@Jalinda:
Lies mal bitte die Diskussion #2 bei Wiki.Es geht darum, dass Menschen von unterschiedlichen Dingen gestört werden. Bei dieser Bevölkerungsdichte ist eine gewisse Toleranz notwendig, da unmöglich alles verboten werden kann, was irgend jemanden stört.
Mich stören z. B. Autoabgase in der Stadt tierisch. Außerdem fühle ich mich durch zu schnell fahrende Raser gefährdet. Mich stört an der Straßenbahnhaltestelle Zigarettenrauch. Da könnte ich noch eine ganze Liste aufzählen.
Da geht es um das Wörtchen "sozial adäquat". Ich hab echt keine Lust, damit nochmal anzufangen, aber es ist genau das, was hier gemeint ist.
Nimwen
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Thema: Rauchverbot in Gaststätten
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11.07.2007, 10:43
AW: Rauchverbot in Gaststätten
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11.07.2007, 10:44
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Liebe Nimwen,
ich danke dir für deine erneute lange Antwort.
Ich werde sie jetzt nicht wieder in Einzelheiten kommentieren und zwar zum einen aus Zeitgründen und zum anderen weil wir beide wissen, dass wir eine äußerst unterschiedliche Einstellung zu diesem Thema haben. Ich werde dich genauso wenig von meiner Meinung überzeugen können (was ich übrigens auch nicht will), wie du mich von deiner.
Ich möchte generell niemanden von meiner Meinung überzeugen, sie ist nur eine MEINUNG, MEINE MEINUNG. Meine Aussagen sind daher weder richtig noch falsch. Aber dies gilt für alle Meinungen, das heißt, auch für diejenigen, die sehr konträr zu mir argumentieren. Sie haben ebenso wenig Recht oder Unrecht. Sie haben eben eine ANDERE MEINUNG, sicher auch ein vollkommen anderes Empfinden und eine andere Einstellung zum Leben.
Einige sind eben - wie du - davon überzeugt, dass selbst eine gelegentliche geringfügige Menge Passivrauch schon Schäden verursacht. Ich bin NICHT davon überzeugt und da mag die WHO noch so seitenlange Abhandlungen dazu liefern. Ich sehe das eher so wie der Verfasser der "Geschichte des Rauchens", zu der ich vorher bereits einen link geliefert habe. Hier ein Detail daraus.
Nun ist es tatsächlich sehr schwierig, die Auswirkungen des Rauchens auf Raucher und Nichtraucher zu quantifizieren, eine Kausalität zu belegen. Kein Mensch weiß wirklich, wie viele Menschen weltweit an Verkehrsunfällen sterben, obwohl die Opfer theoretisch genau gezählt werden könnten. Niemand kennt die Zahl der AIDS-Toten, zumal niemand an AIDS stirbt, sondern an Krankheiten, denen gegenüber der AIDS-Patient keine Abwehrkräfte besitzt, die aber auch ohne die Immunschwächekrankheit tödlich enden können. Alkohol kann zu unzähligen Todesarten führen, zu Leberleiden und Fensterstürzen, zu Schlägereien, zum Erfrieren usw. Das Ausmaß und damit die Opferzahlen des illegalen Drogenkonsums weltweit sind noch weniger bekannt als die Größe der Anbaufläche für illegale Drogen, mancher natürlich scheinende Tod ist ein Mord oder Selbstmord, entsprechend vage müssen alle Schätzungen bleiben. Aber das Deutsche Bundesverfassungsgericht weiß: „Rauchen tötet mehr Menschen als Verkehrsunfälle, Aids, Alkohol, illegale Drogen, Morde und Selbstmorde zusammen.“ Und es fügt hinzu: „Im Ergebnis ist nach heutigem medizinischen Kenntnisstand gesichert, dass Rauchen auch die Gesundheit der nicht rauchenden Mitmenschen gefährdet.“
Wenn ein Gericht vage, nur geschätzte Zahlen nicht hinterfragt, sondern ohne Einschränkung behauptet, dass ihre Summe kleiner sei als die geschätzte Zahl der Menschen, die an den Folgen des Rauchens sterben, deuten die vorsichtigen Verklausulierungen bezüglich des Passivrauchens („Im Ergebnis“, „nach heutigem Erkenntnisstand“, „gesichert“, „gefährdet“) das Fehlen jeglichen gesicherten Wissens an. Tatsächlich gibt es keinen Nachweis, dass Menschen am Passivrauchen gestorben sind, nur statistische Korrelationen, die unterschiedlich interpretiert werden können. Wenn daher eine Langzeituntersuchung an 650 Lungenkrebspatienten mit dem Ergebnis, dass Passivraucher keinem signifikant höherem Risiko ausgesetzt sind als sonst irgendjemand, von der Weltgesundheitsorganisation zurückgehalten wird , muss der Eindruck der Manipulation, des Missbrauchs von Wissenschaft als Bestätigungsagentur aufkommen.
Quelle
Und noch etwas
Zitat von Nimwen
Tja, und niemand hat die Unsterblichkeit und so werde auch ich - früher oder später - sterben müssen. Und ob dabei dann irgendwelche eventuell möglichen Spätfolgen meines frühkindlichen Passivrauchens (ich war in meiner Jugend auch vorübergehend Gelegenheitsraucher) eine wie auch immer geartete Rolle spielen werden, wird mir reichlich egal sein. EHRLICH! Überleben werde auch ich dieses Leben nicht und andere genauso wenig.
Genausogut werden - bei jedem Menschen - irgendwelche Ursachen den Tod begünstigen und das wäre absolut genauso, gäbe es so etwas wie Tabakrauch überhaupt nicht, hätte es dergleichen nie gegeben.
Der Verfasser des von mir bereits erwähnten Artikels befasst sich am Rande auch mit dem "Unsterblichkeitswahn".
Und bei solchen Aussagen - auch wenn sie von der WHO kommen - bekomm ich die Krise - tut mir Leid!
Der Kettenraucher soll sich demnach weniger schaden als der GELEGENTLICHE Passivraucher, oder was? Also, da stehen mir die Haare zu Berge.Im Klartext: Das, was man als Passivraucher aufnimmt, ist der schädlichere Anteil des Rauchs. Welche Menge dabei aufgenommen werden muss, um schädlich zu sein, spielt keine Rolle - bereits kleinste Mengen können gesundheitsschädlich sein.
Das MUSS ja geradezu zur Hysterie von Fanatikern führen. Offensichtlich ist das gewollt.
Die veröffentlichten Studien sind korrekt. Ich habe nie etwas anderes behauptet. Aber sie sind einseitig und klammern immer etwas aus. Und andere Studien dürften vermutlich nicht veröffentlicht werden.
Zitat von Nimwen
NICHTS WEITER ALS MEINE MEINUNG!
Also es gibt sie! Auch nach deiner Meinung! Personen, die trotz Aktiv- oder Passivrauchs keine Schäden davontragen! Diese Personen haben aber in den von dir angesprochenen Studien nur eine äußerst untergeordnete Rolle.
Zitat von Nimwen
Ich bin doch gar kein Raucher! Aber ich gebe es zu, dass ich lieber mit 20 Rauchern zusammengepfercht bin als mit 10 militanten Nichtrauchern.
Zitat von Nimwen
Und es ist doch wieder länger geworden, als ich zunächst beabsichtigt habe........
Liebe Grüße,
AnitraGeändert von Anitra (11.07.2007 um 11:01 Uhr)
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11.07.2007, 10:45
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Klar, dass das Rauchverbot für Dich nicht "schwer" ist, da Du nicht mehr rauchst. Wenn man nicht betroffen ist, sagt sich immer leicht: "ist doch nicht schwer".
Zitat von chrisko46
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11.07.2007, 10:46Inaktiver User
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Findest du das lustig oder was. Da könnte ich brechen. So Ignoranten wie du sind letztlich für das Rauchverbot verantwortlich.
Zitat von Lilithblack
So gesehen bin ich dir dankbar. Ich freue mich auf beschwerdefreie Restaurantbesuche.
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11.07.2007, 10:48Inaktiver User
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Dass es *schwer* ist, mit dem Rauchen aufzuhören, bestreitet niemand. Aber *verstehen* kann man manche Dinge vielleicht trotzdem, z. B., welchen Sinn Rauchverbote haben. Darum ging es ja nur.
Zitat von Jalinda
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11.07.2007, 10:51
AW: Rauchverbot in Gaststätten
@Anitra
Dann nimm es als Deine Meinung und lass den Anderen ihre Meinung.Ich möchte generell niemanden von meiner Meinung überzeugen, sie ist nur eine MEINUNG, MEINE MEINUNG.
Denn deine Meinung deckt sich nur mit einem verschwindend geringen Prozentsatz unserer Bevölkerung...
... oder...
Warum geben so wahnsinnig viele Raucher Unsummen für die Raucherentwöhnung aus ... komisch eigentlich, das da eine ganze Industrie gut verdient
@Jalinda
eines kannst du mir getrost glauben: Ich weiss verdammt gut wie schwer es ist aufzuhören!
Freut mich aber, das deine Gedanken sich bereits mit dem Aufhören befasst haben ... oder woher weisst du das es so schwer ist?
ChriskoDas Leben nehmen wie es ist
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11.07.2007, 10:56
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Zitat von Jalinda
Genauso ist es. Es ist vollkommen eindimensional von einer gesundheitlichen Schädigung zu sprechen und dabei EINE Variante davon zu verbieten, während man so unendlich viel andere Schädigungen nicht verbietet, gar nicht verbieten kann.
Meines Erachtens kann man eine Diskusion über Rauchverbote gar nicht führen, ohne andere Schadstoffe, die auf uns Menschen einwirken in diese Diskussion miteinzubeziehen. Tut mir Leid, ICH sehe das so. Von dieser Haltung werde ich auch nicht abrücken.
Liebe Grüße,
AnitraMein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.
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11.07.2007, 10:56
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Jalinda, Deine Zusammenhänge kann ich leider auf gar keiner Ebene verstehen und es geht nicht nur mir so.....
Zitat von Jalinda
Gerade weil die Bevölkerungsdichte so ist, wie sie ist, müssen gewisse egoistische Dinge, die der Gesellschaft allgemein schaden, verboten bzw. eingegrenzt werden.
Ganz richtig bringst Du das Beispiel mit den Rasern in der Stadt. Das ist nämlich bereits verboten.
Achtung - 125ste Wiederholung - es geht in diesem Strang um das Rauchen in öffentlichen geschlossenen Räumen. Wohin soll ich denn da meine Nase drehen, hm?
Eigennützig, intolerant - da gebe ich Dir Recht. Allerdings bezogen auf die rücksichtslosen Hardcore-Raucher, die einzig und alleine die Ursache für dieses Gesetz sind.
GrußIslabonita
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11.07.2007, 10:59
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Ich auch nicht! Das wird es auch nicht geben können, es sei denn der entsprechende Mensch ist bereits anderweitig schwer krank. Dann sollte er aber - seiner Gesundheit zuliebe - sich nicht einmal dann in Gaststätten aufhalten, wenn diese rauchfrei sind.
Zitat von Lilithblack
AnitraMein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.
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11.07.2007, 11:04
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Das heisst dann aber, wenn ich nicht alles verbieten kann, was schädigt, verbiete ich gar nichts!
Zitat von Anitra
Das würde dann durchaus bedeuten, dass es keine Tempolimits mehr gibt, Alkohol frei ausgeschenkt wird an alle Altersgruppen, sämtliche Auflagen an die Wirtschaft zum Umweltschutz zurückgenommen werden.....
Willst Du das?
Oder willst Du vielleicht doch Regelungen, die der Gesamtheit der Bevölkerung zugute kommen, ohne die grundsätzlichen Freiheiten der Menschen zu stark einzuschränken?Islabonita
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