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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat Zitat von Historia02

    Zu meiner Schulzeit hatte ich eine Freundin mit 4 Geschwistern, der Vater war alleinerziehend. Da war für solche Zickereien, wie du sie beschreibst, kein Platz.
    Eine Bronchitis ist eine >Zickerei< ? Probleme mit der Freundin sind eine >Zickerei< ? Schulprobleme oder -anforderungen sind >Zickerei<? Pubertätsbedingtes, in dieser Zeit vollkommen normales Verhalten ist >Zickerei<?

    Klar, früher wurden derartige >Zickereien< nicht seltern auch ganz einfach unter Zuhilfenahme "der Hand des Vaters" oder der Mutter "ausgetrieben" oder mit den berühmten Sätzen "Reiß dich zusammen!", "Beiß gefälligst die Zähne zusammen!" oder gar "Ein Indianer kennt keinen Schmerz".

    Dahin wollen wir doch aber hoffentlich wirklich nicht mehr zurück.

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat Zitat von franzivonzack
    Damals brauchten die Frauen zwar die Erlaubnis ihres Mannes, aber wenn sie diese hatten, dann fanden sie auch im Alter über 50sofort einen Job.
    Heute brauchen sie das Einverständnis nicht mehr, finden aber noch nicht einmal einen, wenn sie erst 40 sind.

    Es sei denn, sie nehmen sich keine Babypause, sondern klotzen ohne Unterbrechung und ohne Rücksicht auf Verluste bei sich selbst und dem Kind ran und setzen ihre Priorität in den Beruf.
    Ja, aber damals gab es (außer für ein paar verschwindend geringe Ausnahmen) für Frauen auch nur Jobs als Vorzimmerdame, Sekretärin, Schreib- und Bürokraft, Frisörin, ZA-helferin etc.

    Weil Frauen ja sowieso heiraten....

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat Zitat von franzivonzack
    Nehmen wir mal eine Familie mit drei Kindern als Beispiel: Das jüngste, 5 Jahre alt, hat grad eine schwere Erkältung mit Bronchitis aus dem Kindergarten mit nach Hause gebracht. Die Elfjährige hat Probleme mit ihrer Busenfreundin, weil die dabei ist, sich einem anderen Mädchen zuzuwenden und sie links liegen lässt seit ein paar Wochen. Der Fünfzehnjährige ist am Samstag auf einer Party gewesen und hat dabei versucht, seinen ersten Liebeskummer in zu viel Alkohol zu ertränken, lag den ganzen Sonntag über mit einer Saulaune im Bett und will nichts als in Ruhe gelassen werden. Er hat bereits angekündigt, dass er keinen Bock hat, am Montag in die Schule zu gehen, da Schule eh die totale Sch..... wäre.

    Der Vater hat in der folgenden Woche eine mehrtägige Dienstreise zu absolvieren und muss am Montag besonders früh aufstehen. Die Mutter hat Probleme im Beruf mit dem neuen Projekt, für das sie verantwortlich ist. Darüber hat sie schon das ganze Wochenende gegrübelt und ist zu keiner Lösung gekommen, außerdem überlegt sie sich, wie sie nach Arbeitsende noch den dringenden Termin beim Friseur unterbringen soll, denn die Kleine ist ja krank und Fr.... kann sich nur bis 17 Uhr um sie kümmern.
    Ich würde mich erschießen....oder die Kinder...oder den Frisör...

    Nein im Ernst, Krisensituationen kommen vor. In jedem Leben. In solchen Momenten beneide ich meine nicht-berufstätigen Freundinnen heißglühend!!

    Die allerdings beneiden mich heißglühend in anderen Momenten.

    Es gibt leider kein Lebenskonzept, was immer und jederzeit nur toll ist. Bzw. wenns das gibt, hats mir noch keiner erzählt.....ggggrrrrr.

    Aber ich weiß gar nicht, warum Du Dich so aufhängst. Wenn eine Mutter eben auch gerne arbeitet, warum soll sie das nicht tun?

    Wer sich um seine Kinder nicht kümmert (und davon gibt es leider viel zu viele!), der tut es nicht, ob er nun arbeitet oder "zuhause" ist. Ich kenne leider auch viele vernachlässigte Kinder, wo die Mama daheim ist, aber halt mit ihrem Leben beschäftigt.

    Und wer sich um seine Kinder kümmert, der wird seine Arbeit eben so einstellen und sein Leben, dass es geht.

    Warum sollte man diesen Frauen nicht auch noch ein bisschen Hilfe gewähren, damit es leichter wird?

    Es geht nun mal auch um finanzielle Sicherheit der Familie und der Kinder...(sieh mein frühere posting).

    Und nein gerade für Gering- oder Normalverdiener ist das zweite Gehalt oft eine Notwendigkeit - je nachdem wo sie leben. Und nachdem die Betreuungskosten gottseidank an das Gehalt gekoppelt sind, ist eine Betreuung zumindest hier in Bayern (oh Wunder!) gerade dann möglich von den Kosten her.

    Mein Hort kostet für Geringverdiener zB € 46,50/Monat für einen Ganztagesplatz inkl. Essen (Bio-Essen mit Vor- und Nachspeise und Salat).

    LG
    Suresnes

  4. gesperrt

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Hallo, Sureness,

    Dank für dein liebe Antwort!


    Zitat Zitat von Suresnes24

    Dass der Aufschrei nach mehr Krippenplätzen jetzt öffentlich von der Wirtschaft kommt, stört mich zB gar nicht.
    Das ist vollkommen legitim. Trotzdem aber darfst du nicht vergessen, dass du damit zu einer Minderheit von knapp 30% gehörst und dass knapp 70% das gern anders als du regeln möchten und offensichtlich andere Bedürfnisse haben. Darauf hat sich die Politik eigentlich (auch) einzurichten und sollte nicht einseitig die Wünsche einer Minderheit in den Fokus ihrer Bemühungen stellen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich bin froh über die öffentliche Diskussion und über jeden Verbündeten. Frag mal berufstätige Frauen oder sieh Dir die Dramen bei der Anmeldung/Platzvergabe an....der Bedarf ist da und es sind die Frauen, die auf den Knien robben für einen Platz (hab ich alles schon gemacht - mein Gott!).
    Ich hab wirklich nichts gegen die Schaffung von mehr Betreuungsplätzen. Wogegen ich aber was habe, ist die staatlich angeordnete Betreuung nach spätestens 14 Monaten bei gleichzeitiger Diskreditierung und finanzieller Benachteiligung von Frauen und Männern, die eine andere Regelung wünschen.
    Geändert von franzivonzack (25.02.2007 um 12:14 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat Zitat von franzivonzack
    ...Wogegen ich aber was habe, ist die staatlich angeordnete Betreuung nach spätestens 14 Monaten bei gleichzeitiger Diskreditierung und finanzieller Benachteiligung von Frauen und Männern, die eine andere Regelung wünschen.
    wie meinst du das?

    Geht es bei der Schaffung von Betreuungsplätzen nicht darum, mehr jungen Familien eine von ihnen gewünschte Regelung zu ermöglichen ?

  6. gesperrt

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat Zitat von Suresnes24
    Ja, aber damals gab es (außer für ein paar verschwindend geringe Ausnahmen) für Frauen auch nur Jobs als Vorzimmerdame, Sekretärin, Schreib- und Bürokraft, Frisörin, ZA-helferin etc.

    Weil Frauen ja sowieso heiraten....

    Das stimmt nicht, Sureness. Damals hatten gerade auch die besonders gut ausgebildeten Frauen diese Chance. Der Arbeitsmarkt hat sie händeringend gesucht und deshalb kamen sie sogar noch im "hohen Alter" gut unter. Momentan aber werden sie einfach nicht gebraucht. Wie auch, denn selbst die jungen Kinderlosen haben Schwierigkeiten, auf dem Arbeitsmarkt unterzukommen.

    Heute gibt es eine beträchtlich höhere Anzahl an bestausgebildeten Frauen als noch in den Siebzigern des vergangenen Jahrhunderts. Die Crux ist aber, dass viele Frauen (und Männer) schon direkt nach dem Studium nicht gebraucht werden, sondern nur ein Minderheit von ihnen. Auch ihre Partner haben Schwierigkeiten, eine Arbeitsstelle zu ergattern. - Wissen wir ja auch alle: wie viele Hochschulabsolventen hangeln sich von einem unbezahlten Praktikum zum nächsten, immer in der Hoffnung, dass es eines Tages doch noch klappen könnte mit der bezahlten Festeinstellung - von Karriere wird häufig gar nicht mehr gesprochen. DAS ist heute die Realität.

    Und nicht nur den o.g., sondern zusätzlich auch noch denjenigen aus den von dir geschilderten eher traditionellen Frauenberufen geht es so. Wir haben in der Nachbarstadt z.B. eine Arzthelferinnenschule und man weiß, dass nur ein Bruchteil der Absolventinnen überhaupt einen Job bekommen wird. Bei vergleichbaren Männerberufen sieht es ähnlich aus.

    Wir haben eine konstante hohe Arbeitslosigkeit, da gibt es nichts zu beschönigen. Die wird sich auch nie mehr wesentlich herunterfahren lassen. Ich denke, wir müssen uns eher auf das Gegenteil einrichten und demnach auf ganz andere Modelle als die, die hier seit etlichen Seiten diskutiert wird.

    Machen wir uns doch nichts vor: wir reden hier die ganze Zeit über etwas, das nicht der Realität entspricht, sondern nur für eine Minderheit gilt: es sollen den Müttern die Arbeitsplätze nicht verloren gehen, die sie sich einmal mühsam ergattert haben und deshalb drängen auch sie selbst auf eine möglichst kurze Zeit, in der sie ihre Kinder selbst betreuen und fordern entsprechend großzügige Betreuungsmöglichkeiten.
    Geändert von franzivonzack (25.02.2007 um 13:26 Uhr)

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat Zitat von franzivonzack
    Hallo, Sureness,

    Dank für dein liebe Antwort!




    Das ist vollkommen legitim. Trotzdem aber darfst du nicht vergessen, dass du damit zu einer Minderheit von knapp 30% gehörst und dass knapp 70% das gern anders als du regeln möchten und offensichtlich andere Bedürfnisse haben. Darauf hat sich die Politik eigentlich (auch) einzurichten und sollte nicht einseitig die Wünsche einer Minderheit in den Fokus ihrer Bemühungen stellen.



    Ich hab wirklich nichts gegen die Schaffung von mehr Betreuungsplätzen. Wogegen ich aber was habe, ist die staatlich angeordnete Betreuung nach spätestens 14 Monaten bei gleichzeitiger Diskreditierung und finanzieller Benachteiligung von Frauen und Männern, die eine andere Regelung wünschen.
    Hallo Franzi,

    Dir auch Danke!

    Ref. Minderheit:
    Klar gehöre ich heute zu einer Minderheit. Stellt sich für mich nur die Frage, wer war zuerst da, Henne oder Ei?

    Sind wir eine Minderheit, weil es so schwierig ist, Beruf und Kind wg. mangelnder Betreuung zu vereinbaren? Oder wären wir auch in der Minderheit in Zukunft, bei besseren Betreuungsmöglichkeiten? Und was sagen die heutigen jungen Frauen dazu, die jetzt endlich auch eine gute Ausbildung bekommen, im Beruf viel besser weiterkommen - wollen die vielleicht diese auch gerne weiternutzen und freuen sich dann über Krippen und Horte?

    Ref. Statlich angeordnete Betreuung:

    Uups, das ist allerdings völlig an mir vorbeigegangen. Lt. meiner Information habe ich lediglich mitbekommen, dass ein Ausbau der Krippenplätze um den Faktor 3 gewünscht wird (also von unter 10% auf unter 30% - und wir sehen mal gespannt, was aus diesen vollmundigen Ankündigungen realisiert wird).

    Von staatlicher Betreuungspflicht habe ich da nie was gelesen - das ist doch auch gar nicht möglich.

    LG Suresnes

    PS: muss mich jetzt leider ausklinken...Sohnemann-zeit ...viel Spaß Euch noch bis später!

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat Zitat von franzivonzack
    Machen wir uns doch nichts vor: wir reden hier die ganze Zeit über etwas, das nicht der Realität entspricht, sondern nur für eine Minderheit gilt: es sollen den Müttern die Arbeitsplätze nicht verloren gehen, die sie sich einmal mühsam ergattert haben und deshalb drängen auch sie selbst auf eine möglichst kurze Zeit, in der sie ihre Kinder selbst betreuen und fordern entsprechend großzügige Betreuungsmöglichkeiten.
    Ich wundere mich, warum du dich eigentlich als die Instanz ansiehst, die weiß, was "der Realität" entspricht und was nicht ...?

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    wie meinst du das?

    Geht es bei der Schaffung von Betreuungsplätzen nicht darum, mehr jungen Familien eine von ihnen gewünschte Regelung zu ermöglichen ?
    Vordergründig ja. Die Tatsache aber, dass nur den besonders gut verdienenden auch ein besonders hohes Elterngeld gezahlt wird, lässt darauf schließen, dass es nicht generell um "mehr junge Familien" geht, sondern um eine ganz spezielle Gruppe von jungen Familien, nämlich um die, in der beide Elternteile in gut dotierten Spitzenpositionen sind. Und das stört mich ganz gewaltig.

    Ich finde diese Aktion, ehrlich gesagt, ziemlich verlogen.

  10. gesperrt

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat Zitat von Historia02
    Ich wundere mich, warum du dich eigentlich als die Instanz ansiehst, die weiß, was "der Realität" entspricht und was nicht ...?

    Wo tue ich das? Ich sage lediglich, was mir auffällt. Du hast du alle Möglichkeiten, dem deine, ggf. andere Meinung entgegenzusetzen.

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