Miss Marple
Habe ich auch so ähnlich empfunden.... Man glaubt es kaum,
aber der CDU-Politiker hat es auf den Punkt gebracht.
Herr Grupp ist ja im Schwäbischen ein Vorzeige-Unternehmer,
wird mit Lob überschüttet, so kommen die Reportagen über
ihn meist rüber. Aber das, was er da von sich gegeben hat,
hat mich erschaudern lassen.....
über ihn wurde folgendes zitiert:
Er gilt als einer der letzten Unternehmer, die den Standort Deutschland verteidigen und sich dem Trend der Arbeitsplatzabwanderung verweigern: Wolfgang Grupp, Geschäftsführer und Inhaber der Firma Trigema. Er hat vor vielen Jahren für Frauen eine Schicht ab 17 Uhr eingeführt, damit die Mütter tagsüber ihre Kinder betreuen können, bis der Mann nach Hause kommt. „Unsere beiden Kinder wurden von meiner Frau betreut. Dabei galt immer das Prinzip: „Zuerst die Kinder, dann die Firma.“ Generell sollten Kinder bis zum dritten Lebensjahr zu Hause bleiben, findet Grupp. „Wir selbst haben sie nicht in den Kindergarten geschickt, weil wir die Erziehung im elterlichen Umfeld besser fanden.“ Grupp weiter: „Sie haben deswegen auch nicht auf dem Tisch herum getanzt und herum getrampelt, sondern sich an die Erziehungsvorgaben der Eltern gehalten. Unsere Kinder sprachen bei Tisch nur, wenn sie gefragt wurden.“ Krippen, so Wolfgang Grupp, könnten nur eine Notlösung sein für die, die keine andere Möglichkeit in Anspruch nehmen können.
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Thema: Betreuungsplätze für Kinder
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26.02.2007, 23:42
AW: Betreuungsplätze für Kinder
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26.02.2007, 23:45
AW: Betreuungsplätze für Kinder
Du sprichst mir aus der Seele!
Ich fand den Laschet auch ganz toll. Sehr sachlich, sehr unaufgeregt, aber ganz hart bei der sache. Immer wieder auf die Kernfrage zurückkomend, nämlich, dass man WAHLFREIHEIT schaffen soll.
Und wie Du sagst, dass auch die Männer gefragt sind.
Und Bischof Mixta hat mich völlig verblüfft. Der war richtig gut + unglaublich fortschrittlich. Ich hatte ein völlig anderes Bild erwartet.
Schweinemakers und die andere dagegen waren nur bemüht, möglichst keine Frauen gegen sich aufzubringen - tolle Diskussionsgrundlage.
Überhaupt, dass es hier IMMER um diese Grabenkämpfe geht! Regt mich so auf! Wir sind doch sonst tolerant, aber da ist immer nur der EIGENE Weg der richtige....ggggrrrr
Uff ja, jetzt geht der Aufschrei der Zwangsbetreuung los....seeeehr realistisch. Wir liegen in den westlichen Bundesländern bei unter 10%, selbst wenn tatsächlich jetzt wirklich was getan wird und sollte - oh Wunder! - tatsächlich in 15 jahren mal eine Deckung von 30% geschaffen werden, dann kann ich zum Thema "Zwangsbetreuung nur müde lächeln.
Solche Diskussionen kann mana ber auch nur in Deutschland führen....
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27.02.2007, 07:55Inaktiver User
AW: Betreuungsplätze für Kinder
Möglicherweise?
Zitat von MissMarple
Dann lies doch mal hier im Strang oder auch in anderen Foren zum Thema "Emanzipation" oder "Hausfrau-berufstätig", was hier manche Frauen zu diesem Thema so von sich geben.
Da ist "rückständig" noch der mildeste Ausdruck, da kannst du von "doofes Heimchen am Herd" über "Sozialschmarotzer" bis hin zu "arbeitsscheue Schlampe" alles lesen.
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27.02.2007, 09:26Inaktiver User
AW: Betreuungsplätze für Kinder
Wenn jemand, der bereits mehrmals gesprerrt wurde und sozusagen Hausverbot hat, sich immer wieder mit neuen Nicks anmeldet, werden diese immer wieder gesperrt.
Zitat von Miss_Marple
Ich nehme an, dass das durch das Team der BriCom geschieht.
Wie es passiert, weiss ich nicht, aber jede Datenbank hat dafür Funktionen, die die Admins benutzen können.
Selbst? Man kann sich selbst löschen. Aber nicht sperren.
Vielleicht solltest Du aber noch mal im VIP-Forum nachfragen oder schauen. Dort gab es mal einen Strang, aus dem ich diese Antworten aus dem Gedächtnis habe.
vita
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27.02.2007, 12:18
AW: Betreuungsplätze für Kinder
Zitat von Inaktiver User
In anderen Foren war ich zu dem Thema noch nicht unterwegs, und wenn das stimmt, was du schreibst, werde ich mir das auch lieber erspraren. Ich gehöre zwar ganz eindeutig der "Seite" an, die der Meinung ist, dass Frauen in unserer Gesellschaft gegenüber den Männern immer noch extrem benachteiligt sind und dass es extrem wichtig ist, die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten für Frauen zu fördern und zu unterstützen (u. a. mit mehr Betreuungsplätzen). Aber ich bin am DISKUTIEREN interessiert, nicht am Beleidigen.
Ich finde es auch sehr schade, dass so was - von beiden Seiten aus - offensichtlich immer wieder passiert. So bewegen wir doch gar nichts. Diskussionen können meiner Meinung nach aber durchaus etwas bewegen.
Aber noch mal zu dem MÖGLICHERWEISE EVTL. GGF von mir: Klar gibt es Leute (Berufstätige), die Hausfrauen als rückständig titulieren - ebenso wie mache Hausfrauen, Mütter, die arbeiten, als "Rabenmütter" bezeichnen. Das ist schon klar. Aber ich finde, die Zahlen sprechen da schon andere Worte: Es gibt kaum Betreuungsplätze für unter 3-jährige, d.h. in diesem Zeitraum, bis die Kinder mindestens in den Kindergarten gehen - MUSS in den meisten Fällen ein Elternteil zu Hause bleiben (es sei denn, Oma wohnt nebenan), und in den allermeisten Fällen sind das die Frauen. D.h.: zu irgendeinem Zeitpunkt in ihrem Leben, sind die meisten Frauen, die Kinder haben, eine zeitlang Vollzeithausfrau und Mutter. Und DARAN, meinte ich, muss sich etwas ändern. HIER müssen die Väter mehr einbezogen werden. Und auch von "Zwangsbetreuung" kann dann einfach gar keine Rede sein, denn es werden immer noch so wenig Krippenplätze sein - sollte es denn mal tatsächlich eintreten - dass trotzdem weiterhin noch die MEHRHEIT der Kinder bis zu 3 Jahren zu Hause betreut werden wird. Das hatte ich damit ausdrücken wollen.
Die Beschimpfungen, die momentan so im Umlauf sind, beziehen sich wohl auch hauptsächlich auf die Frauen, die auch bei größeren Kindern noch vollzeit zu Hause bleiben. Nur frage ich mich dann schon manchmal, welcher Arbeit berufstätige Mütter mit Kindern (von denen sicherlich auch einige Beschimpfungen stammen), denn eigentlich nachgehen. Ich behaupte, dass die Mehrzahl der arbeitenden Mütterschaft auch mal einen Blick auf sich selbst werfen sollte. Denn selbst wenn Mütter arbeiten, arbeiten sie meist in Teilzeit, haben ausbeutende 400 Euro Jobs (diese werden fast ausschließlich von Frauen übernommen) und sind gegenüber ihren Männern IMMER NOCH benachteiligt, da sie nämlich die Erziehungs- und Betreuungsarbeit zusätzlich meist noch alleine leisten - ohne großartige Unterstützung ihrer Männer - und diejenigen sind, die beruflich weiterhin zurückstecken. Sie sind vielleicht - was die finanzielle Unabhängigkeit anbelangt - in einer besseren Position als Vollzeit-Hausfrauen - aber ich persönlich gehe da noch einen Schritt weiter und sage, dass das so auch alles noch nicht reicht, da sie mit oft deutlich schlechter bezahlten Jobs und weniger Arbeitsstunden immer noch in der benachteiligten Position sind.Geändert von Miss_Marple (28.02.2007 um 23:33 Uhr)
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28.02.2007, 21:11Inaktiver User
AW: Betreuungsplätze für Kinder
In Anbetracht der Diskussion um die aussterbenden Deutschen ist es durchaus sinnvoll, sich darüber Gedanken zu machen.
Früher war die Frau für Kinder, Küche, Kirche zuständig, während der Mann das ausreichende Familieneinkommen sicherte. Das hatte genügend Arbeitsplätze für alle (Männer) zur Folge; meine Mutter wäre nie auf die Idee gekommen sich arbeitslos zu melden. Der gesellschaftliche Wandel durch die Emanzipation der Frau bedingt, daß mehr Arbeitsplätze benötigt werden. Dumm nur, daß deswegen noch lange nicht mehr Arbeit da ist, und demzufolge auch nicht mehr Geld. Wenn aber mehr sich diese Arbeit teilen wollen, bleibt nur auch das Geld zu teilen. Fazit: für die Familie müssen heute 2 arbeiten gehen!
Das aber geht nicht mit Kindern. Erziehungsgeld erhält man bis vor kurzem noch üblicherweise 12 Monate, jetzt im Idealfall 14 Monate. Kiindergartenplätze (ganztags) einigermaßen verfügbar aber sind bei uns in der Region erst für 3-jährige! Selbst das aber nur mit KiGa-Zeiten, die selten in die Arbeitswelt passen!!! Das junge Paar steht also vor der Wahl, herbe Einkommensverluste zugunsten des Nachwuchses hinzunehmen oder weiter im Job erfolgreich zu sein ohne Kinder. Wer kann schon auf ein Einkommen verzichten, für mindestens 2 Jahre; je nach KiGa-Öffnungszeiten auch deutlich länger, nämlich bis das Kind auch alleine gelassen werden kann? Die Diskussion um Rabeneltern kann man sich in Anbetracht dieser Tatsachen getrost sparen.
Gruß
Jürgen
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28.02.2007, 22:23
AW: Betreuungsplätze für Kinder
Na klar, als erstes sollten also die Frauen wieder brav zuhause bleiben und den Männern nicht mehr die Arbeit wegnehmen.
Wenn wir dann noch nicht bei der Vollbeschäftigung sind, werden die Grenzen zugemacht und Nicht-Deutsche dürfen dann hier auch nicht mehr arbeiten.
Volkswirtschaftliche Zusammenhänge sind nicht ganz so simpel....
Suresnes
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28.02.2007, 22:28
AW: Betreuungsplätze für Kinder
Hallo Pelzpfote,
Zitat von Inaktiver User
das tut mir sehr leid. Du kennst meine Meinung - arbeiten oder nicht ist eine persönliche Entscheidung jeder Mutter (mit ihrer Familie).
Wenn wir hier für WAHLfreiheit sind, dann bitte auch für ALLE.
Nimm meine stellvertretende Entschuldigung aus der "Fraktion" der "Rabenmütter"
an - diese Grabenkämpfe sind unwürdig und bringen uns Frauen nicht weiter.
Gute Nacht!
Suresnes
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28.02.2007, 22:41
AW: Betreuungsplätze für Kinder
Warum nur in Anbetracht der Diskussion um die aussterbenden Deutschen? Schon allein aus Gründen der Gleichberechtigung hätte man sich darüber schon seit vielen Jahren längst Gedanken machen müssen. Momentan besteht nämlich bei jungen Eltern der Zwang, dass einer zu Hause bleibt (denn sonst: wohin mit dem Kind?), und das ist fast immer die Frau. Aber Frauen haben halt keine Lobby und sind immer schön angepasst.
Zitat von Inaktiver User
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28.02.2007, 22:55
AW: Betreuungsplätze für Kinder
Guten Abend Miss Marple,
Zitat von Miss_Marple
nur ganz kurz, muss ein Projekt für morgen fertig kriegen (aaahhh).
Du hast völlig recht!!! Ein ganz wichtiger Punkt! Super geschrieben, habe heute auf dem Weg zum termin lange drüber nachdenken müssen.
Hier in D bleiben Frauen einfach prozentual beruflich auf der Strecke. Egal ob von Anfang an wg. mangelnder Ausbildung/Förderung ("heiratet ja eh") oder weil sie direkt in der heißen Ausbauphase des Berufes schwanger werden und aussetzen (müssen).
Danach ist eine Rückkehr schwer und ganz ehrlich - wer will dann schon ein schlechtes Angebot und einen mega-langweiligen Job annehmen. Und oft geht es auch nicht mehr. Weil die Jungen ja schon nachrutschen, ohne Pause für weniger Gehalt. Und auf einmal stehst Du im Abseits.
Dass es anders geht, machen uns die Nachbarn vor. Da darf frau auch richtig Karriere machen, ein ordentliches Gehalt verdienen, Entscheidungen treffen, und Kinder haben und es ist NORMAL.
(und es macht Spaß!
)
Lg Suresnes


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