Luci, Du hast natürlich völlig Recht damit.Zitat von Inaktiver User
Aber (und das bezieht sich nicht auf das Zitat von Luci):
Ist es für jemanden, der versucht, sich das Rauchen abzugewöhnen oder es vielleicht mit großen Schwierigkeiten auch geschafft hat, das absolute Sahnehäubchen, dann vehement gegen Raucher zu hetzen?
Hilft dem Ex-Raucher das, um sich selbst besser beweihräuchern und sich besonders toll fühlen zu können?
Einige NR-Postings in diesem Strang strotzen vor Selbstgerechtigkeit, Überheblichkeit und blindem Missionarseifer.
Ich finde sowas armselig und kleingeistig.
Generell, nicht nur zum Thema Rauchen.
Einige NR zeigen doch auch hier, dass sie ihre Meinung sehr wohl deutlich vertreten und formulieren können, ohne die Raucher wie den letzten Abschaum zu behandeln. Es geht doch.
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Thema: Rauchverbot in Gaststätten
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20.07.2007, 10:27
AW: Rauchverbot in Gaststätten
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20.07.2007, 10:28Inaktiver User
AW: Rauchverbot in Gaststätten
für starke raucher ist es schwer aufzuhören und gleichzeitig tolerant gegenüber (noch-)rauchern zu bleiben. behaupte ich jetzt mal. ein teil der "therapie" muss zwangsläufig sein, sich der negativen seiten der zigaretten bewusst zu werden. anders ist es m.e. langfristig nicht zu schaffen. das sollte zwar nicht das problem des (noch-)rauchers sein, sondern jetzt nur mal zur erklärung dienen, warum ex-raucher meist eine härtere linie fahren. es geht auch nicht darum, missionierend zu nerven, aber wir sind nun mal überzeugt, richtig zu liegen.
Zitat von michilein
natürlich habe ich selbst gern beim bierchen in der kneipe gesessen. sogar in kneipen, in denen ich mich jetzt als nr gar nicht mehr aufhalten dürfte, weil ich irgendeinem slash-trash nicht entspreche
. auch jetzt kommt, nach 3 überaus leckeren becks lemon
, zuweilen noch der wunsch nach einer zigarette auf. es dauert wohl noch jahre, bis das vollkommen weg ist.
wie kompromissbereit ich früher war? im laufe der letzten 4 jahre immer mehr. das war auch der hauptgrund, warum ich aufhörte. ich konnte es immer weniger vertragen, was ich meinem umfeld antue. ich fühlte mich diskriminiert, weil ich immer mehr das gefühl hatte, mit zigarette nicht erwüncht zu sein und andere zu stören. mein anspruch an mich selbst, höchstmögliche rücksichtnahme zu zeigen, wurde immer stärker. gleichzeitig habe ich gemerkt, dass ein raucher nur sehr begrenzt auf nr rücksicht nehmen kann. und das wurde mir schlichtweg einfach zu anstrengend. ich saß zb in restaurants/cafés/kneipen immer ganz rechts, weil ich auch mit der rechten hand geraucht habe und so zumindest die zigarettenhand nicht direkt neben dem gesicht eines nichtrauchers war. diese gedanken (wie störe ich am wenigsten?) haben mich immer mehr verrückt gemacht, so dass irgendwann nur noch eine lösung (aufhören!!) möglich war.
ich habe also in erster linie aufgehört, weil ich davon überzeugt bin, dass raucher auf nichtraucher nicht ausreichend gut rücksicht nehmen können (selbst wenn sie es wollen). daher widerstrebt es mir natürlich, rauchern gegenüber allzu verständnisvoll zu sein. wie kann ich bei ihnen nachsichtig sein, wenn ich es mir selbst gegenüber nicht war? nein, also bei mir, bist du mit sowas echt an der falschen adresse.
dies hat nur zugenommen, weil die gesellschaft durch diese ganzen diskussionen offener geworden ist. würden nichtraucher weiterhin den mund halten, würde sich mit sicherheit gar nichts verändern. warum auch? für die raucher lief es ja im prinzip gut.
Zitat von michilein
danke fürs blümchen. schaukelt sich schon manchmal recht schnell hoch hier. geht mir ja auch so
....wobei ICH aber natürlich im recht bin
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20.07.2007, 10:36
AW: Rauchverbot in Gaststätten
das deckt sich aber nicht mit diesem hier:
Zitat von chrisko46
du widersprichst dir also selbst.@Alle
Rauch stinkt, ist ekelig und erbärmlich. Raucher sind Sklaven des Qualms, Skalven der Zigarette, die meist nur als Schnullerersatz dient und einen vermeintlichen Halt bietet. Der Gestank schafft Distanz, weshalb man unbedingt Reservate braucht.
Das Fehlen der Zigarette löst Panik aus und schürt die Angst.
Alles wunderschön hier nach zu lesen.
Es ist wie im realen Leben... die gleichen Argumente, die gleichen Sprüche... alle geschürt aus reiner Angst.
Jeder der hier objektiv liest, kommt zu dem Schluß das wirklich nur ein generelles Rauchverbot Sinn machen kann.
Denn mit vernünftigen Argumenten kann man keinen Raucher überzeugen...************************
Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere recht haben könnte. Jürgen Habermas
************************
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20.07.2007, 10:38
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Luci,
Deine Motivation, Deine Beweggründe aufzuhören, sind allein Deine Entscheidung.
Mit den Konsequenzen besser oder schlechter zurechtzukommen, ist ebenfalls Deine ureigene Angelegenheit.
Dein Verhalten ist aber kein Maßstab und kein Regelwerk für andere. Das musst Du noch lernen, zu akzeptieren.
Dass man Rücksicht wünscht und gelegentlich sogar einfordert, mag teilweise berechtigt sein.
Anderen aber vorzuschreiben zu wollen, was sie wann und wo zu tun und zu lassen haben, nur weil man selbst es so hält, geht gar nicht.
Im übrigen hat sich der Aufstand der Nichtraucher (jedenfalls öffentlich) eben NICHT über Jahre entwickelt, sondern kam erst auf, als das Gesetz ins Gespräch kam.
Mit staatlicher Rückdeckung waren sie plötzlich gaaaaanz groß und hatten ja angeblich immer schon gesagt....
Aber auch das hatten wir schon.
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20.07.2007, 10:40Inaktiver User
AW: Rauchverbot in Gaststätten
hallo rotfuchs,
Zitat von Rotfuchs
ich kann da natürlich nicht für jeden ex-raucher sprechen, klar, aber für michist es nicht das sahnehäubchen. wirklich nicht. im gegenteil. ich finde es nämlich sehr anstrengend und zermürbend. ich würde hier nicht schreiben, wenn ich a) nicht absolut überzeugt vom nichtrauchen wäre und b) nicht die hoffnung hätte, bei dem einen oder anderen etwas damit bewirken zu können (nach dem motto: steter tropfen höhlt den stein).
ich habe in meinem letzten posting dazu schon etwas geschrieben. direkt unter deinem (hat sich zeitlich überschnitten):
ist nicht ganz leicht zu erklären, wie ich finde. wirst du daraus irgendwie schlauer? sonst bitte nachfragenfür starke raucher ist es schwer aufzuhören und gleichzeitig tolerant gegenüber (noch-)rauchern zu bleiben. behaupte ich jetzt mal. ein teil der "therapie" muss zwangsläufig sein, sich der negativen seiten der zigaretten bewusst zu werden. anders ist es m.e. langfristig nicht zu schaffen. das sollte zwar nicht das problem des (noch-)rauchers sein, sondern jetzt nur mal zur erklärung dienen, warum ex-raucher meist eine härtere linie fahren. es geht auch nicht darum, missionierend zu nerven, aber wir sind nun mal überzeugt, richtig zu liegen.
ähnlich nehmen wir nichtrauchenden es bei den meisten rauchern wahr. darin liegt ja das problem dieser diskussion. wir beschuldigen uns quasi gegenseitig des gleichen vergehens. nur dass die einen sich, wenn sie sich darüber aufregen, eine zigarette anstecken und die anderen halt nicht
Zitat von Rotfuchs
...ich selbst habe mir hier im laufe des gestrigen abends zwei magnum joghurt fresh reingedreht. als ausgleich fürs aufregen
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20.07.2007, 10:42Inaktiver User
AW: Rauchverbot in Gaststätten
wenn ich sowas lese, bereue ich es, dein posting überhaupt beantwortet zu haben. DU schreibst über selbstgefälligkeit der nichtraucher?
Zitat von Rotfuchs
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20.07.2007, 11:01Inaktiver User
AW: Rauchverbot in Gaststätten
wo habe ich denn das geschrieben, bitte?
Zitat von Rotfuchs
ich schrieb:
ich finde es überhaupt nicht schlimm, dass die diskussionen durch gesetz zusätzlich mehr in gange kam. im übrigen ist das doch nur natürlich. und diese diskussionen gibt es ja nicht erst seit vorgestern.dies hat nur zugenommen, weil die gesellschaft durch diese ganzen diskussionen offener geworden ist. würden nichtraucher weiterhin den mund halten, würde sich mit sicherheit gar nichts verändern. warum auch? für die raucher lief es ja im prinzip gut.
sowas:
regt mich echt auf. ich kann's bald nicht mehr lesen. es geht nicht um staatliche rückendeckung (die finde ich nichtmal ausreichend vorhanden), sondern darum, dass sich gespräche immer mehr entwickelt haben. litt vorher jeder vll so vor sich hin und hat rumgehustet, so hat er im gespräch mit anderen nr mehr und mehr gemerkt, dass er nicht allein dasteht. und DAS macht stark. das wissen, dass man sich eben NICHT so anstellt, sondern dass es anderen auch so geht.Mit staatlicher Rückdeckung waren sie plötzlich gaaaaanz groß und hatten ja angeblich immer schon gesagt....
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20.07.2007, 11:06
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Ja, tue ich.
Zitat von Inaktiver User
Übrigens nicht "der" Nichtraucher allgemein, sondern der einiger NR-Postings hier.
Wenn ich dieses oder jenes tue, dann weil ich es für mich für richtig halte.
Ich erwarte aber nicht, oder verlange es gar, dass andere es ebenfalls für richtig halten und es auch tun. Das wäre selbstgefällig.
Ich kann doch nicht hingehen und sagen, Du darfst jetzt keine weißen T-Shirts mehr tragen, weil ich die doof finde und ich Augenkrebs davon kriege. (Blödes Beispiel, ich weiß, aber ich hab keine Zeit mehr
).
Natürlich kann man diskutieren, dem anderen seine Meinung vermitteln, raten, argumentieren. Aber doch bitte nicht voraussetzen, dass der andere die gleiche Motivation wie man selbst hat und ebenso handeln muss. Und so habe ich Dein Posting leider verstanden.
Der "stete Tropfen" Deiner Familie und Freunde mag bei Dir gewirkt haben. Bei mir verdunstet er, bevor er trifft.
So sind die Menschen eben unterschiedlich, und so handeln sie auch unterschiedlich. Das einzusehen, erfordert Akzeptanz.
Was natürlich nicht heißt, dass deswegen die Rücksicht auf der Strecke bleiben soll.
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20.07.2007, 11:06
AW: Rauchverbot in Gaststätten
was ich als ironisch kennzeichne meine ich auch ironisch und was ich ernst meine, versuche ich auch so zu schildern wie ich's meine, dass mich jeder richtig versteht, was bei geschriebenen Worten häufig schwer ist trotz aller Smilie-Funktionen
Zitat von Inaktiver User

Und da Du Dich auf den "Halt" bezogen hast, hatte ich es so verstanden, dass Du meinen kompletten Text von mir als "gewollt nicht ernst gemeint" eingestuft hast.
Bei MIR PERSÖNLICH lagen die"Schwierigkeiten" ganz wonders beim Aufhören: es war die erste Zigarette morgens zum Kaffee oder die abends zum Glas Wein, die mir bewusst gefehlt haben. Ich war kein Stressraucher, aber auch nicht ausschließlich ein Genussraucher, sondern ein Gewohnheitsraucher, vielleicht noch ein "Belohnungsraucher": wenn ein Job erledigt war usw. Ich habe nicht wenig geraucht (ca. 20 am Tag), aber auch nicht mehr in Stresssituationen. Bei MIR PERSÖNLICH trifft das mit dem Halt also garnicht zu. Darum wehre ich mich gegen Verallgemeinerungen.
Aber um Rauchen oder nicht rauchen generell geht es hier eigentlich garnicht, sondern um den Nichtraucherschutz und ich persönlich glaube einfach, dass nur viel Wind gemacht wird, weil eine längst notwendige Veränderung im Verhalten des einzelnen ansteht. Und wie immer bei Veränderungen wehrt sich der Mensch erst einmal, weil er ein Gewohnheitstier ist.
Ein Wirt, der seinen rauchenden Gästen den Genuss im Raum nicht verwehren will, muss sich halt was einfallen lassen in Form von Umbaumaßnahmen etc.: und wird er auch, da ihm schließlich hohe Umsätze Gewinne winken, wenn das mal stimmt mit den hohen Anteilen an rauchenden Gästen ...
Ich habe andere Erfahrungen gemacht, auch wenn ich mich wiederhole: Viele Menschen (auch Raucher), die ICH PERSÖNLICH kenne, finden rauchfreie Lokale mehr als angenehm und haben kein Problem vor die Türe zu gehen. Kreative Wirte stellen Heizstrahler auf, so dass das auch im Winter nicht ungemütlich wird (beim Aprés Ski geht keiner freiwillig in die Hütte, nur mal als Beispiel...
)
Es gibt so viele Möglichkeiten, ein Rauchverbot so umzusetzen, dass die Raucher ihren Genuss bzw. Befriedigung ihrer Sucht und die Nichtraucher ihren Schutz haben.
Dass es am Verursacher der Gesundheitsgefährdung anderer ist, hier die Kompromisse zu machen, dürfte doch hoffentlich indiskutabel sein.
Mich erschreckt nur die vehement militantische Art mancher Ex-Raucher hier; es geht auch anders ....
Die Kurly,
die auch nicht zugequalmt werden will, deshalb manche Lokale im Winter einfach nicht betritt und aber andererseits gegen Hetztiraden ist ...Wenn das Leben Dir Zitronen gibt, mach Limonade draus ...
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20.07.2007, 11:09
AW: Rauchverbot in Gaststätten
@Alle, die mich so gern widerlegen möchten...
Ich weiss, Rauchen ist ein starke Sucht, medizinisch nicht unbedingt aber die Zigarette gibt den festen Halt.
Leider wird dabei nicht nur die nähere Umgebung vernebelt... sondern manches mehr.
Da ich eigentlich so viele Argumente und Vorschläge gebracht habe, und dabei dann doch merke... alle lieben Worte bringen nichts!
Das die raucherfraktion in meinen Sätzen nur noch Angriff liest, verwundert mich nicht wirklich... denn sie sehen sich ertappt und wissen eigentlich selbst sehr genau... wie bescheuert das Rauchen doch ist.
Die Raucher hier kennen in der Regel nur einen Kompromiss:
"Stell dich nicht so an, was ist schon das bischen Qualm!"
Das es sogar Menschen gibt, die den Racuh nicht einmal im Freien ertragen können, wird geflissentlich überlesen... das ist die Toleranz der Raucher
Jetzt wird ein klein wenig mehr Toleranz eingefordert und was passiert... alle schreien auf... wie die Kleinkinder denen man den Nuckel wegnimmt...
Ich weiss, es tut weh... aber in der Psychologie eine durchaus ernst genommene These, das die Zigarette eben auch Schnullerersatz sein kann
So, jetzt freue ich mich wieder auf die nächsten Kommentare und sehe schon manche Finger über die Tastatuern fliegen... übrigens immer schön an den dann vermehrt auftretenden Tippfehlern zu erkennen
Viel Spass
ChriskoDas Leben nehmen wie es ist


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