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  1. VIP

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    es wird noch ein aspekt vergessen: denn es ist nicht mehr möglich sein leben für lange zeiträume zu planen. wir haben seit 3 jahren kinder und hatten schon jedes modell durch, dass hier genannt wurde: mama daheim, papa arbeitet, papa daheim, mama arbeitet, beide arbeiten teilzeit, papa arbeitet vollzeit mit flexiblen arbeitszeiten, mama arbeitet teilzeit mit flexiblen arbeitszeiten, - jetzt sind wir bei: papa arbeitet vollzeit (50std) mit starren arbeitszeiten, mama arbeitet teilzeit mit flexiblen arbeitszeiten.

    dies alles nicht in dieser reihenfolge, sondern quer durch, mal so mal so.
    wir sind selbständig, da ist das eben so. ich kenne aber auch viele festangestellte, wo sich im jahresablauf die arbeitszeiten ändern. meine freundin z. b. weiß, dass sie ab oktober überstunden ohne ende machen muss - weil da mehr arbeit anfällt. dafür kann sie im mai und juni, viele überstunden abbauen. ihr mann kann z. zt. viel von zuhause aus arbeiten. er hatte aber schon andere projekte, wo er in der firma oder beim kunden sein mußte.
    - dies alles wirkt sich auf die arbeitszeiten und die familienzeiten aus.
    auch um solche veränderungen aufzufangen wäre ein gut ausgebautes betreuungssystem wünschenswert.
    meine freundin holt ihr kind im mai und juni nach dem mittagessen vom kindergarten ab - muss aber den ganztagsplatz weiterhin bezahlen. sie könnte ihn kündigen - aber dann wäre er weg. da sie den betreuungsplatz im oktober sicher wieder braucht, zahlt sie eben den vollen preis.
    auch in dieser richtung ist unser betreuungssystem zu unflexibel.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  2. Inaktiver User

    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat Zitat von Miss_Marple
    Es war die Aufgabe der Frauen, die Kinder zu betreuen und den Haushalt zu versorgen.
    leider ist diese Einstellung auch heute noch in vielen Köpfen.

    Es ist noch gar nicht sooo lange her, das sich z.B. eine Kollegin von mir über ein knitteriges Hemd eines anderen Kollegen aufgeregt hat...."kann seine Frau das nicht mal bügeln.."

    oder der Spruch meines Chefs als der Schulwechsel meiner jüngeren Tochter anstand...."will die überhaupt auf ein Gymnasium?...Das ist doch ein Mädchen, die heiratet doch sowieso..."

    Die Anwesenheit von Vätern auf Elternabenden von Kindergarten oder Grundschule ist (oder war zumindest in der Zeit als meine Kinder dort waren) eher eine Seltenheit.

    und...machen wir uns nichts vor...warum regen wir uns denn überhaupt über solche Dinge wie "Rabenmutter" oder auch "Heimchen am Herd" auf und versuchen uns zu rechtfertigen?.....Doch nur, weil wir uns diese Art von Schuh irgendwie auch selber anziehen.

    Ich glaube, von Gleichberechtigung bei Haushalt und Kinderbetreuung sind wir noch ein ganzes Stück entfernt...

  3. Inaktiver User

    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat Zitat von Suresnes24
    Davon abgesehen, geht es hier doch wirklich nur um eine Wahlmöglichkeit. Es ist doch völlig okay, wenn eine Frau zuhause bleibt. Die Freundinnen von mir, die "zuhause" sind, die haben einen echten Job an der Backe. Natürlich immer noch weniger als wenn man Kind + Beruf hat gleichzeitig, aber trotzdem, "faul" ist von denen keine!!! Und naiv oder rückständig auch auf keinen Fall!!

    Es ist eine private Entscheidung und jeder hat einen anderen Geschmack. Wie wir hier sagen: "Die Katz mag die Mäus, ich mag sie net.".

    Ich fände es schön, wenn wenigstens wir Frauen untereinander gegenseitig unsere Entscheidungen respektieren könnten und darauf vertrauen, dass sich jede dazu bestimmt auch viele Gedanken gemacht hat.
    Das hast du prima ausgedrückt! Ich kann dir in allen Punkten nur zustimmen!

  4. gesperrt

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Oha!
    So etwas in der Art hatte ich auch schon mal gepostet und bekam folgende Antwort:
    Ich finde die Antwort irgendwie weltfremd.

    Natürlich redet man mit seinen Kindern über dies und das. Und dazu gehört auch, dass Rollenklischees zur Sprache kommen. Das muss doch nicht bedeuten, dass man sie kritiklos übernimmt oder gar <indirekt vermittelt<. Im Gegenteil: würde der Sohn auf die entsprechende Frage wie ein traditioneller Chauvi antworten, so kann man bei einem Fünfzehnjährigen immer noch korrigierend eingreifen und Denkprozesse in Gang setzen. Und wenn dann auch noch die jüngere Schwester an der Diskussion teilnimmt, wird es ihm wohl schwer fallen, ein Mascho-Gehabe glaubhaft zu verteidigen.

    Das ist ja auch das A&0 in Beziehungen, nicht nur mit Kindern: reden, reden, reden, die Kommunikation nicht einschlafen lassen und sich gelegentlich auch mal streiten, dass die Fetzen fliegen und sich dann wieder verstehen und in die Armen nehmen.
    Dafür braucht man Zeit, viel Zeit. Und das ist zudem sehr, sehr anstrengend und energiezehrend.

    Ich bin äußerst skeptisch, wie das gelingen soll, wenn man viel zu wenig gemeinsame Zeit hat und das bisschen, das man hat, noch für Haushalt u.a. Dinge draufgeht.

    Nehmen wir mal eine Familie mit drei Kindern als Beispiel: Das jüngste, 5 Jahre alt, hat grad eine schwere Erkältung mit Bronchitis aus dem Kindergarten mit nach Hause gebracht. Die Elfjährige hat Probleme mit ihrer Busenfreundin, weil die dabei ist, sich einem anderen Mädchen zuzuwenden und sie links liegen lässt seit ein paar Wochen. Der Fünfzehnjährige ist am Samstag auf einer Party gewesen und hat dabei versucht, seinen ersten Liebeskummer in zu viel Alkohol zu ertränken, lag den ganzen Sonntag über mit einer Saulaune im Bett und will nichts als in Ruhe gelassen werden. Er hat bereits angekündigt, dass er keinen Bock hat, am Montag in die Schule zu gehen, da Schule eh die totale Sch..... wäre.

    Der Vater hat in der folgenden Woche eine mehrtägige Dienstreise zu absolvieren und muss am Montag besonders früh aufstehen. Die Mutter hat Probleme im Beruf mit dem neuen Projekt, für das sie verantwortlich ist. Darüber hat sie schon das ganze Wochenende gegrübelt und ist zu keiner Lösung gekommen, außerdem überlegt sie sich, wie sie nach Arbeitsende noch den dringenden Termin beim Friseur unterbringen soll, denn die Kleine ist ja krank und Fr.... kann sich nur bis 17 Uhr um sie kümmern.

    Der Elfjährigen kann sie nicht zumuten, auf die Fünfjährige aufzupassen, denn sie schreibt am Dienstag eine Englischarbeit und hat schon gesagt, dass die Mutter noch Vokabeln abhören muss am Abend.

    Den Fünfzehnjährigen kann man als zuverlässiges Familienmitglied eh vergessen im Moment , denn auf er ist das pure Ego und auf ihn ist wenig Verlass. Er ist in der Pubertät und eigentlich müsste sie ihm am Abend noch klar machen, dass er sich endlich mal schulisch auf dem Hosenboden setzen muss, wenn er nicht sitzen bleiben will. Ach ja, sie darf nicht vergessen, dass am Mittwoch um 10.00 Uhr der Termin mit seinem Mathelehrer ist, konnte sie noch so dazwischenschieben... .

    Mir kann niemand erzählen, dass Familie eine so leichte Sache ist, dass man sie nebenbei händeln könnte, ohne nicht irgendwann kräftemäßig am Stock zu gehen.
    Es sei denn, man hat die notwendige Entlastung: wenn man abends heimkommt, ist das Haus geputzt, für die Kinder wurde gekocht von jemand, den man dafür bezahlt, die Hemden und Blusen hat die Haushälterin gebügelt und in den Schrank gehängt und ihn bei der Gelegenheit auch noch aufgeräumt usw.,usw. .

    Die Normalfamilie kann sich einen solchen Luxus nicht leisten.

    Und die Spitzenverdienerfamilie regelt das schon und zwar mit ihrem Spitzenverdienst. Sie braucht keine von Staat geschaffenen preiswerten Betreuungsangebote. Sie kann das sehr wohl auch selbst regeln, vor allem, was das Finanzielle betrifft.

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Ich habe vier eigene Kinder - zwei Stiefkinder, zwei Enkelkinder.

    Alle sechs Kinder und ich selber waren (sind) in einer
    Kindertagesstätte (unter einem Jahr).

  6. gesperrt

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat Zitat von Miss_Marple
    In Deutschland war das bis 1975 so, dass die Ehefrau die Erlaubnis ihres Mannes brauchte, wenn sie arbeiten gehen wollte. Und das durfte sie dann auch nur, wenn sichergestellt war, dass sie zu Hause noch ihre häuslichen Pflichten erledigte und diese nicht zu kurz kamen.
    Damals brauchten die Frauen zwar die Erlaubnis ihres Mannes, aber wenn sie diese hatten, dann fanden sie auch im Alter über 50sofort einen Job.
    Heute brauchen sie das Einverständnis nicht mehr, finden aber noch nicht einmal einen, wenn sie erst 40 sind.

    Es sei denn, sie nehmen sich keine Babypause, sondern klotzen ohne Unterbrechung und ohne Rücksicht auf Verluste bei sich selbst und dem Kind ran und setzen ihre Priorität in den Beruf.

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat Zitat von franzivonzack
    Nehmen wir mal eine Familie mit drei Kindern als Beispiel:
    Ich finde, dein Beispiel ist echt an den Haaren herbeigezogen.

    Zu meiner Schulzeit hatte ich eine Freundin mit 4 Geschwistern, der Vater war alleinerziehend. Da war für solche Zickereien, wie du sie beschreibst, kein Platz.

    Auch sonst habe ich es erlebt, dass in Familien mit mehreren Kindern (3-4 Kinder waren in der Gegend, wo ich zur Schule gegangen bin, keine Seltenheit) die "Großen" sich für die "Kleinen" verantwortlich fühlten.

  8. gesperrt

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat Zitat von Suresnes24
    Franzi, ist doch völlig okay! Jeder lebt doch sein Leben. Der eine so, der andere so.

    Ich war nur angekratzt, weil Du in Deinem Posting so supersarkastisch rüberkamst, quasi dass berufstätige Frauen keine Kinder kriegen sollten.
    Mein Posting war aber anders gedacht. Ich hab es eher auf dem Hintergrund der Frage "Was ist der Sinn des Kinderkriegens?" geschrieben.

    Nur eine verschwindende Minderheit wird doch Kinder deshalb bekommen, weil der Staat der Meinung ist, die Deutschen würden aussterben oder es gehöre eben zum guten Ton dazu, Kinder zu haben.
    Es kann doch wirklich nicht der Sinn sein, Kinder zu zeugen, auszutragen und zu gebären, bloß, damit man sie so schnell wie möglich dann woander unterbringt, weil man es nicht aushält, auch nur drei kurze Jahre sich schwerpunktmäßig um sie zu kümmern. Es geht doch in erster Linie genau nur um diese kurze Zeit, die aber krampfhaft runtergefahren werden soll auf 1 Jahr bzw. 14 Monate und zum Soll erklärt wird. Das aber nicht deshalb, weil es der Wunsch der Eltern wäre, nein, weil es "der Markt" so will. Immerhin wünschen sich lt. neuester Emnid-Umfrage um die 70% , dass die Kinder in diesen ersten Lebensjahren von Mutter bzw. Vater oder beiden im Wechsel betreut werden.
    Das Puschen in Richtung möglichst frühe Fremdbetreuung kommt somit nicht von den Eltern, sondern von der Politik und der Wirtschaft. Deshalb auch diese verstärkte zähe "Öffentlichkeitsarbeit", eine Kampagne "zum Wohle" der AG und nicht der Kinder oder ihrer Eltern.

    Man kann auch nicht einfach davon ausgehen, dass all diejenigen, die sich gegen Kinder entscheiden, das aus rein materiellen Gründen tun oder weil sie ihre persönliche Freiheit in Gefahr sähen. Immerhin kann ja auch der Grund ein ganz anderer sein, so z.B., dass sie keine Kinder in eine Welt setzen wollen, deren Untergang innerhalb der nächsten 20 Jahre vorprogrammiert ist.

    Diese Einstellung wird gerade unter den Bessergebildeten häufiger vertreten sein als in der Unterschicht. Darüber kann man nicht so einfach hinweggehen und so tun, als gäbe es eine Gebärverweigerung aus diesem Grund nicht und sich nur auf das Ködern mit Geld verlassen. Da muss man ganz andere Dinge anbieten, z.B. ein glaubwürdiges ökologisches Konzept, das die Chance einer Zukunft für diese Kinder eröffnet.

  9. gesperrt

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat Zitat von Historia02
    Ich finde, dein Beispiel ist echt an den Haaren herbeigezogen.

    Zu meiner Schulzeit hatte ich eine Freundin mit 4 Geschwistern, der Vater war alleinerziehend. Da war für solche Zickereien, wie du sie beschreibst, kein Platz.

    Auch sonst habe ich es erlebt, dass in Familien mit mehreren Kindern (3-4 Kinder waren in der Gegend, wo ich zur Schule gegangen bin, keine Seltenheit) die "Großen" sich für die "Kleinen" verantwortlich fühlten.
    Wenn du das an den Haaren herbeigezogen findest, dann solltest du das bitte auch genauer begründen und nicht irgendwelche Einzelbeispiele , zu denen du zudem auch nur als Betrachter von außen was sagen kannst, als Gegenbeispiel heranziehen.
    Hast du selbst Kinder?

    Hast du dir z.B. mal überlegt, wie ätzend und peinlich es für das älteste Kind sein kann, immer das Baby auf die Backe gedrückt zu kriegen, weil die Eltern sich nicht selbst um es kümmern können?

    Ich aber spreche hier von einem Beispiel, dass mir beruflich in ähnlicher Weise häufig unterkommt. Zudem habe ich selbst Kinder, inzwischen erwachsen bzw. fast erwachsen und weiß aus persönlicher Erfahrung, dass das Leben mit Kindern zwar eine wunderbare Sache ist, aber eben auch unglaublich anstrengend und kräftezehrend, selbst dann, wenn man nicht ununterbrochen berufstätig ist.

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Guten morgen an alle, sehe schon, ihr seid schon wieder fleissig.

    Hallo Franzi, danke für Dein letztes posting. ist doch prima, wenn man drüber redet, hatte ich ganz anders und wie man sieht, völlig falsch verstanden - ein für Dich.

    Klar, kein Mensch bekommt Kinder, weil Deutschland ausstirbt.

    Dass der Aufschrei nach mehr Krippenplätzen jetzt öffentlich von der Wirtschaft kommt, stört mich zB gar nicht. Ich bin froh über die öffentliche Diskussion und über jeden Verbündeten. Frag mal berufstätige Frauen oder sieh Dir die Dramen bei der Anmeldung/Platzvergabe an....der Bedarf ist da und es sind die Frauen, die auf den Knien robben für einen Platz (hab ich alles schon gemacht - mein Gott!).

    Ob es mehr Kinder bei besseren Betreuungsmöglichkeiten gäbe..... Könnte ich mir schon vorstellen. Ich persönlich hätte schon noch gerne ein zweites Kind gehabt - aber nie in Deutschland! Ich bin doch nicht wahnsinnig!

    Schon jetzt robbe ich alle 4 Jahre für eine Dauer von etwa 6 Monbaten auf den Knien, habe Angstschweiß auf der Stirn, wie ich uns ernähren soll, falls das mit dem Platz nicht klappt. Benutze jede noch so entfernte Verbindung, schreibe lange Motivationsbriefe und riesige Dossiers (Job-Bewerbung ist ein Kinderspiel gegen Betreuungsplatzbewerbung ).

    LG
    Suresnes

    @ Pelzpfote + Pishti:

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