch wieder mal gemacht. es gibt dort nämlich jetzt auch einen nichtraucherbereich. dass dieser nichtraucherbereich in einer eher wenig attraktiven ecke dieses lokals lag, möchte ich nun nicht mal großartig beklagen. die trennung brachte jedoch in bezug auf rauchbelästigung nicht viel. okay, man sitzt nicht mitten IM qualm, aber es war trotzdem mehr als unschön. als ich nach hause kam und mein shirt über den kopf zog, wurde mir wieder mal übel. meine ganzen klamotten waren so verraucht, als hätte ich mitten IN der raucherzone gesessen. die offene unterteilung raucher/nichtraucher ist ja ganz nett und sich besser, als gar nichts, aber eine zufriedenstellende lösung sind sie auf keinen fall.
dass du den raucherraum auf dem flughafen in malaga nicht als verqualmt empfunden hast, wird hauptsächlich daran liegen, dass du selbst raucherin bist. als raucher, und das weiß ich ja aus eigener erfahrung
, nimmt man den rauch ganz anders wahr als ein nichtraucher. es ist überhaupt kein vergleich. ich bin davon überzeugt, dass ein raucher erst dann verstehen wird, wenn er mit dem rauchen aufhört. vorher wird er immer nur denken, dass sich der nichtraucher "mal wieder echt anstellt."
tut mir leid, aber "konsequent zu ende gedacht" finde ich das nicht. natürlich ist die belastung durchs einatmen diverser chemikalien für einen friseur vermutlich recht hoch, aber das ist wohl nichts, was sich nun jetzt abstellen lässt. diese chemikalien sind nun mal nötig, damit der friseur seinen job überhaupt ausüben kann. eine servicekraft in der gastronomie benötigt aber keinen rauchenden gast an tisch 11, um ihm die schweinshaxe florida servieren zu können/dürfen.Konsequent zu Ende gedacht müssten auch alle Friseure auf die Barrikaden gehen, die tagtäglich Chemikalien einatmen müssen - ohne Schutzmaske! Das meine ich nicht polemisch, sondern ganz ernst. Sie tragen zwar Handschuhe, dennoch ist die Belastung durchs Einatmen und die mögliche Allergienentwicklung sehr hoch. Ich hoffe, die Nichtraucher hier sind da genauso konsequent und erwarten von ihrem Friseur auch kein Anrühren und Auftragen mehr von Haarfarben oder Dauerwellflüssigkeiten oder Haarspray etc., schließlich sind die Mitarbeiter da unterm Strich nicht besser dran wie die nichtrauchenden Kellner in Raucherlokalen.
wie ich schon im letzten posting schrieb, so geht es mir ziemlich auf die nerven, dass raucher so oft mit dem argument der autoabgase kommen.(@ Ebayfan: Autos stinken heute zwar weniger als früher, sind aber keineswegs harmlos! Die Feinstaubbelastung schädigt die Lungen viel mehr als frühere Abgase, nur nehmen wir sie nicht wahr, das macht es umso gefährlicher. Leider habe ich gerade keinen Link parat, aber ich habe es mehrfach aus fundierter Hand gelesen. Ich benutze daher öffentliche Verkehrsmittel und werde von meinen nichtrauchenden Kollegen belächelt, die konsequent und zu Recht saubere Luft fordern, aber selber aus Gründen der Bequemlichkeit nicht bereit sind, ihren Schadstoffausstoß zu verringern.)
ich kann dir jetzt schreiben, dass ich eigentlich nur am we mein auto nutze (stimmt sogar), aber was ändert das? gar nichts, wenn es um's rauchen/nichtrauchen geht. wenn mich ein raucher zuqualmt, ist es mir in dem moment völlig gleich, ob er ansonsten sehr umweltfreundlich ist. das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun.
ich habe knapp 12 jahre geraucht. da bringt es mich, wörtlich genommen, auch nicht um, wenn ich jetzt ab und an mal eine zigaretten passiv mitrauche. mir persönlich geht es da wirklich nicht mal hauptsächlich um meine gesundheit (denn die habe ich ja selbst jahrelang mit füßen getreten), aber mich ekelt der rauch an sich einfach echt an. ich sehe nicht ein, warum ich den qualm ertragen muss, nur weil jemand anders süchtig ist und seine "freiheit" leben will. ich als nicht-mehr-raucher möchte auch meine freiheit leben, aber eben eine rauchfreie.
der hauptgrund, warum ich mit dem rauchen aufhörte, war der, dass mich diese ewige rücksichtnahme auf nichtraucher und der damit verbundene ewige rechtfertigungszwang immer mehr belastet hat. ich habe keine freiheit mehr gespürt und fühlte mich von der zigarette eigentlich nur noch eingeengt, da sie mein denken echt im griff hatte. wie sehr, habe ich eigentlich erst später gemerkt. wie auch immer: als raucher musste ich rücksicht üben und war davon genervt. nun habe ich aufgehört und bin dafür wirklich wirklich wirklich durch die hölle gegangen! meine belohnung für diese qualen, und die damit verbundenen 15 kg mehr auf den rippen, kann nicht sein, dass ICH jetzt wieder ständig rücksicht (diesmal auf raucher) nehmen muss. ich weiß durchaus noch, wie man sich als raucher fühlen kann. ich weiß, was starke nikotinabhängigkeit bedeutet...aber ich bin nicht mehr bereit, besonders rücksichtsvoll zu sein. ich hau den leuten nicht was auf die rübe
, aber ich bin eben auch nicht die liebe tante, die stets für alles verständnis hat und dafür zurücksteht.
lg
luciGeändert von Inaktiver User (15.04.2007 um 09:47 Uhr)
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15.04.2007, 22:52
AW: Rauchverbot in Gaststätten
@ Luci: Danke für deine ausführliche Antwort, die ich in vielen, aber nicht allen Punkten teile.
.
"was irland angeht, so habe ich diesbezüglich keine eigenen erfahrungen. würde ich aber noch rauchen, müsste in meinem heimatland dafür vor die tür gehen, würde ich das angeödet so hinnehmen. wenn ich dann ins ausland reisen täte und in einer bar rauchen dürfte, so würde ich es auch tun und mich freuen. das ist doch logisch. ich sehe da jetzt keinen widerspruch!"
Doch ich sehe da einen Widerspruch. Wenn es für die Iren normal geworden ist, in Kneipen nicht zu rauchen, warum wollen sie es im Urlaub dann überhaupt noch? Speziell für die Nichtraucher muss das doch der Horror sein, warum machen die das mit? Wie gesagt: Es gab nicht eine einzige irische oder englische Kneipe, in der nicht geraucht werden durfte.
Auch das sehe ich etwas anders:
"tut mir leid, aber "konsequent zu ende gedacht" finde ich das nicht. natürlich ist die belastung durchs einatmen diverser chemikalien für einen friseur vermutlich recht hoch, aber das ist wohl nichts, was sich nun jetzt abstellen lässt. diese chemikalien sind nun mal nötig, damit der friseur seinen job überhaupt ausüben kann. eine servicekraft in der gastronomie benötigt aber keinen rauchenden gast an tisch 11, um ihm die schweinshaxe florida servieren zu können/dürfen."
Nein, Chemikalien sind nicht zwingend notwendig. Niemand muss gefärbte Haare haben und auch eine Dauerwelle oder Haarspray braucht man nicht wirklich. Es gibt mittlerweile auch Bio-Friseure, die nur mit natürlichen Haarfarben und Produkten arbeiten, die nicht krebserregend sind. Das Service-Personal in Gaststätten hat ein Recht auf körperliche Unversehrtheit, warum nicht auch der Friseur?
Mein Kommentar mit der Atemschutzmaske war übrigens ganz ernst gemeint! Warum dürfen den nur Arbeitnehmer benutzen, die ohne Kundenkontakt arbeiten? Hätten nicht Friseure und Gaststättenpersonal das gleiche Recht? Also ich stelle mir das als Großversuch sehr interessant vor! Und vielleicht auch lehrreicher als Verbote?
Mit dem Auto fahren ist das natürlich so eine Sache und der Vergleich hinkt, mir geht es da um den Faktor Rücksichtnahme, der von mir - zu Recht! - von Nichtrauchern erwartet wird, sie aber im Leben nicht auf die Idee kommen, für bessere Luft ihre Bequemlichkeit einzuschränken. Mehr noch: Genau diejenigen schreiben in anderen Strängen, wie furchtbar hoch die Parkgebühren oder monatlichen Stellplätze sind, denn obwohl sie in der Stadt leben und arbeiten, eigentlich gar kein Auto brauchen und die Feinstaubwerte in die Höhe treiben, fühlen sie sich absolut im Recht, möchten aber Rauchern sogar das Qualmen draußen verbieten, weil sie sich davon belästigt fühlen! (Alles hier gelesen!) Wie verquer ist das denn?
Ich hatte das Beispiel an anderer Stelle schon erwähnt: Meine nichtrauchenden Kollegen beschweren sich immer über uns Raucher, obwohl wir es nicht in ihrer Gegenwart tun, es in einem Raum tun, der von den anderen nicht genutzt werden muss, aber dennoch gibt es immer blöde Kommentare. Dass ich mit den Öffis zur Arbeit fahre, ganz bewusst auf das Auto verzichte - für diesen Beitrag bin ich noch nie gelobt worden. Einem besonders nervenden Menschen habe ich dann gesagt: "Okay, ich rauche hier nicht mehr, dafür kommst du auch ab sofort mit dem Rad oder dem Bus." (Der wohnt nicht weit vom Arbeitsplatz entfernt!) Auf den Deal wollte er sich dann doch nicht einlassen, dafür meckert er jetzt nicht mehr
.
Ich kann deine Einstellung absolut nachvollziehen, du rauchst nicht mehr und möchtest auch nicht mehr von anderen vollgequalmt werden. Ich bin auch dafür, in öffentlichen Gebäuden etc. das Rauchen zu verbieten und den Nichtraucherschutz zu stärken, aber bleibe dabei: Bei Kneipen möchte ich es mir aussuchen können, ob ich rauchen darf oder nicht. Diese kleine Nische möchte ich mir nicht verbieten lassen. Wer von mir nicht belästigt werden will, der möge ein anderes Etablissement aufsuchen, diese Möglichkeit sei ihm/ihr unbenommen. An meinem Urlaubsort in Andalusien gab es jede Menge Nichtraucherrestaurants und -kneipen, da sehe ich kein Problem.
LG, Sehnsuchtsvolle
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16.04.2007, 11:06
AW: Rauchverbot in Gaststätten
@ Luci:
donnernder Applaus
Danke
Wer etwas verhindern will sucht nach Gründen. Wer etwas erreichen will sucht nach Wegen.
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16.04.2007, 12:38Inaktiver User
AW: Rauchverbot in Gaststätten
ich weiß nicht, ob es für die iren normal geworden ist, in kneipen nicht mehr zu rauchen. ich vermute eher, dass sie sich mit der situation daheim lediglich arrangiert haben. ein raucher will rauchen, ist doch logisch.
Zitat von Sehnsuchtsvolle
kleiner vergleich: ich hatte mir noch zu rauchzeiten angewöhnt, in der firma nicht mehr zu rauchen. hauptsächlich deshalb, weil es dort nicht allzu "raucherfreundlich" ist. hätte ich zu der zeit gekündigt und woanders angefangen, wo die bedingungen für raucher besser gewesen wären, so hätte ich NATÜRLICH in der neuen firma geraucht. warum sollten die iren also nicht auch dort rauchen, wo sie es dürfen?
so gesehen, wären auch keine autos, flugzeuge, fernseher, computer zwingend notwendig. wir könnten unsere wäsche in zukunft auch wieder über ein brett rubbeln, statt sie in eine stromfressene waschmaschine zu stecken. mit solchen beispielen entfernen wir uns aber immer weiter vom eigentlichen thema. also was soll sowas?Nein, Chemikalien sind nicht zwingend notwendig. Niemand muss gefärbte Haare haben und auch eine Dauerwelle oder Haarspray braucht man nicht wirklich. Es gibt mittlerweile auch Bio-Friseure, die nur mit natürlichen Haarfarben und Produkten arbeiten, die nicht krebserregend sind. Das Service-Personal in Gaststätten hat ein Recht auf körperliche Unversehrtheit, warum nicht auch der Friseur?
zum repertoire eines friseurs gehört nunmal auch der umgang mit chemikalien, damit er haare färben, tönen oder in wellen legen kann. von bio-friseuren habe ich noch nie gehört. wenn es aber alternativen zu den chemikalien gibt, so ist es doch wunderbar. meinetwegen kann die ein friseur bei mir gern verwenden. denn: nicht nur der friseur atmet die stoffe ein, sondern auch ich als kunde. zudem reizt es MEINE kopfhaut, während der friseur handschuhe tragen kann.
der vergleich zur servicekraft in der gastronomie ist trotzdem unangemessen, da diese keine zigaretten für ihren job benötigt. egal ob mit oder ohne filter, normaler tabak oder irgendein biokraut.
da möchte ich mal die reaktion der gäste sehen (insbesondere der rauchenden), wenn sie von kellnern mit gasmaske bedient werden. das schafft ja direkt so ein herrlich entspanntes ambienteMein Kommentar mit der Atemschutzmaske war übrigens ganz ernst gemeint! Warum dürfen den nur Arbeitnehmer benutzen, die ohne Kundenkontakt arbeiten? Hätten nicht Friseure und Gaststättenpersonal das gleiche Recht? Also ich stelle mir das als Großversuch sehr interessant vor! Und vielleicht auch lehrreicher als Verbote?
. man stelle sich nur mal die konversation zwischen gast und servicekraft vor: "was -schnauf- darf ich ihnen -schnauf- denn bringen?". darth vader lässt grüßen 
zum großversuch: der laden wäre bestimmt schnell pleite.
ich habe nun schon mehrmals über diesen punkt nachgedacht, da er ja so oft von rauchern genannt wird. grundsätzlich habe ich im leben durchaus die einstellung, dass alles immer ein geben und ein nehmen sein muss. so kann ich zb von anderen nicht etwas erwarten, wozu ich selbst nicht bereit bin. ich empfinde aber das thema rauchen fern jeder konkurrenz. es gibt in meinen augen nichts vergleichbares. das autothema ist m.e. irgendwie total ausgelutscht, sorry. sitze ich in einem restaurant vor einem teller mit leckeren nudeln, muss ich kaum damit rechnen, dass jemand mit einem vor alterschwäche knatternden seat ibiza direkt reinfährt und neben mir erst 10 minuten den motor laufen lässt und anschließend das auto dort noch parkt. mit rauch aus einer zigarette muss ich aber jederzeit rechnen.Mit dem Auto fahren ist das natürlich so eine Sache und der Vergleich hinkt, mir geht es da um den Faktor Rücksichtnahme, der von mir - zu Recht! - von Nichtrauchern erwartet wird, sie aber im Leben nicht auf die Idee kommen, für bessere Luft ihre Bequemlichkeit einzuschränken. Mehr noch: Genau diejenigen schreiben in anderen Strängen, wie furchtbar hoch die Parkgebühren oder monatlichen Stellplätze sind, denn obwohl sie in der Stadt leben und arbeiten, eigentlich gar kein Auto brauchen und die Feinstaubwerte in die Höhe treiben, fühlen sie sich absolut im Recht, möchten aber Rauchern sogar das Qualmen draußen verbieten, weil sie sich davon belästigt fühlen! (Alles hier gelesen!) Wie verquer ist das denn?
Ich hatte das Beispiel an anderer Stelle schon erwähnt: Meine nichtrauchenden Kollegen beschweren sich immer über uns Raucher, obwohl wir es nicht in ihrer Gegenwart tun, es in einem Raum tun, der von den anderen nicht genutzt werden muss, aber dennoch gibt es immer blöde Kommentare. Dass ich mit den Öffis zur Arbeit fahre, ganz bewusst auf das Auto verzichte - für diesen Beitrag bin ich noch nie gelobt worden. Einem besonders nervenden Menschen habe ich dann gesagt: "Okay, ich rauche hier nicht mehr, dafür kommst du auch ab sofort mit dem Rad oder dem Bus." (Der wohnt nicht weit vom Arbeitsplatz entfernt!) Auf den Deal wollte er sich dann doch nicht einlassen, dafür meckert er jetzt nicht mehr
.
und, das muss ich wohl öfter betonen, es geht mir nicht hauptsächlich um die gesundheitlichen schäden einer passiv gerauchten zigarette. mich ekelt der rauch total an. er hängt in jeder hautpore sowie klamottenfasern. raucher halten solche aussagen für übertrieben, das weiß ich, aber ihr könnt es einfach nicht wirklich nachvollziehen. ihr tragt den grundgeruch immer mit euch herum. ihr riecht sogar danach, wenn ihr frisch aus der dusche kommt (kein scherz!). ihr seid daher überhaupt nicht sensibilisiert. soll auch kein vorwurf sein (ich war ja früher selbst so), aber das macht es eben schwer, euch gewisse unterschiede verständlich zu machen.
natürlich möchtest du dir das rauchen nicht verbieten lassen. ich selbst war innerlich immer schnell grantig, wenn ich nicht so konnte, wie ich wollteIch kann deine Einstellung absolut nachvollziehen, du rauchst nicht mehr und möchtest auch nicht mehr von anderen vollgequalmt werden. Ich bin auch dafür, in öffentlichen Gebäuden etc. das Rauchen zu verbieten und den Nichtraucherschutz zu stärken, aber bleibe dabei: Bei Kneipen möchte ich es mir aussuchen können, ob ich rauchen darf oder nicht. Diese kleine Nische möchte ich mir nicht verbieten lassen. Wer von mir nicht belästigt werden will, der möge ein anderes Etablissement aufsuchen, diese Möglichkeit sei ihm/ihr unbenommen. An meinem Urlaubsort in Andalusien gab es jede Menge Nichtraucherrestaurants und -kneipen, da sehe ich kein Problem.
. als nicht-mehr-raucher interessiert mich das aber nicht mehr, ob irgendein raucher seinen pegel wieder aufbauen kann oder nicht. ich sehe nicht ein, warum ich für die freiheit eines rauchers nun irgendwelche orte meiden muss
ich habe echt keine lust mehr, immer der depp zu sein. als raucher war ich es ständig....und nun als nichtraucher auch?
. gerecht ist was anderes.
wenn du schreibst, dass du dir in kneipen das rauchen aber nicht verbieten lassen möchtest, ist das aber wenigstens mal eine klare aussage. für mich als nichtraucher ist das zwar im prinzip inakzeptabel, aber ich würde mir öfter solch direkte worte wünschen. wie ich oben schon schrieb: "ein raucher will rauchen!". dies gibt schon allein die sucht vor. mir ist es lieber, ich kann viele komische aussagen/argumente von rauchern auf die sucht, die aus ihnen spricht, schieben, als dass ich zb ernsthaft glauben müsste, dass jemand wirklich kellner mit gasmasken ausstatten will. nicht böse sein, sehnsuchtsvolle
. das mit der gasmaske ist jetzt nur ein beispiel. es gibt aber viele argumente von rauchern, die mich echt umhauen. mich erstaunt zb immer wieder, wie sehr sich raucher oftmals vom eigentlichen thema entfernen können.
lg
luci
p.s. morgen bin ich übrigens ein jahr rauchfrei
Geändert von Inaktiver User (16.04.2007 um 12:45 Uhr)
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16.04.2007, 22:11
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Liebe Luci, da gelangen wir wohl zu keinem Konsens, aber so ist das halt bei dem Thema.
Da geht's schon los: Ich würde mich lieber von darth vader bedienen lassen, wenn er mich rauchen ließe als von Orlando Bloom, wenn der mich zum Qualmen vor die Tür schickte
Zitat von Inaktiver User
(Auch glaube ich, dass die meisten Raucher das wohl ähnlich sehen, pleite gehen muss der Laden noch lange nicht).
Klar, als Nichtraucher sieht man es nicht ein, sich bei der Wahl der Kneipen einschränken zu müssen. Ich bin im Gegenzug nicht bereit, meine Stammkneipe kampflos aufzugeben, diese kleine Nische lasse ich mir freiwillig nicht nehmen, da ist dann klipp und klar meine Toleranzgrenze erreicht.
Liebe Grüße von der Sehnsuchtsvollen
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17.04.2007, 09:03
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Tja solange ein Kneipenbetreiber die Wahl hat... ich gehe nicht in Kneipen weils mir ehrlich gesagt zu sehr stinkt. So muss der Wirt halt wählen, ob er Raucher haben will oder Nichtraucher. Ich denke die Anzahl hält sich ungefähr die Waage. Naja nun wird es zum Glück Sommer und man kann draussen sitzen. Da ist das Problem dann nicht so sehr gegeben.
Why is it that every time I think I know the answers, someone goes and changes the questions?
Fox Mulder
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Es ist was es ist, sagt die Liebe
Erich Fried
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17.04.2007, 09:36Inaktiver User
AW: Rauchverbot in Gaststätten
@ Luci,
einfach klasse !!!! APPLAUS -APPLAUS - APPLAUS -!!!
P.S. war kürzlich in Dublin : Wunderbar für Nichtraucher !!! Wir waren bis zum Abwinken in Kneipen, die übrigens brechend voll waren - täglich -! - und konnten essen und trinken so lang wir wollten : ohne Husten ohne stickige Luft und ohne Gestank !!
Ich freu mich auf die Nicht-Raucher-Kneipen-Zeit !
frische Grüße
reddaisy
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17.04.2007, 11:32
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Wenn ich - wie gestern - in der Zeitung (WAZ) lese, dass in Niedersachsen darüber nachgedacht wird, eine sog. "Nichtraucherpolizei" mit der Kontrolle der Gaststätten, Beobachtungen auf Einhaltung des Gesetzes und der Erhebung eines Bußgeldes (von 5 - 1000 Euro) zu beauftragen, bekomme ich Gänsehaut.
Nicht wegen des Nichtrauchergesetzes an sich, sondern weil ich mir davor echt graut, auf welchem Weg sich dieses unser Land befindet.
Die zu Denunzianten können sich schon mal warmlaufen ... sie werden viel zu tun bekommen.


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