Ich denke die Schaffung von Betreuungsplätzen für Babys und Kleinkinder in Deutschland ist mehr als überfällig. Die Einwände der katholischen Kirche und der konservativen Kräfte, nämlich dass ab jetzt nur noch die Doppelverdiener Familie unterstützt wird kann ich in keiner Weise nachvollziehen.
Im Augenblick wird nach wie vor zu über 90 % die Hausfrauen-/Hausmannehe unterstützt. Krippenplätze für Doppelverdiener und Alleinerziehende sind rar und nur schwer zu bekommen. Zur Zeit sehe ich noch keinerlei Wahlmöglichkeit für Eltern. Zudem wird ja auch keine Familie gezwungen ihre Kinder in die Krippe zu geben, wer zu Hause erziehen möchte, kann das ohne weiteres tun.
Ein Vorteil wäre eine Kinderbetreuung vor allem für Eltern die beide Normal- oder Geringverdiener sind. Beide könnten arbeiten und so ihre Familie aus eigener Kraft finanzieren ohne dass die neue Schultasche oder die Klassenreise sie an den Rand des finanziellen Desasters bringt. Das gleiche gilt für Alleinerziehende. Viele würden gerne arbeiten, sind aber auf Grund der fehlenden oder zu teuren Betreuungsplätze nicht dazu in der Lage.
Das Argument der fehlenden Arbeitsplätze für Mütter die gerne (wieder) arbeiten möchten kann ich so nicht nachvollziehen. Für Menschen mit einer gewissen Qualifikation wird es auch in Zukunft Jobs geben. Das Problem haben hier eher Un- oder Geringqualifizierte. Außerdem kommen junge Mütter in der Regel aus einem Arbeitsverhältnis, was sie zumeist nach der Mutterschutzzeit bzw. einer gewissen Elternzeit auch wieder aufnehmen können.
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Ergebnis 371 bis 371 von 371
Thema: Betreuungsplätze für Kinder
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24.04.2007, 10:35
AW: Betreuungsplätze für Kinder
Neues setzt sich nicht durch Lehre und Überzeugungsarbeit durch, sondern durch Aussterben der Vertreter des alten Weltbildes.


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