Normalerweise zitiere ich nicht seitenlang andere Postings. Aber bei diesem hier fällt mir auf, dass niemand von der Raucher-Fraktion darauf eingeht!Zitat von Nimwen
Weißt Du, lustigerweise führe ich selbst ab und an mal die ein oder andere Studie durch, und natürlich hast Du Recht: Je nach Art der Fragestellung kann man natürlich schon das Ergebnis beeinflussen. Ich möchte aber drauf hinweisen, dass Dein Sohn sicherlich auch lernt, wie man objektive, reliable und valide Ergebnisse erreicht (das hoffe ich jedenfalls). Zumindest in der Wissenschaft wird das durchaus angestrebt. Kommerzielle Studien sind natürlich was anderes.
Ich kann mich nur wiederholen: Wäre das Passivrauchen tatsächlich so unschädlich, wie Du behauptest, gäbe es sicherlich die ein oder andere Untersuchung, finanziert von Philip Morris oder sonst wem mit Interesse dieser Richtung. Da führt sich übrigens auch Deine Argumentation ad absurdum: Natürlich ist es vom Auftraggeber leider häufig abhängig, wie eine kommerzielle Studie designed ist. Aber die Tabakkonzerne haben richtig Geld, die könnten so einen Studie - wenn sie denn möglich wäre - locker finanzieren. Gehört hab ich da noch nix von?!
Aber eine andere Sache finde ich persönlich viel wichtiger. Natürlich kann ich nicht sagen, ob mein Nachbar mit seiner Zigarette bei mir einen Krebs auslöst und natürlich muss es nicht sein.
Aber ich kann es auch nicht mit Sicherheit sagen, dass er es nicht tut. So weit ist die Forschung an dieser Stelle wohl noch nicht, exakt zu bestimmen, wann der kritische Moment ist und was genau der Auslöser ist. Mir persönlich würde es - als Raucher - aber reichen, wenn ich wüsste, dass ich für meine Mitmenschen ein Risiko darstelle. Und zwar für einen wirklich richtig üblen Tod.
Man soll ein Leben nicht mit dem anderen aufwiegen, will ich hier auch gar nicht tun. Wäre ich Raucher, wäre es mir schon zuviel, das Wissen darum, dass ich eventuell das Quentchen beisteuere, was meinen Tischnachbarn dazu verurteilt. Weil es nur um meinen persönlichen Genuss geht und kein sonstiger Zweck dahintersteckt. Das fände ich egoistisch, aber vielleicht bin ich nur typisch mädchen-mäßig erzogen und harmoniesüchtig.
Ich möchte noch mal hinzufügen, mich persönlich stört ein Raucher neben mir im Restaurant nicht so fürchterlich. Lieber wäre mir, er würd da nicht rauchen (gestern wieder erlebt), allein aus Geschmacks- und Geruchsgründen. Aber ich finds jetzt auch nicht soo schlimm. Aber allein der Gedanke, dass z.B. mein Vater - Asthmatiker - dort sitzt oder eine Bekannte, deren gesamte Vorfahren mit Anfang 50 an Krebs verschiedener Art gestorben sind oder sonst wer, der vielleicht stärker gefährdet ist als ich (wobei man das ja auch nicht weiß, eine Krebsvorstufe hatte ich auch schon mal). Und nur aus reinem Genuss oder der Sucht. Ich empfinde es einfach als unfair, es ist eher eine Prinzipsache. Es ist so rücksichtslos, man weiß doch gar nicht, wer da sitzt. Und warum soll derjenige, der sich nicht-übergriffig verhält, die Kompromisse eingehen??
Sorry, ist mein Empfinden.
Schönen Sonntag noch,
Nimwen
Da ich Nimwens Sichtweise weitgehend teile, möchte ich auf den Beitrag nochmals hinweisen.
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Thema: Rauchverbot in Gaststätten
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09.07.2007, 07:29
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Normalerweise zitiere ich nicht seitenlang andere Postings. Aber bei diesem hier fällt mir auf, dass niemand von der Raucher-Fraktion darauf eingeht!
Zitat von Nimwen
Da ich Nimwens Sichtweise weitgehend teile, möchte ich auf den Beitrag nochmals hinweisen.Islabonita
Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin
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09.07.2007, 08:48Inaktiver User
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Aber das ist doch ganz genau, was damit bezweckt wird: alle anderen vertreiben, damit man sich als "Sieger" fühlen kann.
Zitat von Rotfuchs
Warum lasst ihr euch von sowas vertreiben?
Es gäbe als Alternative auch den Igno-Knopf ...
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09.07.2007, 08:54
AW: Rauchverbot in Gaststätten
@Islabonita
das ist leider so, auf klare und saubere Argumente wird von der Raucherfraktion in keinster Eingegangen.
Statt dessen kommen einfach nur Angriffe. Genau wie ich es immer wieder im realen Leben auch erlebe.
Genau wie hier, sind das diejenigen die mit Rücksicht und Toleranz wenig anfangen können.
Allein Hotels, Hotelzimmer ... für Geschäftstreffen werden ausschliesslich von uns Hotels gebucht, die rauchfrei sind. Ganz einfach weil viele Mitarbeiter und Vertriebler das so wünschen.
Aber es ist schon so, wie schon so oft geschrieben, die Sucht lässt keine andere Sichtweise gelten...
... es wird nur gesehen das da Leute sind die die Sucht verbieten wollen und es wird auf den Leuten rumgehackt, als Spassbremse und weiteres.
Mit vernünftigen Argumenten ist es nicht möglich. Deshalb werde ich das auch immer wieder schreiben...
... im realen Leben lästere ich auch solange bis die Raucher entnervt den Raum verlassen und was mich dann immer besonders wundert, das selbst viele Gelegenheitsraucher sich darüber freuen. Denn in der tat sind die Extremraucher verschwindend gering, verursachen aber die größte Luftverpestung.
ChriskoDas Leben nehmen wie es ist
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09.07.2007, 09:42Inaktiver User
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Leider werden in dieser Diskussion (wie so oft bei kontroversen Themen) Zusammenhänge her- und Vergleiche angestellt, die nicht unbedingt haltbar sind.
Zunächst: Ich bin unentschieden, weder für noch gegen ein Rauchverbot. Ganz klar bin dafür, dass Nichtraucher Priorität haben und für Raucher Ausweichmöglichkeiten geschaffen werden, die vom Nichtraucherbereich nicht nur optisch (wie das ja so oft der Fall ist), sondern räumlich getrennt sind.
Wer glaubt, dass Zigaretten immer teurer werden, weil dadurch die Hemmschwelle zum Rauchen erhöht werden soll, ist ziemlich gutgläubig. Ein Raucher wird sich davon nicht abhalten lassen, das weiß der Staat und verdient kräftig daran.
Ein Raucher wird sich auch von einem Rauchverbot davon abhalten lassen, weiterhin zu rauchen, er geht dann vor die Türe oder einfach nicht mehr aus. Auch das weiß der Staat und muss nicht befürchten, dass seine Einnahmequelle versiegt.
Dass diese Doppelmoral manchen Rauchern stinkt (im wahrsten Sinne des Wortes) kann ich persönlich gut verstehen.
Und noch ein Wort zu dem hier immer wieder bemühten Vergleich betrunken Auto zu fahren: Ich denke darauf ist kaum jemand eingegangen, weil dieses Beispiel einfach nicht als Vergleich taugt.
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09.07.2007, 09:58
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Zitat von Inaktiver User
Und wo wir gerade so nett bei Doppelmoral sind:
Und was mir persönlich stinkt, ist die hier mehrfach getätigte Aussage, dass Rauchen "gesellschaftlich nicht mehr anerkannt" ist. Pfft....
Wer ist denn diese "Gesellschaft"?
Ist die Gesellschaft gemeint, die immer noch Alkoholgenuß akzeptiert und zu gesellschaftlichen Anlässen sogar fordert, es chic findet - und damit den Boden für jugendliches Flatratesaufen bereitet?
Oder die Gesellschaft, die lautstark Umwelt- und Klimaschutz fordert, bevor sie sich mit dem spritfressenden Geländewagen in den Stau stellt?
Oder die Gesellschaft, die feige wegsieht, wenn mit Kindern schlecht umgegangen wird?
Oder die Gesellschaft, die sich über Krankheitskosten von Rauchern aufregt und gleichzeitig ihre Fettleibigkeit, ihre Freizeitsportunfälle, ihre alkohol- medikamenten- und fettbedingten Leberschäden kostspielig behandeln läßt?
Und so weiter und so fort ...
Auf Anerkennung dieser Gesellschaft lege ich keinen Wert.
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09.07.2007, 10:15
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Rotfuchs,
du hebst den Daumen?
und bringst einen Absatz weiter wieder die gleichen unsinnigen Argumente.
Wobei ich schon denke, das das mit dem besoffen Autofahren ein guter Vergleich ist... denn, bei beiden Verhaltensweisen wird niemand automatisch geschädigt... könnte aber.
Rauchen wird mehrheitlich von den Menschen abgelehnt! Marienkäferchen hat es doch ausgesprochen gut beschrieben...
Leider muss einfach ein absolutes Rauchverbot in öffentlich zugänglichen Räumen her... Warum ... nun, weil es eben genau die paar unverbesserlichen Extremraucher sind die, wie hier auch, leidenschaftlich ihrer Sucht frönen und wenig mit Toleranz am Hut haben.
Die meisten Raucher, die ich hier so erlebe, nehmen Rücksicht, gehen nach draussen oder verzichten einfach mal auf das Rauchen, geniessen es sogar rauchfrei zu essen und zu trinken.
Für die unverbesserlichen müssen Gesetze her und damit einhergehend Strafen.
Alles genau wie bei dem Autofahrer, denn die meisten trinken nicht wenn sie fahren müssen und diejenigen die meinen dennoch fahren zu müssen... naja, da muss halt die Strafe folgen.
Deshalb ist das einfach der bisher beste Vergleich!
ChriskoDas Leben nehmen wie es ist
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09.07.2007, 10:19
AW: Rauchverbot in Gaststätten
wenn du den GANZEN beitrag gelesen hättest, würdest du vielleicht gelesen haben, dass ich es ja gut finde dass es BEIDE möglichkeiten gibt raucher und nichtraucherlokale. du zitierst aber nur die hälfte. ich bin die letzte die den raucher verbieten will zu rauchen, aber ich möchte eben nicht davon gestört werden. klar gibt es auch andere belästigungen, die ich genausowenig mag. auch hier hätte es geholfen meine beiträge GANZ zu lesen. ich habe nur gesagt dass es schön wäre wenn es eben lokale gäbe in denen eben nicht geraucht werden darf. genauso wie eben welche in denen es erlaubt ist. wo ist da das problem?
Zitat von Inaktiver User
das meinte ich eben mit der intoleranz. und die gibt es nicht nur bei nichtrauchern sondern auch bei rauchern.
wenn es beide möglichkeiten nebeneinander geben wird, kann sich jeder aussuchen wo er hingeht. das ist dann ok. nur dieser aufstand drumherum - der hier von den rauchern meines erachtens viel schlimmer in die höhe getrieben wird - der nervt.
bisher haten die raucher überall das recht andere vollzuqualmen. nun soll dieses recht eingeschränkt werden. zugunsten derer die es jahrelang hingenommen haben. was ist daran sooooo schrecklich?
es darf doch weiterhin geraucht werden. keiner will die zigaretten verbieten. der staat verdient doch gut dran. es wird also nur dem wunsch einer nicht allzukleinen anzahl von menschen entsprochen die eben nicht rauchen. keiner muss sich dadurch in seinem zigarettenkonsum einschränken. er muss eventuell nur die kneipe wechseln. aber das muss ein nichtraucher eventuell auch. je nachdem wie sich der wirt entscheidet.Why is it that every time I think I know the answers, someone goes and changes the questions?
Fox Mulder
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Es ist was es ist, sagt die Liebe
Erich Fried
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09.07.2007, 10:24Inaktiver User
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Stammt der Vergleich von Dir, Chrisko
?
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09.07.2007, 10:32
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Der ist ganz zu Anfang mal irgendwo gebracht worden... ich habe den dann aufgegriffen weil der mit der "theoretischen" Verletzungsmöglichkeit gut nachvollziehbar ist.
ChriskoDas Leben nehmen wie es ist
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09.07.2007, 10:39Inaktiver User
AW: Rauchverbot in Gaststätten
Als ehemalige Nichtraucherin sehe ich das Thema Rauchverbot etwas gelassener. Es ist natürlich sehr schön, wenn in einem Café/ Restaurant nicht geraucht wird. Insbesondere mit Kindern würde ich sehr auf eine absolut rauchfreie Zone achten. Die Kleinen haben schließlich selten die Wahl, passiv zu rauchen oder nicht - im Gegensatz zu den Erwachsenen. Eltern, die zu Hause oder im Auto die Bude vollqualmen, finde ich äußerst problematisch.
Doch von einem grundsätzlichen Rauchverbot würde ich absehen. Ich finde die Politik mischt sich einfach zu sehr ins Privatleben der Bürger ein. Jeder muss doch für sich selbst die Verantwortung übernehmen. Und das gilt auch beim Rauchen. Wenn es mich stört, dass jemand raucht, kann ich den- oder diejenige freundlich darauf hinweisen. Für mich ist es ganz wichtig, dass ich mich um meine eigenen Belange kümmere und nicht anderen vorschreibe, was sie zu tun und zu lassen haben.
Tamarinda


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