Umfrage: Glauben Sie, dass ein Sechs-Stunden-Arbeitstag funktionieren kann?

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Ergebnis 41 bis 50 von 55
  1. Inaktiver User

    AW: Glauben Sie, dass ein Sechs-Stunden-Arbeitstag funktionieren kann?

    Zitat Zitat von sonja1983 Beitrag anzeigen
    Wie soll die zwangsläufig ausfallende Arbeitszeiut aufgefangen werden?

    Wo soll der zusätzliche Busfahrer, die zusätzliche Krankenschwester, der zusätzliche Arzt etc. herkommen?

    Aus dem Heer der Arbeitslosen bestimmt nicht !
    Die Zeiten sind vorbei!

    Wir haben bereits heute einen massiven Fachkräftemangel, die Tendenz der Länge der Wochenarbeitszeit wird mittelfristig sicher eher nach oben als nach unten gehen.
    Das sehe ich genau so - wie soll das in manchen Bereichen eigentlich aussehen? Bei meinem Mann müsste eine komplett neue Schicht eingerichtet werden und dort gibt es einfach mal Arbeiten, die 8 Stunden dauern und es blöd wäre, wenn Kollege A an B übergibt....
    Und auch ich glaube, dass die Arbeitslosen nicht so massenhaft vorhanden sind, um das auszugleichen.

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    AW: Glauben Sie, dass ein Sechs-Stunden-Arbeitstag funktionieren kann?

    Zitat Zitat von Bisasam Beitrag anzeigen
    .. wenn ich so mitkriege, was bei Frühstücks-, Mittags-, Kaffeepausen so an Zeit draufgeht und wieviel Privates am Arbeitsplatz erledigt wird -
    Kein Mensch kann wirklich hochkonzentriert 8 Stunden durcharbeiten. Innerhalb dieser Zeitspanne schätze ich Dadelei, Pausen, Träumereien, unmotiviertes Rumlaufen im Büro zur Entspannung, Ratsch mit Kollegen, private Telefonate, privates Surfen, auf mindestens 1,5 Stunden pro Tag. Ohne Mittagspause.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  3. Inaktiver User

    AW: Glauben Sie, dass ein Sechs-Stunden-Arbeitstag funktionieren kann?

    Zitat Zitat von ellipell2 Beitrag anzeigen
    Tja - dann wäre es sinnvoll, die so verpönten Hauptschüler ins Auge zu fassen und im Zweifel fit zu machen. Wer gute Arbeitnehmer will, muss investieren. Es gibt tatsächlich immer noch unheimlich viele Jugendliche, die keine Ausbildung bekommen haben und in Auffangprojekten untergekommen sind.
    Da läuft doch was falsch, wenn einerseits Ausbildungsstellen frei bleiben, andererseits Jugendliche keinen Ausbildungsplatz bekommen.
    Quelle mit Zahlen aus dem letzten Jahr:
    Einblick | Ausbildungsmarkt: Blick in die Röhre
    Es gibt diesen Wandel in Deutschland aber schon von einigen Konzernen, der süddeutsche Raum mit der Autoindustrie hat da vor Jahren schon geschaltet und geht gezielt in Hauptschulen, um Praktikanten anzuwerben und gibt selbst Schülern mit den nicht so tollen Noten eine Chance, auch Nachhilfe wird gefördert und, und, und.

    In Frankfurt hat die Firma Siemens ein Förderprogramm für angehende Industriemechaniker, die machen die Jungs (oder Mädchen) fit für den BEruf, nehmen auch die "zurück gelassenen" mit rein. Es wird so langsam, wer das noch nicht gerafft hat, sind kleine, mittelständische Unternehmen, der Lehrchef meines Sohnes meinte, der Azubi muss mit in die Produktion und sich nebenher bitteschön selbst ausbilden-ging natürlich voll in die Hose und der Mann muss sich nicht wundern, dass er keine Fachkräfte und Azubis findet.

    Auch ALDI geht inzwischen an die Hauptschulen und präsentiert das Ausbildungskonzept, mit Förderung und allem. Ganz so schwarz sieht es nicht mehr aus und wenn man diesen Jugendlichen, denen man jahrelang eingeredet hat, dass sie eh nix taugen wieder mal mehr Motivation und Wertschätzung entgegenbringt, dann werden sich viele den Ar*** aufreißen...

    Warum man über solche Sachen immer nur mal sporadisch was in der Zeitung liest, finde ich schade, weil die zeigen, dass es funktionieren kann.

  4. Inaktiver User

    AW: Glauben Sie, dass ein Sechs-Stunden-Arbeitstag funktionieren kann?

    Zitat Zitat von kleinenellie Beitrag anzeigen
    Viele von denen, die angeblich so suchen, wollen halt am liebsten fertig ausgebildete Arbeiter mit Lehrlingsgehalt haben
    Genau so! Investieren (Vor allem Zeit!) heißt die Devise und das haben sich Arbeitgeber irgendwann in den letzten 20 Jahren abgewöhnt.

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    AW: Glauben Sie, dass ein Sechs-Stunden-Arbeitstag funktionieren kann?

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Kein Mensch kann wirklich hochkonzentriert 8 Stunden durcharbeiten. Innerhalb dieser Zeitspanne schätze ich Dadelei, Pausen, Träumereien, unmotiviertes Rumlaufen im Büro zur Entspannung, Ratsch mit Kollegen, private Telefonate, privates Surfen, auf mindestens 1,5 Stunden pro Tag. Ohne Mittagspause.
    Eben. Und es ist für mich auch verständlich, dass da öfter Privates im Dienst mit erledigt werden muss, weil eben die Zeit nach Feierabend nicht reicht. Mal ganz abgesehen davon, dass manche Leute einfach ab und an krank werden (müssen). Immer volle Arbeitstage - da bleibt viel auf der Strecke, auch Muße und Energie, aber nicht nur das.
    Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er zurücklässt, ist bleibend.

  6. Inaktiver User

    AW: Glauben Sie, dass ein Sechs-Stunden-Arbeitstag funktionieren kann?

    Ich denke schon, dass 6 Stunden täglich, d.h. 30 Stundenwoche oder aber zumindest 35 Stundenwoche, funktionieren kann.

    Tut es ja an vielen Stellen auch.

    Mein Freund ist im technischen Bereich (Ingenieur) für ein großes Unternehmen tätig, da sind 35 Stunden/Woche = Vollzeit. Der Laden läuft.

    Aber auch in kleinen Betrieben kann das klappen. Ich hab eine 34-Stunden-Stelle und bin die einzige Vollzeitkraft dort.

    Eine Freundin (im Einzelhandel), die bislang immer 40-45 Std. arbeitete, hat nach einem Zusammenbruch und anschließendem Aufenthalt in der Nervenklinik mit ihrem Arbeitgeber vereinbart, dass sie künftig nur noch 37 Std. arbeitet. Und zwar ohne Überstunden. Klappt ganz gut und es bleibt auch nicht mehr Arbeit liegen. Allerdings musste sie leider ein paar Euro Einkommenseinbuße dafür hinnehmen. Aber die Gesundheit ist schließlich wichtiger.

    Gerade im medizinischen Bereich, in Pflegeberufen und bei der Personenbeförderung wäre mir generell wohler, wenn die Arbeitskräfte kürzere Schichten schieben müssten.

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    AW: Glauben Sie, dass ein Sechs-Stunden-Arbeitstag funktionieren kann?

    ich sehe das genauso:

    "Kein Mensch kann wirklich hochkonzentriert 8 Stunden durcharbeiten. Innerhalb dieser Zeitspanne schätze ich Dadelei, Pausen, Träumereien, unmotiviertes Rumlaufen im Büro zur Entspannung, Ratsch mit Kollegen, private Telefonate, privates Surfen, auf mindestens 1,5 Stunden pro Tag. Ohne Mittagspause"

    Ich habe eine 40h-Woche (offiziell), aber ohne Arbeitszeiterfassung. Somit kann ich, wenn ich mein Pensum geschafft habe, auch nach Hause gehen... Es gibt Tage, an denen ich auch die Zeit ein wenig wie o.g. vertrödel. An anderen Tagen ziehe ich mein Pensum durch und gehe nach hause. Oder gehe nach Hause und arbeite am Abend oder WE noch ein wenig von zuhause...

    Für die Kollegen sieht es aber nach "sie ist schon wieder früh weg" aus. Und sie hatten auch keine Scheu, unseren Chef auf meine Arbeitszeiten hinzuweisen... Dank dieser Kollegen (die gern auch über die viele Arbeit jammern statt die angeblich viele Arbeit einfach mal anzugehen, die zum Teil unstrukturiert sind oder zu Perfektionismus neigen) habe ich jetzt ein ganz erhebliches Päckchen dazu bekommen.

    Gesehen wurde eben nur, wie lange und nicht WIE gearbeitet wurde. Danke Kollegen!

    Anwesenheitskultur in Reinform. Ja, ich wäre mit den 6h hingekommen. Aber dann hätte ich halt auch Gehaltsverluste während die langsam arbeitenden Kollegen volles Gehalt für ihre 8 h bekämen. Auch nicht fair...
    Am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht das Ende

    Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist.
    Es wär nur Deine Schuld, wenn sie so bleibt - die Ärzte

    Das leben ist zu kurz für schlechtes Essen (gesehen vor einem Berliner Restaurant)

  8. Inaktiver User

    AW: Glauben Sie, dass ein Sechs-Stunden-Arbeitstag funktionieren kann?

    Zitat Zitat von cocohasi Beitrag anzeigen
    Ich habe eine 40h-Woche (offiziell), aber ohne Arbeitszeiterfassung. Somit kann ich, wenn ich mein Pensum geschafft habe, auch nach Hause gehen...
    Und das ist offiziell so mit dem AG vereinbart oder nur Deine persönliche Schlussfolgerung? Im letzteren Falle halte ich das doch für sehr gewagt.

  9. Inaktiver User

    AW: Glauben Sie, dass ein Sechs-Stunden-Arbeitstag funktionieren kann?

    Zitat Zitat von cocohasi Beitrag anzeigen
    ich sehe das genauso:

    "Kein Mensch kann wirklich hochkonzentriert 8 Stunden durcharbeiten. Innerhalb dieser Zeitspanne schätze ich Dadelei, Pausen, Träumereien, unmotiviertes Rumlaufen im Büro zur Entspannung, Ratsch mit Kollegen, private Telefonate, privates Surfen, auf mindestens 1,5 Stunden pro Tag. Ohne Mittagspause" (...)
    Ui, so viel? Das finde ich einen sehr interessanten Punkt. Wenn ich zB sehe, wie viele in aller Ruhe die Post im Haus verteilen, pro Stockwerk je zwei Leute besuchen, in aller Ruhe für sich und drei Kollegen Käffchen holen (...) . Da kommt auch Zeit zusammen.

    Ok ... Das gehört aber auch in einem gewissen Rahmen dazu. Oder? Ich kenne das schon so, dass die, die straight durcharbeiten, nicht aus ihrem Büro rauskommen, ein gewissen Außenseiterdasei führen? Aber das führt vielleicht vom Thema weg.

    Zitat Zitat von cocohasi Beitrag anzeigen
    Ja, ich wäre mit den 6h hingekommen. Aber dann hätte ich halt auch Gehaltsverluste während die langsam arbeitenden Kollegen volles Gehalt für ihre 8 h bekämen. Auch nicht fair...
    Interessanter Aspekt. Wobei ich tatsächlich dann die 6 h bei weniger Gehalt und mehr Freizeit bevorzuge, als die Zeit (überspitzt) abzusitzen. Es gibt übrigens einen interessanten Strang hier. Da geht es darum, dass User in ihrem Job zu wenig zu tun haben, aber gerne mehr tun würden. Ich komme gerade nicht drauf, wie er heißt, ich müsste gucken.

    Zitat Zitat von cocohasi Beitrag anzeigen
    Ich habe eine 40h-Woche (offiziell), aber ohne Arbeitszeiterfassung. Somit kann ich, wenn ich mein Pensum geschafft habe, auch nach Hause gehen...
    Ich habe auch mal unter solchen Bedingungen gearbeitet. Mein Chef nannte es (oder ist es ein feststehender Begriff?) Vertrauensarbeitszeit. Fand ich gut.

    suzie

  10. User Info Menu

    AW: Glauben Sie, dass ein Sechs-Stunden-Arbeitstag funktionieren kann?

    @Scales: nein, es handelt sich hier nicht um meine persönliche Interpretation, das ganze nennt sich "aufgabenbezogene Arbeitszeit". Aber da man irgendeine Richtschnur benötigt, werden 40 h als Orientierung angesetzt. Und die meisten sind somit auch 40h anwesend
    Geändert von cocohasi (18.04.2014 um 10:22 Uhr)
    Am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht das Ende

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