Umfrage: Brauchen wir eine Impfpflicht?

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  1. Registriert seit
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    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Ich betrachte mich weder als Impfbefürworter noch als Impfgegner, sondern befinde mich in dem Dilemma, die Aussagen beider Seiten als relevant zu betrachten.

    Folgende Fragen sollte man stellen:
    1. Schützen Impfungen zuverlässig von den Krankheiten, gegen die sie entwickelt wurden?
    2. Sind Impfungen in der Lage, Krankheiten auszurotten?
    3. Welche Wahrscheinlichkeiten besitzen Erkrankungen und Impfschäden?
    4. Was sind auftretende Impfschäden und wie häufig sind sie?
    5. In welchem Alter sollte man impfen, sind Mehrfach- oder Einfachimpfungen sinnvoller?

    Auf alle diese Fragen gibt es widersprüchliche Antworten. Autoren von Büchern für oder gegen das Impfen behaupten einander Widersprechendes. Wem soll ich glauben? Dem Mitglied der Impfkommission oder meinem Kinderarzt? Beide sind Menschen, beide sind fehlbar, beide können ideologisch verbohrt oder geldgierig sein? Glaube ich den offiziellen Publikationen der staatlichen Stellen, die in meinen Augen moralisch argumentieren, d.h. dem Impfgegner moralisches VERSAGEN vorwerfen und ihn als unmündigen Bürger behandeln? Oder dem Heilpraktiker, der Impfungen kategorisch ablehnt, dessen Argumente mir esoterisch vorkommen, der aber im Gegensatz zur Schulmedizin die Nesselsucht meiner Frau therapieren konnte, während Professoren in Universitätskliniken ihr verkündeten, sie hätte nun mit dieser Krankheit chronisch zu leben?

    Um hier eine Entscheidung treffen zu können, benötigt man ein ethisches Prinzip. Meines lautet: Gefährdung aus Unterlassung wiegt weniger schlimm als Gefährdung durch tun. Und ein zweites ethisches Prinzip begleitet mich seit meinen Erfahrungen in der DDR: Man gebe die Verantwortung für sein Leben nicht in andere Hände, auch nicht mit dem Hinweis auf die Auswirkungen auf andere.

    Daher halte ich für mich ein Inkaufnehmen von Impfschäden, um damit andere vor Erkrankungen zu bewahren, für nicht statthaft. Als Eltern handeln wir im Auftrag unserer Kinder, und deren Schädigung in Kauf zu nehmen für welches Ziel auch immer geht für mich nicht.

    Die Frage also ist die nach dem Verhältnis von Nutzen und Schaden bei Impfungen.
    Es gibt Untersuchungen, die behaupten, daß Masern-geimpfte Kinder bei Masern-Epidemien ebenfalls an Maser erkranken. Damit müßte man Frage 1 mit Nein beantworten. Hinzu kommt, daß es Berichte gibt, Geimpfte, die an der Krabkheit erkranken, haben einen schwereren Krankheitsverlauf. Solange es in meinen Augen keine seriöse Widerlegung dieser Beobachtung gibt, steht das Hauptargument für Impfen für mich auf tönernen Füßen.

    In der DDR betrug die Masern-Impf-Rate etwa 15 Jahre lang 99%. Hinzu kam die Abriegelung des Landes. Trotzdem erkrankten in der DDR im Verhältnis zur Bundesrepublik nur unwesentlich weniger Menschen an Masern.
    In den letzten 20 Jahren sind alle Fälle von Kinderlähmung, in in Deutschland auftraten, auf Impfungen zurückzuführen, es gab keine natürliche Ansteckung.
    In WHO Statistiken sieht man oft, daß Krankheiten in Jahren mit großen Impfkampagnen häufiger auftreten (z.B. in den USA und Brasilien in den 80er Jahren).
    Deshalb kann ich Frage 2 ebenfalls nicht mit gutem Gewissen mit Ja beantworten.

    Häufig liest man von der Seltenheit von Impfschäden, aber von der hohen Wahrscheinlichkeit von Krankheitsschäden. Dabei wird gern vergessen, daß viel mehr Menschen geimpft werden als erkranken. Berechnet man z.B. für Masern die Wahrschenlichkeit eines schweren Impfschadens (bei 90% Impfrate) und eines schweren Krankheitsschadens, so sind beide etwa gleich groß.

    Bei der Definition von Impfschäden, aber auch bei der Zählung dieser Fälle leben Impfbefürworten und Impfgegebner in völlig verschiedenen Welten. Meiner Meinung nach ist die Definition des Impfschadens des Koch-Instituts viel zu eingeschränkt (es werden im Prinzip nur direkt kausale Folgen betrachtet), aber das Impfen für alle Zivilisationskrankheiten verantwortlich zu machen, geht auch zu weit. So lange nicht klar ist, ob es Auswirkungen des Impfens auf die Entstehung von Allergien Asthma und Autoimmunkrankheiten wie Rheuma gibt, solange nicht widerlegt ist, daß die Aluminium-haltigen Konservierungssoffe der Impfmittel, die wir Kindern in die Blutbahn spritzen, den Körper nicht vergiften, kann es keine wirklich saubere Aussage zu Impfschäden und deren Auswirkungen auf des Leben unserer Kinder geben.

    Aufgrund dieser Überlegungen haben wir beschlossen, unsere Kinder nur so viel wie nötig und so spät wie möglich und wenn, dann mit Einzelpräparaten zu impfen. Tetanus ja, Windpocken nein. Masern erst mit 15, wenn es vorher keine natürliche Erkrankung gab. Mumps bei Jungen ja, bei Mädchen nicht.

    Hans
    ----------------------------------------------------------------
    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

  2. Inaktiver User

    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen
    Daher halte ich für mich ein Inkaufnehmen von Impfschäden, um damit andere vor Erkrankungen zu bewahren, für nicht statthaft. Als Eltern handeln wir im Auftrag unserer Kinder, und deren Schädigung in Kauf zu nehmen für welches Ziel auch immer geht für mich nicht.
    Ohne Dich näher zu kennen, behaupte ich mal frisch und frei heraus: Diese Aussage ist falsch.
    Als Eltern müssen wir die Schädigung unserer Kinder ständig in Kauf nehmen:

    Ein paar simple Beispiele:
    Teilnahme am Straßenverkehr, damit wir am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können
    Flugreise, um in den Urlaub zu reisen
    Reitunterricht, Fußballverein, Skateboard.

    Das Leben besteht aus Risiken und vor diesen können wir unsere Kinder nicht bewahren, wir können nur abwägen.

    Und da finde ich es doch ein bisschen sehr verkürzt, zu sagen: Für anderer Leute Gesundheit bin ich nicht verantwortlich, denn meine Aufgabe ist es, meine Kinder zu schützen. Kein Mensch ist eine Insel.

    Zur Entscheidung, Mumps bei Mädchen nicht zu impfen, möchte ich darauf hinweisen, dass Mumps auch bei Frauen zur Unfruchtbarkeit führen kann (habe ich selbst kürzlich erst gelernt)
    Eierstockentzündung: Starke Bauchschmerzen sind ein Warnsignal – Tipp des Tages – wissen-gesundheit.de

  3. Inaktiver User

    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Die Frage also ist die nach dem Verhältnis von Nutzen und Schaden bei Impfungen.
    Es gibt Untersuchungen, die behaupten, daß Masern-geimpfte Kinder bei Masern-Epidemien ebenfalls an Maser erkranken. Damit müßte man Frage 1 mit Nein beantworten. Hinzu kommt, daß es Berichte gibt, Geimpfte, die an der Krabkheit erkranken, haben einen schwereren Krankheitsverlauf. Solange es in meinen Augen keine seriöse Widerlegung dieser Beobachtung gibt, steht das Hauptargument für Impfen für mich auf tönernen Füßen.
    Mein Wissensstand ist der, dass weder Impfung noch Durchmachen der Erkrankung 100% schützt. Allerdings ist der Krankheitsverlauf bei geimpften bzw. die zweite Erkrankung deutlich milder im Verlauf.
    Wiki stellt die Infektionen in der USA vor und nach Impfung zur Verfügung, wenn diese Aussagen zutreffen, dann ist 1 mit ja zu beantworten. https://de.wikipedia.org/wiki/Impfung

    Zu 2 kann ich nur auf das Beispiel der Pocken verweisen. Weltweite Impfpflicht = Ausrottung der Krankheit

    Mumps bei Jungen ja, bei Mädchen nicht.
    Ich (weiblich) hatte mit 15 Mumps, danach eine Hirnhautentzündung mit 1/4 Jahr Schulausfall und 4 Wochen Krankenhaus. Geblieben ist eine leichte Schwerhörigkeit und Probleme mit dem Druckausgleich. Mein Bruder hatte die Hirnhautentzündung ebenfalls. So etwas wünsche ich keinem Kind.

    Häufig liest man von der Seltenheit von Impfschäden, aber von der hohen Wahrscheinlichkeit von Krankheitsschäden. Dabei wird gern vergessen, daß viel mehr Menschen geimpft werden als erkranken. Berechnet man z.B. für Masern die Wahrschenlichkeit eines schweren Impfschadens (bei 90% Impfrate) und eines schweren Krankheitsschadens, so sind beide etwa gleich groß.
    Dies bestreite ich. Die Sterblichkeit bei Masern liegt in Europa bei 1-3 Toten je 1.000 Erkrankte. Vor der Impfung hatten fast alle Kinder Masern (98% der vor 1970 Geborenen sollen Antikörper haben, dies gilt als Begründung, warum dieser Altersgruppe keine Impfung empfohlen wird). Bei rund 680.000 Geburten/Jahr in Deutschland wären es mind. 500 Maserntote je Jahr. Geimpft werden mehr als 70% aller Kinder, aber von 350 Toten durch Impfung habe ich noch nie etwas gehört.
    Die niedrige Erkrankungsrate in D liegt auch daran, dass so viele Kinder geimpft sind.
    In Gebieten mit wenig Impfungen geht die Ansteckung sehr schnell.

    ...Impfmittel, die wir Kindern in die Blutbahn spritzen,.....Aluminium-haltigen Konservierungssoffe.
    Masernimpfstoff wird nicht in die Blutbahn, sondern unter die Haut gespritzt.
    Aluminium ist nicht gleich Aluminiumhydroxid und Aluminiumhydroxid ist kein Konservierungsstoff, sondern ein Wirkstoffverstärker, durch dessen Einsatz eine Impfung nicht so häufig wiederholt werden muss.

    In den letzten 20 Jahren sind alle Fälle von Kinderlähmung, in in Deutschland auftraten, auf Impfungen zurückzuführen, es gab keine natürliche Ansteckung.
    Dies stimmt so nicht. Die Probleme gab es vor 1998 mit der Schluckimpfung (da Lebendimpfstoff).
    Seit 1998 gibt es einen Totimpfstoff, der gespritzt wird. Mit diesem gibt es die Ansteckung über frisch geimpfte Menschen nicht mehr.

    Daher halte ich für mich ein Inkaufnehmen von Impfschäden, um damit andere vor Erkrankungen zu bewahren, für nicht statthaft.
    Ich halte dies durchaus für "statthaft". Dies ist eine Entscheidung, die die Gesellschaft treffen kann, bei Pocken ist die Entscheidung auch in D seinerzeit pro Impfpflicht getroffen worden.


    Solange es allerdings den Eltern frei gestellt ist, ist das eigene Kind dann doch deutlich näher, als fremder Menschen Kinder. Ich würde auch nicht erwarten, dass andere Eltern ihr Kind schädigen (bzw. es so interpetieren), um mein Kind zu schützen.
    Solange es Elternentscheidung ist, solange werden wir die Entscheidung der Eltern auch akzeptieren müssen.

  4. Avatar von luna_llena
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    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Angenommen es gäbe die Impfpflicht: müsste ich mich dann auch noch impfen lassen? In meiner Kindheit hatte ich die Masern (galt damals als "normale" Kinderkrankheit) und ich galt deshalb danach als immun. Einen Impfstoff gab es erst 20 Jahre später. Nach heutigem Stand bin ich wohl nicht 100%ig immun. Bin ich nun eine potentielle Virenschleuder? Sollte ich besser nicht nach Deutschland einreisen? Sind die Masernviren heutzutage aggressiver als vor 60 Jahren? Fragen über Fragen....
    „Alle Menschen haben das gleiche Recht zu denken, aber die wenigsten machen Gebrauch davon.“

    Curt Goetz

  5. Inaktiver User

    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    luna_llena,

    Wer schon Masern hatte, der braucht keine Impfung. Es ist extrem selten, Masern zweimal zu bekommen.
    Es wird bei Geimpften auch nicht getestet, ob Antikörper im Blut sind.

  6. Avatar von luna_llena
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    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Vielen Dank, Wasserkatze!

    Bis vor ein paar Tagen war ich auch der Meinung, immun zu sein (genau wie bei Mumps und Röteln), bis ich die Aussagen von diversen Virologen im TV sah. Das verunsicherte mich dann doch etwas.
    „Alle Menschen haben das gleiche Recht zu denken, aber die wenigsten machen Gebrauch davon.“

    Curt Goetz


  7. Registriert seit
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    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Wers genau wissen möchte, kann eine Titerbestimmung machen lassen, egal, ob man die Krankheit selbst hatte oder geimpft wurde.

    Ich habe einen Arbeitgeber, der jährliche Betriebsarztuntersuchungen "anrät", im Rahmen dieser Untersuchungen wird dann stets auf Firmenkosten der Titer von Masern, Tetanus, Diphterie, Polio und, wenn es den jeweiligen Arbeitnehmer im Rahmen seiner Tätigkeit betrifft, auf Hep A und B festgestellt. Die Putzfrauen müssen sich zum Beispiel gegen Hep A impfen lassen, es sei denn, es gibt ärztliche Einwände gegen eine Impfung ( chronische Erkrankung z.B.) , Hep B können sie kostenlos mitimpfen lassen, müssen sie aber nicht.

    Man bekommt dann auch eine Bescheinigung, ob aufgrund der Titerhöhe ein Immunschutz anzunehmen ist oder eher nicht.

    Diese Untersuchungen sollten bei jedem Hausarzt möglich sein- muß man dann halt selber zahlen.

    Im Fall von Tetanus finde ich das persönlich gar nicht so falsch...wenn man mit einer zu versorgenden Wunde im Krankenhaus auftaucht wird meist nach der letzten Auffrischung gefragt. Hat man das Datum nicht im Kopf kassiert man schnell mal eine Auffrischung- die dann ziemlich ungenehm sein kann.
    Die Tetanus Impfung nach einer Rißwunde an der Hand hat mir mehr Schmerzen bereitet als die Verletzung. Lt. meinem Hausarzt kann eine heftig ausfallende Impfreaktion- starke Schwellung, die ziemlich schmerzt- auch daher kommen, dass "gepiekst" wurde, obwohl noch ein recht hoher Titer bestand.

    Da diese Titerbescheinung vom Betriebsarzt in Scheckkartenformat ist trage ich das Dings im Portemonnaie herum- und kann sogar im "Näh-Fall" noch nachgucken, wie es mit meinem Immunschutz aussieht...

  8. Avatar von Horus
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    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Häufig liest man von der Seltenheit von Impfschäden, aber von der hohen Wahrscheinlichkeit von Krankheitsschäden. Dabei wird gern vergessen, daß viel mehr Menschen geimpft werden als erkranken. Berechnet man z.B. für Masern die Wahrschenlichkeit eines schweren Impfschadens (bei 90% Impfrate) und eines schweren Krankheitsschadens, so sind beide etwa gleich groß.
    Dies bestreite ich. Die Sterblichkeit bei Masern liegt in Europa bei 1-3 Toten je 1.000 Erkrankte. Vor der Impfung hatten fast alle Kinder Masern (98% der vor 1970 Geborenen sollen Antikörper haben, dies gilt als Begründung, warum dieser Altersgruppe keine Impfung empfohlen wird). Bei rund 680.000 Geburten/Jahr in Deutschland wären es mind. 500 Maserntote je Jahr. Geimpft werden mehr als 70% aller Kinder, aber von 350 Toten durch Impfung habe ich noch nie etwas gehört.
    Die niedrige Erkrankungsrate in D liegt auch daran, dass so viele Kinder geimpft sind.
    In Gebieten mit wenig Impfungen geht die Ansteckung sehr schnell.
    Du bestreitest richtig.

    Die Tabelle hier bietet eine Übersicht über die Häufigkeit verschiedener Impfkomplikationen (ein Stück runterscrollen)("Komplikationen"! Nicht "Schäden"!) im Vergleich zur Häufigkeit von Komplikationen der Krankheit selbst. Beides ausgerechnet auf ja 1 Million Geimpfte bzw. Erkrankte.

    Dass wir keine 1 Million Erkrankte mehr haben, ist natürlich auf die Impfung zurückzuführen. Wäre niemand geimpft, würden 98% der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens an den hochansteckenden Masern erkranken - das wären dann Dutzende Millionen. Die Tatsache, dass wir keine Dutzende Millionen Krankheitsfälle mehr haben, sondern die Krankheit - wegen der Impfung des grössten Teils der Bevölkerung - selten auftritt, wird natürlich von Trittbrettfahrern ausgenutzt, die das (geringe) Risiko eines Impfkomplikation elegant auf die anderen auslagern, damit sie selber dieses Risiko nicht tragen müssen. Würden sich alle so verhalten, wären wir schnell wieder bei den Dutzenden Millionen Krankheitsfällen.

    Nicht vergessen: die Masern (und die Pocken) haben die amerikanische Urbevölkerung massakriert. Auf das Konto des Masernvirus gehen Hunderttausende oder Millionen Tote. Von Hunderttausenden Toten bei der Impfung habe ich noch nie gehört ...

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
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    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.


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    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    Nicht vergessen: die Masern (und die Pocken) haben die amerikanische Urbevölkerung massakriert. Auf das Konto des Masernvirus gehen Hunderttausende oder Millionen Tote. Von Hunderttausenden Toten bei der Impfung habe ich noch nie gehört ...
    Gewehre, aushungern, Verjagen und andere Mittel eines konsequent durchgeführten Genozids haben da allerdings auch kräftig mitgewirkt.

    Dass Leute, denen ihre Lebensgrundlage entzogen wird, die gejagt werden wie Hunde, die ihre Familie verlieren, ihre Lebensweise verlieren... anfällig auf noch die simpelsten Krankheiten sind und es dann womöglich nur noch eine winzige Zusatzbelastung braucht, dass jemand stirbt, ist ja nicht wirklich erstaunlich.

    die weissen Einwanderer haben die Urbevölkerung massakriert. Auf viele Weisen - zB indem die Büffelherden ausgerottet wurden, und somit die Nahrungsgrundlage - "nur" einen Erreger dorthin zu bringen hätte allein nie diese verheerende Wirkung gehabt.

    Leute, die sich hier und heute impfen lassen, werden in der Regel auch nicht von Schergen aus ihren Wohnungen vertrieben und umgebracht, sollte man sie irgendwo auflesen. Sondern die gehen einfach nach der Impfung wieder nach Hause, in ihr gemütliches, sicheres, warmes Heim.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  10. Inaktiver User

    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    die weissen Einwanderer haben die Urbevölkerung massakriert. Auf viele Weisen - zB indem die Büffelherden ausgerottet wurden, und somit die Nahrungsgrundlage - "nur" einen Erreger dorthin zu bringen hätte allein nie diese verheerende Wirkung gehabt.
    In Amerika, hier besonders Amazonasgebiet, sind die weißen Eroberer teilweise auf menschenleere Gebiete gestoßen. Masern, Typhus und Pocken haben sich deutlich schneller im Land verbreitet, als die weißen Menschen.
    Die "Eroberung" Amerikas durch die Europäer ist auch deshalb so schnell möglich gewesen, weil sich die Infektionskrankheiten bereits nach den ersten Kontakten zwischen Europäern und Einheimischen im 16. Jhd. im Lauffeuer durch Amerika verbreitet haben.

    Im Fall Amerika hatten die Erreger tatsächlich allein diese verheerende Wirkung.
    Schätzungen gehen heute davon aus, dass zwischen 1492 und 1700 Pocken, Typhus und Masern mindestens achtzig Prozent der amerikanischen Urbevölkerung ausgerottet haben. Und erst danach fing die massenhafte Besiedlung Amerikas durch Europäer an, inclusive des oben genannten Vernichtungsfeldzuges gegen den Rest der indigenen Bevölkerung.

    Die extreme Anfälligkeit für neue Infektionskrankheiten hat aber jede Spezies, die isoliert über tausende Jahre plötzlich mit für sie neuen Viren, Bakterien oder Pilze in Kontakt kommt.

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