um mal auf die Bildsprache zu kommen: ich laufe jeden Morgen einen Fußweg entlang zu meiner Arbeit und muss mir jeden Morgen aufs neue einen über das Fußgängerschild grinsen, weil das ja eigentlich ein Frau-Kind-Schild ist. Eigentlich müssen Männer auf der Straße laufen
so was finde ich einfach überholt und ich kann mir nicht vorstellen, dass bei den vielen fähigen Designern auf dieser Welt da nicht was anderes nettes, neutraleres möglich wäre. Natürlich haben wir andere, wichtigere Probleme, aber das sind andererseits Sachen, die ließen sich ja auch ohne größere Probleme aus der Welt schaffen. Und ich glaube, gerade die Bilder- und Symbolsprache wird sehr unterschätzt. Wenn man zigtausendfach an dem Weibchen mit Rock mit einem Kind in der Hand vorbei geht, dann prägt das genauso wie die halbnackten Tussen der Reklametafeln das Geschlechterbild. Mutter-Kind ist viel mehr ein Begriff wie Vater-Kind.
Und manchmal beschleunigen Änderungen im Außen schon die Bilder im Kopf, z.B. die Sache mit der Erziehungszeit für Väter. Klar machen die meisten nur die 2 Monate, aber ich hab da schon eine Veränderung in meinem beruflichen Umfeld bezüglich der Akzeptanz beobachtet, dass Väter sich diese Zeit nehmen. Sowohl unter den Vätern und Kollegen, als auch bei den Vorgesetzten. Deshalb bin ich auch für die Frauenquote in Führungsetagen und für die Änderung von Straßenschildern usw. Das, was wir täglich sehen, das prägt. Sicher mehr als eine hölzerne In-Endung und solche Sachen. Also ich bleibe dabei: ich finde das Anschieben von außen von bestimmten Prozessen gut. Das "Wie" ist natürlich nochmal eine Frage für sich.
P.S.Die Göttin findet übrigens auch immer mehr in den fast alltäglichen Sprachgebrauch, was mich besonders freut.![]()
Antworten
Ergebnis 81 bis 90 von 126
-
30.11.2014, 09:07
AW: Wie viel Gleichberechtigung braucht unsere Sprache?
Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
-
30.11.2014, 09:30
AW: Wie viel Gleichberechtigung braucht unsere Sprache?
wobei ICH diese Göttin ironisch verwende
. Was die Bild(er)sprache angeht, bin ich deiner Meinung, ich halte sie für eindrücklicher und prägender als die verbale. Änderungen hier sind (wären) leicht machbar und dürften allenfalls ein paar Quastenflosser stören.
Das wäre keine Vergewaltigung wie bei Sprache
Frauenquote klingt wirklich gut. Konkret habe ich Probleme mit und ohne. Wenn ich mir in meinem unmittelbaren beruflichen Umfeld vorstelle (ich hab das Personal vor Augen), für die nächste (Führungs-)Position würden erst mal die Frauen am Zug, um die Quote zu erfüllen: schreiende Ungerechtigkeit und eine klare Schwächung der Abteilung; die Beiden sind - zufällig - deutlich schwächer als die Kollegen, aber ich kenne genauso den umgekehrten Fall.
Nur als Kunde möchte ich bitte nicht Opfer der Frauenquote werden, da ist es mir egal, ob vorher auch schlechter qualifizierte Männer bevorzugt wurdenGeändert von ilazumgeier (30.11.2014 um 09:36 Uhr)
-
30.11.2014, 09:35
AW: Wie viel Gleichberechtigung braucht unsere Sprache?
Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
-
30.11.2014, 09:37
AW: Wie viel Gleichberechtigung braucht unsere Sprache?
Absolut! im Fall der Göttin weiß ich aber nie, ob sie ankommt. Bei "Damenmannchaften" hab ich schon öfter gefragt, ob das alles Zwitter wären (intersexuell hätte in diesen Kreisen keiner verstanden)
-
30.11.2014, 11:10Inaktiver User
AW: Wie viel Gleichberechtigung braucht unsere Sprache?
Na, ich möchte nicht wissen, was los wäre, wenn auch besagten Vekehrsschildern ein Mann ein Kind an der Hand führen würde ... das würde sicher nicht lange dauern, bis jemand "Pädophiloie" schreien würde ...

Nee, im Ernst, wir können wirklich froh sein, dass wir offenbar keine wichtigeren Probleme haben, die uns veranlassen, in einem öffentlichen Forum zu schreiben und ggf. um Mitstreiter zu buhlen.
-
30.11.2014, 11:27
AW: Wie viel Gleichberechtigung braucht unsere Sprache?
stimmt...
was ja auch schon wieder was aussagt und imho kein Grund ist, Schilder nicht der Zeit anzupassen
-
30.11.2014, 12:26
AW: Wie viel Gleichberechtigung braucht unsere Sprache?
Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
-
30.11.2014, 12:46
AW: Wie viel Gleichberechtigung braucht unsere Sprache?
Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
Christian Fürchtegott Gellert (1715-69)
-
30.11.2014, 12:49
AW: Wie viel Gleichberechtigung braucht unsere Sprache?
-
30.11.2014, 14:13
AW: Wie viel Gleichberechtigung braucht unsere Sprache?
Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.



Zitieren



