Umfrage: Brauchen wir eine Impfpflicht?

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  1. Avatar von Horus
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    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Kennt eigentlich jemand eine verlässliche Studie über die immer wieder angesprochenen Impfschäden?
    Die Behörden müssen solche Statistiken führen, schon aufgrund Schadenersatzforderungen. Ich würde deshalb mal bei den offiziellen Gesundheitsstellen suchen.

    Eine Bekannte schiebt die bei ihrer Tochter entstandene (leichte) Epilepsie auf einen Impfschaden.
    Epilepsie bei Kinder hat x verschiedene Ursachen - gemeinsam ist ihnen, dass die Erstmanifestation der daraus folgenden Epilepsie am häufigsten zwischen dem 1. und 3. Lebensjahr auftreten. Hat mir der Gehirnentwicklung des Kinders zu tun. Das ist genau die Zeit, in der auch viele Impfungen stattfinden - es kommt also häufig zu einer zeitlichen Nähe zwischen Erstauftreten der Epilepsie und Impfung. Zeitliche Nähe heisst aber überhaupt nicht zwingend Kausalzusammenhang. Ich meine ... die Amsel beginnt im Februar zu singen und die Schneeglöckchen beginnen im Februar zu blühen, aber deswegen hat die Amsel noch lange nicht die Schneeglöckchenblüte verursacht.

    Ich hoffe, deine Bekannte hat den von ihr vermuteten Impfschaden gemeldet und die notwendigen Untersuchungen und Abklärungen durchlaufen, um nachzuweisen, dass es sich WIRKLICH um einen Impfschaden handelt. Denn dann hätte sie Anspruch auf Schadenersatz.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
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    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.


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    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Zitat Zitat von Lohenglin Beitrag anzeigen
    Hallo


    In mehreren Artikeln war nach dem Todesfall des kleinen herzkranken Kindes die Rede von "Impfgegnern" als Verursachern, wo es noch vor einigen Tagen in den selben Zeitungen hieß: Asylanten aus Osteuropa haben die Krankheit nach Berlin eingeschleppt. Von der noch vor einiger Zeit propagierten "Ausrottung" kann eh keine Rede sein, da Masern wie z.B. Ebola in Fledermäusen existieren.

    Dazu hätte ich gerne eine Quelle... Das der arme Junge herzkrank gewesen sein soll... liest man nur bei den Impfgegnern.... Und selbst wenn es so war. Dann bedeutet dies ja nur, dass er deshalb nicht geimpft werden konnte und somit der Herdenschutz Dank der strunzdummen Impfgegner für das arme Kind nicht bestand.

    Baslerin


  3. Registriert seit
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    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Die hiesige Tageszeitung hat auch gemeldet, dass der Junge eine Herzerkrankung hatte. Kann ich aber nicht verlinken, das Onlineangebot ist nur für Abonnenten lesbar.

    In den Nachrichten im Radio und Fernsehen war die Formulierung " Er litt unter einer Erkrankung, die ohne die zusätzliche Maserninfektion nicht tödlich verlaufen wäre " zu hören.

    Generell bin ich kein Fan staatlicher "Pflichtveranstaltungen" wie einer Impfpflicht, unsere Töchter sind allerdings nach Impfplan durchgeimpft. Mir gehts also eher um den staatlichen Zwang.

    Allerdings sehe ich gerade die Personen, die aufgrund von Vorerkrankungen nicht geimpft werden können als die in diesem Fall besonders schützenswerte Gruppe an- und meine Freiheit endet da, wo sie einen Anderen beschränkt.

    Daher wäre ich für eine Impfpflicht.

  4. Avatar von marylin
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    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Da es generell keine Pflicht gibt, sich gegen irgendwas behandeln zu lassen, denke ich, dass es auch keine Impfpflicht geben kann.

    Die einzige Möglichkeit sehe ich wirklich darin, dass Kitas berechtigt sind, nur geimpfte Kinder aufzunehmen. In der Schule ist es dann damit aber auch vorbei, dann geht das nicht mehr. (Schulpflicht)

    Hier hilft nur Aufklärung, Aufklärung, Aufklärung - meinetwegen auch mit rigorosen Mitteln, z. B. annähernd der Tabakwerbung: Nicht-Impfen kann tödlich sein! Gern auch mithilfe der Presse, gern auch ein wenig übertrieben...
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?



  5. Registriert seit
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    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Zitat Zitat von Baslerin Beitrag anzeigen
    Dazu hätte ich gerne eine Quelle... Das der arme Junge herzkrank gewesen sein soll... liest man nur bei den Impfgegnern.... Und selbst wenn es so war. Dann bedeutet dies ja nur, dass er deshalb nicht geimpft werden konnte und somit der Herdenschutz Dank der strunzdummen Impfgegner für das arme Kind nicht bestand.

    Fokus schreibt:

    Der eineinhalbjährige Junge habe auch eine andere Erkrankung gehabt, die aber ohne die Maserninfektion "nicht zum Tode geführt hätte".
    Berliner Charité untersuchte totes Kind: Obduktion bringt Gewissheit: Erster Masern-Toter in Berlin - Lexikon der Kinderkrankheiten - FOCUS Online - Nachrichten

    leider ohne Information darüber, welche Vorerkrankung das ist.


    Der "Berliner Kurier" schreibt:

    Besonders tragisch: Der kleine Junge aus Reinickendorf war gegen alles Mögliche geimpft, nur noch nicht gegen Masern.
    Kind gestorben: Charité in Berlin war machtlos gegen Masern-Virus | Kiez&Stadt*- Berliner Kurier

    ... was zumindest eine seltsame Information ist. Da ja Masern in vielen Kombi-Impfstoffen drin ist.

    die "Morgenpost" doppelt nach:
    Czaja appellierte erneut an die Berliner, sich impfen zu lassen. "Das Kind war gegen alles geimpft, nur nicht gegen Masern", sagte er.

    Charité Berlin: Obduktionsbericht bestätigt - Berliner Kind starb an Masern - Berlin - Berliner Morgenpost

    Alles ausser Masern? Geht das überhaupt? also gibt's zum Beispiel für Mumps und Röteln überhaupt noch Impfstoffe, die NICHT mit dem Masernimpfstoff kombiniert sind?

    Und wenn das tatsächlich der Fall war, so haben die Eltern wohl einen guten Grund gehabt, das Kind NICHT gegen Masern zu impfen, sonst hätten sie es doch sicher getan, die Impfung gilt ja als sicher, und wird breit empfohlen.

    Ein paar Fragezeichen bleiben durchaus, auch bei einer ganz gewöhnlichen Presseschau. Und Details über den Zustand des Kinds - gibt es leider nicht. Das heisst, da muss vieles Spekulation bleiben.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  6. Registriert seit
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    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen


    Alles ausser Masern? Geht das überhaupt? also gibt's zum Beispiel für Mumps und Röteln überhaupt noch Impfstoffe, die NICHT mit dem Masernimpfstoff kombiniert sind?
    Die Aussage "gegen Alles" im wortwörtlichen Sinne ist wohl etwas überzogen, Medien halt (wer impft hier z.b. schon gegen Malaria?), gehen wir also mal davon aus, dass das Kind einfach schon viele Impfungen gehabt hat, nur die MMR noch nicht. Dass wiederum finde ich nicht so erstaunlich. Die erste MMR gibts laut Empfehlung mit 11-14 Monaten, da dass Kind 1,5 Jahre (= 18 Monate) alt war hätte sie also irgendwann ab Herbst gegeben werden sollen. Geimpft werden nur infektfreie Kinder - in der Erkältungszeit, Herbst - Winter, nicht immer einfach. Wir haben bei unserem Kleinen durch solche fiebrigen Infekte auch 6 Monate länger als nach Plan gebraucht, bis er endlich durchgeimpft war. Bis dahin haben ungeimpfte Personen im Umfeld ein extra-Risiko für ihn dargestellt.


    Zur Frage in der Überschrift. Einen Impfzwang halte ich auch nicht für zielführend. Einen beschränkten Zugang zu KiTa´s für ungeimpfte Kinder allerdings schon, denn hier geht es um die Gefährdung ungewollt Nicht-Immunisierter (Immunschwach / Impfversager / Allergiker...) durch bewusst Nicht-Immunisierte. Für die Schule lässt sich dass dank Schulpflicht dann nicht mehr durchziehen - wie man hier die ungewollt Nicht-Immunisierten schützen kann, ist zu Überdenken.

    Anubias

  7. VIP Avatar von katelbach
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    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    Da es generell keine Pflicht gibt, sich gegen irgendwas behandeln zu lassen, denke ich, dass es auch keine Impfpflicht geben kann.
    Es gibt aber rechtliche Möglichkeiten, Menschen, die hochansteckend sind, zu Schutz der anderen zu isolieren (klassisches Beispiel war immer die offene Tb). Ich glaube auch, weiß es aber nicht sicher, dass es strafrechtliche Konsequenzen hat, wissentlich andere durch euine Infektion zu gefährden.

    Hier hilft nur Aufklärung, Aufklärung, Aufklärung - meinetwegen auch mit rigorosen Mitteln, z. B. annähernd der Tabakwerbung: Nicht-Impfen kann tödlich sein! Gern auch mithilfe der Presse, gern auch ein wenig übertrieben...
    Ja, das könnte in einer Gesellschaft, in der Raucher, auch wenn sie nur in ihrer eigenen Wohnung und ihrem eigenen Garten rauchen, schon als antisoziale Psychos empfunden werden, vielleicht einen gewissen Erfolg zeigen.

    Das Riesenproblem an der Sache ist, dass das egozentrische Weltbild vieler Zeitgenossen Impfungen nur auf den eigenen Schutz, den man sich holen oder es bleiben lassen kann, beziehen. Die epidemiologischen Konsequenzen einer zu geringen Durchimpfungsarate blicken die meisten nicht.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  8. Inaktiver User

    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    Das Riesenproblem an der Sache ist, dass das egozentrische Weltbild vieler Zeitgenossen Impfungen nur auf den eigenen Schutz, den man sich holen oder es bleiben lassen kann, beziehen. Die epidemiologischen Konsequenzen einer zu geringen Durchimpfungsarate blicken die meisten nicht.
    Diese Argumentation macht mich sauer.

    Zum einen: es ist also egozentrisch, wenn man über seinen Körper selbst verfügen möchte?

    Zum anderen: Menschen, die eine Impfung und vor allem eine Pflicht dazu ablehnen, stellst du als lediglich zu dumm da, um Zusammenhänge zu verstehen. Vielleicht - nur vielleicht - verstehen sie aber auch etwas, das eine ärztehörige und mediengläubige Mehrheit nicht versteht oder verstehen möchte.
    Vielleicht haben sie auch lediglich Erfahrungen gesammelt, die sie die Impfpropaganda mit der Zeit kritisch beurteilen lässt.

    Unabhängig davon, wie man Impfungen generell bewertet: Wenn mich oder meine Angehörigen jemand unter (Staats)Gewalt zwingen wollte, sich eine Substanz unbekannter Zusammensetzung injizieren zu lassen, die zudem hinsichtlich ihrer Langzeitfolgen und auch eventueller individueller Risiken ungenügend evaluliert wurde, dann wäre es vorbei mit Pazifismus.
    Das ist schlichtweg eine Verletzung des Rechts auf körperliche Unversehrtheit und schon deswegen indiskutabel.


  9. Registriert seit
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    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Fokus schreibt:

    Der eineinhalbjährige Junge habe auch eine andere Erkrankung gehabt, die aber ohne die Maserninfektion "nicht zum Tode geführt hätte".
    Berliner Charité untersuchte totes Kind: Obduktion bringt Gewissheit: Erster Masern-Toter in Berlin - Lexikon der Kinderkrankheiten - FOCUS Online - Nachrichten

    leider ohne Information darüber, welche Vorerkrankung das ist.


    Der "Berliner Kurier" schreibt:

    Besonders tragisch: Der kleine Junge aus Reinickendorf war gegen alles Mögliche geimpft, nur noch nicht gegen Masern.
    Kind gestorben: Charité in Berlin war machtlos gegen Masern-Virus | Kiez&Stadt*- Berliner Kurier

    ... was zumindest eine seltsame Information ist. Da ja Masern in vielen Kombi-Impfstoffen drin ist.

    die "Morgenpost" doppelt nach:
    Czaja appellierte erneut an die Berliner, sich impfen zu lassen. "Das Kind war gegen alles geimpft, nur nicht gegen Masern", sagte er.

    Charité Berlin: Obduktionsbericht bestätigt - Berliner Kind starb an Masern - Berlin - Berliner Morgenpost

    Alles ausser Masern? Geht das überhaupt? also gibt's zum Beispiel für Mumps und Röteln überhaupt noch Impfstoffe, die NICHT mit dem Masernimpfstoff kombiniert sind?

    Und wenn das tatsächlich der Fall war, so haben die Eltern wohl einen guten Grund gehabt, das Kind NICHT gegen Masern zu impfen, sonst hätten sie es doch sicher getan, die Impfung gilt ja als sicher, und wird breit empfohlen.

    Ein paar Fragezeichen bleiben durchaus, auch bei einer ganz gewöhnlichen Presseschau. Und Details über den Zustand des Kinds - gibt es leider nicht. Das heisst, da muss vieles Spekulation bleiben.

    gruss, barbara
    Zumindest ging es mal, "alles einzeln" impfen zu lassen.

    Tochter 2 vertrug die erste Kombiimpfung mit Hexavac ( ist allerdings "ohne Masern") sehr schlecht. Sie fieberte sehr hoch und bekam am ganzen Körper Pusteln. Sie sah fast aus, als hätte sie die Beulenpest.
    Da nicht aufzudröseln war, worauf sie genau reagierte, bekam sie späterhin ( bis heute. Die ersten "Auffrischungen im Jugendalter" stehen ja schon vor der Tür...) stets "Einzelwirkstoffe".
    Hatte halt den Nachteil, dass sie deutlich öfter "gepiekst" wurde als ihre Schwestern. War schon ein "Impfmarathon", weil sie wie alle kleinen Kinder halt mal Erkältungen bekam, weswegen einzelne Impftermine aufgeschoben wurden...und Windpocken war zu der Zeit, Tochter wird 17, noch keine "Regelimpfung", sondern nur für Risikokinder vorgesehen- Neurodermitiker z.B.

  10. VIP Avatar von katelbach
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    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn mich oder meine Angehörigen jemand unter (Staats)Gewalt zwingen wollte, sich eine Substanz unbekannter Zusammensetzung injizieren zu lassen, [...]
    Kein Zwang, keine Pflicht.

    Auch nicht für KiTas, die nicht verpflichtet sind, nicht geimpfte Kinder aufzunehmen. Ganz einfach eigentlich, schon deshalb:
    Das ist schlichtweg eine Verletzung des Rechts auf körperliche Unversehrtheit und schon deswegen indiskutabel.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


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