Umfrage: Wie großzügig geben Sie Trinkgeld?

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Ergebnis 21 bis 30 von 217
  1. Inaktiver User

    AW: Wie großzügig geben Sie Trinkgeld?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Lieber wäre mir allerdings es gäbe dieses ungeschriebene "Gesetz" des Trinkgeld gebens gar nicht d.h. das Servicepersonal würde anständig bezahlt werden, damit dies nicht nötig ist.
    Ja. In Japan ist Trinkgeldgeben verpönt, das macht das Bezahlen sehr viel entspannter, weil damit die peinliche Situation vermieden wird.

  2. Moderation Avatar von Flau
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    AW: Wie großzügig geben Sie Trinkgeld?

    Zitat Zitat von Antje3 Beitrag anzeigen
    @Flau: In Deutschland ist in Gaststätten auch im Preis regelmäßig umsatzabhängiges Bedienungsgeld enthalten, das Bestandteil des Kaufpreises ist. In Deutschland sind das 12 %.
    In § 107 Abs. 3 Satz 1 GewO wird ausdrücklich verboten, dass Arbeitnehmer ausschließlich für Trinkgeld arbeiten dürfen. Danach darf das regelmäßige Arbeitsentgelt nicht durch Trinkgeld ersetzt werden, eine Anrechnung von Trinkgeld auf den Arbeitslohn ist somit untersagt.
    Danke fuer die Info, Antje. Dann habe ich das bisher also falsch verstanden, und wenn dieses Bedienungsgeld ausgewiesen ist, dann ist das eher ein Posten wie die MWSt? Also, es wird mir dargelegt, wieviel es ist, kommt aber nicht zusaetzlich zum Preis, den ich eh zahlen muesste?

    Dann ist es hier in GB doch anders, hier ist es ausdruecklich als "discretionary service charge" ausgewiesen,liegt also im Ermessen des Gastes und muss nicht bezahlt werden. Andererseits ist es hier auch gesetzlich geregelt, dass der Mindestlohn auch fuer Angestellte in der Gastronomie gilt und Trinkgelder da nicht mit hineingerechnet werden duerfen. Vor ein paar Jahren erst wurde eine Restaurantkette gerichtlich verurteilt, weil sie Trinkgelder - eben mit Hinweis darauf, dass sie ja das Gehalt zahlen wuerden - einsackte. Das war und ist nicht rechtens, unterscheidet sich also nicht von der Situation in Deutschland. (?)

  3. Avatar von Sabribie
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    AW: Wie großzügig geben Sie Trinkgeld?

    Wenn ich zufrieden bin, gebe ich gerne Trinkgeld.
    Wenn der Service aber nicht meinen Erwarten entspricht, bin ich da nicht so großzügig.
    Eine feste "Regel" habe ich nicht. Handhabe es meist so, dass ich auf den nächsten runden Betrag aufrunde, also z.B. bei 9,80 € dann 10,50 € oder auch schon mal 11 € bzw. bei 9,10 € dann 10 €.

  4. Avatar von EatDrinkManWoman
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    AW: Wie großzügig geben Sie Trinkgeld?

    Bei Fahren von Pizza-Taxen oder bei Servickräften in realtiv preiswerten Restaurants gebe ich gerne ein sehr großzügiges Trinkgeld (mehr als 10 %), da ich weiß, dass man dort nicht viel verdient.

    Bei hochpreisigen Restaurants, bei denen ich davon ausgehe, dass die Angestellten gut verdienen, halte ich mich an die 10 % - Regel.

    Vorausgesetzt aber immer, der / die Mitarbeiterin war nett und zuvorkommend.

    Meist gebe ich ein spezielles Trinkgeld für das Küchenpersonal, da ich mehrfach gehört habe, dass dieses nicht von den Trinkgeldern, die die Servicekräfte erhalten, abbekommt.

  5. Inaktiver User

    AW: Wie großzügig geben Sie Trinkgeld?

    Zitat Zitat von EatDrinkManWoman Beitrag anzeigen
    Meist gebe ich ein spezielles Trinkgeld für das Küchenpersonal, da ich mehrfach gehört habe, dass dieses nicht von den Trinkgeldern, die die Servicekräfte erhalten, abbekommt.
    Ich will nicht behaupten, dass dies nirgens vorkommt ... aber überall dort, wo ich in früheren Jahren u.a. mit solchen Jobs mein monatl. Budget aufbesserte, war es so, das sämtliches eingenommenes Trinkgeld auf "einen Haufen" kam, und dann zu jeweils gleichen Teilen auf sämtliche am Abend anwesenden Kräfte, egal was sie machten, aufgeteilt wurde.

    Aber gut ... dabei handelte es sich auch ausschliesslich um Szene-Läden und weniger um "Nobel-Fressschuppen" ...

  6. gesperrt Avatar von Ebayfan
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    AW: Wie großzügig geben Sie Trinkgeld?

    Na toll, dann kriegt der Stinkstiefel genauso viel wie der nette, zuvorkommene Kellner!

    So möchte ich das aber nicht, wenn ich Trinkgeld gebe.

  7. Inaktiver User

    AW: Wie großzügig geben Sie Trinkgeld?

    Tja ... dann müsste man es aber auch besser finden, wenn die besser aussehenden Menschen, die Mädels mit kürzeren Röcken oder tieferen Dekolletés mehr kassieren.

    So aber reguliert sich das eben später für den Kunden unsichtbar, und da wird dann sicher auch der unfreundliche Typ von den anderen einen "eingeschenkt" bekommen, denn durch sein Verhalten versaut er ja auch den Schnitt für die anderen ... und darauf haben die bestimmt keinen Bock

    Aber wie gesagt: ich kenne das ausschliesslich aus Läden, in denen vorwiegend von Studenten die Kneipen-Teams gebildet wurden. Da herrschte der Kollektiv-Gedanke vor und sowas wie Aufstiegsmöglichkeiten gab es da eh so gut wie keine. Die einzigen angestellten Profis waren da in der Regel die Köche ...

  8. Avatar von Antje3
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    AW: Wie großzügig geben Sie Trinkgeld?

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Danke fuer die Info, Antje. Dann habe ich das bisher also falsch verstanden, und wenn dieses Bedienungsgeld ausgewiesen ist, dann ist das eher ein Posten wie die MWSt? Also, es wird mir dargelegt, wieviel es ist, kommt aber nicht zusaetzlich zum Preis, den ich eh zahlen muesste?
    (?)
    In Deutschland wird Bedienungsgeld nicht auf der Rechnung ausgewiesen - auch nicht auf den Preisen auf der Karte (ich meine, manchmal steht unten "im Preis ist ein Bedienungsgeld von xy % enthalten).

    Der Wirt hat eine Komplettkalkulation zu machen und einen "Endpreis" für das Gericht/Getränk auf der Karte zu nennen.

    Dieser Betrag ist verbindlich zu zahlen (da ist Bediengeld und MwSt enthalten). Damit die die Leistung im Lokal abgedeckt - auch das Gehalt der Servicekräfte.

    (ich bin überzeugt, daß es Wirte gibt, die sich nicht gesetzeskonform verhalten - aber das soll ja nicht das Thema sein, es gibt auch Wirte, die versuchen, das Trinkgeld einzukassieren und gleichmäßig aufzuteilen oder zu behalten. Das ist illegal - aber das gibt es)

    Trinkgeld kommt oben drauf und ist Anerkennung für besonders guten Service.


    Und wenn der Service nicht gut ist, sehe ich nicht ein, das ggf. zu belohnen.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

  9. Avatar von Antje3
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    AW: Wie großzügig geben Sie Trinkgeld?

    @ Tomsten: Rechtlich ist das nicht legal, daß der Wirt die Trinkgelder sammelt bzw. bestimmt, daß die abgeliefert und gleichmäßig verteilt werden. Trinkgeld ist eine einem Mitarbeiter persönlich zukommende Leistung vom Gast.

    Das Landesarbeitsegricht Mainz (10 Sa 483/10) hat sich mit der Frage beschäftigt, wem das Trinkgeld gehört: Arbeitnehmer oder Arbeitgeber? Die Frage ist nicht so kleinlich wie sie wirkt: Ist doch Trinkgeld auf der einen Seite steuerfrei (§3 Nr.51 EStG) und gibt es auf der anderen Seite sogar Jobs, in denen man teilweise mehr an Trinkgeldern einnimmt als man regulär verdient. Hinzu kommt, dass manchmal ein Arbeitgeber das Geld gar nicht für sich möchte, sondern aus – falsch verstandener – Fairness heraus das erwirtschaftete Trinkgeld aller Arbeitnehmer einsammeln und gleich dann verteilen möchte.

    Das LAG hat nunmehr korrekt entschieden, dass das Trinkgeld dem Arbeitnehmer gehört, dem es zugewendet wird. Hintergrund ist die Definition des “Trinkgeldes” in §107 III GewO:
    Trinkgeld ist ein Geldbetrag, den ein Dritter ohne rechtliche Verpflichtung dem Arbeitnehmer zusätzlich zu einer dem Arbeitgeber geschuldeten Leistung zahlt.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

  10. Inaktiver User

    AW: Wie großzügig geben Sie Trinkgeld?

    Zitat Zitat von Antje3 Beitrag anzeigen
    @ Tomsten: Rechtlich ist das nicht legal, daß der Wirt die Trinkgelder sammelt bzw. bestimmt, daß die abgeliefert und gleichmäßig verteilt werden. Trinkgeld ist eine einem Mitarbeiter persönlich zukommende Leistung vom Gast
    Nicht der Wirt hat gesammelt, die Angestellten machten das ... von den Wirten gab es da nie verbindliche Vorgaben. Auch wenn natürlich in aller Regel der Inhaber des Ladens beim ersten Gespräch neue Leute auf die Gepflogenheiten der Angestellten hinwies. Und liess ein Bewerber dann durchblicken, dass ihm gewisse Dinge beim Team nicht zusagten, das Team aber durchaus ein echter Grund für guten Umsatz im Laden bedeutete (und gerade in Szene-Lokalen ist ein cooles Service-Team nunmal mindestens ebenso wichtig wie ein cooler Laden selbst) ... dann war's das schon für den Bewerber ...

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