Umfrage: Brauchen wir eine Impfpflicht?

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  1. Inaktiver User

    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    katelbach ... es tut gut, Deine Beiträge in diesem thread zu lesen ... musste ich jetzt mal loswerden

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    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zum einen: es ist also egozentrisch, wenn man über seinen Körper selbst verfügen möchte?
    Darin besteht ja der Denkfehler, denn bei Infektionskrankheiten bestimmst Du vor allem über den Körper der anderen. Wenn Du die Masern hast und weitergibst, dann schädigst Du damit andere Menschen. Also stellt sich die Frage, welcher Eingriff als das kleinere Übel zu betrachten ist. Bei Impfschäden zahlt der Staat. Zahlst Du, wenn Du jemandem mit Masern das Leben versaust oder nimmst?

    Auch der Gesichtspunkt der Ausrottung der Masern spielt eine Rolle: Ich halte das für ein hehres Ziel. Masern sind eine der wenigen Krankheiten, bei denen das gelingen kann, weil sie eben nur bei Menschen vorkommen. Polio und Pocken sind bzw. waren andere entsprechende Krankheiten.

    Wieso muss sich niemand mehr gegen die Pocken impfen lassen? Und diese Impfung war beileibe nicht so harmlos wie heutige Impfungen! Weil sich auf der ganzen Welt ausreichend viele Menschen haben impfen lassen. Wäre das nicht auch (zumindest für die meisten) Impfkritiker ein tolles Ziel? Niemand bekommt mehr die Krankheit, obwohl keiner mehr dagegen geimpft wird!
    Geändert von Quirin (26.02.2015 um 13:11 Uhr)

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    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Hätten wir die Pocken noch, ich kann mir kaum vorstellen, dass es Impfverweigerer gäbe. Und das, obwohl die Pockenschutzimpfung wirklich das Zeugs dazu hatte, Angst zu machen.

    Wieso? Weil jeder seine Kinder bzgl. der Pocken hätte abzählen können: Tot, lebt, lebt. Und in der Dritten Welt: Tot, tot, lebt.

  4. Inaktiver User

    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Darin besteht ja der Denkfehler, denn bei Infektionskrankheiten bestimmst Du vor allem über den Körper der anderen. Wenn Du die Masern hast und weitergibst, dann schädigst Du damit andere Menschen. Also stellt sich die Frage, welcher Eingriff als das kleinere Übel zu betrachten ist. Bei Impfschäden zahlt der Staat. Zahlst Du, wenn Du jemandem mit Masern das Leben versaust oder nimmst?
    So schön einfach ist das natürlich.
    Einen Impfschaden musst du erstmal als solchen nachweisen. Da ist Lieschen Müller gegenüber den vertreibenden Konzernen natürlich am längeren Hebel.
    Und angenommen, das wäre tatsächlich so: die wenigsten Menschen würden vermutlich eine Summe, egal wie hoch, gegen einen irreversiblen neurologischen Schaden eintauschen.

    Der Denkfehler liegt in der Schuldfrage. Und die Argumentation ist die gleiche wie beim Thema Organspende.
    Die Menschen werden nicht krank und sterben nicht weil ein anderer nicht bereit ist, seine körperliche Unversehrtheit zu opfern.
    Die Menschen sterben und werden krank, weil es Erreger gibt, die dies bewirken oder weil sie eine Krankheit haben, die ihre Organe funktionsuntüchtig macht. Dafür ist nicht die Masse der Mitmenschen verantworlich.

    Das heißt natürlich nicht, dass man als akut Erkrankter nicht dafür Sorge tragen soll, dass man andere nicht ansteckt. Bei einer derartigen Infektion zuhause zu bleiben und sich von Menschenmassen fernhalten sollte sich eigentlich von selbst verstehen.

    Was mir noch aufstößt an diesem Thema sind die Hysterie an völlig falscher Stelle und die Relationen.
    Die Grippesaison ist um, bzw. an einem Punkt angelangt, an dem eine Impfung nichts mehr bringen würde. Die diese Krankheit betreffende Impfpropaganda ist somit aus den Medien verschwunden und wurde passigerweise durch eine neue abgelöst. An der "popeligen" Influenza sterben jährlich aber weit mehr Menschen als an Masern.

    Multi- und omniresistente Krankenhauskeime führen ebenfalls zu vergleichsweise massenhaft Todesfällen. Gegen dieses Problem kann man aber leider so gar nichts machen. Es hätte sich lediglich vermeiden lassen, zumindest in dieser Ausprägung.
    Das Thema, obgleich viel schwerwiegender im Zusammenhang mit besorgniserregenden Infektionskrankheiten, bleibt aber so ziemlich raus aus den Medien. Wäre ja noch schöner, wenn künftig deswegen keiner mehr ins Krankenhaus wollte oder sich Antibiotika, die an diesem Evolutionsprozess maßgeblich beteiligt waren, deswegen nicht mehr so gut verkauften.

    Auch der Gesichtspunkt der Ausrottung der Masern spielt eine Rolle: Ich halte das für ein hehres Ziel. Masern sind eine der wenigen Krankheiten, bei denen das gelingen kann, weil sie eben nur bei Menschen vorkommen. Polio und Pocken sind bzw. waren andere entsprechende Krankheiten.
    Bist du vom Fach?
    Auch Viren folgen den Gesetzen der Evolution. Sie können vom Erdenrund verschwinden, es können neue Stämme entstehen, alte Stämme können ihre Eigenschaften verändern (bezüglich Virulenz, Wirtsspezifität etc.). Was die Mutations- und damit die Anpassungsgeschwindigkeit betrifft, so ist diese im Vergleich zu der komplexerer Lebensformen schwindelerregend.
    Die Illusion, man könnte als Mensch Krankheitserreger beherrschen, ist grundsätzlich überdenkenswert.

    Wieso muss sich niemand mehr gegen die Pocken impfen lassen? Und diese Impfung war beileibe nicht so harmlos wie heutige Impfungen! Weil sich auf der ganzen Welt ausreichend viele Menschen haben impfen lassen. Wäre das nicht auch (zumindest für die meisten) Impfkritiker ein tolles Ziel? Niemand bekommt mehr die Krankheit, obwohl keiner mehr dagegen geimpft wird!
    Es gibt nicht nur tödliche Keime.
    Krankheitserreger haben sogar die Tendenz umso harmloser zu sein, je leichter sie sich übertragen. Man denke an Schnupfenerreger im Vergleich zu HIV. Diese Eigenschaft kann man indirekt beeinflussen, indem man eben nicht versucht, immer härtere Geschütze gegen einen Keim aufzufahren.
    Dieser Mechanismus nennt sich "Koevolution", und das funktioniert in beide Richtungen.

    Besiegen können wir Krankheiten nicht; die beste Möglichkeit damit umzugehen ist imho, sich nicht im Immunsystem herummanschen zu lassen und bestimmte Infektionen auszukurieren. Dass dies auch bei Masern diesen Gang geht, ist nach wie vor die wahrscheinlichste Möglichkeit. Im Idealfall hat man diese Krankheit als ungeimpftes Kind im dafür typischen Alter durchgemacht, wenn der Körper am besten über die Möglichkeiten verfügt, mit diesem Erreger adäquat umzugehen, und ist daher eh immun.

    Mit oder ohne Impfung wird es sich jedoch nicht vermeiden lassen, dass Menschen an Krankheiten sterben.

    Btw., ich bin dennoch nicht grundätzlich gegen das Prinzip der Impfungen. Die Tetanusimpfung frische ich regelmäßig auf, da man sich dreckige Wunden schnell mal zuzieht und die Prognose bei Infektion grundsätzlich schlecht ist. So ganz koscher ist mir das aber auch nicht, angesichts dessen, wie ich mich danach immer fühle. Grundsätzlich sollten solche Maßnahmen die Ausnahme bleiben und der Eigenverantwortung unterliegen.
    Eine Pflicht in dem Zusammenhang ist per se indiskutabel.
    Geändert von Inaktiver User (26.02.2015 um 15:02 Uhr)

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    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Zitat:
    Das heißt natürlich nicht, dass man als akut Erkrankter nicht dafür Sorge tragen soll, dass man andere nicht ansteckt. Bei einer derartigen Infektion zuhause zu bleiben und sich von Menschenmassen fernhalten sollte sich eigentlich von selbst verstehen.


    Mit oder ohne Impfung wird es sich jedoch nicht vermeiden lassen, dass Menschen an Krankheiten sterben.



    Ja ,ja so haben auch die Menschen im Mittelalter während der Pestepidemie gemacht - sich von den Menschenmassen fernhalten.......im 21 Jahrhundert brauchen wir wie damals im Mittelalter keine Impfungen!!!

    Es lebe der Fortschritt !!
    Geändert von Annabebe (26.02.2015 um 16:49 Uhr)

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    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Besiegen können wir Krankheiten nicht
    Die Pocken jedenfalls sind tot. Ohne die Impfverweigerer wäre die Kinderlähmung auch schon tot. Und die Masern japsen auch schon gewaltig rum.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    die beste Möglichkeit damit umzugehen ist imho, sich nicht im Immunsystem herummanschen zu lassen und bestimmte Infektionen auszukurieren. Dass dies auch bei Masern diesen Gang geht, ist nach wie vor die wahrscheinlichste Möglichkeit. Im Idealfall hat man diese Krankheit als ungeimpftes Kind im dafür typischen Alter durchgemacht, wenn der Körper am besten über die Möglichkeiten verfügt, mit diesem Erreger adäquat umzugehen, und ist daher eh immun.
    Ich hoffe, dass es Deinen Kindern nicht das Hirn zerfrisst. Oder dass der Würgeengel Deine Kinder erstickt. Oder die Schwindsucht ihre Lungen massakriert. Vielleicht würde Dich das aber von der Tolzinitis heilen, dass man Krankheiten durchmachen muss.
    Geändert von Quirin (26.02.2015 um 21:55 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    Das Riesenproblem an der Sache ist, dass das egozentrische Weltbild vieler Zeitgenossen Impfungen nur auf den eigenen Schutz, den man sich holen oder es bleiben lassen kann, beziehen. Die epidemiologischen Konsequenzen einer zu geringen Durchimpfungsarate blicken die meisten nicht.
    ja, leider wird oftmals nicht gesehen, dass man auch eine soziale verantwortung hat.

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    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Ich empfehle mal den Bericht im neuen STERN einer Mutter, deren Tochter an den Spätfolgen einer Masern-Infektion sterben wird. Ihr Fazit ist im Wesentlichen, dass wir eine Impfpflicht brauchen, da die Gefahr für alle wächst, wenn man die Entscheidung den Einzelnen überläßt. Dem kann ich nur zustimmen.

  9. Inaktiver User

    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Da es generell keine Pflicht gibt, sich gegen irgendwas behandeln zu lassen, denke ich, dass es auch keine Impfpflicht geben kann.
    Eltern, die ihren Kindern eine lebensnotwenige Behandlung verweigern, wird in Deutschland regelmäßig das Sorgerecht entzogen. Die Behandlung findet dann statt und die Eltern bekommen das Sorgerecht wieder.
    Im Krankenhaus hier vor Ort erfolgt dies bei Minderjährigen, deren Eltern aus religiöser Überzeugung ihr Kind lieber sterben lassen, als einer Bluttransfusion zu zustimmen.

    Es gibt in EU mehrere Länder mit Impfpflicht gegen bestimmte Krankheiten, darunter auch Frankreich und Italien.

    Ich denke schon, dass es eine Impfpflicht in D für Kinder geben kann.

    Damit verbunden ist aus meiner Sicht allerdings ein anderer Umgang mit Impfschäden.
    Wenn die Impfung durch die Gesellschaft gewollt ist, dann müssen auch die möglichen Schäden durch die Gesellschaft übernommen werden, inclusive des Aufwandes und der Kosten für die Ermittlung der Ursachen.

  10. Inaktiver User

    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Ich [...]
    Weder hast du meine Aussagen differenziert gelesen, noch bist du gewillt oder in der Lage eine sachliche Diskussion zu führen.

    Von mir nur noch Folgendes. Ich habe nicht vor, mich zu vermehren. Wäre das so, hätten meine Kinder in den ersten kritischen Monaten Nestschutz, da ihre Mutter im Kindergartenalter die Masern hatte, genauso wie Windpocken und Röteln. Der Antikörpertiter dazu ist also da; man kann davon ausgehen, dass er höher ist als mit Impfung, da die Krankheit auch wirklich durchgemacht wurde; das stimuliert das immunologische Gedächtnis entsprechend stärker.

    So wie ich das sehe, ist die ärgste Krankheit der Welt die Menschheit selbst.
    So klug, wie wir uns verhalten, nicht nur in Bezug auf Viren, Bakterien und co., bekommen wir diese in absehbarer Zeit aber auch noch von der Welt geschafft.

    Einen schönen Tag noch.

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