Ich kann an so einigen Äußerungen hier erkennen, dass ein paar bedeutende Gründe für die Kinder-unfreundlichkeit in Deutschland und gleichzeitige niedrige Geburtenzahlen bspw. jenseitig von monetären Gründen zu suchen sind - Stichwort: ist das Kindergeld zu niedrig?
Müsste man genauer aufdröseln und erörtern - doch dazu fehlt mir grad die Zeit, sorry.
Eines scheint mir aber jetzt schon sicher: die ganze Geschichte wird irgendwann gewissermaßen zum Selbstläufer - je weniger die Leute im Alltag Kinder erleben, um so mehr werden ihnen Kinder fremd.
Ein weiteres Problem: wenn sich diese zunehmende Fremdheit gegenüber Kindern dann noch mit dem aktuellen und zugleich unsäglichen en-vogue-Diskurs 'das-wird-man-doch-wohl-noch-mal-sagen-dürfen' verbindet, dann befeuert das noch die Ablehnung gegenüber Kindern - am Ende fühlt sich so manche Person geradezu als Held, wenn die eigene Ablehnung gegenüber Kindern in die Welt hinausposaunt wird.
Diesen Worten kann ich nur zustimmen - siehe meine Erklärung: wo weniger Kinder 'anwesend' sind, sinkt auch das Verständnis für sie und der wohlwollende Blick auf sie.
VanDyck
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11.04.2014, 18:37
AW: Ist es für Sie okay zu sagen, dass man keine Kinder mag?
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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11.04.2014, 18:43
AW: Ist es für Sie okay zu sagen, dass man keine Kinder mag?
wieso ist es "unsäglich", seine - vom gewünschten Ergebnis abweichende - Meinung zu etwas zu äußern? zumal dann, wenn die Frage gestellt wird? ich ziehe jetzt keine Vergleiche
gibt es nur die zwei Positionen: deine und falsche?
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11.04.2014, 18:51Inaktiver User
AW: Ist es für Sie okay zu sagen, dass man keine Kinder mag?
Van Dyck, ich verstehe ja, was Du sagen willst. Aber das Land wird nicht kinderfreundlicher dadurch, dass wir unseren Mitmenschen unsere Kinder aufdrängen und den Kinder-nicht-Mögern gleichzeitig verbieten zu sagen, dass sie keine Kinder mögen. Man kann niemanden dazu zwingen, irgend wen oder irgend etwas zu mögen.
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11.04.2014, 19:02
AW: Ist es für Sie okay zu sagen, dass man keine Kinder mag?
Malina, ich glaube sofort, dass Du keine Heuchlerin bist. Das würden die Kinder /Teenies nämlich sofort merken - und Dir entsprechendes Echo geben.
Was ich aber daraus schließe: dass gar nicht stimmt dass Du so allgemein "Kinder nicht magst".
Dir unbekannt vielleicht, die, mit denen Dich nichts verbindet.
Ich kann auch nachvollziehen, dass Du keine Lust / Zeit/ Energie hast, mit vielen Kindern Verbindungen herzustellen. Aber für mich ist das etwas ganz anderes als "Kinder nicht mögen" .
Das ist aber doch eine neutrale Haltung, kein "nicht mögen".
Wie jetzt: das 4 Wochen alte Baby, der dreijährige, der Schulanfänger, der Elfjährige, der Teenager, der sechzehnjährige? Alle?
Ab wann langweilen Dich Menschen denn nicht mehr?
Ich persönlich kenne sturzlangweilige 40-jährige - und hochinteressante 12 jährige. Und genauso dröge 12-jährige und sehr interessante 40 jährige.
Neugeboren fand ich eigentlich nur meine eigenen interessant - denen konnte ich stundenlang zugucken. Fremde Babies haben mich eher wenig interessiert. Aber schon bei 1-2 jährigen gibt es welche mit ausgespochenem Witz - und nervtötende Blagen. Und so gehts munter weiter.C’est drôlement chouette
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11.04.2014, 21:57Inaktiver User
AW: Ist es für Sie okay zu sagen, dass man keine Kinder mag?
Das ich mit Kindern nichts anfangen kann ist in meinem Umfeld bekannt. Ich würde aber nicht so weit gehen ganz direkt zu sagen das ich Kinder einfach nicht mag.
Vor allem Mütter fühlen sich schnell verletzt, weil sie diese Antipathie auch auf sich ausweiten. Das Kind ist dann ein untrennbarer Teil ihres Selbst. Wenn Du mein Kind nicht magst, dann magst Du mich auch nicht, scheint die Schlußfolgerung zu sein.
Ich treffe mich mit Freundinnen die Mütter sind lieber ungestört alleine. Und für sie ist es eine Auszeit in der sie mal über andere Themen reden können und Abstand vom Mutter sein haben.Geändert von Inaktiver User (11.04.2014 um 22:20 Uhr)
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11.04.2014, 22:14
AW: Ist es für Sie okay zu sagen, dass man keine Kinder mag?
Ich sach mal so: Wenn man jemand direkt fragt, ob ich Kinder mag, ist meine spontane Antwort nein. Das ist einfach so eine innere Grundhaltung, die mich in keiner Weise zu Kindern hinzieht.
Je älter sie werden, desto besser wird es vermutlich, wobei mir Teenager an sich auch nicht unbedingt liegen. Also grundsätzlich gesprochen. Es gibt natürlich auch nette Kinder und nette Teenager, keine Frage. Und wenn mir solche begegnen, bin ich auch nett
.
Und ich würde sagen, dass ich bei Erwachsenen nicht erwarte, dass sie mich langweilen, bis zum Beweis des Gegenteils. Und bei Kindern ist es halt umgekehrt. Die müssen mich erst überzeugen, dass sie nicht langweilig sind.
Ich fand auch als Kind schon jüngere Kinder total langweilig, während andere Kinder sich auch mit Jüngeren gerne abgaben. Mich hat das nie interessiert.
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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11.04.2014, 23:10
AW: Ist es für Sie okay zu sagen, dass man keine Kinder mag?
Klar kann man das sagen. Aber muss man das denn unbedingt? Deutschland ist ja sowieso nicht so kinderfreundlich. Kann man sich da nicht einfach seinen Teil denken und den Mund halten? Als Mutter habe ich in Deutschland sowieso immer schon das Gefühl, das ich alle möglichen Leute mit meinen zwei kleinen Kindern störe.
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11.04.2014, 23:16
AW: Ist es für Sie okay zu sagen, dass man keine Kinder mag?
Das ist wirklich richtig. Vor allem da aller Wahrscheinlichkeit nach Kinder in ihrem Leben sowieso nur eine Randrolle Spielen.
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11.04.2014, 23:27Inaktiver User
AW: Ist es für Sie okay zu sagen, dass man keine Kinder mag?
Nuja, was sind Kinder?
Heute nachmittag mochte ich "Kinder" nicht. Einer von diesen kleinen Rackern hatte nicht verstanden, daß man beim Einkauf nicht alles mitnehmen kann, weil die offensichtlich alleinerziehende Mutter dem 7-jährigen nicht vermitteln konnte, daß die Sachen an der Kasse nicht zum Mitnehmen ohne Bezahlen sind, was in einem recht nervenaufreibenden Geplärre endete. Ich bin sicher, es gibt auch andere Kids, die für den Kapitalismus mehr Verständnis aufbringen und angepaßter sind. Es war die Hölle.
However, größer geratene Kinder sind sehr interessant. Solche, die gerade der Pubertät zu entschwinden drohen. Diese Kinder spiegeln, was sie kurz vor ihrer Volljährigkeit erfahren haben.
Aber diese selber machen, dazu habe ich keine Lust mehr. Ich kümmere mich lieber um eines, das von der Mutter gut erzogen wurde, und jetzt blöderweise nach einem Vater sucht (in Abi-Zeiten sind Männer oft Gold wert!).
Dieses Kind mag ich sehr, und hätte mir gewünscht, daß ich auch auf eine Frau getroffen wäre, deren unser gemeinsames Kind ich hätte betreuen "dürfen". Ist halt dumm gelaufen, aber sicherlich (für Brigitte-Verhältnisse) ein Einzelfall.Geändert von Inaktiver User (11.04.2014 um 23:37 Uhr)
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11.04.2014, 23:47
AW: Ist es für Sie okay zu sagen, dass man keine Kinder mag?
Das ist bei mir genau andersrum.
Mit ganz kleinen Kindern habe ich es auch nicht so - außer dem/den eigenen oder anderen ganz nah verwandten.
Ich finde nichts spannender und rührender als kleine und junge Menschen, die dabei sind, sich auf ins Leben zu machen.
Ich liebe die irgendwie und will ihnen helfen und sie beschützen.
Kinder, die sich völlig unerzogen benehmen - in öffentlichen Räumen beispielsweise - mag ich auch bis zu einem bestimmten Alter, aber deren Eltern nicht.
Das Interview mir Kuttner - Elsner/Bosse fand ich völlig unspektakulär.
Das Strangthema war eines von mehreren.
Frau Kuttner hat halt keine Kinder und sieht deshalb einiges anders als Eltern und wollte ein bisschen provozieren.
Ich fand, dass Frau Elsner und Herr Bosse hier ganz gut und unaufgeregt parierten und keinen genervten Eindruck machten.
Insgesamt eine ganz nette, kleine Talkshow. ;-)



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