Nein, Du machst keinen Denkfehler. Ich habe auch gestaunt beim Lesen. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Es sterben also selbst bei einer sehr konservativen Schätzung 7000 Menschen EU-weit pro Jahr durch Passivrauchen, dem sie in der Öffentlichkeit ausgesetzt waren.Zitat von Nimwen
Irgendwer hat schon einmal das Beispiel mit der Vogelgrippe gebracht......... Da werden Sperrzonen errichtet und alle erdenklichen Schutzmaßnahmen ergriffen, damit niemand daran erkrankt oder gar stirbt, aber die paar Toten durch Passivrauchen sind ok!?
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Thema: Rauchverbot in Gaststätten
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13.07.2007, 11:38
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Islabonita
Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin
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13.07.2007, 11:41Inaktiver User
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Anitra,
der "Zeit"-Artikel skizziert die möglichen häuslichen Folgen des Rauchverbots und geht von der Situation aus, dass der Vater (und/oder die Muter) statt jeden Abend in der Kneipe zu hocken und dort zu qualmen nun jeden Abend zu Hause hockt und qualmt.
Dies als Beispiel dafür anzuführen, dass das Rauchverbot möglicherweise mehr schadet als nutzt, finde ich nicht "zeit"gemäß. Das Argument gegen das Rauchverbot wirkt auf mich sehr konstruiert... Der Artikel überrascht mich ehrlich gesagt etwas, den muss ein Raucher verfasst haben
Es geht bei dem Rauchverbot in Gaststätten ja vor allem darum, einen Zustand herzustellen, der eigentlich der Urzustand oder "normale" Zustand ist.
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13.07.2007, 11:43
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Hallo Nimwen,
ich habe beim Weiterlesen deine Antwort an mich entdeckt. Meine Reaktion darauf, ist zum Teil durch mein obiges posting mit den Zitaten aus einem Artikel der ZEIT abgedeckt. Erlaube mir bitte auf das Eingehen anderer Punkte deiner Ausführungen zu verzichten (ich will ja mal aus dem Thema 'raus, ob ich es schaffe, bleibt abzuwarten.
) Unsere grundsätzlich unterschiedliche Haltung zum Thema ist uns beiden bekannt.
Vielleicht noch eines.
Dieser Karl Pawek (den kein Mensch kennt, noch kennen muss), dessen Seite über "die Geschichte des Rauchens" ich verlinkt habe, ist natürlich vollkommen unwichtig, seine persönlichen Statements für eine Allgemeinheit nicht relevant. Genau wie ich selbst meine Aussagen nicht als allgemeingültig verstanden wissen will (was mir aber, trotz wiederholter Hinweise darauf einige dennoch unterstellen), sehe ich auch Karl Paweks Meinung nicht als allgemeingültig an. Es ist nur so, dass vieles von dem was er schreibt exakt auch meiner persönlichen Meinung entspricht - mit dem Unterschied, dass er Raucher ist und ich Nichtraucher bin. Er hat auch den meisten seiner Aussagen Quellenangaben hinzugefügt. Das ganze war meinerseits nur - für diejenigen, die darin lesen wollten - als (vielleicht auch amüsanter)Exkurs zum Thema gedacht.
Ich danke dir für die absolut faire Diskussion, vielleicht lesen wir uns ja ein anderes Mal wieder.
Liebe Grüße,
AnitraMein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.
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13.07.2007, 11:58
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Zitat von chrisko46
Warum nur liest du immer falsch?
Wo habe ich einen Aufruf für das Rauchen gestartet???????????
Ich habe nirgendwo das Rauchen BEFÜRWORTET.
Der Wunsch, denen die bereits rauchen dies auch in der Gastronomie zu gestatten, bedeutet noch lange nicht, dass ich das Rauchen an sich BEFÜRWORTE. Was glaubst du, weshalb ich selbst nicht rauche?
Ich möchte nur anderen ihre Freiheiten - wenigstens in Schlupfwinkeln (insofern ist die Freiheit ohnehin schon eingeschränkt) zugestehen.
Die Unterschiede scheinst du nicht zu erkennen. Aber was schreib' ich da................
AnitraMein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.
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13.07.2007, 12:04
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Hallo Nimwen,
Zitat von Nimwen
ein Argument, das Rauchen in Gaststätten nicht zu verbieten, ist diese Aussage natürlich nicht. Aber vielleicht könnte man mal die Hysterie einiger zu diesem Thema hinterfragen. Nichts weiter als diesen Ansatz sehe ich darin
Das Risiko des Kneipenpersonals ist meinem Dafürhalten nach NUR um SIEBEN ZEHNTEL höher. Wären 70 Prozent gemeint würde ein ernsthafter Journalist (und ich gehe davon aus, dass nur solche bei der ZEIT arbeiten) garantiert nicht "nur" schreiben, er würde überhaupt die ganze Aussage vollkommen anders formulieren.Ich habe aber außerdem noch eine Verständnisfrage dazu:
Risiko für NR=1
Risiko für NR, die als Kneipenpersonal arbeiten=1,7
Das bedeutet doch ein um 70% erhöhtes Risiko? Oder verstehe ich da was falsch? Wie kann man sowas als "nur" bezeichnen?
Liebe Grüße,
AnitraMein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.
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13.07.2007, 12:07
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Das ist kein Wunder, schließlich deckt sich Deine Meinung exakt mit derjenigen einiger Raucher. Nichtraucher mit Deiner Meinung gibt es dagegen nur äußerst selten.
Zitat von Anitra
Du bist also leicht aus der Art geschlagen.
Deshalb wirst Du ja auch manchmal mit einer Raucherin verwechselt.
Vermutlich hätte ich mit 15 - 20 Jahren eine ähnliche Meinung wie Du vertreten. Damals, als ich noch nicht selbst erlebt hatte, wie grausam die Folgen des Rauchens sein können. Oft glaubt man ja nicht so recht, was man nicht selbst erfahren hat.
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13.07.2007, 12:15
AW: Rauchverbot in Gaststätten
@Anitra,
Erklär mir doch den Unterschied zwischen SIEBEN ZEHNTEL und 70%...Das Risiko des Kneipenpersonals ist meinem Dafürhalten nach NUR um SIEBEN ZEHNTEL höher. Wären 70 Prozent gemeint würde ein ernsthafter Journalist (und ich gehe davon aus, dass nur solche bei der ZEIT arbeiten) garantiert nicht "nur" schreiben, er würde überhaupt die ganze Aussage vollkommen anders formulieren.
Ein aufgelockertes Racuhverbot bietet ausnahmezustände und kreative Schlupfwinkel ohne Ende... mir fallen hunderte ein.
Ich bin gegen das Rauchen, eben weil es dies Schlupfwinkel geben würde, deshalb kann nur ein generelles Rauchverbot sinnvoll sein.
Und weitere Möglichkeiten lasse ich doch auch offen... es gibt doch genügend Platz weiterhin wo Raucher ihrer sucht frönen können.
Irgendwie lässt deine Argumentation wirklich für mich nur den Schluß zu, das du Rauchen unterstützt und sehr befürwortetst, also entweder rauchst du oder aber verdienst mittelbar oder unmittelbar mit den Zigaretten dein Geld.
Ansonsten ist es mir schleierhaft, wie Menschen sich freiwillig zuqualmen lassen möchten.
Das musst du mir einfach erklären, denn da steh ich völlig auf dem Schlauch
chriskoDas Leben nehmen wie es ist
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13.07.2007, 12:24Inaktiver User
AW: Rauchverbot in Gaststätten
ich arbeite bei dem zeitverlag um die ecke. soll ich da mal in meiner mittagspause hingehen und militanten nichtraucherterror betreiben? vorschläge bitte per pn
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13.07.2007, 12:34Inaktiver User
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Es ist eben nicht jeder so extrem und bekommt beim leisesten Hauch einer Rauchwolke z.B. Atembeschwerden oder Todesangst etc.
Zitat von chrisko46
Ich kenne Nichtraucher, die der Rauch eben nicht so oder gar nciht stoert und die damit zurechtkommen, eben auch weil es nur fuer kurze Zeit ist und die auch, wenn man es anbietet, nicht neben ihnen zu rauchen ablehnen, weil es sie nicht derart stoert wie Dich, auch wenn Du Deine Meinung hier pauschalisieren und allgemeingueltig machen willst.
Jeder Jeck ist eben anders ;-)
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13.07.2007, 12:37
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Soooo selten, wie du meinst sind Nichtraucher mit meiner Haltung dem Thema gegenüber nicht (wenngleich in der Minderheit). Neben meinem nicht rauchenden Mann und meinem nicht rauchenden Sohn vertreten auch diverse nicht rauchende Freunde von uns die gleiche Meinung wie ich.
Zitat von Ebayfan
Ich bin bereits 56 (fast 57) Jahre alt. Also bitte verwechsle mich nicht mit einem Teenager. Ich habe seit dieser Zeit (der Zeit meiner "Teenagerjahre") wie alle Menschen in meinem Alter, diverse und sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Im erweiterten Bekanntenkreis gab es einen Todesfall, der AUCH sehr stark mit dem Rauchen in Verbindung gebracht werden kann. Die Frau starb mit 48, hatte eineinhalb Leidensjahre zu durchlaufen und ging erstaunlich gefasst in ihren Tod. Ich habe (ist ja ab einem gewissen Alter eher normal) bereits den Tod verschiedener zum Teil sehr nahe stehender Menschen erlebt (darunter waren mehr Raucher als Nichtraucher, nicht zuletzt weil die Menschen früher in der Regel mehr rauchten). Einige mussten durchaus leiden, ehe sie sterben konnten. Das ändert aber nichts an meiner Gesamteinstellung die besagt, dass jeder einmal sterben muss und dass auch ein Nichtraucher nicht zwingend schnell und ohne Leidensweg im Voraus stirbt.Vermutlich hätte ich mit 15 - 20 Jahren eine ähnliche Meinung wie Du vertreten. Damals, als ich noch nicht selbst erlebt hatte, wie grausam die Folgen des Rauchens sein können. Oft glaubt man ja nicht so recht, was man nicht selbst erfahren hat.
Es hat einfach - und das habe ich schon mehrfach hier geschrieben - mit der Art und Weise der Einstellung zum Leben etwas zu tun. Sicher ist es eine Art der persönlichen Lebensphilosophie. Die wird mir auch niemand streitig machen können, auch dann nicht, wenn man mir - ohne mich wirklich zu kennen - die Denkweise eines jugendlichen und unerfahrenen Menschen zumindest ansatzweise unterstelllen will.
Liebe Grüße,
AnitraGeändert von Anitra (13.07.2007 um 12:43 Uhr)
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