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14.04.2015, 07:26Inaktiver User
AW: Nehmen Sie im Restaurant Ihre Reste mit?
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14.04.2015, 07:32Inaktiver User
AW: Nehmen Sie im Restaurant Ihre Reste mit?
Und was haltet ihr von den Mülltauchern?
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14.04.2015, 07:32
AW: Nehmen Sie im Restaurant Ihre Reste mit?
Du hast Sorgen!
Ich habe noch nie meine Nachbarn zufällig im Restaurant getroffen! Deshalb kann ich dort essen was und soviel ich will, es stehen lassen oder mitnehmen, herumsauen, in der Nase bohren oder den Kellner anmeckern, ohne dass es einer von meinem Umfeld mitbekommt. Ich muss das alles nur vor mir verantworten. Und evtl. einem selbst mitgebrachten Begleiter.
Überhaupt finde ich es ziemlich egal, was die Nachbarn denken. Diese Einstellung erspart eine Menge Stress. Denn sonst wäre ich mit Gartenpflege, Putz- und Renovierungsarbeiten ziemlich ausgelastet. Zusätzlich müsste ich eine Alarmanlage installieren lassen.
Das muss alles nicht sein und ich mache, was ich für richtig halte. Zuhause und im Restaurant.
Wenn du "gewissenlos" bist, ist das eben deine Sache. Ich persönlich fühle mich unwohl, wenn ich viel zuviel Essen in den Müll wandern lasse und verzichte dann lieber ganz und esse zuhause oder auswärts eine Vorspeise. Was aber sicher auch an meiner instinktiven Sparsamkeit, von früherer Geldknappheit verursacht, liegt.
Aber ob mein Verhalten PC ist, ist mir ziemlich egal. Ich will nur mir selbst im Spiegel ins Gesicht sehen können.
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14.04.2015, 08:04Inaktiver User
AW: Nehmen Sie im Restaurant Ihre Reste mit?
Viel halte ich davon. Habe ich selbst schon gemacht, allerdings trau ich mich alleine nicht, daher blieb es bisher bei wenigen Malen. Danach hatte ich stets Anfälle von akuter Verzweiflung. Denn um die Müllberge theoretisch zu wissen ist eine Sache. Aber konkret zu sehen, wieviel ein einzelner Lebensmittelladen innerhalb weniger Tage wegwirft (wegwerfen muss), tut richtig weh. Allein die Paletten mit Toast- und anderem Brot - das war ein kaum erträglicher Anblick. Die standen da offen im einsetzenden Regen und passten offenbar nicht mehr in den Container, denn der war randvoll mit Obst, Käse und Gemüse, von dem weit mehr als die Hälfte noch gut brauchbar gewesen wäre, u.a. ein Karton Joghurt mit MHD von vor zwei Tagen.
"Tauchen" musste man übrigens nicht. Einfach von oben wegnehmen hat gereicht. Wie gesagt, der Container war randvoll.
Die Container der Restaurants sind vermutlich auch randvoll. Und ich möchte nicht dazu beitragen. Daher nehme ich meine Reste konsequent mit und bedaure, dass ich nicht schon viel früher damit angefangen habe.
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14.04.2015, 08:20
AW: Nehmen Sie im Restaurant Ihre Reste mit?
Man mag es als Trend beschimpfen, aber jedes Umdenken fängt mit einer Bewegung an.
Wie gesagt, die zu grossen Portionen im Restaurant sind ja nur ein Bruchteil der Lebensmittelverschwendung.
Mülltauchen find ich nicht wild, vor allem nicht, wenn damit auf die Mißstände hingewiesen wird. Z.B. dass Lebensmittel weggeworfen werden müssen und nicht abgegeben werden dürfen.
Dass Supermärkte frische Waren ablehnen, weil sie minimale 'Macken' zeigen.
Dass Verbraucher Produkte, die nicht 1A aussehen, ablehnen.
Dass Mindesthaltbarkeitsdaten viel zu eng gehalten werden und oft noch sehr gut verwertbare Ware weggeworfen wird.
https://www.youtube.com/watch?v=IoCVrkcaH6Q
https://www.youtube.com/watch?v=Md3ddmtja6s"I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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14.04.2015, 08:29Inaktiver User
AW: Nehmen Sie im Restaurant Ihre Reste mit?
Ich finde, es kommt auf das Gesamtverhalten an. Man muss nicht alles oder jede Regel zu 100% in Stein meisseln und kann somit auch mal Fünfe gerade sein lassen oder nicht jede Bohne auf die Goldwaage legen.
Achte ich darauf, dass ich beim Einkauf nicht "dekadent" vorgehe, also nach dem Motto: wenn ich von etwas nur 1 Kilo benötige, muss ich nicht "zur Vorsicht" davon 1,5 Kilo kaufen.
Wenn ich ins Restaurant gehe und nicht sooo viel Hunger habe, muss ich nicht Vorspeise, Hauptspeise, Nachspeise bestellen, sondern kann mich auf ein oder auch nur einen Gang beschränken.
Aber ... man sollte es tunlichst lassen (vor allem wenn man es nicht in Anspruch nehmen muss) so etwas wie die Tafeln in Frage zu stellen. Denn ich bin sicher: 99% von denen, die dort hingehen, haben dies bitter bitter nötig ... selbst wenn von denen mal jemand dabei ist, der in der Warteschlange dort sein Handy zückt.
Wer darüber die Nase rümpft, sollte lieber froh sein, nicht selber an dem Punkt zu stehen, an dem man sich eigentlich jeden "Luxus" verkneifen sollte.
Denn wenn man finanziell auf dem Zahnfleisch geht, ist mit das schlimmste, sich neben den absoluten Notwendigkeiten nicht auch zumindest etwas von dem zu gönnen, was für andere Selbstverständlichkeiten darstellen.
Man sollte sich immer wieder hinterfragen, aber man muss nicht immer päpstlicher sein als der Papst
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14.04.2015, 08:41
AW: Nehmen Sie im Restaurant Ihre Reste mit?
Natürlich haben die Leute das bitter nötig. Das ist doch der Skandal dabei! Dass so viele es bitter nötig haben, aber an anderer Stelle das Geld nur so rausgehauen wird (Bankenrettung, Euro-Krise etc.). Und auch arme Leute wollen sich mal ein Handy, einen Fernseher oder eine Vereinsmitgliedschaft leisten. Gerade wer keinen Job hat, hat Zeit für sowas.
Ich finde es nur würdelos, die Leute für den Beinahe-Müll der Supermärkte antanzen und Männchen machen zu lassen.
Mülltauchen finde ich prinzipiell gut, was mich stört sind die Strafandrohungen. Ich bin deshalb dafür ganz einfach zu feige und ich glaube, vielen geht es ähnlich.
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14.04.2015, 08:44Inaktiver User
AW: Nehmen Sie im Restaurant Ihre Reste mit?
Ich finde, dass die Buffetsituation nichts mit der Doggy-Bag-Frage zu tun hat.
Wenn ich zum Buffet gehe habe ich es in der Hand, wieviel ich mir auf den Teller tue. Da gibt es bei mir keine Reste, denn ebenso wie bei Fourthhand funktionieren auch meine Beine ausgezeichnet.
Dennoch bin ich kein Buffet-Fan, weil mich die dort oft zur Schau getragene Gier anwidert. Und das bei Leuten, die das keineswegs aus einer Notsituation heraus tun.
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14.04.2015, 09:03Inaktiver User
AW: Nehmen Sie im Restaurant Ihre Reste mit?
Tja ... aber dazu wäre wohl ne Welt-Revolution notwendig (nicht zuletzt Griecheland hat gezeigt, wie dringend notwendig diese wäre).
Im Moment würde es mir schon reichen, wenn man Menschen, die Tafeln nötig haben, achtet. Auch hier in der Bri kommt es oft genug vor, dass Menschen die in dieser Situation stecken, die alleinige Schuld daran zugeschustert wird.
Aber egal ... das führt nun zu sehr ins OT ...
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14.04.2015, 09:29
AW: Nehmen Sie im Restaurant Ihre Reste mit?
Wie hier ja schon einmal erwähnt wurde (Hillie?), ist das in den
USA seit vielen Jahren gängige Praxis.
Bei uns fehlt es noch an diesem Selbstverständlichkeitsfaktor, und
solche Aufrufe wie der Verlinkte sollen einfach ein Umdenken bewirken.
Es geht ja nicht per se um die Reste an sich, sondern um die gesamte
Haltung zu Lebensmitteln und der Wertschätzung, die man ihnen
entgegenbringen sollte.
Ich weiß nicht, was ich davon halten soll.
Die Leute, die dieses "containern" betreiben, sind hauptsächlich nachts
am Werk, weshalb der Protest-Charakter ziemlich im Verborgenen bleibt.
Es sei denn, die Medien greifen das Thema auf.
Die grundsätzliche Gesinnung, dass noch Ess- und Verwertbares nicht im
Müll landen sollte, hat sicher inzwischen jeder verinnerlicht. Persönlich ansetzen
kann man da mit seinem eigenen Einkaufs- und Konsumverhalten.
Mich selbst ekelt die Vorstellung, meine Lebensmittel ohne Not aus dem
Müllcontainer zu fischen.
Wobei ich glaube, dass die großen Portionen eine Reaktion auf die Nachfrage
darstellen. Wenn (manche) Leute begeistert von Restaurantbesuchen berichten,
dann werden nicht selten die großen Portionen überaus lobend erwähnt, oft
sogar vor der eigentlichen Qualität des Essens.
Wo wir wieder bei der individuellen Haltung wären ...
"Gier" tritt es gut.
Und Gier und Maßlosigkeit liegen dicht bei einander.
Ich persönlich habe an den diversen Erscheinungen von Überfluss keine
Freude. Die vielgelobten Supermärkte, wo man "alles" und in zig-facher
Ausführung kaufen kann, lösen bei mir eher Fluchttendenzen aus. Nicht, weil ich
spartanisch leben würde, sondern weil ich mit einem verschwenderischen
Konsumstil einfach nichts anzufangen weiß.



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