Umfrage: Warum kaufen Sie Bio-Produkte? (Mehrfachauswahl möglich)

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    AW: Warum kaufen Sie Bio-Produkte?

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    .... Mastfutter für die tierquälerische Fleischerzeugung (man nennt das Veredelung ...) zu produzieren. Die grobe Faustregel dass 10 kg Getreide notwendig sind, um 1 kg Fleisch zu erzeugen
    Das nächste Problem dabei ist, dass dieses erzeugte Fleisch nicht mal zu 50% von den Menschen in den Industrieländern gegessen wird, weil es sich eingebürgert hat, dass Innereien ihgitt und bäh sind, dass Stücke, die fern vom Filet sind, minderwertig sind und dass nur die Brust bei Geflügel toll ist. Abgesehen von den Fastfoodketten, die ihr "Wings" ertränken in Zuckerhaltige Fettsauce und paniert mit Weissmehl und Zucker an den Mann bringen.

    Die sogenannten minderwertigen Bestandteile des Tieres, wie Lamm, Rind, Huhn, Ente, Schwein, gehen in die Nebenverwertung. Das heisst, sie werden portioniert und zu Tierfutter verarbeitet und den Tieren zum Teil wieder verfüttert oder in die dritte Welt exportiert, mit wahnsinnigen Aufwand an Logistik, Kühlaggregaten und Transport Emissionen.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  2. VIP

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    AW: Warum kaufen Sie Bio-Produkte?

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Ich glaube, dieser Aspekt ist für mich auch sehr wichtig, wie lange man etwas vom geleisteten Luxus hat. Und gerade Lebensmittel sind so schnell wieder weg.
    Qualitativ hochwertige, respektvoll erzeugte Lebensmittel und daraus zubereitetes Essen sind in meinem Augen kein Luxus, sondern sollten der Normalzustand sein. Mich hat seit den 70ern, seit meinen ersten Italien- und Frankreich-Reisen als Teenager, die Faszination und Begeisterung, wie sehr dort gut zubereitetes Essen geschätzt wurde, nicht mehr losgelassen. Ich kannte das aus D nicht so.

    Als ich dann nach dem Studium im Institut die Revolte unser italienischen Gastwissenschaftler erlebte, die ankündigten in der Kantine wegen des dortigen "Convenience"-Fraßes unterirdischer Qualität zu randalieren, hat mir das auch sehr in Bezug auf unsere Esskultur zu denken gegeben.

    Ich glaube, es ist auch ein Akt der Wertschätzung sich selbst gegenüber, keinen vorgefertigten Industriefraß zu essen, sondern etwas, das soweit wie möglich anständig erzeugt ist (allen Beteiligten gegenüber). Das tut vielleicht auch der Seele gut. (Nein, ich bin alles andere als spirituell.) Mit unter miesen Bedingungen erzeugten Billigklamotten - Shirt für dreifuffzich - wertet man sich doch auch irgendwie ab.

    Ich könnte und würde definitiv auf vieles andere verzichten, um weiterhin gut zu essen und ordentlichen Wein zu trinken. Das bedeutet nicht, dass ich dauernd ins besternte Restaurant gehen will - ganz und gar nicht! Ein frisches Brot aus einer handwerklichen Bäckerei und ein Käse, der nicht aus der Massenproduktion stammt, eine Tomate können Delikatessen sein.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  3. gesperrt

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    AW: Warum kaufen Sie Bio-Produkte?

    Zitat Zitat von Zartbitter Beitrag anzeigen
    @ Ebayfan...langsam bekommst du zuviel Fett ab

    Beim Umdenken sind auch Möbelkäufe eingeschlossen, zum Anfang des Umdenkens. Nicht Möbel für 3 Jahre, sondern Möbel, die du auch in 20 Jahren noch magst. Klamotten nicht für eine Saison (deine Suche nach der weißen und günstigsten Golfhose) etc.

    Erst wenn du das kannst, dann kannst du dich mit dem Luxus der Nahrung beschäftigen.

    Es ist ein Prozess...

    LG zb
    Möbel und Klamotten kaufe ich nie für eine Saison oder 3 Jahre. Ich habe bei Karstadt eine gute, reduzierte Golfhose gefunden. Die wird jetzt getragen, bis sie kaputt ist oder nicht mehr passt.

    Ich habe noch die Möbel, die ich mit dem Ex 1992 angeschafft habe und die bleiben auch. Aber eben nicht alle, einige hat er behalten und ich habe jetzt mehr Platz. Ich kaufe gern gute, haltbare Möbel.

    Mein Freund hat noch nie eine Flugreise machen können, das will ich mit ihm jetzt gemeinsam erleben. Er hatte nie genug Geld für sowas. Seitdem ich ihn kenne, kochen wir viel mehr frisch, als ich jemals zuvor, denn er liebt es.

    Wir leben schon ziemlich nachhaltig. Wir haben auch viel weniger Restmüll als die Nachbarn. Nur das mit dem Bioessen kam mir immer ziemlich übertrieben vor.

  4. VIP

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    AW: Warum kaufen Sie Bio-Produkte?

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Wir leben schon ziemlich nachhaltig. Wir haben auch viel weniger Restmüll als die Nachbarn. Nur das mit dem Bioessen kam mir immer ziemlich übertrieben vor.
    Ich denke, anständige Erzeugung muss nicht unbedingt ein Bio-Siegel haben. Sicher ist es die achtsamere und wünschenswerte Alternative (Supermarkt-/Discounter-Bio ist allerdings ziemlich lasch, vor allem bei der Tierhaltung).
    Aber für mich ist Bio wirklich nur bei Milchprodukten, Eiern und Fleisch zwingend. Unser Tierschutzgesetz ist immer noch eine Farce. Und nicht mal die minimalen gesetzlichen Vorgaben werden flächendeckend eingehalten. Wer soll´s denn kontrollieren? Wahrscheinlich gibt es auch noch Ausnahmen, wenn so ein Hühner- oder Schweinebaron droht, ins in dieser Hinsicht noch schlimmere Ausland abzuwandern.
    Tiere sind vor dem Gesetz ja nur eine Sache ...
    Thank you for observing all safety precautions.

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    sonst normale Userin

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    AW: Warum kaufen Sie Bio-Produkte?

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    Aber für mich ist Bio wirklich nur bei Milchprodukten, Eiern und Fleisch zwingend.
    Das sehe ich ähnlich, wobei es mir bei Eiern auch schon reicht, wenn sie aus Freilandhaltung stammen, nach dem Biohühnerhaltungsskandal erst recht. Alles andere sehe ich nach wie vor als Luxusproblem vor allem der Nordeuropäer, die reich und sozial abgesichert sind und deren Geburtenraten sich im Sinkflug befinden.
    Man soll Tiere so anständig wie möglich behandeln, und man muß sie wirklich nicht täglich essen. Sehen das aber z.B. Milliarden Chinesen (die gerade dabei sind, die Ein-Kind-Politik aufzugeben), Indonesier, Japaner, Inder etc. genauso? Sicher nicht. Hast du schon einmal einen chinesischen Viehmarkt gesehen ? Einen marokkanischen? Ich hoffe nicht. Es ist kein schöner Anblick. Und weil du Italien erwähntest: in einem ganz kleinen Dorf in Kalabrien, wo die Leute ganz bestimmt noch sehr naturverbunden leben, habe ich bei einer alten Bäuerin zwei Schweine in einem finsteren Schweinekoben kurz erblicken können... so eng, daß sie sich kaum bewegen konnten, so dunkel, daß sie kaum etwas sehen konnten, und der Gestank war bestialisch. Ich bin mir sicher, daß es selbst die armen Schweine in einem - kontrollierten - deutschen Mastbetrieb zumindest nicht schlechter haben!

  6. gesperrt

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    AW: Warum kaufen Sie Bio-Produkte?

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    Ich denke, anständige Erzeugung muss nicht unbedingt ein Bio-Siegel haben.
    Das denke ich auch. Manchmal erlebe ich das im Garten doch auch, da machen sich Schädlinge breit und man kommt dagegen kaum an. Ich kann ja noch meine Gemüseblättchen regelmäßig absuchen und die Raupeneier rechtzeitig entfernen, aber was soll ein Bauer machen? Lässt man sie dran, fällt die Ernte aus.

    Außerdem halte ich diese dubiosen Biosiegel für eine Einladung zum Beschiss. Ich will nicht wissen, wie oft fälschlicherweise etwas als Bio verkauft wird, was konventionell hergestellt wurde. Gerade chinesischen Produkten traue ich überhaupt nicht.

    Wären Tiere und Pflanzen keine Sache, wäre es illegal, sie zu kaufen und verkaufen bzw. sie gefangen zu halten oder zu töten. Wir würden verhungern.

    Ich bin immer davon ausgegangen, dass sie nur gut wachsen und Erträge einbringen, wenn sie auch einigermaßen gut behandelt werden. So läuft das jedenfalls bei meinen Pflanzen. Vernachlässige ich sie, kann ich nicht ernten. Muss denn ein Tierzüchter nicht auch die Bedürfnisse der Tiere vernünftig bedienen, damit sie gedeihen?

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    AW: Warum kaufen Sie Bio-Produkte?

    Zitat Zitat von Ligeia Beitrag anzeigen
    ….Und weil du Italien erwähntest: in einem ganz kleinen Dorf in Kalabrien, wo die Leute ganz bestimmt noch sehr naturverbunden leben, habe ich bei einer alten Bäuerin zwei Schweine in einem finsteren Schweinekoben kurz erblicken können... so eng, daß sie sich kaum bewegen konnten, so dunkel, daß sie kaum etwas sehen konnten, und der Gestank war bestialisch. Ich bin mir sicher, daß es selbst die armen Schweine in einem - kontrollierten - deutschen Mastbetrieb zumindest nicht schlechter haben!
    So etwas habe ich auch schon gesehen, doch auch wenn in z.B. Italien nicht alles perfekt ist (bei dem Gedanken an den Tiermord für Büffelmozzarella dreht sich mir der Magen um), ich glaube, es bessert sich. Ich habe z.B. auch in Italien einen Supermarkt einer Bauernkooperative erlebt. Am Eingang hingen Fotos der beteiligten Bauernhöfe inkl. Tierhaltung mit Adressen und der Einladung, doch einfach selber vorbeizuschauen.
    Dort habe ich den besten Schinken gekauft, den ich jemals gegessen habe.
    Anderswo in ITalien habe ich so etwas noch einmal gesehen, da war ich aber nicht drin.

    Ich habe die ganzen letzten Seiten mitgelesen.
    Ich war selber etwas verwirrt, wie ich für mich Bio definiere. Unabhängig vom Siegel sind es für mich Lebensmittel, die nachhaltig und mit Achtung hergestellt wurden (das impliziert für mich den Einsatz von möglichst wenig Chemie) und für die kein Tier unnötig leiden muss. Das heißt, eine Wurst vom Bauernschwein ist für mich ok, wenn ich weiß, das Tier hatte ein nettes Leben mit frischer Luft und wurde nur 25 km zum nächsten Schlachthof gekarrt.
    Für mich sind biologisch/nachhaltig produzierte Lebensmittel auch kein Luxus. Ich spare lieber anderweitig.
    ----------------------
    Viele Grüße
    Stephanie

  8. gesperrt

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    AW: Warum kaufen Sie Bio-Produkte?

    [QUOTE"Ebayfan"]Außerdem halte ich diese dubiosen Biosiegel für eine Einladung zum Beschiss. Ich will nicht wissen, wie oft fälschlicherweise etwas als Bio verkauft wird, was konventionell hergestellt wurde. Gerade chinesischen Produkten traue ich überhaupt nicht.[/QUOTE]

    Bei konventionellen Produkten WEISST du allerdings, dass da vieles sehr billig zu und hergegangen sein muss, denn für diese billigen Preise gibt's eben nur billige Ware.

    Ein Ei, das weniger als fünfzig oder sechzig Cent pro Stück kostet, kommt garantiert nicht von glücklichen Hühnern. Kannste grad vergessen.

    Wären Tiere und Pflanzen keine Sache, wäre es illegal, sie zu kaufen und verkaufen bzw. sie gefangen zu halten oder zu töten. Wir würden verhungern.
    Es wäre sehr wohl möglich, rechtlich eine Sonderkategorie für Tiere und Pflanzen zu schaffen, mit den ensprechenden Rechten für Lebewesen. Da waren die zehn Gebote des alten Testaments noch fortschrittlicher als wir es heute sind...

    Ich bin immer davon ausgegangen, dass sie nur gut wachsen und Erträge einbringen, wenn sie auch einigermaßen gut behandelt werden. So läuft das jedenfalls bei meinen Pflanzen. Vernachlässige ich sie, kann ich nicht ernten. Muss denn ein Tierzüchter nicht auch die Bedürfnisse der Tiere vernünftig bedienen, damit sie gedeihen?
    Gerade in dem Mass, dass sie die paar Wochen oder Monate bis zum Schlachten überleben... und junge Tiere (auch Menschen) sind bekanntlich sehr robust, die überleben noch unter widrigsten Umständen. Aber einem Tierzüchten kann's ja egal sein, ob eine Henne an Altersrheuma leidet oder Krebs bekäme - die Tiere werden gar nie so alt.

    Ich will sowas aus rein egoistischen Gründen nicht essen: geschmacklich fad, vom Sättigungspotenzial her gering, dafür mit grossem Klumen-im-Magen-und-doch-nicht-satt-Phänomen, dazu die einseitige Ernährung der Tiere, die dann meine Ernährung sind, die systematischen flächendeckenden Medikamentengaben, auch eventuell Hormongaben (??) - sowas will ich mir doch nicht antun. weil ich, im Gegensatz zu den Schlachttieren, hoffe noch einige Jahrzehnte zu leben, und gesund zu leben.

    Dass Essen ist ja nicht "weg", wenn es gegessen ist - sondern im Gegenteil, es ist sehr "da", als Teil meines Körpers, und bleibt bei mir. Mein Verdauungssystem, mein Stoffwechsel muss damit klar kommen.

    Ich bin der Meinung - ohne es beweisen zu können - dass jeden Franken, den ich in Nahrung hoher Qualität stecke (was ja nicht am Bio-Siegel hängt, aber sehr wohl an der Bio-Idee), dafür zwei Franken beim Arzt gespart sind.

    Meine Gesundheit und deren nachhaltige Pflege betrachte ich nicht als Luxus, sondern als Grundlage für mein Leben.

    gruss, barbara

  9. VIP

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    AW: Warum kaufen Sie Bio-Produkte?

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Ich bin immer davon ausgegangen, dass sie nur gut wachsen und Erträge einbringen, wenn sie auch einigermaßen gut behandelt werden. So läuft das jedenfalls bei meinen Pflanzen. Vernachlässige ich sie, kann ich nicht ernten. Muss denn ein Tierzüchter nicht auch die Bedürfnisse der Tiere vernünftig bedienen, damit sie gedeihen?
    Leider stimmt das nur bedingt. Vernachlässigt im Sinne von Hunger und Durst werden sie nicht - außer die Bewässerung oder Klimaanlage im Geflügel- oder Schweinaknast fällt mal aus. Da soviel Manpower wie möglich engespart wird, verrecken die Tiere jämmerlich. Alles schon passiert.

    Sonst ist es ungefähr so wie mit "sauber-trocken-satt", das zwar die elementaren körperlichen Bedürfnisse im Pfelgeheim befriedigt, die seelischen außer Acht lässt. Sicher kennst Du auch die Untersuchungen, die zu Zeiten irgendeines Friedrich von Preußen mit Säuglingen im Waisenhaus gemacht wurde: Sie wurden gefüttert und gewickelt, hatten es warm - aber keine Zuwendung. Die Kinder mickerten und viele starben. Viel mehr als von denen, die auch soziale Kontakte hatten. Man nennt das soziale Deprivation.

    In der industriellen Tierhaltung interessiert sich keiner dafür, ob die Tiere ihre sozialen Fähigkeiten entwickeln oder ausleben können. Wenn sie ausgelutscht und runtergewirtschaftet sind, dann werden sie eh weggeworfen.

    Es geht um Profit, nicht um die Ernährung der Massen, wenn die Besatzdichten so hoch sind, dass man Zähne abzwicken muss, Schnäbel kupieren, Schwänze abschneiden, Hörneransätze ausbrennen ... alles, damit die Tiere sich nicht verletzen und es keinen Kannibalismuus gibt, weil sie zu dicht gepfercht sind.

    Hühner werden nach einer Legesaison weggeworfen, Zuchtsauen können sich in ihrem sarggroßen Gittergestänge nicht umdrehen und werden kurz nach dem Abferkeln hormonell so stimuliert, dass man sie schnell wieder besamen kann, Kühe bekomen ein Kalb, das wird gleich weggenommen und mit Milchersatz großgezogen, weil die Milch ja verkauft wird. Das sind - vereinfacht gesagt - die Kreisläufe. Die Geburten sind übrigens auch ziemlich roh, sie müssen in den Tagesablauf passen.

    Wenn sie dann zum Schlachten verladen werden, brechen sie schon mal zusammen, die Schweine vor allem, denn sie haben kaum Funktionsmuskulatur. Prügel sind üblich. Wenn sie nicht die Rampe hochgehen können, hilft der "Viehtreiber", ein Elektroschocker, Kühen, die nicht mehr aufstehen können, bricht auch mal einer den Schwanz. Der Schmerz treibt sie dann nochmal kurz hoch. Letzteres ist durch das Tierschutzgesetz verboten - aber wer kontrolliert das schon.

    Auch ganz ohne spirituellen Hintergrund bin ich der Überzeugung: Etwas aus solcher "Produktion" zu essen, kann nicht gesund (im Sinne seelischer Gesundheit) sein.

    Auch in Naturlandbetrieben wird gemästet, die Tiere werden auch getötet.
    Aber es steht ihnen mehr Platz zur Verfügung, Anbindehaltung ist ein NoGo, es gibt Auslauf - richtig draußen, auch für Hühner -, gemeinsame Fellpflege, Kontakt- und Rückzugsmöglichkeiten. Wusstest Du, dass Ferkel spielen wie junge Hunde. Natürlich nur, wenn sie die Möglichkeit dazu haben.
    Die Transportwege zum Schlachthof dürfen nicht länger als eine bestimmte, relativ kurze Strecke sein.

    Antibiotika dürfen bei "Bio" nur verwendet werden, wenn sie medizinisch notwendig sind, nicht als Masthilfsstoffe dem Fertigfutter aller Tiere beigemischt. [[Man geht davon aus, dass ein Teil der Antbiotikaresistenzen beim Menschen durch diese Fütterungsarzneimittel entstanden sind. Eine dauernde, (zu) niedrig dosierte Antibiotikagabe führt zur Bildung resistenter Klone. Wenn also die Menschen Fleisch essen, in dem kleine Mengen von Antibiotika enthalten sind, dann besteht eine gute Wahrscheinlichkeit, dass die bakteriellen Mitbewohner des Menschen sich an das entsprechende Antibiotikum gewöhnen. Tierarzneimittel sollten zwar solche sein, die nicht beim, Menschen anggewendet werden, aber es gibt nahe Verwandtschaften bei der Wirkungsweise - und immer wieder fliegen schwarze Schafe auf, die verbotene Arzneimittel reinmischen. Oder die Autobahnterärzte, um die es jetzt erstaunlich still geworden ist. Man wird doch nicht alle erwischt haben ...]]


    Zum Schluss möchte ich aber von Biobauern berichten, die ihren ihnen persönlich bekannten Schweinen vor dem Transport zur Schlachtung vergorenes Obst, Most oder Bier gibt. Es schmeckt ihnen und sie sind nicht gestresst. Oder von solchen, die wenn nötig nachts ein Kalb ins Auto setzen und mit ihm zum Tierarzt fahren. Bauern, die bei Geburten das Kalb nicht zu dritt mit Gewalt aus der Kuh ziehen, sodass die Geburtswege heftig verletzt werden, sondern ihr Zeit lassen und auch mit ursprünglicheren Rassen arbeiten, die das selbst noch besser hinkriegen.

    Die bei uns üblichen Hochleistungsrassen würde innerhalb weniger Tage ohne Melken sternen, da sie eine bösartige Euterentzündung hätten. Allein soetwas zu züchten ist schon pervers.

    Tut mir Leid, dass es so lang geworden ist.
    Thank you for observing all safety precautions.

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  10. VIP

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    AW: Warum kaufen Sie Bio-Produkte?

    Zitat Zitat von Ligeia Beitrag anzeigen
    Und weil du Italien erwähntest: in einem ganz kleinen Dorf in Kalabrien, wo die Leute ganz bestimmt noch sehr naturverbunden leben, habe ich bei einer alten Bäuerin zwei Schweine in einem finsteren Schweinekoben kurz erblicken können... so eng, daß sie sich kaum bewegen konnten, so dunkel, daß sie kaum etwas sehen konnten, und der Gestank war bestialisch. Ich bin mir sicher, daß es selbst die armen Schweine in einem - kontrollierten - deutschen Mastbetrieb zumindest nicht schlechter haben!
    Die Nutztierhaltung in Italien ist ein düsteres Kapitel. Ich kenne die Fabriken mit den hohen Silos inde rGegend von Modena bis Bologna und Parma vom Vorbeifahren. Auch die misshandelten Arbeitsesel im Süden.

    Den Schweinekoben hättest Du auch in D sehen können. Soll es noch im 20. Jahrhundert oft gegeben haben. Auch Kühe, die ihr Leben lang im dunklen Stall angebuunden waren.

    Trotzden sind die industriellen Betriebe nicht nach den Bedürfnissen der Tiere ausgerichtet, sondern danach, dass sie weitgehend mit Maschinen bedient werden können. Da zählt die vom Nachbartier zwischen die Spalten des Vollspaltenbodens getretene Zitze nicht.

    Italien und Frankrecih habe ich aus anderen Gründen genannt: Weil in diesen Ländern Essen nicht als Luxus gilt. Oder galt? Jetzt hat ja auch das US-Fastfood Einzug gehalten.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


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