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  1. Inaktiver User

    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Unser Sohn kann sich sehr gut vorstellen, einmal seine Kinder in den ersten Jahren zu versorgen, während seine Frau berufstätig ist. Mit dieser Rolle hätte er überhaupt keine Probleme. Allerdings ist er der Auffassung, dass ein Kind in den ersten Lebensmonaten von der Mutter betreut werden sollten, eine Meinung, die auch wir vertreten.
    Oha!
    So etwas in der Art hatte ich auch schon mal gepostet und bekam folgende Antwort:
    Merkst du was?? Damit, dass du deinen Kindern solche Fragen ueberhaupt STELLST, leitest du doch unterschwellig die Geschlechts-Klischees weiter?
    Von selbst wuerden Kinder wahrscheinlich gar nicht erst darauf kommen, dass ein Zusammenhang bestehen soll zwischen weiblicher Berufstaetigkeit und Kinder kriegen. Was ist eigentlich heute mit den Deutschen los??? In den 70er Jahren waere kein Mensch darauf gekommen, einen 15-jaehrigen Jungen zu fragen, ob er was dagegen haette, wenn seine zukuenftige Frau berufstaetig sei? Denn da war das selbstverstaendlich. Warum schluckt ihr eigentlich so vollkommen unhinterfragt diesen ganzen reaktionaeren Scheiss, den Euch die Medien schleichend reinwuergen, und leitet ihn auch noch an Eure Kinder weiter?

    Du merkst noch nicht mal, wie verankert diese Ansichten bei dir sind. Du kommst dir noch progressiv vor, und bist stolz auf diese oben zitierten Konversationen. Ich fass' es nicht.
    Ich weiß wirklich nicht, wie sich manche Leute die Familie der Zukunft vorstellen:
    Mutter und Vater arbeiten Vollzeit, auf dem Weg zur Arbeit werden die Kinder mal eben in die Betreuung geschmissen und abends abgefüttert und ins Bett gesteckt, oder wie?
    Wo bleibt die Beziehung der Partner zueinander, die Beziehung der Eltern zu den Kindern,kann man Haustiere eigentlich mit in die Betreuung geben, wer macht den Haushalt......??
    Geändert von Inaktiver User (24.02.2007 um 22:23 Uhr)

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat Zitat von Bonnie30890
    du hast schon recht mit Deinem Posting. Trotzdem faellt mir auf das oft Frauen doch anders "ticken" als maenner.
    vieln maennern reicht es offensichtlich einfach nur Kinder ZU HABEN. Zumindest hoert man Vaeter selten jammern, wie wenig Zeit sie fuer die Kinder haben.
    Das stimmt. Ich frage mich dann allerdings schon manchmal, wieviel das evtl. auch mit unserer Erziehung zu tun hat. Wir sind halt mit dem traditionellen Familienmodell groß geworden, sind es so gewohnt. Ich denke, das hat einen großen Einfluß auf unser Denken, auch wenn wir uns es nicht eingestehen möchten.
    Geändert von Lilac (24.02.2007 um 22:50 Uhr)

  3. gesperrt

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Da bekommt man ein Kind, das man nach ein paar Wochen, Monaten, einem Jahr in Fremdbetreuung gibt, weil man sich >nichts sehnlicher wünscht< - so war doch eine Aussage hier - als wieder arbeiten zu gehen. Das Kind geht also in die Krippe, dann in die Kita, dann in die Schule und nachmittags in den Hort, ab 12 geht es nach der Schule nach Hause und schmeißt sich eine Pizza in den Ofen und gammelt ein bisschen vor sich hin, später, gesetzt den Fall es geht wirklich alles ganz stromlinienförmig ab bei ihm mit Schule und so -was ich stark bezweifle -, hat es einen tollen Beruf, vielleicht sogar einen besonders tollen, sucht sich einen tollen Partner mit einem tollen Beruf oder sogar einem ganz besonders tollen, kriegt ein Kind, das kommt dann in die Krippe, danach in die Kita usw., usw. , dann kriegt es ein Kind usw., usw..

    DAS soll es sein? Dafür kriegt man ein Kind? Man kriegt ein Kind, weil man sich nichts sehnlicher wünscht, als wieder arbeiten zu gehen? - Ja, da fragt sich der Mensch doch, warum kriegt so jemand überhaupt ein Kind? Für "die Politik" ? Für die Gesellschaft? Für die Kanzlerin? Oder vielleicht sogar für Frau von der Leyen?

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Ähm, in den 70er Jahren völlig selbstverständlich, dass eine Frau berufstätig ist?

    Also ich weiß nicht, wann es in D abgeschafft wurde (glaube aber, wir waren nicht wirklich viel früher), aber in Frankreich musste definitiv zu dieser Zeit der Ehemann noch per Unterschrift seiner Ehefrau das Einverständnis erteilen, wenn diese arbeiten wollte oder ein eigenes Konto eröffnen wollte

    Und die Antwort meines Papas auf die Frage meiner Mutter, ob er etwas dagegen hätte, wenn sie arbeitet, war ganz klar: das ist Dein Privatvergnügen solange der Haushalt klappt und das Essen auf dem Tisch steht, wenn ich nach Hause komme.

    Bleibt noch hinzuzufügen, dass meine Mama die einzige aller Mütter aus meiner Klasse war, die berufstätig war.....

    Also als soooo selbstverständlich habe ich das nicht in Erinnerung...



    Wales, bitte nicht schon wieder diese rabenmutter-Argumente. Ja, man kann sich auch als berufstätiges Paar genügend Zeit für Kinder, haustiere und Paarleben nehmen. Das ist alles eine Frage der Organisation.
    Dann macht der Kleine halt seinen Sport integriert direkt im Hort oder angeschlossen statt dass Mama nachmittags Taxi spielt. Und ganz ehrlich, wenn man zuhause ist, wieviele Stunden läuft der nachwuchs einfach nebenher? Die zählen doch auch nicht wirklich zur Quality-time?
    Und dann setzt man halt zB die Prios im haushalt anders. Bei uns gibts keine aufwändige Küche, gestaubsaugt wird nur wenn die Putze kommt - dafür aber Zeit für uns

    LG
    Suresnes

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    In Deutschland war das bis 1975 so, dass die Ehefrau die Erlaubnis ihres Mannes brauchte, wenn sie arbeiten gehen wollte. Und das durfte sie dann auch nur, wenn sichergestellt war, dass sie zu Hause noch ihre häuslichen Pflichten erledigte und diese nicht zu kurz kamen.

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    @ Linwen

    Ich hab geschrieben, ich verstehe beide Situationen, sowohl die, dass Frau und Mann bald wieder arbeiten wollen nach der Geburt eines Kindes, als auch die, dass Eltern ihre Kinder gerne länger selbst betreuen möchten. Das sind ja schon mal zwei verschiedene Modelle.

    Natürlich ist nicht jede Situation so wie meine. Schon klar, dass manchmal vielleicht durchaus das traditionelle Familienmodell das richtige ist. Mir geht es da um die Häufigkeit. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in 98 % der Fälle das richtige und einzig mögliche ist. Es ist mit Sicherheit häufiger auch den Vätern möglich, einen Teil der Elternzeit zu übernehmen. - Und vielleicht käme ja auch manchmal sogar das Modell Hausmann und Vater und Karrieremutter in Frage. Warum denn eigentlich nicht?
    Damit hätten wir dann das dritte mögliche Modell.

    Mittlerweile sind Frauen ja nun ebenso gut ausgebildet wie Männer, von daher sollte es meiner Meinung nach auch denkbar sein, dass das Familien- und Berufsleben gleicher aufgeteilt wird. Vom Gesetz her ist es Männern ja auch möglich, in Elternzeit zu gehen. Nur es findet einfach viel zu selten statt. Nur 2 % der Männer beanspruchen dies, und das ist einfach viel zu wenig.

    Wie du selbst schon sagtest: ALLES ist möglich. Nur dass ich dieses ALLES im Moment leider noch nicht so sehe.
    Geändert von Miss_Marple (01.03.2007 um 15:41 Uhr)

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ja klar, natürlich.
    ich halte es für absurd, von den frauen zu fordern, dass sie die männer ändern sollen.
    Sieh es doch mal so: Eigentlich habe ich eher gesagt, dass sich die Frauen ändern müssen! Indem sie nämlich selbstbewusster werden gegenüber ihren Männern und die Erziehungsaufgabe nicht mehr als ihre alleinige (oder zumindest fast alleinige) Aufgabe ansehen.

    Du hast dich doch so über die Alleinerziehenden beklagt. Häufig findet aber gerade das auch in FAMILIEN statt. Die Väter arbeiten häufig lange, brauchen abends ihre Ruhe vom harten Arbeitstag und sind vielleicht mal am Wochenende ein wenig für die Kinder da. Zu wenig, finde ich.

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat Zitat von franzivonzack
    Da bekommt man ein Kind, das man nach ein paar Wochen, Monaten, einem Jahr in Fremdbetreuung gibt, weil man sich >nichts sehnlicher wünscht< - so war doch eine Aussage hier - als wieder arbeiten zu gehen. Das Kind geht also in die Krippe, dann in die Kita, dann in die Schule und nachmittags in den Hort, ab 12 geht es nach der Schule nach Hause und schmeißt sich eine Pizza in den Ofen und gammelt ein bisschen vor sich hin, später, gesetzt den Fall es geht wirklich alles ganz stromlinienförmig ab bei ihm mit Schule und so -was ich stark bezweifle -, hat es einen tollen Beruf, vielleicht sogar einen besonders tollen, sucht sich einen tollen Partner mit einem tollen Beruf oder sogar einem ganz besonders tollen, kriegt ein Kind, das kommt dann in die Krippe, danach in die Kita usw., usw. , dann kriegt es ein Kind usw., usw..

    DAS soll es sein? Dafür kriegt man ein Kind? Man kriegt ein Kind, weil man sich nichts sehnlicher wünscht, als wieder arbeiten zu gehen? - Ja, da fragt sich der Mensch doch, warum kriegt so jemand überhaupt ein Kind? Für "die Politik" ? Für die Gesellschaft? Für die Kanzlerin? Oder vielleicht sogar für Frau von der Leyen?
    Gott Franzi, es wird nicht besser, wenn man es immer wieder runterkaut. Ich bin vollzeitberufstätig und stell Dir vor, ich sorge trotzdem sehr gut für mein Kind.

    Ich lese ihm morgens 30 Minuten vor - nur wir zwei - kümmere mich um Frühstück, Anziehn, Schulranzen packen, bringe ihn zur Schule.

    Ich bin aktive Elternsprecherin und auch sehr aktiv in EB + Schulförderung eingebunden, kenne alle Eltern und weiß was in Klasse + Schule vorgeht.

    Von der Schule geht er ca. 25 m in einen wunderbaren Hort, der ihm mehr Spielkameraden und Spielmöglichkeiten als zuhause bietet.

    Da hole ich ihn um 17:00 Uhr ab, schalte Handy + Telefon auf AB, gehe seine HA mit ihm durch. danach gibt es Spielzeit bis um 18:00, dann machen wir gemeinsam Abendessen, essen gemeinsam, dann ist noch kurz Spielen bis um 19:00, da fängt die 30 Min. Abends Vorlesezeit an. Zähneputzen und ins-Bett-bringen.

    Dank Spülmaschine, Waschmaschine und einem flott organsierten Haushalt kann ich den abends nachher machen, über den Rest bis zur Perfektion schaue ich einfach hinweg.

    Heute waren wir zB ab 14:00 mit seinem Freund am Spielplatz bis ich um 16:00 blaugefroren war, danach kam der Freund zu uns bis 18:00. Morgen machen wir mit einem anderen Freund einen Ausflug.

    Erwachsenen Privatleben findet ab 20:00 statt - das ist übrigens auch bei meinen nicht-berufstätigen Freundinnen so

    Du siehst, man kann tatsächlich Kind haben und arbeiten. Achja - wir backen auch Plätzchen, basteln und malen sogar

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat Zitat von Miss_Marple
    In Deutschland war das bis 1975 so, dass die Ehefrau die Erlaubnis ihres Mannes brauchte, wenn sie arbeiten gehen wollte. Und das durfte sie dann auch nur, wenn sichergestellt war, dass sie zu Hause noch ihre häuslichen Pflichten erledigte und diese nicht zu kurz kamen.
    Danke Miss Marple, war mir doch auch so!

  10. gesperrt

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat Zitat von Suresnes24
    Ja, man kann sich auch als berufstätiges Paar genügend Zeit für Kinder, haustiere und Paarleben nehmen. Das ist alles eine Frage der Organisation.

    LG
    Suresnes

    Bei manchen mag das ja so sein. Aber nicht jeder ist so strukturiert, dass es das kann und ein anderer will das vielleicht auch gar nicht so.
    Mir z.B. ist ein von morgens bis in die Nacht hinein durchstrukturiertes Leben ein Greuel.

    Als ich eine zeitlang Mutter- und Hausfrauenarbeit machte, lief das auch alles eher nach dem Lust- und Anforderungsprinzip. Ich kenne jedoch Frauen, da wird montags die Wäsche gewaschen, die Betten werden frisch bezogen und dann wird gebügelt, nachdem vorher noch Getränke besorgt und die Haustür abgewaschen wurde. Dienstags ist dann Fensterputzen dran etc..
    Meine Kinder mochte ich auch nie gut durchstrukturiert durch den Tag mit seinen Verpflichtungen dirigieren.

    Und allein die Vorstellung, ich müsste mein >Paarleben< auch noch organisieren - oje!

    Das Leben erfordert nicht nur Organisation, es braucht Freiräume und Spontaneität, um sich entfalten zu können und nicht eng zu bleiben. Und genau ist auch das, was ich z.B. meinen Kindern immer vermittelt habe. Eine Bekannte von mir sagte mal: "Mir war ein besonders großes Anliegen, meine Tochter das Genießen zu lehren".
    Fand ich ganz toll, diese Aussage.

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