Es geht weniger um "Friedlichkeit" als eher um Sachlichkeit. Ich kann meine Meinung sehr deutlich rüber bringen, ohne dabei meine guten Manieren zu vergessen.Zitat von Inaktiver User
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Thema: Betreuungsplätze für Kinder
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24.02.2007, 23:14
AW: Betreuungsplätze für Kinder
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24.02.2007, 23:16
AW: Betreuungsplätze für Kinder
@sureness,
ja, du, mit einem Kind ist das ja vielleicht auch noch zu machen, mit jedem weiteren aber wird das immer beschwerlicher.
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24.02.2007, 23:22
AW: Betreuungsplätze für Kinder
Franzi, ist doch völlig okay! Jeder lebt doch sein Leben. Der eine so, der andere so.
Ich war nur angekratzt, weil Du in Deinem Posting so supersarkastisch rüberkamst, quasi dass berufstätige Frauen keine Kinder kriegen sollten.
Du siehst, es kann auch ganz anders sein....
Nebenbei bemerkt, ist es für viele leider überhaupt keine Wahlmöglichkeit mehr sondern einfach Notwendigkeit.
LG
Suresnes
(die jetzt endlich ihre Texte fertigschreiben muss - also erstmal tschüß sagt)
P.S.: Na klar wird das mit jedem Kind schwerer - noch dazu hier in D. Sorry, aber ich komme aus Frankreich, da gibt es solche Debatten wie hier gar nicht. Da feinden sich Mütter auch nicht so an, da macht jede was sie mag - arbeiten oder nicht - (entgegen der landläufigen Meinung gibt es französische Mütter, die auch zuhause bleiben). Das ist wunderbar angenehm.
Ich missionier ja auch niemanden, dass er arbeiten muss
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25.02.2007, 00:07
AW: Betreuungsplätze für Kinder
Ja klar ist das so. Volle Zustimmung. Es fragt auch niemand einen Mann beim Vorstellungsgespräch, ob er Kinder hat oder haben möchte und wie er das dann mit dem Beruf vereinbaren will. Frauen werden so etwas - unerlaubterweise - durchaus gefragt.
Zitat von Bonnie30890
Aber genau daran muss sich ja gerade etwas ändern! Nur passiert das eben nicht von alleine. Es wird sich nichts daran ändern, solange WIR nichts daran ändern. Die Situation ist schwierig, aber den Kopf in den Sand stecken und resignieren ist doch auch keine Lösung.
Bis sich diese Einstellung in unserer Gesellschaft ändert ist es noch ein langer Weg, ein Prozess - und der fängt mit einem kleinen Schritt an. (Na ja, viele Schritte haben ja schon andere vor uns für uns getan - es darf nur eben nicht aufhören). Wenn nach und nach immer mehr Väter einen Teil - einen größer werdenen Anteil - der Elternzeit übernehmen, dann kommen wir hoffentlich irgendwann mal dahin, dass Mütter es eben NICHT mehr schwerer haben als Väter.
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25.02.2007, 01:45
AW: Betreuungsplätze für Kinder
So, jetzt bin ich mit meinen Texten fertig und ihr seid schon alle schlafen ... *halloooo...keiner dahaaa??*.
Dabei fand ichs grade so spannend! Und hab ganz schnell getextet, um wieder zu kommen...
Einen ganz wichtigen Aspekt habe ich ja vergessen in der Diskussion: ich arbeite ganz schnöde für Geld
, also um Geld zu verdienen, um Geld zu haben, um Geld für mich und Sohnemann ausgeben zu können.
Also nicht nur zur Selbstverwirklichung (naja, schon auch, ich arbeite einfach echt gerne).
Den Aspekt vermisse ich hier so ein bisschen in der Diskussion und deshalb oute ich mich jetzt mal.
Also ich arbeite deshalb, damit ich uns einen gewissen Standard bezahlen kann. Sonst ginge das nämlich nicht. Und ja, das ist mir wichtig. Eine richtig gute KV für Sohnemann. Eine nette Wohnung in einem angenehmen Viertel mit netten Nachbarn/Umfeld mit dazu gehörig einer sehr netten Regelschule mit tollem Klima und viel Förderung. Wald, Wiesen und Riesen Spielplatz nahe bei. Sportverein, Musikschule, Malschule.
Es geht hier nicht um Luxus oder dass ich arbeite für die x-te Markenklamotte meines Sohnes.
Ein ganz normales Leben, wo ich meinem Sohn erst einmal ein gutes Umfeld und später eine gute Ausbildung geben kann.
Das kostet hier in der Stadt einfach richtig Geld und dafür arbeite ich.
Also im Prinzip Franzi, arbeite ich, damit mein Sohn es gut hat. So wie Dein Mann sich damit motiviert, dass er es tut, damit ihr es gut habt. Und so motiviere ich mich auch, wenn ich grade k.o. oder müde oder genervt bin.
Für mich alleine bräuchte ich gar nicht so viel zu arbeiten (oder ich könnte mir die x-te Markenklamotte kaufen
).
Beantwortet das ein bisschen die Frage, was berufstätige Mütter für ihre Kinder fühlen?
Und leider ist das heute mehr und mehr die Realität, zumindest in den Ballungsräumen. Die wenigsten Mütter arbeiten Vollzeit oder Schicht, weil sie sich absolut selbstverwirklichen wollen. Sie arbeiten, um ihren Kindern ein gutes Leben und einen guten Start ermöglichen zu können.
LG
Suresnes
P.S.: Wobei ich absolut nichts falsches darin sehen kann, für sich selbst zu arbeiten. Ich wäre als nicht-berufstätige Mutter eine Katastrophe und eine Megäre..... nur wenn ich könnte (siehe oben), wäre es deutlich weniger Beruf - dann eben nur, um mir die gute Laune zu erhalten - und davon profitiert auch mein Sohn, glaube mir, der fands fürchterlich als ich nur zuhause war
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25.02.2007, 02:55
AW: Betreuungsplätze für Kinder
Zitat von Miss_Marple
Das galt (falls es ueberhaupt stimmt) vielleicht fuer diejenigen, die schon erwachsen waren und effektiv schon den ganzen Klotz am Bein hatten. Fuer sie war es ohnehin zu spaet. Aber Kinder und Teenies der 70er Jahre wurden bereits dahingehend erzogen, dass es fuer uns mal anders sein wuerde. Die klassische Hausfrau war ein abschreckendes Beispiel. Nein, eigentlich war sie noch nicht mal das. Das abschreckende Beispiel war "wenn du nicht ordentlich lernst, wirst du mal in der Fabrik landen". Hausfrau werden war gar nicht erst auf der Skala.
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25.02.2007, 02:58
AW: Betreuungsplätze für Kinder
@Wales, ich bin ja geschmeichelt, dass du meine gesammelten Werke aus dem anderen Strang hier zitierst. Das erspart mir die Muehe, mich zu wiederholen.
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25.02.2007, 03:37
AW: Betreuungsplätze für Kinder
Zitiert von der Website der Bundeszentrale für politische Bildung:
"Am 14. Juni 1976 wurde das erste Gesetz zur Reform des Ehe- und Familienrechts verkündet. In seinem ersten Teil enthielt es das neue Eherecht, im zweiten die Reform des Scheidungsrechts und im dritten Teil die Neuordnung des Scheidungsverfahrens mit der Einführung der Familiengerichte."
und dann ...
"Im Eherecht fiel die alte Regelung fort, wonach die Frau in erster Linie zur Haushaltsführung, der Mann zum finanziellen Unterhalt der Familie verpflichtet war und die Ehefrau nur dann berufstätig sein durfte, wenn sie ihre familiären Verpflichtungen nicht vernachlässigte bzw. dann be- rufstätig sein mußte, wenn die Einkünfte des Mannes für den Familienunterhalt nicht ausreichten. Statt dessen sollten nach dem neuen Eherecht die Eheleute die Haushaltsführung in gegenseitigem Einverständnis regeln. Beide waren nunmehr berechtigt, berufstätig zu sein, beide mußten auf die Familie Rücksicht nehmen."
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25.02.2007, 03:51
AW: Betreuungsplätze für Kinder
Lavenda,
ich bin auch ein Kind der 70er. Ich habe das allerdings komplett anders in Erinnerung als du. Die klassische Hausfrau gab es überall. Keine Mutter meiner Freundinnen hat gearbeitet, alle waren zu Hause. Und es hat sich auch niemand dagegen "gewehrt". Es war die Aufgabe der Frauen, die Kinder zu betreuen und den Haushalt zu versorgen. Staatliche Kinderbetreuung gab es zu der Zeit ja noch viel weniger. Klar, ich ging in den Kindergarten. Aber der machte natürlich mittags zu für ein paar Stunden, um dann am Nachmittag wieder aufzumachen. In der Zwischenzeit gingen die Kinder zum Essen nach Hause. Die Kinder einer Mutter in der Nachbarschaft, die doch arbeitete, wurden als "Schlüsselkinder" bezeichnet und die restliche Nachbarschaft war sich einig, dass diese Mutter eine Rabenmutter war.
Klar, natürlich bin ich auch so erzogen worden, dass ich eine gute Ausbildung haben sollte und arbeiten gehen sollte. Ich sollte auch nicht in der Fabrik landen. Aber ich bin definitiv noch mit dem Gedanken erzogen worden, dass ich, sollte ich einmal Familie und Kinder haben, zu Hause bleiben würde um die Kinder zu erziehen. Ganz klar. Deine Bemerkung:
"wenn du nicht ordentlich lernst, wirst du mal in der Fabrik landen" habe ich auch schon so ähnlich gehört. Allerdings bezog sich das auf die Zeit ZWISCHEN Schule und Heirat bzw. Kinderkriegen. Was danach kommen würde/sollte war völlig klar.
Meine Mutter sagt heute noch: Ach, deine Freundin hat jetzt Kinder? Dann kann sie ja jetzt nicht mehr arbeiten gehen.
Ich erinnere mich noch gut an eine Auseinandersetzung mit ihr, in der ich meine "gleichberechtigten" Ansichten schilderte. Sie war ja in der Familie, diejenige, die für den Haushalt zuständig war. Mein Vater ließ sich gerne bedienen. Als ich sagte, Männer könnten ja wohl auch was im Haushalt tun, meinte sie, ich müsste mich nicht wundern, mit dieser Einstellung keinen Mann zu finden.
Tja, so sind meine Erinnerungen dazu. Wo bist du denn aufgewachsen? Vielleicht waren die Menschen in der Stadt ein wenig fortschrittlicher. Aber in kleineren Städten und auf dem Land eher nicht.Geändert von Miss_Marple (25.02.2007 um 03:58 Uhr)
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25.02.2007, 09:24
AW: Betreuungsplätze für Kinder
Surenes24, ich finde Deine Ausfuehrungen klasse!
Man sollte sich nicht ueber Dinge aergern,
denn das ist ihnen voellig egal.
Euripides
Man soll nicht das Leben veraendern, man soll nicht die Welt veraendern. Man muss das Leben vielgestaltiger machen, ... Man muss die Unterschiede wuerdigen. Unterschiede staerken die Identitaet.
Carlos Fuentes "Die Jahre mit Laura Diaz"


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