Umfrage: Brauchen wir eine Impfpflicht?

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    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Zitat Zitat von Naja Beitrag anzeigen
    Was für ein Killer Argument.

    Masern sind aber nicht mal im Ansatz so tödlich wie Ebola.

    Aber gegen Masern soll geimpft werden, notfalls mit Gewalt.

    Bei Ebola dagegen rentiert sich nicht mal die Entwicklung eines Impfstoffes.


    Naja
    Die Gefährlichkeit einer Krankheit ergibt sich aber nunmal nicht nur aus der Tödlichkeit, wenn man mal infiziert ist, sondern auch aus der Wahrscheinlichkeit einer Infektion, wenn man einem Infektiösen begegnet. Und da rauschten die Masern halt einfach durch ein ungeimpftes Land hindurch und ließen in Deutschland knapp 100.000 Tote zurück, wenn keiner von uns immun wäre, sei es durch das Durchmachen der Krankheit oder die Impfung.

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    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Die Gefährlichkeit einer Krankheit ergibt sich aber nunmal nicht nur aus der Tödlichkeit, wenn man mal infiziert ist, sondern auch aus der Wahrscheinlichkeit einer Infektion, wenn man einem Infektiösen begegnet. Und da rauschten die Masern halt einfach durch ein ungeimpftes Land hindurch und ließen in Deutschland knapp 100.000 Tote zurück, wenn keiner von uns immun wäre, sei es durch das Durchmachen der Krankheit oder die Impfung.
    Belege bitte.

    Aus welcher Studie geht hervor, dass, wäre Deutschlang gänzlich ungeimpft, 100.000 Tote bei einer Masern Erkrankung herauskämen?

    Und zweitens: Impfpflicht (gesetzlich) wegen 100.000?

    Da müssten Zigaretten ja schon längst gesetzlich verboten sein .

    Sind es aber nicht, da man am Verbieten von Zigaretten weitaus weniger (nämlich nichts, außer über pot. Bußgelder) verdienen kann, als bei der Impflicht ;-)

    Wo hab ich das neulich nur gelesen: Selber denken gefährdet die Dummheit........


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    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    RKI - RKI-Ratgeber für Ärzte - Masern

    Nach Angaben der WHO liegt in entwickelten Ländern die Letalität der Masern zwischen 0,05% und 0,1%.

    In sogenannten Entwicklungsländern kann sie aufgrund häufig bestehender Risikofaktoren (z.B. Mangelernährung oder Immundefizienz) allerdings bedeutend höher sein (in manchen Ländern 5-6%). Daten der Todesursachenstatistik (die im Gegensatz zu den IfSG-Meldedaten zum Beispiel auch die Todesfälle nach SSPE berücksichtigt) weisen für Deutschland 15 Todesfälle aufgrund von Masern im Zeitraum 2001 bis 2012 aus. Dies entspricht etwa einer Letalität von 1 Todesfall pro 1.000 Masernerkrankte.
    Masern – eine der ansteckendsten Krankheiten – werden durch das Einatmen infektiöser Tröpfchen (Sprechen, Husten, Niesen) sowie durch Kontakt mit infektiösen Sekreten aus Nase oder Rachen übertragen. Das Masernvirus führt bereits bei kurzer Exposition zu einer Infektion (Kontagionsindex nahe 100%) und löst bei über 95% der ungeschützten Infizierten klinische Erscheinungen aus (Manifestationsindex ebenfalls nahe 100%).
    Die Ansteckungsfähigkeit beginnt bereits 3-5 Tage vor Auftreten des Exanthems und hält bis 4 Tage nach Auftreten des Exanthems an. Unmittelbar vor Erscheinen des Exanthems ist sie am größten.
    Wenn man das zusammensetzt, kommt man dazu, dass diese Krankheit innerhalb kürzester Zeit durch unser Land durchlaufen würde und knapp 100.000 Tote hinterlässt. Wären wir ein Entwicklungsland, dann wären es vier bis fünf Millionen Tote.

    RKI - Navigation - Ist die Impfung gegen Masern auch für Erwachsene empfohlen?

    Personen, die vor 1970 geboren wurden, haben mit hoher Wahrscheinlichkeit die Masern bereits durchgemacht. Das belegen sero-epidemiologische Daten, nach denen in der Vorimpfära 95-98% der Kinder bis zum 10. Lebensjahr eine Immunität gegen Masern aufwiesen.
    Das zeigt, dass die Krankheit auch bei Vorliegen einer Immunitätsrate von über 90 % in der Bevölkerung noch fast jeden in der Population erwischt.

    Masern

    Es handelt sich bei der Masernimpfung um einen abgeschwächten Lebendimpfstoff, der nach einmaliger Impfung bei 95 % der Kinder einen ausreichenden Schutz gegen Masern bewirkt. Da bei einer Durchimpfungsrate von weniger als 95 % mit sporadischen Masernepidemien in mehrjährigen Abständen zu rechnen ist, müssen mit einer zweiten Impfung, frühestens vier Wochen nach der ersten, Impflücken geschlossen werden, um „Impfversagern“ den entsprechenden Impfschutz zu gewähren. Nach einer zweifachen MMR-Impfung entwickeln über 99 % eine lebenslange Immunität, die durch einen Titer-unabhängigen Nachweis von Masern-IgG festgestellt werden kann.
    Bei Durchimpfung der Bevölkerung haben wir also Platz für etwa 4 % ungeimpfte in der Bevölkerung, ohne dass die Masern sich ausbreiten können. Wenn die Immunitätsquote unter 95 % sinkt, kann der Virus durch die Bevölkerung marschieren.

    Die Datenlage schwankt hier etwas, wie man in der ersten RKI-Veröffentlichung nachlesen kann. Den Grund dafür müsste man gegebenenfalls mal nachlesen, ev. sind in den niedrigeren Zahlen die enthalten, die man üblicherweise nicht impft.

    Wenn Du die wissenschaftliche Veröffentlichungen willst, auf denen diese Daten beruhen, dann findest Du ne Menge im Anhang der Seiten aufgeführt. Raussuchen und durchlesen musst sie aber selber, ich halte das RKI für ne wissenschaftlich seriöse Quelle, wobei natürlich keine wissenschaftliche Institution über Kritik erhaben sein kann.

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    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Aus der ersten Quelle:

    Da der Mensch der einzige Wirt des Masernvirus ist, der Erreger antigenisch weitgehend stabil ist und ein geeigneter Impfstoff zur Verfügung steht, ist eine wirksame Prävention bis hin zur weltweiten Elimination möglich.

    Seit 1984 ist daher die Elimination der Masern durch Impfprogramme ein wesentliches gesundheitspolitisches Ziel der WHO, auf das die Regierungen der Mitgliedsländer hinarbeiten.
    Es wäre schön, wenn das gelingt.

  5. Inaktiver User

    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Wenn man das zusammensetzt, kommt man dazu, dass diese Krankheit innerhalb kürzester Zeit durch unser Land durchlaufen würde und knapp 100.000 Tote hinterlässt. Wären wir ein Entwicklungsland, dann wären es vier bis fünf Millionen Tote.
    Hier fehlt der Zeitbezug.

    Masern bekommt man üblicherweise nur einmal, wenn man überlebt, dann mit lebenslanger Immunität.

    Bei 660.000-680.000 Geburten im Jahr, einer 95%igen Durchseuchung der Gesellschaft (wie vor der Impfung) und einer Todesrate von rund 0,1% wären es durchschnittlich "nur" 600 Tote im Jahr.
    Da Masern (wie schon in der Vergangenheit) in Wellen auftreten, müßten wir in einigen Jahren mit tausenden Toten rechnen, in den Jahren dazwischen vermutlich unter 100.
    In vielen Fällen würden dabei bereits kranke oder geschwächte Kinder betroffen sein. Und vermutlich ist die Zahl der Toten unter sozial Schwachen höher.
    Vielleicht ist dies das Ziel der Impfgegener? Zurück zur Natur und zur natürlichen Selektion? Die Starken und Gesunden überleben.

    Was würden eigentlich die Pharmafirmen und die Ärzte daran verdienen? Über 600.000 zusätzliche Krankheitsfälle im Jahr mit 30% Komplikationsrate. Allein der Antibiotikaeinsatz gegen die Folgeerkrankungen, Bindehaut-, Mittelohr-, Lungenentzündung bringt Millionen. Dazu kommen z.B. noch Hustenmittel, Fiebersenker, Schmerzmittel. Außerdem Intensivbehandlung und Beatmung für die Schwerstkranken.
    Wieviel Kinder würden wohl stationär behandelt werden? Zurzeitsind es in Berlin 25% der Erkrankten. Da könnten wir gleich einige Kinderkrankenhäuser bauen, die jetzigen würden die zusätzlichen über 100.000 Fälle nicht schaffen.

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    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Wasserkatze, es ging hier um einen Vergleich der Gefährlichkeit der Masern mit anderen Krankheiten wie Ebola. Die Frage war, was passieren würde, wenn die Masern das erste mal auf eine Population wie unsere träfen, die weder geimpft noch immun durch durchgemachte Erkrankungen wäre, wie es für Ebola bei uns der Fall wäre. Dann würden die Masern durch das Land rauschen und 100.000 Tote hinterlassen, und nur deshalb so „wenige“, weil wir ein entwickeltes Land sind. Wären wir ein Entwicklungsland, dann ginge die Zahl der Toten in den Bereich von vier bis fünf Millionen.

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    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Was ja relativ wenige wären, verglichen mit Ebola o.ä.. Wir sind ein zahlreiches Volk.

    Bei Ebola wäre ohne besondere Vorsichtsmaßnahmen mit Millionen Toten zu rechnen. Wenn sich die Hälfte infiziert und davon die Hälfte stirbt, ist ein Viertel weg.

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    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Was ja relativ wenige wären, verglichen mit Ebola o.ä.. Wir sind ein zahlreiches Volk.

    Bei Ebola wäre ohne besondere Vorsichtsmaßnahmen mit Millionen Toten zu rechnen. Wenn sich die Hälfte infiziert und davon die Hälfte stirbt, ist ein Viertel weg.
    Genau das stimmt ja eben nicht, wir haben ja das konkrete Beispiel der afrikanischen Staaten, wo Ebola auf eine nicht immune Bevölkerung gestoßen ist. Die Krankheit ließ sich eindämmen, weil sie eben gerade nicht so infektiös ist wie die Masern. Die Masern liefen einfach durch, wenn Dir klar ist, was da gerade passiert, ist es für die Eindämmung zu spät, weil alle Dämme bereits gebrochen sind.

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    AW: Brauchen wir eine Impfpflicht?

    Nicht jeder, der sich kritische Gedanken zum Thema gesetzliche Impflicht, Pharmaindustrie etc, macht, ist automatisch ein Impfgegner, so wie das hier dargstellt wird.

    Aber klar, einfach alles in schwarz und weiß aufteilen macht das "argumentieren" ja viel leichter, wenn man vor allen Dingen auf der Angst-Macher Schiene unterwegs ist

    Getreu dem guten alten (Despoten-) Motto, wer nicht für mich ist, ist gegen mich.

    Und dann werden hier Szenarien aufgebaut, denen zugrunde liegt, dass n i e m a n d geimpft ist und wups, haben wir xtausend Tote.

    Dass sich soundsoviele, nach wie vor , freiwillig impfen lassen, bzw. ihre Kinder, ach, das lassen wir einfach mal unter den Tisch fallen, das stört ja nur beim Aufbau des Horror-Szenarios, gell.

    Anstatt sich, wenn schon, dann mit der Realität zu befassen und anhand der tatsächlichen Fakten zu argumentieren. Aber upsi, da kann man ja keine Angst und Panik verbreiten, sondern müsste schlichtweg konstatieren, dass die überwiegende Mehrheit ja geimpft ist bzw. sich weiterhin freiwillig impfen lässt und es, wie schon immer, leider zum einen oder anderen dramatischen Todesfall Ungeimpfter (i.a.R. in Verbindung mit anderen Erkrankungen) kommen kann und wird. Plus die Impf-Bedingten Erkrankungen/Spätschäden/Todesfälle.

    Zu behaupten, es wäre das Ziel "der Impfgegner" sozial Schwache per Nicht-Impfung zu selektieren, ist eine dermaßen höhnische Verdrehung der Tatsachen, wo doch noch vor ein paar Tagen argumentiert wurde, Impfpflicht mittels Bußgeld durchsetzen, was genau das Gegenteil zur Folge hätte, nämlich dass sich die finanziell besser gestellten davon freikaufen könnten.

    Aber so differenziert soll ja gar nicht gedacht werden, es ist scheinbar ja noch nicht mal möglich, Impfgegner von Impfpflicht-Gegnern zu unterscheiden
    Geändert von Naja (14.03.2015 um 13:50 Uhr)

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