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  1. Inaktiver User

    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat Zitat von linevp
    Vereinbarkeit von Familie und Beruf sollte vom Staat gefördert werden, aber dann mit tauglichen Mitteln und nicht auf Kosten der Allerkleinsten. Bessere Idee: Rückkehroption in den Beruf, Dogma der ständigen Verfügbarkeit am Arbeitsplatz ablegen (vor allem für die Männer/Väter), Familien finanziell fördern, Anerkennung der Arbeit als Familienmanager und es Kindern ermöglichen, wenigstens in den wichtigen ersten 3 Jahren ein Familienleben zu haben, das den Namen auch verdient.
    Deine Vorschläge kann ich nur unterstützen. Vor allem sollte die Rückkehrmöglichkeit in den Beruf (für Mütter/Väter) nach einer Familienpause viel besser gefördert und gefordert werden. DAS wäre für mich ein wünschenswertes Ziel und nicht, für ein Kind schon frühestmöglich eine Fremdbetreuung zu finden, damit der Arbeitsplatz nicht verlorengeht. Auch die Anerkennung der Familienarbeit wäre für mich erstrebenswert.

  2. gesperrt

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich lese jetzt hier schon eine Weile mit, möchte mich auch jetzt nicht weiter einmischen, weil ich (zumindest bis ich Oma werde) von dieser Diskussion nicht mehr betroffen bin.

    Was mir so auffällt, ist das es in solchen Diskussionen immer wieder auf das Thema "wie lukrativ ist es...?" kommt. Ich denke, die Frage, wer hier ein Jahr lang was bekommt ist doch nebensächlich.
    Ja, wenn man 1.800 € bekommt, dann kann man es in der Tat als >nebensächlich< betrachten.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Fakt ist, das Elterngeld ist jetzt beschlossen und wird ausgezahlt.
    Deshalb muss man es doch nicht unkritisch und ohne Widerstand einfach so als gottgegeben hinnehmen, finde ich.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das diejenigen, die vorher mehr verdient haben jetzt auch mehr bekommen ist in meinen Augen ok.
    Diejenigen, die z.B. mehr Rentenbeiträge eingezahlt haben, bekommen ja auch eine höhere Rente und kaum jemand regt sich darüber auf.
    Ach, wenn die, die jetzt grad mal so 300.- € bekommen, dann in Rente geben, wird es diese doch gar nicht mehr geben. Sie werden also die mehrfach Gea.....en sein.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Kostenlose Betreuung halte ich allerdings für ziemlich unmöglich...wie soll das denn finanziert werden?
    Auch ist es schwer zu begründen, das in Zeiten, in denen die Lehrmittelfreiheit abgeschafft wird (oder wie hier bereits abgeschafft ist) und nach und nach Studiengebühren eingeführt werden, die Betreuung für Kleinkinder kostenfrei werden soll.

    Grüße, Max
    Hast ja irgendwie Recht, solltest aber hier auch bedenken, dass die Eltern, im Unterschied zu früher, nicht nur die Kinderbetreuungsgebühren, sondern später auch noch die Studiengebühren am Hals habe.

    Das wird vor allem wieder einmal die treffen, die kein überflüssiges Geld haben. Die anderen werden das mit Leichtigkeit schultern können. Auch wieder so ein "Beitrag" zur Chancenungleichheit, den uns die Politiker da ohne Vorwarnung präsentiert haben.

  3. Inaktiver User

    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat Zitat von minstrel
    Die in Deutschland wirkenden Selektionsmechanismen führen nämlich dazu, dass Kinder aus Akademikerhaushalten mit sehr viel höherer Wahrscheinlichkeit studieren als solche aus "bildungsfernen" Haushalten. Damit findet durch die Finanzierung von Universitäten eine Umverteilung von Geringverdienern zu Besserverdienern statt. (Ungerecht, oder Franzi?)
    Nun...ich bin kein Akademiker, halte mich aber trotzdem nicht für Bildungsfern. Und bei meiner Tochter besteht durchaus die Möglichkeit das sie einmal Studieren will.
    Nur...ich bin alleinerziehend und weiß nicht ob ich mir das (trotz Vollzeitjob) leisten kann...ungerecht? Hmm....Jedenfalls ein "Stolperstein"!

    Die Steuerfinanzierung der Betreuung der Kleinsten käme hingegen allen sozialen Schichten zugute und könnte im Idealfall sogar die Chancengleichheit zwischen den sozialen Schichten verbessern.
    Das Argument soziale Schichten...na ja...

    hier werden die Kindergartengebühren nach dem Einkommen der Eltern gestaffelt...
    Geringes Einkommen = geringe Gebühren
    somit ist die Belastung für einkommensschwache Familien auch durchaus tragbar.

  4. Inaktiver User

    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat Zitat von franzivonzack
    Deshalb muss man es doch nicht unkritisch und ohne Widerstand einfach so als gottgegeben hinnehmen, finde ich.
    ich habe damals das Erziehungsgeld auch hingenommen...und ich habe mich sogar darüber gefreut!...Damals war es doch auch "ungerecht" gegenüber denen, die es vorher nicht bekommen haben.

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Und bei meiner Tochter besteht durchaus die Möglichkeit das sie einmal Studieren will.
    Nur...ich bin alleinerziehend und weiß nicht ob ich mir das (trotz Vollzeitjob) leisten kann...ungerecht? Hmm....Jedenfalls ein "Stolperstein"!
    Richtig. Studiengebühren keinesfalls ohne die Möglichkeit der Gegenfinanzierung, z.B. durch Studienkredite, die im Zuge der späteren Berufstätigkeit abgegolten werden können.

    Ich wollte lediglich andenken, dass die staatliche Studienfinanzierung nicht zwangsläufig Vorrang vor der staatlichen Kinderbetreuungsfinanzierung haben muss, nur weil das zur Zeit so ist.
    Gefahr im Küchenschrank

    Er steht im mittleren Regal,
    ganz hinten in der Ecke.
    Wann und wie ist ihm egal,
    so hockt er im Verstecke.
    Er kichert still in sich hinein,
    gibt nicht den kleinsten Mucker.
    Er ist so listig und gemein.
    Der raffinierte Zucker.

    Peter Sendtko


  6. gesperrt

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat Zitat von minstrel
    Hmmmm - Schnecken in Knoblauchsosse - bald ist Mittag...

    Du führst hier eine Diskussion über soziale Gerechtigkeit. Ich halte das für eine andere Baustelle.
    Ich nicht. Es ist, im Gegenteil, sozusagen der Bau des Haupthauses und der gehört selbstverständlich dazu.

    Zitat Zitat von Minstrel
    Das Elterngeld wurde nicht auf Grund von Erwägungen über soziale Gerechtigkeit eingeführt.
    So ist es. Du sagst es. Und ich erlaube mir, den Faktor "soziale Gerechtigkeit" einzubringen, weil er für mich einfach dazugehört, s.o..

    Zitat Zitat von Minstrel
    Bestehende Ungleichheiten werden durch das Elterngeld nicht angetastet. Das stimmt. Das war auch Sinn der Übung.
    Na schön, dann können wir ja getrost Ausschau halten, wo es die nächste Wiese gibt, die die Wohlhabenden zu Lasten der Kleinen und vor allem der Kleinen (Kinder) der Kleinen abgrasen können!

  7. Inaktiver User

    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat Zitat von minstrel
    Ich wollte lediglich andenken, dass die staatliche Studienfinanzierung nicht zwangsläufig Vorrang vor der staatlichen Kinderbetreuungsfinanzierung haben muss, nur weil das zur Zeit so ist.
    das wollte ich damit auch nicht sagen!

    Nur meiner Meinung nach hört die "Verpflichtung" der Eltern ihren Kindern gegenüber, doch nicht mit dem Ende des Kindergartenalters auf...
    Ich persönlich wäre ja schon glücklicher, wenn beides einkommensabhängig erhoben würde.

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat von Minstrel:
    Bestehende Ungleichheiten werden durch das Elterngeld nicht angetastet. Das stimmt. Das war auch Sinn der Übung.

    Zitat von Franzi:
    Na schön, dann können wir ja getrost Ausschau halten, wo es die nächste Wiese gibt, die die Wohlhabenden zu Lasten der Kleinen und vor allem der Kleinen (Kinder) der Kleinen abgrasen können!
    Erstmal Ungleichheit ist nicht gleich Ungerechtigkeit.

    Und dann:

    Wenn ich eine bestehende Ungleichheit mit einem bestimmten politischen Instrument nicht ausräume, lässt sich daraus ganz bestimmt nicht ableiten, dass ich eine Ungerechtigkeit mit diesem Instrument erzeuge.
    Gefahr im Küchenschrank

    Er steht im mittleren Regal,
    ganz hinten in der Ecke.
    Wann und wie ist ihm egal,
    so hockt er im Verstecke.
    Er kichert still in sich hinein,
    gibt nicht den kleinsten Mucker.
    Er ist so listig und gemein.
    Der raffinierte Zucker.

    Peter Sendtko


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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Ich persönlich wäre ja schon glücklicher, wenn beides einkommensabhängig erhoben würde.


    Immerhin gibt es ja einkommensabhängig noch Bafög (wovon auch ich profitiert habe).
    Gefahr im Küchenschrank

    Er steht im mittleren Regal,
    ganz hinten in der Ecke.
    Wann und wie ist ihm egal,
    so hockt er im Verstecke.
    Er kichert still in sich hinein,
    gibt nicht den kleinsten Mucker.
    Er ist so listig und gemein.
    Der raffinierte Zucker.

    Peter Sendtko


  10. gesperrt

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    AW: Betreuungsplätze für Kinder

    Zitat Zitat von minstrel
    Erstmal Ungleichheit ist nicht gleich Ungerechtigkeit.

    Und dann:

    Wenn ich eine bestehende Ungleichheit mit einem bestimmten politischen Instrument nicht ausräume, lässt sich daraus ganz bestimmt nicht ableiten, dass ich eine Ungerechtigkeit mit diesem Instrument erzeuge.

    >Erzeuge< vielleicht nicht, aber verstärke bzw., weil's so schön ist, gleich noch eine draufsattle.

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