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Thema: Betreuungsplätze für Kinder
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23.02.2007, 12:31
AW: Betreuungsplätze für Kinder
Geändert von Lilac (24.02.2007 um 18:23 Uhr)
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23.02.2007, 13:28
AW: Betreuungsplätze für Kinder
@Pelzpfote - zu deiner Frage in meinem GB (sie bezieht sich auf diesen Strang, ich moechte nicht zwei parallelle Diskussionen fuehren), wie ich mir das vorstelle, dass umgeschulte Arbeitslose Kinderbetreuung machen koennten, da sie doch aus einem ganz anderen Beruflsfeld kaemen, usw... Ja, um Gottes Willen, und wenn sie aus einem anderem Berufsfeld kommen - SO WHAT? Das ist halt die typisch deutsche "das geht aber nicht" Mentalitaet, diese Unflexibilitaet, diese immer noch tiefe Verankertheit mit dem "erlernten Beruf", auch wenn immer wieder gesagt wird, dass man an dem nicht mehr lebenslang haengen kann, ist diese STARRE Haltung in den deutschen Koefpen eben doch noch zu sehr verankert.
Was ist denn bitte so schlimm daran, einen ERLERNTEN BERUF (wie typisch deutsch und spiessig) aufzugeben, wenn offenbar keine Nachfrage fuer ihn besteht (siehe hohe Arbeitslosigkeit), und UMZULERNEN zu einem Beruf, fuer den diese Nachfrage besteht (Kinderbetreuung)??? Das ist doch das logischste, was es ueberhaupt gibt, und wuerde jedem zuallererst in den Sinn kommen, ausser vielleicht denen, die am naehesten dran sind, den Deutschen.
Mir haengt dieses Thema inzwischen gewaltig zum Hals heraus, darum werde ich mich aus diesem STrang, sowie dem Emanpiationschancenstrang fuer ein Weilchen verabschieden. Habe die letzten paar Tage gar nicht mehr mitgelesen, das tat mir gut.
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23.02.2007, 14:00
AW: Betreuungsplätze für Kinder
Ja, und weil's so schön ist, kann man dann auch gleich den eh schon chronisch unterbezahlten Beruf der Erzieherin ganz abschaffen und stattdessen noch billigere Anlernkräfte einsetzen. - Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass es die Agentur für Arbeit so berauschend findet, eine 5 Jahre währende Ausbildung - so lang ist die einer Erzieherin nämlich - zu finanzieren.
Zitat von Lavenda
Wir sehen, die Kinderbetreuung wird immer teuerer.
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23.02.2007, 21:36
AW: Betreuungsplätze für Kinder
ich bin großmutter und so kann meine schwiegertochter auf mich sich verlassen,wenn die tagesmutter krank ist oder ihr kleiner sohn.
ich komme!
aber eine junge freundin,tierärztin mit nicht hohem gehalt hat riesenprobleme nach trennung ,der mann zahlt wenig ,sie muss lange arbeiten und wo bleibt der kleine sohn?
wir brauchen kindertagesstätten ,wo auch spät und wenn mutter oder kinder krank sind betreunung möglich ist.
ich hatte das glück,,bauernhof, arbeitsplatz vor der tür oder ehemann schaute nach den kindern,oder nahm suie mit in den stall oder schaute nach ihnen auf dem hof..
aber die jungen frauen ohne sicherheit in ihrer zukunft sie brauchen unsere solidarität!! und hilfe und endlich unterstützung...wo bleiben die Tagesväter???
wo bleiben die kindertagesstätten mit werkstätten wo opas und junge väter mit den kindern bauen windeln werkeln.,wäsche machen abwaschen und auch kochen...
mein mann hatte kein problem die wäsche zu regeln und zu kochen brote zu schmieren,wenn ich morgends zur arbeit schon weg war,
aber wenn beide früh unterwegs sein müssen,arbeitsplatz nicht am wohnort oder im selben haus ist.. da muss betreuung gesichert sein..
..Wir sind noch so weit weg von der gleichberechtigung!!! und kinderfreundlichkeit--
herzlicher gruß luftballon..
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23.02.2007, 23:49
AW: Betreuungsplätze für Kinder
Also noch mal zur Ausgangsfrage zurück - ja natürlich brauchen wir mehr Betreuungsplätze für Kinder.
Und zwar ganz einfach, damit die Frauen, die entweder gerne arbeiten möchten oder es finanziell tun müssen, auch eine Wahlmöglichkeit haben.
Ich verstehe jetzt überhaupt in keiner Hinsicht die ganze Aufregung und das Gezanke zwischen "berufstätigen" und "nicht-berufstätigen" Müttern. Kann doch bitte jede Frau zuhause bleiben, aber es ist doch nur fair, diese WAHLmöglichkeit auch einer Frau zu geben, die gerne arbeiten möchte oder es sogar muss.
Bitte, es soll doch jede(r) machen wie er (sie) möchte, aber derzeit kann man nur frei wählen, zuhause zu bleiben. Die andere Möglichkeit steht einem derzeit nur mit großem Aufwand, möglichst einem größeren finanziellem Spielraum oder enormen Glück zu, das Kita- oder Hort-Glückslos gezogen zu haben.
Wir bilden also Heerscharen von jungen, motivierten und intelligenten Frauen aus (massiv unterstützt durch Steuergelder nebenbei), um Ihnen nachher keine Chance zu geben, im Beruf zu bleiben. Schön für Deutschland, dass wir es gar nicht nötig haben, diese Potenzial und diese Intelligence zu nutzen.
Ich bin zurück gekommen nach Deutschland mit einem zweijährigen Sohn, alleinerziehend, bis dato wunderbar berufstätig und konnte uns bis dato prima ernähren. Und dann kam der Kulturschock Deutschland.
Übrigens ist das mit der Bevorzugung Alleinerziehender auch so ein Mythos. Hier in Bayern zumindest steht eine Alleinerziehende in der Rangliste hinter Sozialfällen, Kindern von Beamten, Geschwisterkindern. Und gleichrangig mit Doppelverdienern.
Also das 2. Kind der golfspielenden gutsituierten Siemens-Mama kommt noch vor meinem, obwohl ich dann arbeitslos werde. Und das der mama, die einfach ein bisschen haushaltsgeld für Urlaube und Extras mit ihrem 25 Stunden Job dazuverdient und ihr Kind immer schon um 14:00 Uhr abholt (damit es nicht sooo lange bleiben muss), aber einen der super raren ganztagesplätze belegt (ach weißt Du, es ist schon angenehm, wenn sie auch noch im kiga essen
). Während ich verwzeifelt versuche, unser Leben zu finanzieren. Ich gönne es beiden und den Kindern noch viel mehr, aber von der Priorität her lief ich da schon Amok als ich alle Absagen einkassiert habe.
Also, her mit den Plätzen, damit irgendwann mal alle Frauen Wahlmöglichlkeiten haben.
LG
Suresnes
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24.02.2007, 13:02
AW: Betreuungsplätze für Kinder
@sureness
Deinem Posting kann ich mich nur anschließen - die ganzen "Grabenkämpfe" bringen das eigentliche Thema ja nicht wirklich weiter.
Bei manchen hat man das Gefühl, es geht ihnen tatsächlich besser, wenn (ganz gerecht!) überhaupt gar keinem irgendwelche Vergünstigungen oder "Sonderbehandlungen" gewährt werden.
Und ja, ich selbst war auch sehr erstaunt, als ich bei der Krippenanmeldung feststellen musste, dass ich tatsächlich in die selbe Dringlichkeitsstufe eingeordnet werde wie eine Alleinerziehende, obwohl mein Mann ja auch arbeitet.
Das finde ich nun auch ziemlich merkwürdig!
Und nochmal: Die Wartezeit beträgt (zumindest in München) 1,5 bis 2 Jahre - es kann also gar nicht die Rede davon sein, dass massenweise Kinder direkt nach der Geburt fremdbetreut werden!
Schöne Grüße, bellybee
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24.02.2007, 14:06Inaktiver User
AW: Betreuungsplätze für Kinder
Ich gebe dir Recht, was die Wahlmöglichkeit betrifft!Ich verstehe jetzt überhaupt in keiner Hinsicht die ganze Aufregung und das Gezanke zwischen "berufstätigen" und "nicht-berufstätigen" Müttern. Kann doch bitte jede Frau zuhause bleiben, aber es ist doch nur fair, diese WAHLmöglichkeit auch einer Frau zu geben, die gerne arbeiten möchte oder es sogar muss.
Nur, bisher war es so, dass berufstätige Mütter oft als verantwortungslos und lieblos hingestellt wurden.
Demnächst, so befürchten viele, wird sich das Blatt dahingehend ändern, dass "Hausfrau+Mutter" in Vollzeit zum Schimpfwort wird.
Das "Gezanke" und diese Gedanken rühren wohl daher, dass viele Userinnen aus diesem Strang auch im Emanzipatonsstrang gepostet haben, und dort Momentan-Hausfrauen, die ihre Kinder selbst betreuen als "Schlampe", "Papperl kochende Mutti", "Gärtchen pflegende Hausfrau", und "austauschbare Frau von dösigen blöden Ehemännern, die für ihre Bequemlichkeit zweideutige Gegenleistungen" erbringen müsste, abgewertet wurden.
Die o.g. Begriffe stammen nicht von mir, sondern sind Zitate.
Kann gerne nachgelesen werden.
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24.02.2007, 14:42Inaktiver User
AW: Betreuungsplätze für Kinder
Ach Wales...das ist doch aber schon lange so..
Zitat von Inaktiver User
Als ich damals (meine große war gerade mal 1 Jahr) wieder arbeiten gegangen bin, war ich eine "herzlose Rabenmutter"
Als dann meine kleine geboren war und ich während des Mutterschutzes betriebsbedingt gekündigt wurde war ich eine "bequeme Hausfrau, die sich ihren Hintern auf dem Sofa breitdrückt".
Als ich dann beschlossen habe wieder zu arbeiten und dafür vorher erst mal 7 Monate die Schulbank gedrückt habe war ich die "gewissenlose Karrieregeile Frau, die ihre Kinder abschiebt"
Jetzt bin ich gerade mal die "bewundenswerte alleinerziehende, die einen Vollzeitjob und die Erziehung von zwei halbgaren Teenies wuppt"...alternativ vielleicht auch "eine von denen, die für den Vollzeitjob die armen Kids hintenanstellt".
Mal sehen was da noch so alles kommt...
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24.02.2007, 15:49
AW: Betreuungsplätze für Kinder
es ist egal was frau macht - jeder glaubt darüber urteilen zu dürfen. ich erinnere mich an eine diskussion in einem der foren hier, wo es darum ging, wie gepflegt man aus dem haus geht.
es ist wurscht.
wenn du zufrieden bist und die kinder auch. dann passt das nämlich. (wie es den männern geht ist mir egal, die gucken ja nur zu
).
ich finde wir sollten selbstbewußter unsere stellung als frau und mutter vertreten. egal wer wieviel und wann und wo (außerhaus oder imhaus) arbeitet.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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24.02.2007, 16:00Inaktiver User
AW: Betreuungsplätze für Kinder
Und uns vor allem nicht gegenseitig zerfleischen!!!!
Zitat von xanidae


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